Das Testzentrum Mobilität in Penzing

Bild: © ADAC/Test und Technik, Video: © ADAC e.V.

Der ADAC nutzt seit 2018 Teilflächen des Fliegerhorsts Penzing in Oberbayern, um dort Produkte im Sinne des Verbraucherschutzes kritisch zu testen und zu prüfen – vom Lastenfahrrad bis zum automatisierten Elektrofahrzeug.

Die ADAC Expertinnen und Experten des Bereichs Aktive Sicherheit wissen, worauf es ankommt, wenn es darum geht, Unfälle zu vermeiden. Insbesondere an Straßen und Kreuzungen, die sich alle Verkehrsteilnehmer teilen, muss Technik unterstützen, damit es nicht zu Unfällen kommt. Das ADAC Team simuliert komplexe Unfallsituationen am Fliegerhorst präzise, transparent und gefahrlos – mit modernster Technik und realistischen Attrappen. Beispiele sind der Transporter-Crashtest oder die Tests verschiedener Lkw-Abbiegeassistenten.

Dabei kommt es durchaus auch einmal zu aufsehenerregenden Unfällen – wenn etwa Fahrerassistenzsysteme an ihre Grenzen kommen. Nur so können diese für den Ernstfall im realen Verkehr ausgetestet werden, sodass alle Menschen mit und ohne Auto gleichermaßen geschützt werden.

Die Test-Bereiche

Das Testfeld am Fliegerhorst Penzing

Im Testzentrum Mobilität – also dem ehemaligen Flugfeld in Penzing – werden die neuesten Fahrzeugmodelle und Systeme auf Herz und Nieren geprüft. Anhand dieser Tests entwickelt der ADAC Sicherheitsanforderungen an innovative Technik. Gesetzgeber in Berlin und Brüssel nutzen das Expertenwissen des ADAC am Technik Zentrum in Landsberg am Lech und entwickeln daraus Vorgaben für Hersteller.

Der Schutz der Verbraucher ist der Treiber von Innovationen. Ohne den Druck von Verbraucherschützern wie dem ADAC gäbe es keinen Airbag, keinen Gurt und keine Notbremsassistenten. Euro NCAP, ein internationales Verbraucherschutz-Konsortium, dem der ADAC angehört, beschleunigt die Einführung der Unfallvermeidungstechnologien. Die Sicherheit künftiger Fahrzeuggenerationen wird durch die im Testzentrum Mobilität entwickelten Tests maßgeblich beeinflusst. So wurden neue Testverfahren zum Schutz von Radfahrenden bereits erfolgreich in Penzing entwickelt. Sichere, komfortable und bezahlbare Mobilität für alle Menschen ist dem ADAC ein wichtiges Anliegen.

Die Vision

Der ADAC wird das ehemalige Flugfeld und eine denkmalgeschützte Halle während der vom Landratsamt Landsberg am Lech und der Kommune Penzing genehmigten Zwischennutzung mieten. Der ADAC glaubt an die Region als Standort für die Entwicklung intelligenter Mobilität und sieht die Chance, dass langfristig gesicherte und breit gefächerte Arbeitsplätze für die Menschen der Region entstehen. In der Zwischennutzung werden viele Hochschulen, Start-ups und Unternehmen den Standort Penzing kennenlernen. Auch Bürgerinnen und Bürger werden sehen können, was im Zuge der Zwischennutzung geschieht. Dem ADAC liegt daran, den Charakter des Fliegerhorsts als Innovationsstandort für Mensch und Region wiederzubeleben.

Der ADAC übernimmt Verantwortung für die Zukunft der Mobilität im Interesse der Menschen!

Eindrücke von vor Ort

Ausweichassistenten: Back-up im Ernstfall

Bei einem internationalen Expertenworkshop wurde der Grundstein für einheitliche Anforderungen an neuartige Assistenzsysteme gelegt. Ausweichassistenten können dann helfen, wenn es für Notbremsen zu spät ist. Der ADAC schafft zusammen mit Industrie, Forschung und Öffentlichkeit Anforderungen, um die Systeme sicherer und wirksamer zu machen.

Bild: © ADAC/Test und Technik, Video: © ADAC e.V.

Kooperation mit der Hochschule Augsburg

StarkStrom ist das Formula-Student-Team der Hochschule Augsburg und entwickelt, fertigt und testet mit Studierenden fast jedes Fachbereichs vollelektrische Prototypen. Für die Optimierung der Regler und des Fahrwerkes sind ausgiebige Tests notwendig. Das Team durfte in Penzing Testfahrten durchführen und konnte die Reglerparameter optimieren.
Das Ergebnis der ausgiebigen Test- und Optimierungszeit sieht man an zwei ersten Plätzen mit dem autonomen Fahrzeug im Beschleunigungsevent.

Bild: © ADAC/Test und Technik, Video: © ADAC e.V.

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