ADAC Stauprognose für das Wochenende 19. bis 21. August

Am neunten Ferien-Wochenende: Stop-and-go vor allem in Richtung Heimat
Am neunten Ferien-Wochenende: Stop-and-go vor allem in Richtung Heimat© IMAGO/Jochen Eckel

Der Höhepunkt der Sommerreisewelle ist zwar vorbei, die Stausituation bleibt aber angespannt: Engpässe sind vor allem in Richtung Heimat möglich. Die aktuelle Stauprognose für Deutschland und die Nachbarländer.

  • In einigen Bundesländern steht das Ferienende bevor

  • Lkw-Ferienfahrverbot gilt bis Ende August auch samstags

  • Etwas weniger Vollsperrungen als am Wochenende zuvor

ADAC Stauprognose für 19. bis 21. August

Die Heimreise aus dem Sommerurlaub wird an diesem Wochenende vielerorts nicht störungsfrei abgehen. In Berlin, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie dem Norden und der Mitte der Niederlande enden demnächst die Ferien. Der Verkehr in Richtung Urlaubsgebiete reduziert sich dagegen bereits spürbar.

Große Staugefahr herrscht angesichts zahlreicher Wochenend- und Tagesausflügler zudem auf den Zufahrtsstraßen der Ausflugsgebiete. Darunter vor allem die Berg- und Seenlandschaften, aber auch die Küsten.

Die Spitzenzeiten sind Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag. Wer nicht im Stau stehen möchte, sollte über einen alternativen Reisetermin unter der Woche, zum Beispiel Dienstag oder Mittwoch, nachdenken.

Etwas Erleichterung verspricht das Lkw-Ferienfahrverbot, das bis Ende August immer samstags von 7 bis 20 Uhr gilt.

Autobahnen mit großer Staugefahr

  • Fernstraßen zu und von der Nord- und Ostsee

  • Großräume Hamburg, Berlin und München

  • A1 Lübeck – Bremen – Dortmund – Köln

  • A3 Passau – Nürnberg – Würzburg – Frankfurt

  • A4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden

  • A5 Basel – Karlsruhe – Frankfurt

  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg

  • A7 Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg und Hannover – Hamburg – Flensburg

  • A8 Salzburg – München – Stuttgart

  • A9 München – Nürnberg – Halle/Leipzig

  • A10 Berliner Ring

  • A19 Rostock – Dreieck Wittstock/Dosse

  • A24 Berlin – Hamburg

  • A61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach

  • A72 Hof – Chemnitz

  • A93 Kufstein – Inntaldreieck

  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen

  • A99 Autobahnring München

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Aktuelle Baustellen und Vollsperrungen

Die Zahl der Autobahnbaustellen in Deutschland liegt aktuell bei 939 und damit weiterhin auf sehr hohem Niveau. Rund um die Baustellen ist bei hohem Verkehrsaufkommen mit Zeitverlusten zu rechnen. Eine kleine Erleichterung: Tagesbaustellen dürfte es während der Ferien weniger geben.

Durch die große Hitze in Deutschland ist auch die Gefahr von Blow-ups gestiegen. In den vergangenen Wochen gab es vereinzelt Tempolimits und Sperren von Fahrstreifen unter anderem auf der A2 Dortmund – Oberhausen, A9 Berlin – Halle/Leipzig und der A13 Schönefelder Kreuz – Dresden.

Aktiv oder angekündigt sind derzeit unter anderem folgende Autobahnsperrungen:

  • A1 Euskirchen Richtung Dortmund zwischen Kreuz Köln-Nord und Kreuz Leverkusen-West von Freitag, 19. August, 21 Uhr, bis Montag, 22. August, 5 Uhr

  • A6 Heilbronn Richtung Nürnberg in Höhe Kreuz Feuchtwangen/Crailsheim von Samstag, 20. August, 20 Uhr, bis Sonntag, 21. August, 6 Uhr

  • A45 Gießen Richtung Hagen zwischen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord bis auf Weiteres

  • A45 Hagen Richtung Gießen zwischen Lüdenscheid-Nord und Raststätte Sauerland bis auf Weiteres

  • A61 Koblenz Richtung Mönchengladbach zwischen Dreieck Erfttal und Gymnich sowie zwischen Türnich und Bergheim bis Sonntag, 18. Dezember

  • A61 Koblenz Richtung Mönchengladbach zwischen Bergheim-Süd und Bergheim bis 1. November

  • A66 Wiesbaden – Frankfurt in beiden Richtungen zwischen Wiesbaden-Biebrich und Wiesbaden-Mainzer Straße bis aus Weiteres

  • A99 München-Nord Richtung München-Süd in Höhe Kirchheim von Sonntag, 21. August, 20 Uhr, bis Montag, 22. August, 6 Uhr

  • A210 Kiel – Rendsburg in beiden Richtungen zwischen Kreuz Rendsburg und Schacht-Audorf von Montag, 22. August, bis 23. Dezember

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen und weitere Sperrtermine können nicht ausgeschlossen werden.

2022: Wieder mehr Fahrten ins Ausland

Wo die deutschen Autourlauber und Autourlauberinnen die schönste Zeit des Jahres verbringen wollen, ergibt eine Auswertung von 363.256 ADAC Urlaubs-Routenplanungen (Stand: Juni 2022). Die Ziele im europäischen Ausland konnten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zulegen, und das nicht ohne Grund: Auslandsreisen sind im dritten Corona-Sommer dank wegfallender Corona-Beschränkungen wieder problemlos möglich.

Die Stauprognose fürs Ausland

Auf den Fernstraßen im benachbarten Ausland sorgen ebenfalls Urlaubsheimkehrende für Stop-and-go. Etwas besser sieht es in der Gegenrichtung aus, weil weniger Menschen jetzt noch in den Urlaub aufbrechen.

Großes Staupotenzial haben die klassischen Urlauberstrecken Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken-, Rheintal- und Gotthard-Route sowie die Fernstraßen zu und von den französischen* und kroatischen* Küsten und Bergregionen. Weiterhin viel Verkehr und zeitweise Staus werden auf den Zufahrtsstraßen der Ausflugsregionen im untergeordneten Straßennetz der Alpenländer erwartet.

Besonderheit Österreich: Entlang von Inntal-, Brenner- und Tauernautobahn ist wegen der Sperre von Ausweichrouten mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.

Baustellenhinweis für die Niederlande:

Auf folgenden Autobahnen ist bis 22. August mit Behinderungen zu rechnen:

  • A2 Amsterdam – Maastricht in beiden Richtungen zwischen Batadorp und Leenderheide bei Eindhoven (Fahrstreifen-Wegfall)

  • A50 Arnhem Richtung Apeldoorn zwischen Waterberg und Beekbergen (Sperre und Umleitung)

Aktuelle Verkehrsinformationen bietet der niederländische ADAC Partnerclub ANWB* auf seiner Internetseite an.

Anzeige: ADAC Auslandskrankenschutz

Der ADAC Auslandskrankenschutz bietet für die ersten 63 Tage jeder Reise Kostenerstattung bei medizinisch notwendiger Heilbehandlung im Ausland. Dazu Organisation und Kostenübernahme von Hilfeleistungen bis hin zum Krankenrücktransport. Weitere Vorteile: Privatpatientenstatus und freie Wahl unter den Krankenhäusern im Ausland.

Hier gibt es weitere Infos zum ADAC Auslandskrankenschutz.

Hinweis: Der ADAC Auslandskrankenschutz leistet auch, wenn Sie wegen Corona im Ausland medizinisch behandelt werden müssen. Infos zur Auslandskrankenversicherung bei Corona.

Die Lage an den Grenzen

Durch hohes Verkehrsaufkommen und intensive Personenkontrollen könnte es an den Grenzübergängen bei der Ein- und Ausreise zwischen 30 und 60 Minuten dauern, für Fahrten nach Slowenien und Kroatien, Griechenland und in die Türkei deutlich mehr.

Bei der Einreise nach Deutschland sind die drei Autobahn-Grenzübergänge Suben (A3 Linz – Passau), Walserberg (A8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim) besonders staugefährdet.

Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.

Rettungsgasse im Ausland: So geht's!

Mit dem ADAC StauScanner Staus melden

Sie möchten mithelfen, dass alle Autofahrenden schneller und genauer über Staus informiert werden? Das geht ganz einfach: mit dem ADAC StauScanner, der als Funktion in der ADAC Spritpreise-App zur Verfügung steht. Staus melden kann jeder – völlig anonym. Man muss kein ADAC Mitglied sein.

* Der Link verweist auf eine externe Internetseite, für die der Betreiber verantwortlich ist.

Katharina Dümmer
Katharina Dümmer
Redakteurin
Kontakt
Dr. Norbert Prack
Dr. Norbert Prack
Redakteur
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