ADAC Stauprognose: Ferienende in fünf Bundesländern

Treffen Herbstreisende auf eine der vielen Baustellen, kann es schon mal länger dauern ∙ © imago images/Fotoagentur Nordlicht

Baustellen, Vollsperrungen und Herbstreiseverkehr: Die aktuelle Stauprognose für das Wochenende, und was ADAC Fachleute für das benachbarte Ausland erwarten.

  • In fünf Bundesländern enden die Herbstferien

  • Weiterhin Autobahnsperren wegen Überflutungsschäden in NRW

  • Landesweit rund 900 Baustellen auf Autobahnen

  • Autofahrer müssen mit Wartezeiten an den Grenzen rechnen

ADAC Stauprognose für 22. bis 24. Oktober

Der Herbsturlauberverkehr erreicht am Wochenende noch einmal einen Höhepunkt. In Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz enden die zweiwöchigen Herbstferien, in Thüringen beginnen sie nun. Bremen, Niedersachsen, Sachsen und das Saarland starten in die zweite Woche.

Auch wenn es vielerorts durch Urlauberinnen und Tagesausflügler regen Verkehr und zwangsläufig auch Staus geben wird, dürfte das Staugeschehen nicht die Dimensionen des Sommers erreichen. Engpässe entstehen vor allem auf den Routen in Richtung der Wandergebiete in den Alpen und Mittelgebirgen und an den zahlreichen Herbstbaustellen, von denen es auf den Autobahnen immer noch mehr als 900 gibt.

Die Spitzenzeiten des Verkehrsaufkommens sind: Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag.

Die Staustrecken (in beiden Richtungen)

  • Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee

  • Großräume Hamburg, Köln, Frankfurt, München

  • A1 Euskirchen – Köln und Hamburg – Bremen

  • A2 Dortmund – Hannover

  • A1/A3/A4 Kölner Ring

  • A3 Köln – Frankfurt – Nürnberg – Passau

  • A4 Erfurt – Dresden – Görlitz

  • A5 Hattenbacher Dreieck – Karlsruhe – Basel

  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg

  • A7 Hamburg – Flensburg

  • A7 Würzburg – Füssen/Reutte

  • A8 Stuttgart – München – Salzburg

  • A9 München – Nürnberg

  • A10 Berliner Ring

  • A24 Hamburg – Berlin

  • A61 Koblenz – Mönchengladbach

  • A93 Inntaldreieck – Kufstein

  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen

  • A99 Umfahrung München

Baustellen und Vollsperrungen

Auch an Autobahnbaustellen müssen sich Autofahrende auf Engpässe einstellen. Die Anzahl der Baustellen ist mit 904 immer noch hoch.

Bislang sind unter anderem folgende Autobahn-Sperrungen angekündigt:

  • A1 Fehmarn in Richtung Lübeck zwischen Ratekau und Sereetz noch bis Mittwoch, 27. Oktober, 5 Uhr, täglich zwischen 19 Uhr und 5 Uhr

  • A1 Lübeck Richtung Fehmarn zwischen Sereetz und Ratekau noch bis Freitag, 29. Oktober, 5 Uhr, täglich zwischen 19 Uhr und 5 Uhr

  • A30 Bad Oeynhausen – Osnabrück in beiden Richtungen zwischen Bad Oeynhausen-Ost und Dehme von Samstag, 23. Oktober, 21 Uhr, bis Sonntag, 24. Oktober, 6 Uhr

  • A99 Autobahnring München München-Nord Richtung München-Süd zwischen Aschheim/Ismaning und Kirchheim bei München am Sonntag, 24. Oktober, von 0 bis 3 Uhr

  • A66 Wiesbaden – Frankfurt zwischen Wiesbaden-Biebrich und Wiesbaden-Mainzer Straße in beiden Richtungen bis auf Weiteres

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen und weitere Sperrtermine können nicht ausgeschlossen werden.

Noch immer Sperren wegen Überflutungsschäden

Wegen der Überflutungsschäden, Aufräum- und Reparatur-Arbeiten sind in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Bundes- und Landstraßen, aber auch Autobahnabschnitte bis auf Weiteres gesperrt oder erschwert passierbar. Einige der Reparaturen auf der A1 Köln – Euskirchen und der A61 Koblenz – Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen dürften bis Sommer 2022 andauern.

Die Stauprognose fürs Ausland

Der Reiseverkehr im benachbarten Ausland ist ebenfalls zeitweise lebhaft. Staugefährdet sind unter anderem die Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Rheintal- und Gotthard-Route sowie die Strecken zu den Bergwanderzielen.

Anzeige: ADAC Auslandskrankenschutz

Der ADAC Auslandskrankenschutz bietet Kostenerstattung für medizinisch notwendige Heilbehandlungen im Ausland. Dazu Organisation und Kostenübernahme von Hilfeleistungen bis hin zum Krankenrücktransport. Weitere Vorteile: Privatpatientenstatus und freie Wahl unter den Krankenhäusern im Ausland.

Hier gibt es weitere Infos zum ADAC Auslandskrankenschutz.

Die Lage an den Grenzen

An den Grenzen ist mit Wartezeiten durch Personenkontrollen zu rechnen. Bei der Einreise nach Deutschland wird stichprobenartig kontrolliert. Eine halbe Stunde mehr sollte man in jedem Fall einplanen.

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen zur Lage an Deutschlands Grenzen.

Hier erfahren Sie, für welche Länder es Reisewarnungen gibt beziehungsweise welche als Corona-Hochrisiko-Gebiete gelten.

Schlechte Sicht durch Nebel

Entsprechend der Jahreszeit müssen Autofahrende jetzt wieder witterungsbedingte Behinderungen auf dem gesamten Straßennetz einkalkulieren. Vor allem Nebel schränkt die Sicht mitunter erheblich ein.

Hier finden Sie einige Tipps für Fahren bei Nebel.

Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte freimachen.

Rettungsgasse im Ausland: So geht's!

Mit dem ADAC StauScanner Staus melden

Sie möchten mithelfen, dass alle Autofahrenden schneller und genauer über Staus informiert werden? Das geht ganz einfach: mit dem ADAC StauScanner, der als Funktion in der ADAC Maps-App und der ADAC Spritpreise-App zur Verfügung steht. Staus melden kann jeder – völlig anonym. Man muss kein ADAC Mitglied sein.

* Der Link verweist auf eine externe Internetseite, für die der Betreiber verantwortlich ist.

Katharina Dümmer
Redakteurin
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Dr. Norbert Prack
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