ADAC Test: Das sind die besten Elektroautos des Jahres 2022

Elektroautos mit Top-Bewertung: Skoda Enyaq Coupé, Fiat 500e Cabrio, BMW i4, Hyundai Kona Elektro
Elektroautos mit Top-Bewertung: Skoda Enyaq Coupé, Fiat 500e Cabrio, BMW i4, Hyundai Kona Elektro© Fiat, Hyundai, BMW, Skoda [M]

Quasi auf den letzten Metern, im Dezember, hat der Volvo C40 den ersten Platz in der unteren Mitteklasse erobert. Der Kia Niro EV und der Mercedes EQA teilen sich jetzt Platz zwei. Sämtliche Ergebnisse im ADAC Autotest bis Ende 2022.

  • Testnoten mit Kosten und Preis-Leistungs-Verhältnis

  • Bildergalerien mit Plus-Minus-Bewertung

  • Praktische Links zu den Einzeltests

Viele halten Modelle von Tesla für die besten Elektroautos, die man derzeit kaufen kann. Das stimmt, zumindest in einigen Technikbereichen. Aber wenn man die Autos in der Summe aller ihrer Eigenschaften beurteilt und auch die Kostenseite ins Kalkül zieht, rücken auch Modelle ganz anderer Hersteller in den Fokus. Schauen Sie auf die Auswertung aller vom ADAC getesteten aktuellen Elektroautos: Hier finden Sie die Sieger und Besiegten aller Klassen mit ihren ausschlaggebenden Stärken und Schwächen im schnellen Überblick.

Die besten Elektroautos: Kleinst- und Kleinwagen

Testfahrzeug

Note Autotest

Note Kosten

Note Preis-Leistung

Kleinstwagen




Fiat 500e Cabrio (42 kWh) Icon

2,5

1,8

2,1

Renault Twingo Electric Intens

4,1

1,4

2,7

Kleinwagen




Hyundai Kona Electro (64 kWh) Spirit

2,1

2,4

2,2

Kia e-Soul (64 kWh) Spirit

2,1

2,4

2,2

Opel Corsa-e

2,2

1,8

2,0

Peugeot e-2008 GT

2,2

2,0

2,1

Honda e

2,2

2,2

2,2

Peugeot e-208 GT

2,3

1,7

1,6

Opel Mokka-e Ultimate

2,3

2,1

2,2

Renault Zoe Z.E.50 (52 kWh)

2,5

2,0

1,6

Dacia Spring Comfort Plus

4,1

1,2

2,6

0,6 - 1,5 = sehr gut | 1,6 - 2,5 = gut | 2,6 - 3,5 = befriedigend | 3,6 - 4,5 = ausreichend | 4,6 - 5,5 = mangelhaft

Kleine Elektroautos: Stärken und Schwächen

Zu allen ausführlichen Artikeln mit detaillierten Beschreibungen der Modelle gelangen Sie, wenn Sie hier auf die Modellnamen klicken:

Fiat 500e | Renault Twingo Electric | Hyundai Kona Elektro | Kia e-Soul | Opel Corsa-e | Peugeot e-2008 | Honda e |Peugeot e-208 | Opel Mokka-e | Renault Zoe | Dacia Spring

Untere Mittelklasse

Kompakte E-Autos: Stärken und Schwächen

Zu allen ausführlichen Artikeln mit detaillierten Beschreibungen der Modelle gelangen Sie, wenn Sie hier auf die Modellnamen klicken:

Volvo C40 Pure Electric | Mercedes EQA | Kia Niro EV | VW ID.3 | Renault Mégane E-Tech | Citroën e-C4 | Nissan Leaf | Mazda MX-30 | Opel Combo-e |

Mittelklasse

Testfahrzeug

Note Autotest

Note Kosten

Note Preis-Leistung

Mittelklasse




Skoda Enyaq Coupé RS iV

1,7

3,2

2,5

BMW iX3

1,7

3,7

2,7

VW ID.5 Pro Performance

1,8

2,7

2,3

BMW i4 eDrive40

1,8

3,4

2,6

Škoda Enyaq iV80

1,9

2,5

2,2

Kia EV6 (58 kWh)

1,9

2,7

2,3

VW ID.4 Pro Performance

1,9

2,7

2,3

Kia EV6 (77,4 kWh)

1,9

2,8

2,3

Polestar 2 Long Range Single Motor

1,9

2,8

2,3

Hyundai Ioniq 5 2 WD (72,6 kWh)

1,9

2,9

2,4

Mercedes EQB 350 Electric Art 4Matic

1,9

3,5

2,7

Audi Q4 Sportback 40 e-tron

1,9

3,3

2,6

Tesla Model 3 (60 kWh/LFP)

2,0

3,0

2,5

Polestar 2 Long Range Dual Motor

2,0

3,2

2,6

Genesis GV60 Sport Plus AWD

2,0

4,0

3,0

Jaguar iPace EV400 S AWD

2,0

4,2

3,1

Tesla Model Y Max Range AWD

2,1

3,4

2,8

Ford Mustang Mach-E Extended Range

2,1

3,9

3,0

Mercedes EQC 400 4Matic

2,1

4,2

3,1

VW ID.4 GTX 4Motion

2,2

2,8

2,5

Aiways U5 Premium*

2,5

* zu wenig Daten zur Kostenberechnung, daher keine Note für Preis-Leistung

E-Autos der Mittelklasse: Stärken und Schwächen

Zu allen ausführlichen Artikeln mit detaillierten Beschreibungen der Modelle gelangen Sie, wenn Sie hier auf die Modellnamen klicken:

Škoda Enyaq Coupé | BMW iX3 | VW ID.5 | BMW i4 | Škoda Enyaq | Kia EV6 | VW ID.4 | Polestar 2 | Hyundai Ioniq 5 | Mercedes EQB | Audi Q4 e-tron | Tesla Model 3 | Genesis GV60 | Jaguar iPace | Tesla Model Y | Ford Mustang Mache-E | Mercedes EQC | Aiways U5

Obere Mittel- und Oberklasse

Testfahrzeug

Note Autotest

Note Kosten

Note Preis-Leistung

Obere Mittelklasse




BMW iX xDrive50

1,6

5,5

3,6

Mercedes EQE 350

1,7

4,4

3,1

Mercedes EQV 300 lang

2,4

4,6

3,5

Citroën e-Spacetourer

2,7

4,2

3,4

Oberklasse




Mercedes EQS 450+

1,6

5,5

3,6

Porsche Taycan Sport Turismo GTS

1,8

5,5

3,6

Porsche Taycan 4S Performance Plus

1,9

5,0

3,4

Audi e-tron GT quattro

2,0

5,5

3,8

E-Autos der Oberen Mittel- und Oberklasse: Stärken und Schwächen

Zu allen ausführlichen Artikeln mit detaillierten Beschreibungen der Modelle gelangen Sie, wenn Sie hier auf die Modellnamen klicken:

BMW iX | Mercedes EQE | Mercedes EQV | Citroën e-Spacetourer | Mercedes EQS | Porsche Taycan Sport Turismo | Porsche Taycan | Audi e-tron GT

Blick zurück: Über 12 Jahre E-Autos im Test

Insgesamt blickt der ADAC jetzt auf über 12 Jahre zurück, in denen mehr als 100 Elektroautos getestet wurden. Das erste Serien-Elektroauto, das den ADAC Autotest regulär durchlief, war ein Karabag 500 E. Das war im Juli 2010. Der umgebaute Fiat 500 wurde den damaligen Erwartungen an ein praxistaugliches Auto nur rudimentär gerecht. Aus heutiger Sicht wären Technik und Preis völlig inakzeptabel. Der Karabag hatte mal gerade 41 PS Leistung, schaffte maximal 105 km/h und im Sommer eine Reichweite von 139 Kilometer. Zum Preis von über 60.000 Euro.

In den Jahren 2010 bis 2012 folgten Tests von Elektroautos, welche die etablierten Hersteller selbst auf den Markt brachten. Da waren Kleinserien wie der Smart Fortwo electric drive und der Volvo C30 Electric dabei, aber auch Großserienfahrzeuge wie der Mitsubishi i-MiEV oder der Nissan Leaf. Die Modelle bewiesen ihre Serienreife, hatten aber insbesondere bei der Reichweite ihre Einschränkungen.

Erst das Model S von Tesla legte die Messlatte in allen Bereichen erheblich höher. Im September 2013 getestet, gab es neue Benchmarks beispielsweise bei der Reichweite mit 415 Kilometer; nicht weniger beeindruckend waren die phänomenale Beschleunigung, die Geschwindigkeit und der Luxus. Tesla hat hier vorgelegt, und etwas vergleichbares kam danach lange nicht auf den Markt.

Im Jahr 2018 erschien ein bis heute lieferbares und vergleichsweise kompaktes Modell auf dem Markt, der Hyundai Kona Elektro. Der Antrieb ist sparsam und die Batterie mit 64 kWh recht groß, Reichweiten bis fast 400 Kilometer sind damit durchaus machbar. Mit der gleichen Antriebstechnik und damit vergleichbaren Eigenschaften erschienen 2019 zwei Modelle von Kia, der etwas größere e-Niro und der designmäßig ausgefallene e-Soul.

Ab 2020 "explodierte" das Angebot an Elektroautos in Deutschland regelrecht. Alle etablierten Hersteller nahmen Elektromodelle ins Programm, von klein bis groß sind sie nun in jeder Klasse vertreten.

Fakten zum Staunen und Schmunzeln

  • Das Elektroauto mit der geringsten Reichweite: Mitsubishi i-MiEV (91 km)

  • Das langsamste Elektroauto: Smart Fortwo electric drive (max. 100 km/h)

  • Das Elektroauto mit der kleinsten Batterie: Mitsubishi i-MiEV (16 kWh)

  • Das Elektroauto mit dem höchsten Verbrauch: Mercedes EQV 300 lang (30,9 kWh/100 km)

  • Das sparsamste Elektroauto: VW e-up! (13,7 kWh/100 km)

  • Das teuerste Elektroauto: Porsche Taycan Sport Turismo GTS (135.166 Euro)

  • Das billigste Elektroauto: Dacia Spring (21.790 Euro)

Anmerkung: Alle Werte beziehen sich ausschließlich auf Fahrzeuge, die den ADAC Autotest durchlaufen haben. Werte zu Verbrauch und Reichweite sind ADAC Messwerte.