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Stauprognose: Im Norden treten viele jetzt die Heimreise an

Dichter Verkehr auf der Autobahn A 81
Staugefahr auf Deutschlands Autobahnen: Viele Urlauber reisen mit dem Auto ∙ © imago images/Arnulf Hettrich

Hier erfahren Sie, auf welchen Autobahnen es am Wochenende stockt und wo wir die größten Staufallen im benachbarten Ausland erwarten. Außerdem: Zu welchen Zeiten die Staugefahr besonders groß ist.

ADAC Stauprognose für 7. bis 9. August

Auch an diesem Wochenende dürfte der Trend der Vorwochenenden in Deutschland anhalten: Der Reiseverkehr ist aufgrund der Corona-Krise deutlich verhaltener als im gleichen Zeitraum der Vorjahre. Trotzdem herrscht auf den Autobahnen in und aus den Urlaubsregionen viel Verkehr.

In Baden-Württemberg beginnt die zweite Ferienwoche. In Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen enden die Ferien. Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland folgen eine Woche später. Vor allem auf den Heimreisespuren rechnet der ADAC deshalb mit einer Zunahme des Verkehrs.

Größere Staugefahr herrscht auf den Zufahrtsstraßen der Ausflugsgebiete. Darunter vor allem die Berg- und Seenlandschaften in Bayern, aber auch die Küsten.

Die Stauspitzenzeiten sind: Freitagnachmittag bis früher Abend, Samstag (Vormittag bis später Nachmittag, Sonntag (Nachmittag bis Abend).

Etwas Erleichterung verspricht das zusätzliche Lkw-Ferienfahrverbot, das bis Ende August immer samstags von 7 bis 20 Uhr gilt. Im Zuge der Corona-Krise tritt das aber in dieser Reisesaison nicht in allen Bundesländern in Kraft.

Die wichtigsten Staustrecken

  • Fernstraßen zu und von der Nord- und Ostsee

  • A1 Puttgarden – Hamburg – Bremen

  • A2 Dortmund – Hannover – Berlin

  • A3 Passau – Nürnberg – Frankfurt

  • A5 Basel – Karlsruhe – Frankfurt

  • A7 Flensburg – Hamburg

  • A7 Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg – Kassel

  • A8 Salzburg – München – Stuttgart

  • A9 München – Nürnberg – Berlin

  • A10 Berliner Ring

  • A24 Berlin – Hamburg

  • A31 Emden – Bottrop

  • A61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach

  • A93 Inntaldreieck – Kufstein

  • A81 Stuttart – Singen

  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen

  • A99 Umfahrung München

Die Stauprognose fürs Ausland

Auch im benachbarten Ausland überwiegen inzwischen die Staus auf den Heimreiserouten. Auf den klassischen Urlauberstrecken Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken-, Rheintal- und Gotthard-Route, den Fernstraßen zu und von den italienischen, kroatischen und französischen Küsten sollten Autofahrer ein Zeitpolster einplanen. Besonderheit Italien: Traditionell beginnt hier am Wochenende vor dem Ferragosto-Feiertag (15. August) der Ansturm auf die Küsten. Wegen Corona könnte dieser Ansturm jedoch geringer ausfallen als üblich.

Zeitweise dicht sind die Zufahrtsstraßen der Ausflugsregionen im untergeordneten Straßennetz der Alpenländer. Dazu zählen in Österreich die Kärntner Seen, das Salzkammergut, der Neusiedler See und die Erholungsgebiete der Schweizer Kantone Graubünden, Tessin und Wallis (Wartezeiten bei der Autoverladung Lötschberg einplanen). In Frankreich könnten die Wege in die Alpen und Pyrenäen noch voller sein als in den Vorjahren.

Die Lage an den Grenzen

An den Grenzen zu Dänemark, zwischen Österreich und Slowenien sowie zwischen Slowenien und Kroatien ist mit Wartezeiten wegen intensiver Personenkontrollen zu rechnen.

Alle Details zur Lage an den deutschen Grenzen

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu den Einschränkungen im Reiseverkehr wegen der Corona-Pandemie

Hier erfahren Sie, für welche Länder Reisebeschränkungen gelten

Auch im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrer auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrer im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.

Rettungsgasse im Ausland: So geht's

Mit dem ADAC StauScanner Staus melden

Sie möchten mithelfen, dass Autofahrer schneller und genauer über Staus informiert werden? Das geht ganz einfach: Mit dem ADAC StauScanner, der als Funktion in der ADAC Maps App und der ADAC Spritpreise App zur Verfügung steht. Staus melden kann jeder – völlig anonym. Man muss kein ADAC Mitglied sein.

Katharina Dümmer
Redakteurin
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