Stauprognose 29. Mai bis 2. Juni: Hochbetrieb auf den Autobahnen

Stau auf deutscher Autobahn im Sommer zur Ferienzeit
Am langen Wochenende ist einiges los auf den Autobahnen© Shutterstock/Simple Moments

An dem in vielen Bundesländern langen Wochenende ist auf Deutschlands Autobahnen mit starkem Reiseverkehr zu rechnen. Besonders betroffen ist der Süden. Die aktuelle Stauprognose.

  • Ende der Pfingstferien: Viel Reiseverkehr im Süden Deutschlands

  • Regionaler Feiertag Fronleichnam lädt zu Kurztrips ein

  • So ist die Stausituation im Ausland

Stauprognose: Hochbetrieb auf Autobahnen

Am Wochenende herrscht auf Deutschlands Autobahnen Hochbetrieb. Pfingst- und Kurzurlauber treffen aufeinander. Wegen Fronleichnam (Feiertag am Donnerstag, 30. Mai, in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland) starten einige Autofahrerinnen und Autofahrer schon am Mittwochnachmittag oder Donnerstag in einen Kurzurlaub.

Gegen Ende der Woche kommen dann viele Pfingsturlauber aus Bayern und Baden-Württemberg zurück, wo zweiwöchige Ferien enden. Dieser Rückreiseverkehr erreicht seinen Höhepunkt am Samstag, 1. Juni. Dann bilden sich vor allem Staus im Süden Deutschlands auf den Routen in Richtung Norden.

Am Sonntagnachmittag tummeln sich hauptsächlich die Heimkehrenden aus dem Kurzurlaub auf Deutschlands Fernstraßen. Auch jetzt sind wieder die süddeutschen Autobahnen und Ballungsraumstrecken besonders betroffen.

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Die Strecken mit der größten Staugefahr

  • Großräume Stuttgart, Köln, Frankfurt, München

  • Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee

  • A1 Köln – Dortmund – Bremen – Lübeck

  • A1/A3/A4 Kölner Ring

  • A3 Passau – Nürnberg – Frankfurt – Oberhausen

  • A4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden

  • A5 Basel – Karlsruhe – Frankfurt – Hattenbacher Dreieck

  • A6 Nürnberg – Heilbronn – Mannheim – Kaiserslautern

  • A7 Hamburg – Flensburg

  • A7 Füssen/Reutte – Würzburg

  • A8 Salzburg – München – Stuttgart – Karlsruhe

  • A9 München – Nürnberg – Leipzig

  • A61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach

  • A81 Singen – Stuttgart

  • A93 Kufstein – Inntaldreieck

  • A95/B2 Garmisch-Partenkirchen – München

  • A96 Lindau – München

  • A99 Umfahrung München

Aktuelle Baustellen und Vollsperrungen

In Deutschland gibt es derzeit 1281 Autobahnbaustellen. Diese dürften die Verkehrssituation zusätzlich verschärfen. Verzögerungen verursachen darüber hinaus diverse Tagesbaustellen.

Die kurzfristigen und Wochenend-Sperren:

  • A21 Kiel Richtung Bargteheide zwischen Bad Oldesloe-Nord und Bad Oldesloe-Süd von Montag, 27. Mai, bis Freitag, 31. Mai, jeweils nachts zwischen 18 Uhr und 6 Uhr

  • A49 Südtangente, Gießen Richtung Kassel zwischen Kassel-Waldau und Kreuz Kassel-Mitte bis Samstag, 1. Juni, 23.59 Uhr

  • A49 Südtangente, Gießen Richtung Kassel zwischen Kreuz Kassel-West und Kassel-Auestadion bis Samstag, 1. Juni, 23.59 Uhr

Die langfristigen Sperren:

  • A45 Hagen – Gießen in beiden Richtungen zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid bis auf Weiteres

  • A117 Autobahnzubringer Dresden Treptow Richtung Waltersdorfer Dreieck zwischen Dreieck Treptow und Dreieck Waltersdorf bis 12. November

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen und weitere Sperrtermine sind nicht ausgeschlossen. Alle Autobahnbaustellen im Überblick sind bei der ADAC Verkehrsinfo nachzulesen.

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Stauprognose Brenner, Tauern, Gotthard

Der verstärkte Reiseverkehr macht sich auch im benachbarten Ausland bemerkbar. Fronleichnam ist auch in Österreich und der Schweiz Feiertag.

Geduld braucht man vor allem auf den klassischen Urlaubsstrecken Brenner-, Inntal-, Tauern-, Pyhrn- und Rheintalautobahn sowie auf der Schweizer Gotthard-Route. Aber auch auf den Fernstraßen von den kroatischen Küsten in Richtung Deutschland.

Im österreichischen Bundesland Tirol sind an den Wochenenden und Feiertagen bis Oktober Stau-Ausweichrouten entlang wichtiger Durchgangsstrecken gesperrt. Auf der Tauernautobahn gibt es gravierende Baustellenengpässe und Abfahrtssperren.

Der Verkehr macht sich zudem auf den Zufahrtsstraßen der Ausflugsregionen im untergeordneten Straßennetz der Alpenländer bemerkbar – etwa in Österreich an den Kärntner Seen, im Salzkammergut, am Neusiedlersee und den Erholungsgebieten der Schweizer Kantone Tessin und Wallis sowie am Gardasee in Italien.

Wichtig für Österreich-Reisende, die die Route über den Zirler Berg von und nach Innsbruck nehmen wollen: Auf der B2 Garmisch-Partenkirchen – Mittenwald steht nach einem Erdrutsch bis Mitte Juni für beide Fahrtrichtungen wechselweise nur eine Fahrspur zur Verfügung. Dadurch besteht eine erhebliche Staugefahr.

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Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich

Durch Personenkontrollen könnte es insbesondere bei der Einreise von Österreich nach Deutschland zu Wartezeiten an den Grenzen kommen. Betroffen sind vor allem die drei Autobahn-Grenzübergänge Suben (A3 Linz – Passau), Walserberg (A8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim).

Ebenfalls auf Zeitverluste sollten sich Autofahrer bei der Einreise aus Polen an den Übergängen Ludwigsdorf (A4), Frankfurt (Oder) (A12) und Forst (A15) einstellen.

ADAC Verkehrsinfo: Aktuelle Verkehrsmeldungen und Staus

Spurwechsel bei Stau

Bei Stau die Spur zu wechseln, bringt in der Regel nichts. Mal rollt der Verkehr auf der einen Spur schneller, mal auf der anderen Spur. Selbst wenn die eigene Fahrspur z.B. wegen einer Baustelle nicht weiter befahren werden kann, sollte es bei Anwendung des Reißverschlussverfahrens in der Regel keine wesentlichen Unterschiede geben.

Kolonnenspringen lohnt sich also in der Regel nicht. Anders ist es, wenn sich rechts eine Lkw-Schlange gebildet hat, die sich weiter zurück staut als der Verkehr auf den übrigen Spuren. Dann ist es sinnvoll, auf die linken Fahrstreifen zu wechseln.

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Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.

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