Stauprognose 16. bis 18. August: Große Staugefahr auf der Rückreise

Stau auf der A2 zu Beginn der Sommerferien
Urlaubsfahrten als Geduldsprobe: Jetzt staut es sich vor allem auf den Rückreiserouten© picture alliance/dpa

Die Stausituation auf den Autobahnen bleibt weiter angespannt. Der Reiseverkehr wird insgesamt aber schwächer. Die Heimreiserouten sind besonders staugefährdet.

  • Update: Monatelange Vollsperrung auf der A7 im Norden

  • In mehreren Bundesländern ist das Ferienende nah

  • Staugefahr in Richtung Urlaubsorte schwächt sich allmählich ab

  • Viel Geduld an Baustellen und im Ausland nötig

Hohe Staugefahr durch Rückreise

An Wochenende (16. bis 18. August) wird sich der Urlauberverkehr vor allem in Richtung Heimat bewegen, daher kann es abschnittsweise zu Staus und Behinderungen kommen. Auf dem Heimweg sind Reisende unter anderem aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland sowie dem Süden der Niederlande, wo bald die Ferien enden.

In Richtung der Urlaubsgebiete ist nicht mehr mit so viel Reiseverkehr zu rechnen wie an den letzten Wochenenden. Richtung Meer oder Berge sind vor allem noch Autofahrer und Autofahrerinnen aus Baden-Württemberg und Bayern unterwegs, bei denen die vierte Ferienwoche beginnt. Wegen des regionalen Feiertags Mariä Himmelfahrt am Donnerstag, 15. August, dürften viele Autourlauber aus Bayern bereits am Mittwochnachmittag ins Wochenende starten. Donnerstag und Freitag wird der Verkehr in den beiden Feiertagsländern Bayern und Saarland vermutlich ruhiger als üblich verlaufen.

Die meisten Zwangsstopps wird es an Autobahnbaustellen geben, die entweder sehr lang sind oder bei denen Fahrstreifen reduziert wurden. Viele Baustellen bleiben auch während der Sommerreisezeit in Betrieb.

Hier lesen Sie, was im Stau erlaubt ist und was nicht.

Lkw-Fahrverbot im Sommer

Um den Reiseverkehr zu entlasten, gilt im August neben dem Sonn- und Feiertagsfahrverbot auch das Fahrverbot nach der Ferienreiseverordnung: Schwere Lastwagen dürfen an allen Samstagen bis einschließlich 31. August in der Zeit von 7 bis 20 Uhr nicht auf den Autobahnen unterwegs sein.

Die schlimmsten Staustrecken

Gilt für beide Richtungen:

  • Autobahnnetze in den Großräumen Hamburg, Köln und München

  • Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee

  • A1 Lübeck – Hamburg – Bremen – Dortmund

  • A1 /A3 /A4 Kölner Ring

  • A2 Hannover – Dortmund – Oberhausen

  • A3 Passau – Nürnberg – Frankfurt

  • A5 Basel – Karlsruhe

  • A7 Flensburg – Hamburg

  • A7 Hannover – Hamburg sowie Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg

  • A8 Salzburg – München – Stuttgart

  • A9 München – Nürnberg – Berlin

  • A24 Berlin – Hamburg

  • A45 Gießen – Dortmund

  • A61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach

  • A93 Inntaldreieck – Kufstein

  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen

  • A99 Umfahrung München

Tageszeiten mit besonders viel Verkehr

Am Freitagnachmittag wird es besonders voll auf den Autobahnen. Der Sonntag dürfte genauso staureich werden wie der Samstag. Daher: Wer nicht im Dauerstau stehen möchte, sollte über einen alternativen Reisetermin unter der Woche, zum Beispiel Dienstag bis Donnerstag nachdenken. Das gilt übrigens auch für die Rückreise.

Aktuelle Baustellen und Vollsperrungen

In Deutschland gibt es derzeit 1203 Autobahnbaustellen, die zu Behinderungen führen.

Die kurzfristigen und Wochenend-Sperren:

  • A4 Erfurt – Kirchheimer Dreieck in beiden Richtungen zwischen Friedewald und Bad Hersfeld von Freitag, 16. August, 22 Uhr, bis Sonntag, 18. August, 6 Uhr

  • A7 Flensburg – Hamburg in beiden Richtungen zwischen Warder und Bordesholm von Dienstag, 13. August, 19 Uhr, bis Samstag, 17. August, 6 Uhr, täglich zwischen 19 und 6 Uhr

  • A40 Duisburg Richtung Essen zwischen Kreuz Duisburg und Kreuz Kaiserberg von Montag, 12. August, 5 Uhr, bis Montag, 19. August, 4 Uhr

  • A42 Dortmund – Kamp-Lintfort in beiden Richtungen zwischen Herne-Baukau und Herne-Crange von Freitag, 16. August, 21 Uhr, bis Montag, 19. August, 5 Uhr

  • A59 Köln Richtung Bonn zwischen Köln-Lind und Spich von Freitag, 16. August, 20 Uhr, bis Montag, 19. August, 5 Uhr

  • A67 Mannheim Richtung Darmstadt im Darmstädter Kreuz von Donnerstag, 15. August, 21 Uhr, bis Freitag, 16. August, 5 Uhr

Die langfristigen Sperren:

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen und weitere Sperrtermine sind nicht ausgeschlossen. Berücksichtigt werden bei der Auflistung der langfristigen Sperren nur die überregional bedeutsamen Autobahnen. Auch auf Zubringerautobahnen oder untergeordneten Regionalautobahnen können Dauerbaustellen eingerichtet sein.

Alle Sperrungen, Baustellen und aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie hier.

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Staualarm auf Autobahnen im Ausland

Auch im Ausland verstopft die Urlauber-Rückreisewelle zeitweise die Autobahnen. Und: Die Staus in Richtung Urlaubsgebiete sind ebenfalls noch nicht vorbei.

Zu den Problemstrecken im Ausland zählen unter anderem Tauern-, Inntal-, Rheintal-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken- und Gotthard-Route sowie die Fernstraßen zu und von den italienischen, kroatischen und französischen Küsten. Aber auch auf den Fernstraßen in Richtung Skandinavien und den Niederlanden sowie von dort zurück braucht man viel Geduld.

In Österreich ist der Arlbergtunnel während der gesamten Reisesaison gesperrt. Autofahrende müssen über den Arlbergpass ausweichen. In Tirol sind an Wochenenden und Feiertagen bis Oktober Stau-Ausweichrouten entlang wichtiger Durchgangsstrecken gesperrt.

Auf der Tauernautobahn gibt es ebenfalls etliche Abfahrtssperren, aber auch eine Erleichterung: Die Großbaustelle in der Tunnelkette Golling – Werfen, die monatelang für lange Staus gesorgt hatte, macht nun Pause.

Nach schweren Unwettern sind derzeit in Tirol, Salzburg und Vorarlberg vereinzelt Straßen gesperrt oder erschwert passierbar.

Die nach heftigen Unwettern zwischen den Anschlussstellen Thusis und Bellinzona gesperrte Schweizer A13-San-Bernardino-Route ist seither einspurig in beiden Fahrtrichtungen befahrbar. Die Staugefahr bleibt aber auch nach der Wiederöffnung der Autobahn groß.

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Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich

Grenzkontrollen – zumindest stichprobenartige – gehören an mehreren deutschen Grenzen zum Alltag. Schwerpunkt der Kontrollen von deutscher Seite ist seit Jahren die Einreise aus Österreich. Aber auch an den Landesgrenzen zu Polen, Tschechien, Frankreich und der Schweiz wird verstärkt kontrolliert. Das kann schon mal 30 bis 60 Minuten dauern. Aufenthalte von mehreren Stunden muss einplanen, wer nach Griechenland und in die Türkei reist oder von dort zurückkehrt.

Spurwechsel bei Stau

Bei Stau die Spur zu wechseln, bringt in der Regel nichts. Mal rollt der Verkehr auf der einen Spur schneller, mal auf der anderen Spur. Selbst wenn die eigene Fahrspur z.B. wegen einer Baustelle nicht weiter befahren werden kann, sollte es bei Anwendung des Reißverschlussverfahrens in der Regel keine wesentlichen Unterschiede geben.

Kolonnenspringen lohnt sich also meist nicht. Anders ist es, wenn sich rechts eine Lkw-Schlange gebildet hat, die sich weiter zurück staut als der Verkehr auf den übrigen Spuren. Dann ist es sinnvoll, auf die linken Fahrstreifen zu wechseln.

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Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.

Bußgelder für Autofahrer, die sich nicht an die Vorschriften halten, kosten bis 320 Euro.

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