ADAC Stauprognose: Hauptreisezeit ist vorüber – die Stauzeit nicht

Nach dem Ende der Hauptreisezeit wird wieder verstärkt gebaut auf Deutschlands Autobahnen ∙ © imago images/Fotoagentur Nordlicht

Baustellen, Vollsperrungen und reger Späturlauber- und Ausflugsverkehr: Die aktuelle Stauprognose für das Wochenende, und was ADAC Experten für das benachbarte Ausland erwarten.

  • Weiterhin Autobahnsperren wegen Überflutungsschäden in NRW

  • Landesweit 966 Baustellen auf Autobahnen

  • Autofahrer müssen mit Wartezeiten an den Grenzen rechnen

ADAC Stauprognose für 17. bis 19. September

Auch nach dem Ende der Hauptreisezeit bleiben Staus auf Deutschlands Autobahnen nicht aus. Dafür sorgen die intensive Baustellentätigkeit und der rege Späturlauber- und Ausflugsverkehr. Besonders schlimm wird dabei der Freitagnachmittag rund um die Ballungszentren. Die Späturlauber sind unterwegs in Richtung Süden, zum Bergwandern in die Alpen und in die Mittelgebirge oder bei schönem Wetter auf dem Weg zu den Küsten.

Die Staustrecken (in beiden Richtungen)

  • Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee

  • A1 Köln – Bremen – Hamburg

  • A3 Frankfurt – Würzburg – Nürnberg

  • A5 Frankfurt – Karlsruhe

  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg

  • A7 Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte

  • A8 Salzburg – München – Stuttgart

  • A9 München – Nürnberg

  • A61 Mönchengladbach – Koblenz

  • A93 Kufstein – Inntaldreieck

  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen

  • A99 Umfahrung München

Baustellen und Vollsperrungen

Auch an Autobahnbaustellen müssen sich Autofahrer auf Engpässe einstellen. Die Bautätigkeit nimmt im September immer deutlich zu. Die Anzahl der Baustellen ist mit 966 derzeit besonders hoch.

Bislang sind unter anderem folgende Wochenendsperren angekündigt:

  • A3 Köln Richtung Frankfurt in Höhe Mönchhof-Dreieck von Freitag, 17. September, 21 Uhr, bis Samstag, 18. September, 7 Uhr, und am Sonntag, 19. September, von 0 bis 6 Uhr

  • A3 Frankfurt Richtung Köln zwischen Kreuz Bonn/Siegburg und Lohmar von Freitag, 17. September, 22 Uhr, bis Montag, 20. September, 5 Uhr

  • A7 Würzburg Richtung Fulda zwischen Bad Kissingen/Oberthulba und Raststätte Rhön-Ost von Samstag, 18. September, 20 Uhr, bis Sonntag, 19. September, 6 Uhr

  • A7 Würzburg Richtung Fulda zwischen Rastplatz Seiferzholz und Bad Brückenau/Wildflecken von Samstag, 18. September, 20 Uhr, bis Sonntag, 19. September, 6 Uhr

  • A46 Düsseldorf – Wuppertal in beiden Richtungen im Kreuz Hilden von Freitag, 17. September, 22 Uhr, bis Montag, 20. September, 5 Uhr

  • A49 Kassel – Gießen zwischen Borken (Hessen) und Neuental in beiden Richtungen bis auf Weiteres

  • A66 Wiesbaden – Frankfurt zwischen Wiesbaden-Biebrich und Wiesbaden-Mainzer Straße in beiden Richtungen bis auf Weiteres

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen und weitere Sperrtermine können nicht ausgeschlossen werden.

Noch immer Sperren wegen Überflutungsschäden

Wegen der Überflutungsschäden, Aufräum- und Reparatur-Arbeiten sind in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Bundes- und Landstraßen, aber auch Autobahnabschnitte bis auf Weiteres gesperrt oder erschwert passierbar. Die Reparaturen auf der A1 Köln – Euskirchen und der A61 Mönchengladbach – Koblenz in Nordrhein-Westfalen dürften bis Sommer 2022 andauern.

Anzeige: ADAC Auslandskrankenschutz

Der ADAC Auslandskrankenschutz bietet Kostenerstattung für medizinisch notwendige Heilbehandlungen im Ausland. Dazu Organisation und Kostenübernahme von Hilfeleistungen bis hin zum Krankenrücktransport. Weitere Vorteile: Privatpatientenstatus und freie Wahl unter den Krankenhäusern im Ausland.

Hier gibt es weitere Infos zum ADAC Auslandskrankenschutz.

Die Stauprognose fürs Ausland

Im benachbarten Ausland müssen Autofahrer auch nach Ferienende weiter Staus über sich ergehen lassen. Es sind noch etliche Späturlauber unterwegs. Besonders lebhaft wird es bei schönem Wetter auf den Strecken zu den Wanderzielen der Alpen.

Zu den Problemstrecken zählen vor allem die Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken-, Rheintal- und Gotthard-Route und die Zufahrtsstraßen der Ausflugsregionen im untergeordneten Straßennetz der Alpenländer.

Die Lage an den Grenzen

Die Grenzwartezeiten an den Autobahnübergängen dürften deutlich kürzer ausfallen als in den letzten Wochen. Bei der Einreise nach Deutschland wird stichprobenartig kontrolliert. Eine halbe Stunde mehr sollte in jedem Fall eingeplant werden.

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen zur Lage an Deutschlands Grenzen.

Hier erfahren Sie, für welche Länder es Reisewarnungen gibt beziehungsweise welche als Corona-Hochrisiko-Gebiete gelten.

Schlechte Sicht durch Nebel

Entsprechend der Jahreszeit müssen Autofahrer jetzt wieder witterungsbedingte Behinderungen auf dem gesamten Straßennetz einkalkulieren. Vor allem Nebel schränkt die Sicht mitunter erheblich ein.

Hier finden Sie einige Tipps für Fahren bei Nebel.

Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrer auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrer im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte freimachen.

Rettungsgasse im Ausland: So geht's!

Mit dem ADAC StauScanner Staus melden

Sie möchten mithelfen, dass Autofahrer schneller und genauer über Staus informiert werden? Das geht ganz einfach: mit dem ADAC StauScanner, der als Funktion in der ADAC Maps-App und der ADAC Spritpreise-App zur Verfügung steht. Staus melden kann jeder – völlig anonym. Man muss kein ADAC Mitglied sein.

* Der Link verweist auf eine externe Internetseite, für die der Betreiber verantwortlich ist.

Katharina Dümmer
Redakteurin
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Dr. Norbert Prack
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