Stauprognose 21. bis 23. Juni: Wieder mehr Verkehr auf den Autobahnen

Stau auf der Autobahn
Am kommenden Wochenende nimmt Stau auf den Autobahnen wieder zu© imago images/Kirchner-Media

Die geruhsamen Wochenenden sind vorbei: Mit dem Beginn der Sommerferien in fünf Bundesländern nimmt der Reiseverkehr an diesem Wochenende wieder zu. Zudem können die Spiele der EM örtlich für hohes Verkaufsaufkommen verantwortlich sein.

  • Insgesamt 1263 Autobahnbaustellen können den Verkehr behindern

  • Lkw-Fahrverbot in Bayern teilweise ausgesetzt

  • So ist die Stausituation im Ausland

Moderater Verkehr auf den Autobahnen

Autofahrerinnen und Autofahrer müssen sich auf Deutschlands Autobahnen wieder auf vollere Straßen einstellen: In Thüringen und Sachsen starten die Sommerferien bereits am Donnerstag, den 20. Juni. Am Freitag nach Schulschluss heißt es dann auch für die Kinder in Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt "Endlich Ferien!".

Zusätzlich sind auch Reisende aus Nordeuropa Richtung Meer und Süden sowie Urlauberinnen und Urlauber, die nicht an Ferientermine gebunden sind, unterwegs. Wenn auch ein Stau-Chaos zum Saisonauftakt noch nicht zu erwarten ist, dürften die Fernstraßen in Richtung Süden und an die deutschen Küstenregionen spürbar voller werden.

Für Staus dürften bei schönem Wetter auch Tagesausflügler oder Kurzentschlossene sorgen. Auf den Zufahrtsstraßen in die Berge sowie an die Küsten und Seenlandschaften wird mehr Geduld als üblich erforderlich sein. Außerdem finden an diesem Wochenende Fußball-EM-Partien in Berlin, Leipzig, Hamburg, Dortmund, Köln, Frankfurt und Stuttgart statt. Hier ist mit deutlich höherem Verkehrsaufkommen als üblich zu rechnen.

Lkw-Fahrverbot in Bayern ausgesetzt

In Bayern dürfen zudem ausnahmsweise Lastwagen auch am Wochenende unterwegs sein. Für Lkw ab 7,5 Tonnen ist im Rahmen von Rettungs-, Hilfs- und Aufräumarbeiten aufgrund der Hochwasserkatastrophe das Sonn- und Feiertagsfahrverbot wie auch das Fahrverbot nach der Ferienreiseverordnung bis Ende Juli aufgehoben.

Die Strecken mit der größten Staugefahr

  • Großräume Hamburg, Berlin, Köln, München

  • Fernstraßen zur Nord- und Ostsee

  • A1 Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln

  • A3 Würzburg – Nürnberg – Passau

  • A4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden

  • A5 Frankfurt – Karlsruhe – Basel

  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg

  • A7 Hamburg – Flensburg

  • A7 Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte

  • A8 Stuttgart – München – Salzburg

  • A9 Nürnberg – München

  • A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen

  • A93 Inntaldreieck – Kufstein

  • A95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen

  • A99 Umfahrung München

Aktuelle Baustellen und Vollsperrungen

In Deutschland gibt es derzeit 1263 Autobahnbaustellen, die für Behinderungen sorgen. Verzögerungen verursachen darüber hinaus diverse Tagesbaustellen.

Die kurzfristigen und Wochenend-Sperren:

  • A4 Olpe – Köln, in beiden Richtungen, zwischen Anschlussstellen Untereschbach und Bergisch Gladbach-Bensberg, von Mittwoch, 19. Juni, 22 Uhr bis Samstag, 22. Juni, 5 Uhr

  • A7 Flensburg Richtung Hamburg zwischen Anschlussstelle Schleswig/Jagel und Warder, von Freitag, 21. Juni, 21 Uhr bis Montag, 24. Juni, 5 Uhr

  • A67 Mönchhof-Dreieck Richtung Darmstadt, in Höhe Rüsselsheimer Dreieck, Richtungsfahrbahn gesperrt, von Mittwoch, 19. Juni, 20 Uhr bis Samstag, 22. Juni, 5 Uhr

Die langfristigen Sperren:

  • A45 Hagen – Gießen in beiden Richtungen zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid bis auf Weiteres

  • A49 Kassel Richtung Gießen, zwischen Kreuz Kassel Mitte und Kreuz Kassel-West, bis Ende des Jahres

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen und weitere Sperrtermine sind nicht ausgeschlossen. Berücksichtigt werden bei der Auflistung der langfristigen Sperren nur die überregional bedeutsamen Autobahnen. Auch auf Zubringerautobahnen oder untergeordneten Regionalautobahnen können Dauerbaustellen eingerichtet sein.

Alle Sperrungen, Baustellen und aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie hier.

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Stauprognose Brenner, Tauern, Gotthard

Geduld braucht man vor allem auf den klassischen Urlaubsstrecken Brenner-, Inntal-, Tauern, Pyhrn- und Rheintalautobahn sowie auf der Schweizer Gotthard-Route. Aber auch auf den Fernstraßen von den kroatischen Küsten in Richtung Deutschland.

Im österreichischen Bundesland Tirol sind an den Wochenenden und Feiertagen bis Oktober Stau-Ausweichrouten entlang wichtiger Durchgangsstrecken gesperrt. Auf der Tauernautobahn gibt es gravierende Baustellenengpässe und Abfahrtssperren.

Wichtig für Österreich-Reisende, die die Route über den Zirler Berg von und nach Innsbruck nehmen wollen: Auf der B2 Garmisch-Partenkirchen – Mittenwald steht nach einem Erdrutsch bis 5. Juli für beide Fahrtrichtungen wechselweise nur eine Fahrspur zur Verfügung. Dadurch besteht eine erhebliche Staugefahr. Für Lkw über 40 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht ist die Strecke in dieser Zeit generell gesperrt.

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Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich

Durch verstärkte Personenkontrollen während der Fußball-Europameisterschaft kann es an allen Grenzübergängen bei der Einreise nach Deutschland zu Wartezeiten kommen.

Auch die stationären Kontrollen an den Landgrenzen zu Polen, Tschechien und der Schweiz führen weiterhin zu Behinderungen bei der Einreise nach Deutschland.

Spurwechsel bei Stau

Bei Stau die Spur zu wechseln, bringt in der Regel nichts. Mal rollt der Verkehr auf der einen Spur schneller, mal auf der anderen Spur. Selbst wenn die eigene Fahrspur z.B. wegen einer Baustelle nicht weiter befahren werden kann, sollte es bei Anwendung des Reißverschlussverfahrens in der Regel keine wesentlichen Unterschiede geben.

Kolonnenspringen lohnt sich also in der Regel nicht. Anders ist es, wenn sich rechts eine Lkw-Schlange gebildet hat, die sich weiter zurück staut als der Verkehr auf den übrigen Spuren. Dann ist es sinnvoll, auf die linken Fahrstreifen zu wechseln.

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Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.

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