Stauprognose 14. bis 16. Juni: Autobahnen meist staufrei

Drohnenaufnahme Blick auf Autobahnnetz im Wald
Am kommenden Wochenende erwartet der ADAC wenig Verkehr auf den Autobahnen© Shutterstock/ms_pics_and_more

Autofahrende dürfen sich über ein weitgehend staufreies Wochenende freuen. Der Reiseverkehr dürfte vorerst moderat bleiben. Lange Staus auf Deutschlands Autobahnen werden laut ADAC Stauprognose nicht erwartet.

  • Insgesamt 1330 Autobahnbaustellen können den Verkehr behindern

  • Lkw-Fahrverbot in Bayern teilweise ausgesetzt

  • So ist die Stausituation im Ausland

Moderater Verkehr auf den Autobahnen

Auch an diesem Wochenende rechnet der ADAC mit wenig Verkehr auf Deutschlands Autobahnen, denn weder Ferien noch Feiertage laden zum Verreisen ein.

Ganz ohne Engpässe wird es aber dennoch nicht gehen, denn unabhängig von den Ferien sind Autofahrer und Autofahrerinnen unterwegs, die das Wochenende für Tagesausflüge nutzen. Diese zieht es in die Alpen- und Mittelgebirgsregionen, aber auch in Richtung Nord- und Ostsee sowie in die Naherholungsgebiete im Umkreis der größeren Städte.

Lkw-Fahrverbot in Bayern ausgesetzt

In Bayern dürfen zudem ausnahmsweise Lastwagen auch am Wochenende unterwegs sein. Für Lkws ab 7,5 Tonnen ist im Rahmen von Rettungs-, Hilfs- und Aufräumarbeiten aufgrund der Hochwasserkatastrophe das Sonn- und Feiertagsfahrverbot wie auch das Fahrverbot nach der Ferienreiseverordnung bis Ende Juli aufgehoben.

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Die Strecken mit der größten Staugefahr

  • Großräume Hamburg, Berlin, Köln, München

  • Fernstraßen zur Nord- und Ostsee

  • A1 Hamburg – Bremen – Dortmund - Köln

  • A3 Würzburg – Nürnberg – Passau

  • A4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden

  • A5 Frankfurt – Karlsruhe – Basel

  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg

  • A7 Hamburg – Flensburg

  • A7 Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte

  • A8 Stuttgart – München – Salzburg

  • A9 Nürnberg – München

  • A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen

  • A93 Inntaldreieck – Kufstein

  • A95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen

  • A99 Umfahrung München

Aktuelle Baustellen und Vollsperrungen

In Deutschland gibt es derzeit 1330 Autobahnbaustellen, die für Behinderungen sorgen. Verzögerungen verursachen darüber hinaus diverse Tagesbaustellen.

Die kurzfristigen und Wochenend-Sperren:

  • A2 Braunschweig Richtung Magdeburg zwischen Anschlussstelle Braunschweig-Flughafen und Anschlussstelle Braunschweig-Ost, von Freitag,14. Juni, 20 Uhr bis Montag, 17. Juni, 5 Uhr

  • A7 Flensburg Richtung Hamburg zwischen Anschlussstelle Schleswig/Jagel und Kreuz Rendsburg von Freitag, 14. Juni 20 Uhr bis Montag, 17 Juni, 5 Uhr

  • A73 Nürnberg – Bamberg in beiden Richtungen zwischen Baiersdorf-Nord und Forchheim-Süd von Freitag,14. Juni, 18 Uhr bis Sonntag, 16. Juni, 8 Uhr

  • A81 Heilbronn – Stuttgart, in beiden Richtungen zwischen Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach und Dreieck Leonberg von Samstag, 15. Juni, 21 Uhr bis Sonntag,16. Juni, 10 Uhr

Die langfristigen Sperren:

  • A45 Hagen – Gießen in beiden Richtungen zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid bis auf Weiteres

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen und weitere Sperrtermine sind nicht ausgeschlossen. Berücksichtigt werden bei der Auflistung der langfristigen Sperren nur die überregional bedeutsamen Autobahnen. Auch auf Zubringerautobahnen oder untergeordneten Regionalautobahnen können Dauerbaustellen eingerichtet sein. Alle Sperrungen, Baustellen und aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie hier.

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Stauprognose Brenner, Tauern, Gotthard

Mit Staus ist auf dem Weg nach Italien zu rechnen. Aufgrund des dort stattfindenden G7-Gipfeltreffens wurden bis zum 18. Juni wieder Grenzkontrollen eingeführt. Das führt insbesondere am Brenner zu erheblichen Behinderungen.

Geduld braucht man vor allem auf den klassischen Urlaubsstrecken Brenner-, Inntal-, Tauern-, Pyhrn- und Rheintalautobahn sowie auf der Schweizer Gotthard-Route.

Im österreichischen Bundesland Tirol sind an den Wochenenden und Feiertagen bis Oktober Stau-Ausweichrouten entlang wichtiger Durchgangsstrecken gesperrt. Auf der Tauernautobahn gibt es gravierende Baustellenengpässe und Abfahrtssperren. Die Pyhrnautobahn (A9) ist wegen eines Murenabgangs zwischen dem Knoten Deutschfeistritz und Knoten Sankt Michael bis mindestens Ende der Woche in beide Richtungen gesperrt.

Wichtig für Österreich-Reisende, die die Route über den Zirler Berg von und nach Innsbruck nehmen wollen: Auf der B2 Garmisch-Partenkirchen – Mittenwald steht nach einem Erdrutsch bis 5. Juli für beide Fahrtrichtungen wechselweise nur eine Fahrspur zur Verfügung. Dadurch besteht eine erhebliche Staugefahr. Für Lkw über 40 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht ist die Strecke in dieser Zeit generell gesperrt.

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Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich

Durch verstärkte Personenkontrollen im Vorfeld und während der Fußball-Europameisterschaft kann es an allen Grenzübergängen bei der Einreise nach Deutschland zu Wartezeiten kommen.

Auch die stationären Kontrollen an den Landgrenzen zu Polen, Tschechien und der Schweiz führen weiterhin zu Behinderungen bei der Einreise nach Deutschland.

Spurwechsel bei Stau

Bei Stau die Spur zu wechseln, bringt in der Regel nichts. Mal rollt der Verkehr auf der einen Spur schneller, mal auf der anderen Spur. Selbst wenn die eigene Fahrspur z.B. wegen einer Baustelle nicht weiter befahren werden kann, sollte es bei Anwendung des Reißverschlussverfahrens in der Regel keine wesentlichen Unterschiede geben.

Kolonnenspringen lohnt sich also in der Regel nicht. Anders ist es, wenn sich rechts eine Lkw-Schlange gebildet hat, die sich weiter zurück staut als der Verkehr auf den übrigen Spuren. Dann ist es sinnvoll, auf die linken Fahrstreifen zu wechseln.

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Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.

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