ADAC Stauprognose: Fünf Bundesländer haben Sommerferien

Stau auf einer deutschen Autobahn
Lebhafter Ausflugsverkehr führt am Wochenende vielerorts zu Engpässen ∙ © Shutterstock/Juergen Faelchle

Hier erfahren Sie die Stauprognose für das Wochenende und was die Experten für das benachbarte Ausland erwarten.

  • Staus vor allem im Norden Deutschlands

  • Ferienbeginn in Berlin, Brandenburg und Hamburg

  • Über 800 Baustellen auf Autobahnen

  • Wartezeiten an den Grenzen

ADAC Stauprognose für 25. bis 27. Juni

Am zweiten Sommerferien-Wochenende der Saison erwartet der ADAC viel Verkehr und reichlich Staus auf den Autobahnen, vor allem im Norden des Landes. In Berlin, Brandenburg und Hamburg schließen jetzt die Schulen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben bereits eine Ferienwoche hinter sich.

In Richtung Meer oder in den Süden unterwegs sind aber auch Autourlauber aus Nordeuropa und Reisende, die nicht an Ferientermine gebunden sind.

Ähnlich wie im Vorjahr dürfte es als Folge der Corona-Krise keinen typischen Reiseverkehr geben. Mehr Menschen als in früheren Jahren werden Urlaub im eigenen Land bzw. in angrenzenden Nachbarländern machen und weniger Fernreisen unternehmen. Viele Urlauber dürften in Anbetracht des begrenzten Übernachtungsangebots in den Touristenregionen aber auch ganz auf Fahrten verzichten.

Einen großen Anteil am Staugeschehen am Wochenende haben bei schönem Wetter auch Tagesausflügler oder kurzentschlossene Urlauber. Auf den Zufahrtsstraßen in die Berge und Seenlandschaften sollten deutlich längere Fahrzeiten eingeplant werden.

Baustellen und Vollsperrungen

Auch an Autobahnbaustellen sollten sich Autofahrer auf Engpässe einstellen. Die Zahl der Baustellen bleibt auf hohem Niveau: Aktuell wird auf Deutschlands Autobahnen an 834 Stellen gearbeitet.

Bislang sind folgende Wochenendsperren angekündigt:

  • A1 Dortmund Richtung Köln zwischen Wuppertal-Ronsdorf und Raststätte Remscheid von Freitag, 25. Juni, 22 Uhr, bis Montag, 28. Juni, 5 Uhr

  • A40 Duisburg Richtung Venlo ab Grenzübergang Straelen von Freitag, 25. Juni, 22 Uhr, bis Samstag, 26. Juni, 22 Uhr

  • A49 Kassel - Gießen zwischen Borken (Hessen) und Neuental in beiden Richtungen bis 31. Juli, 18 Uhr

  • A59 Köln Richtung Bonn zwischen Dreieck Köln-Heumar und Köln-Rath von Freitag, 25. Juni, 21 Uhr, bis Montag, 28. Juni, 5 Uhr

  • A555 Köln Richtung Bonn zwischen Köln-Godorf und Wesseling von Freitag, 25. Juni, 20 Uhr, bis Montag, 28. Juni, 5 Uhr

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen und weitere Sperrtermine können nicht ausgeschlossen werden. Angesichts der derzeitigen Hitzewelle könnten auch Straßenausbesserungsarbeiten wegen Blow-ups nötig werden.

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Der ADAC Auslandskrankenschutz bietet Kostenerstattung für medizinisch notwendige Heilbehandlungen im Ausland. Dazu Organisation und Kostenübernahme von Hilfeleistungen bis hin zum Krankenrücktransport. Weitere Vorteile: Privatpatientenstatus und freie Wahl unter den Krankenhäusern im Ausland.

Hier gibt es weitere Infos zum ADAC Auslandskrankenschutz.

Lkw-Fahrverbot ausgesetzt

An allen Tagen müssen Autofahrer zudem mit Schwerverkehr rechnen. Das sonst übliche Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen ist im Zuge der Corona-Krise bis Ende Juni ausgesetzt.

Kein Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen

Die Stauprognose fürs Ausland

Reisen ins benachbarte Ausland sind wieder leichter möglich. Beliebte Sommerreiseziele sind Österreich, die Schweiz, Italien oder Kroatien. Alle vier Länder ermöglichen touristische Einreisen ohne Quarantäne.

Die Staus setzen sich aber auch dort fort. Zu den Problemstrecken zählen unter anderem Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken- und Gotthard-Route sowie die Fernstraßen zu den italienischen, kroatischen und französischen Küsten.

Staugefährdet sind auch die Zufahrtsstraßen der Ausflugsregionen im untergeordneten Straßennetz der Alpenländer. Der Urlauberverkehr in Richtung Nordeuropa wird vergleichsweise gering ausfallen. In Schweden und Dänemark ist die Corona-Lage angespannter als in Mittel- und Südeuropa, Norwegen erlaubt noch keine Reisen von Urlaubern aus dem Ausland.

Die Lage an den Grenzen

An den Grenzen müssen sich Autofahrer sowohl bei der Ausreise als auch bei der Einreise auf Wartezeiten durch Corona-Kontrollen einstellen.

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen zur Lage an Deutschlands Grenzen.

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt, muss keine Quarantäne mehr einhalten, benötigt aber einen negativen Test.

Hier erfahren Sie, für welche Länder es Reisewarnungen gibt beziehungsweise welche als Corona-Risikogebiet gelten.

Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrer auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrer im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.

Rettungsgasse im Ausland: So geht's!

Mit dem ADAC StauScanner Staus melden

Sie möchten mithelfen, dass Autofahrer schneller und genauer über Staus informiert werden? Das geht ganz einfach: mit dem ADAC StauScanner, der als Funktion in der ADAC Maps-App und der ADAC Spritpreise-App zur Verfügung steht. Staus melden kann jeder – völlig anonym. Man muss kein ADAC Mitglied sein.

* Der Link verweist auf eine externe Internetseite, für die der Betreiber verantwortlich ist.

Katharina Dümmer
Redakteurin
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Dr. Norbert Prack
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