ADAC Stauprognose: Zahlreiche Baustellen, aber wenig Reiseverkehr

Eine Fräse ist bei Arbeiten auf der Autobahn 2 im Einsatz
Treffen Autofahrende auf eine der vielen Baustellen, kann es schon mal länger dauern ∙ © dpa/Moritz Frankenberg

Baustellen, Vollsperrungen und nur wenig Weihnachtsmarktverkehr: Die aktuelle Stauprognose für das Wochenende, und was ADAC Fachleute für das benachbarte Ausland erwarten.

  • Kaum Weihnachtsmarktverkehr aufgrund coronabedingter Absagen

  • Autobahnsperren wegen Überflutungsschäden in NRW werden weniger

  • Die Anzahl der Baustellen auf Autobahnen geht auf 803 zurück

  • Autofahrende müssen mit Wartezeiten an den Grenzen rechnen

ADAC Stauprognose für 3. bis 5. Dezember

Der ADAC erwartet am ersten Dezemberwochenende eine ruhige Zeit für Autofahrende. Es dürften sich kaum Staus bilden. Der Reiseverkehr ist gering. Nur rund um die Ballungszentren könnte es vereinzelt etwas lebhafter sein, da in einigen Regionen unter strengen Auflagen noch Weihnachtsmärkte stattfinden. Viele wurden jedoch wegen der Corona-Pandemie bereits abgesagt. In manchen Regionen verhindert sogar ein Lockdown den privaten Ausflugsverkehr.

Die Zahl der Baustellen ist deutlich zurückgegangen.

Wegen der winterlichen Fahrbedingungen sollte man allerdings mehr Fahrzeit einplanen. Wer bei winterlichen Verhältnissen auf Deutschlands Straßen ohne Winter- oder Ganzjahresreifen fährt, riskiert bei normalem Verstoß ein Bußgeld von 60 Euro und einen Punkt im Flensburger Zentralregister beziehungsweise 80 Euro (bei konkreter Gefährdung des Verkehrs) und ebenfalls einen Punkt in Flensburg.

Baustellen und Vollsperrungen

An Autobahnbaustellen müssen sich Autofahrende auf Engpässe einstellen. Die Anzahl der Baustellen ist auf 803 zurückgegangen.

Bislang sind unter anderem folgende Autobahn-Sperrungen angekündigt:

  • A1 Köln – Euskirchen in beiden Richtungen zwischen Hürth und Dreieck Erfttal bis Ende Juli 2022

  • A1 Euskirchen Richtung Köln zwischen Weilerswist-West und Kreuz Bliesheim bis Sonntag, 12. Dezember, 15 Uhr

  • A10 Nördlicher Berliner Ring, Dreieck Havelland – Dreieck Barnim, in beiden Richtungen zwischen Birkenwerder und Mühlenbeck von Freitag, 3. Dezember, 22 Uhr, bis Sonntag, 5. Dezember, 14 Uhr

  • A20 Stettin – Rostock in beiden Richtungen zwischen Tribsees und Bad Sülze von Montag, 29. November, bis Freitag, 10. Dezember, täglich von 7.30 bis 20 Uhr

  • A61 Koblenz Richtung Mönchengladbach zwischen Kreuz Bliesheim und Dreieck Erfttal bis Montag, 13. Dezember, 15 Uhr

  • A61 Koblenz Richtung Mönchengladbach zwischen Dreieck Erfttal und Gymnich bis Freitag, 3. Dezember, 15 Uhr

  • A61 Koblenz Richtung Mönchengladbach zwischen Kreuz Meckenheim und Rheinbach bis Dienstag, 14. Dezember, 15 Uhr

  • A66 Wiesbaden – Frankfurt zwischen Wiesbaden-Biebrich und Wiesbaden-Mainzer Straße in beiden Richtungen bis auf Weiteres

  • A293 Stadtautobahn Oldenburg, Oldenburg-Nord Richtung Oldenburg-West zwischen Kreuz Oldenburg-Nord und Oldenburg-Etzhorn bis Samstag, 11. Dezember, ca. 18 Uhr

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen und weitere Sperrtermine können nicht ausgeschlossen werden.

Sperren wegen Überflutungsschäden werden weniger

Wegen der Überflutungsschäden, Aufräum- und Reparatur-Arbeiten sind in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Bundes- und Landstraßen, aber auch Autobahnabschnitte bis auf Weiteres gesperrt oder aufgrund von Bauarbeiten erschwert passierbar. Einige der Reparaturen auf der A1 Köln – Euskirchen und der A61 Koblenz – Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen dürften bis Sommer 2022 andauern. Einige Sperren werden allerdings bereits Mitte Dezember aufgehoben.

Die Stauprognose fürs Ausland

Im benachbarten Ausland erwartet der ADAC eine ähnliche Stausituation wie in Deutschland. Die Fahrtbedingungen sind gut, es sei denn, es gibt winterliche Verhältnisse. Vor Fahrtantritt sollte man sich unbedingt über die Details zu den länderspezifischen Winterreifen-Regelungen informieren: In einigen Ländern war hier der 1. November Stichtag.

Wer eine Alpenstraßen-Tour plant, sollte sich bewusst sein, dass die meisten Pässe in der kalten Jahreszeit geschlossen sind.

Anzeige: ADAC Auslandskrankenschutz

Der ADAC Auslandskrankenschutz bietet für die ersten 63 Tage jeder Reise Kostenerstattung bei medizinisch notwendiger Heilbehandlung im Ausland. Dazu Organisation und Kostenübernahme von Hilfeleistungen bis hin zum Krankenrücktransport. Weitere Vorteile: Privatpatientenstatus und freie Wahl unter den Krankenhäusern im Ausland.

Hier gibt es weitere Infos zum ADAC Auslandskrankenschutz.

Hinweis: Der ADAC Auslandskrankenschutz leistet auch, wenn Sie wegen Corona im Ausland medizinisch behandelt werden müssen. Infos zur Auslandskrankenversicherung bei Corona.

Die Lage an den Grenzen

An den Grenzen können Wartezeiten wegen Personenkontrollen nicht ausgeschlossen werden. Bei der Einreise nach Deutschland wird stichprobenartig kontrolliert. Für die kommenden Wochen ist eine Intensivierung der Kontrollen geplant.

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen zur Lage an Deutschlands Grenzen.

Hier erfahren Sie, für welche Länder es Reisewarnungen gibt beziehungsweise welche als Corona-Hochrisiko-Gebiete gelten.

Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.

Rettungsgasse im Ausland: So geht's!

Mit dem ADAC StauScanner Staus melden

Sie möchten mithelfen, dass alle Autofahrenden schneller und genauer über Staus informiert werden? Das geht ganz einfach: mit dem ADAC StauScanner, der als Funktion in der ADAC Maps-App und der ADAC Spritpreise-App zur Verfügung steht. Staus melden kann jeder – völlig anonym. Man muss kein ADAC Mitglied sein.

* Der Link verweist auf eine externe Internetseite, für die der Betreiber verantwortlich ist.

Katharina Dümmer
Redakteurin
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Dr. Norbert Prack
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