Stauprognose: Staus vor allem in Alpennähe

Autodach mit zwei Paar Ski auf dem Rack
Auch am ersten März-Wochenende zieht es wieder etliche Skiurlauber in Richtung Alpen© Shutterstock/Sergey Novikov

Am ersten März-Wochenende (1. bis 3. März) bleibt es auf Deutschlands Autobahnen abseits der Routen in die Berge vergleichsweise ruhig. Engpässe gibt es auch durch einige Vollsperrungen.

  • Staugefahr vor allem in Alpennähe

  • Vollsperrungen auf der A1, A27, A62

  • 934 Baustellen auf Autobahnen

Engpässe auf den Autobahnen Richtung Alpen

Nach ADAC Einschätzung ist am ersten März-Wochenende auf Deutschlands Autobahnen überwiegend ruhiger Verkehr zu erwarten. Die Winterferien in deutschen Bundesländern sind beendet.

Staus und zähfließender Verkehr sind vor allem auf den Autobahnen in Alpennähe und den Zufahrten in die Wintersportzentren wahrscheinlich, da weiterhin viele Skifahrende zu Kurzurlauben aufbrechen oder Tagesausflüge unternehmen bzw. von dort zurückkehren. Die Schneesituation hat sich in einigen Alpenregionen verbessert. Verzögerungen sind zudem an den zahlreichen Autobahnbaustellen möglich.

Zu den Wintersportrouten zählen unter anderem:

  • A5 Basel – Karlsruhe

  • A7 Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg

  • A8 Salzburg – München – Stuttgart – Karlsruhe

  • A9 München – Nürnberg

  • A93 Kufstein – Inntaldreieck

  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen

  • A99 Umfahrung München

Was das Jahr 2024 Autofahrern Neues bringt

Aktuelle Baustellen und Vollsperrungen

In Deutschland gibt es derzeit 934 Autobahn-Baustellen. Hier kann es vor allem bei regem Verkehr mitunter länger dauern.

Die kurzfristigen und Wochenend-Sperren:

  • A1 Bremen Richtung Osnabrück zwischen Holdorf und Neuenkirchen/Vörden von Samstag, 2. März, 20 Uhr, bis Sonntag, 3. März, 8 Uhr

  • A1 Osnabrück Richtung Bremen zwischen Holdorf und Lohne/Dinklage von Samstag, 2. März, 20 Uhr, bis Sonntag, 3. März, 8 Uhr

  • A62 Pirmasens – Landstuhl in beiden Richtungen zwischen Pirmasens und Thaleischweiler-Fröschen von Samstag, 2. März, 8.30 Uhr, bis Sonntag, 3. März, 16 Uhr

  • A861 Dreieck Hochrhein – Grenzübergang Rheinfelden in beiden Richtungen zwischen Dreieck Hochrhein und Rheinfelden-Mitte von Montag, 26. Februar, bis Samstag, 2. März, täglich von 20 bis 5 Uhr

Die langfristigen Sperren:

  • A27 Bremen – Bremerhaven in beiden Richtungen zwischen Uthlede und Hagen bis auf Weiteres

  • A42 Kamp-Lintfort – Dortmund in beiden Richtungen zwischen Bottrop-Süd und Kreuz Essen-Nord bis voraussichtlich 15. April 2024

  • A45 Hagen – Gießen in beiden Richtungen zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid bis auf Weiteres

  • A100 Stadtring Berlin, Treptow Richtung Neukölln zwischen Anschlussstelle Grenzallee und Dreieck Neukölln bis 31. Dezember 2024

  • A117 Autobahnzubringer Dresden, Treptow Richtung Waltersdorfer Dreieck zwischen Dreieck Treptow und Dreieck Waltersdorf bis 12. November 2024

  • A448 Südumfahrung Bochum, Bochum-West Richtung Dortmund/Witten zwischen Bochum-Wiemelhausen und Bochum-Altenbochum bis Freitag, 15. März 2024

  • A544 Aachen (Europaplatz) – Kreuz Aachen in beiden Richtungen zwischen Übergang Aachen-Europaplatz und Kreuz Aachen bis November 2026

  • A544 Aachen (Europaplatz) Richtung Kreuz Aachen zwischen Übergang Aachen-Europaplatz und Würselen bis Ende 2028

  • A565 Bonn – Meckenheim in beiden Richtungen zwischen Kreuz Bonn-Nord und Bonn-Poppelsdorf ab sofort bis Montag, 4. März, 5 Uhr

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen und weitere Sperrtermine sind nicht ausgeschlossen. Alle Autobahnbaustellen im Überblick sind bei der ADAC Verkehrsinfo nachzulesen.

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Stauprognose für Brenner, Tauern, Gotthard

Auch an diesem Wochenende zieht es noch etliche Skiurlauber und Skiurlauberinnen in die benachbarten Alpenländer. Dort sind es vor allem die Fernstraßen zu und von den Wintersportzentren, die staugefährdet sind.

In Österreich führen die Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn, die Fernpass-Route sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen die Staurouten an. Auf der Tauernautobahn werden zudem zwischen Golling und Pfarrwerfen der Ofenauer- und Hieflertunnel sowie die Tunnelkette Werfen saniert. Autofahrende müssen deutlich längere Fahrzeiten einplanen.

In der Schweiz muss auf der Gotthard-Route, den Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz mit größeren Verzögerungen gerechnet werden.

In Italien sind neben der Brennerroute auch die Straßen des Puster-, Grödner- und Gadertals sowie des Vinschgaus am stärksten gefährdet.

Lage an den Grenzen: Wartezeiten möglich

Durch Personenkontrollen könnte es insbesondere bei der Einreise von Österreich nach Deutschland zu Wartezeiten an den Grenzen kommen. Betroffen sind vor allem die drei Autobahngrenzübergänge Suben (A3 Linz – Passau), Walserberg (A8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim).

Wegen der Kontrollen an den Schweizer Grenzen muss vor allem auf Schweizer Gebiet mit etwas längeren Wartezeiten gerechnet werden.

Wetter: Behinderungen einkalkulieren

Entsprechend der Jahreszeit müssen Autofahrende zudem witterungsbedingte Behinderungen auf dem gesamten Straßennetz einkalkulieren. Nicht nur Nebel schränkt die Sicht mitunter erheblich ein. Auch Wintereinbrüche und sogar Blitzeis sind zu dieser Jahreszeit immer noch möglich. Ohne Winterreifen sollte man nicht unterwegs sein.

ADAC Verkehrsinfo: Aktuelle Verkehrsmeldungen und Staus

Spurwechsel bei Stau

Bei Stau die Spur zu wechseln, bringt in der Regel nichts. Mal rollt der Verkehr auf der einen Spur schneller, mal auf der anderen Spur. Selbst wenn die eigene Fahrspur z.B. wegen einer Baustelle nicht weiter befahren werden kann, sollte es bei Anwendung des Reißverschlussverfahrens in der Regel keine wesentlichen Unterschiede geben.

Kolonnenspringen lohnt sich also in der Regel nicht. Anders ist es, wenn sich rechts eine Lkw-Schlange gebildet hat, die sich weiter zurück staut als der Verkehr auf den übrigen Spuren. Dann ist es sinnvoll, auf die linken Fahrstreifen zu wechseln.

Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.

Rettungsgasse im Ausland: So geht's!

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