Maut in Frankreich

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Die Autobahngebühren werden je nach Strecke berechnet und an meist mit Bezahlautomaten ausgestatteten Mautstationen fällig. Tunnel und Brücken sind zusätzlich je nach Saison und Tageszeit kostenpflichtig.

Allgemeine Informationen

Das französische Autobahnnetz wird von verschiedenen Gesellschaften betrieben (z.B. APRR im Osten oder ASF im Südwesten und Süden) und ist mit Ausnahme von Teilen der Stadtautobahnen und -umfahrungen in Paris, Lyon, Bordeaux, Marseille und Toulouse sowie einiger Teil- und Zubringerstrecken gebührenpflichtig.

Autobahnen (A) sind blau (gebührenpflichtig), Nationalstraßen (N) grün und Départementstraßen (D) weiß beschildert (beide gebührenfrei).

Für die Einfahrt in die Umweltzonen von Paris, Grenoble, Lille, Lyon, Straßburg und Toulouse fällt City-Maut in Form einer kostenpflichtigen Umweltplakette an.

Bestimmungen für Motorräder

Trikes und Motorräder mit Beiwagen werden wie Motorräder bemautet.

Bestimmungen für Pkw

Alle Fahrzeuge werden je nach Gesamthöhe bemautet.

Bestimmungen für Gespanne

Anhänger bis zu einer Höhe von 2 m werden nicht gesondert bemautet. Gespanne mit einer Höhe von mehr als 3 m werden höher bemautet.

Gespanne mit einem Zugfahrzeug über 3,5 t zGG werden in Klasse 4 eingestuft.

Bestimmungen für Wohnmobile

Wohnmobile über 3 m Gesamthöhe werden höher bemautet. Zur Gesamthöhe zählen alle festen Aufbauten wie z.B. Aggregate von Klimaanlagen, nicht jedoch Dachboxen, Antennen oder Beleuchtungseinrichtungen.

Fahrzeugklassen

Die Einstufung der Fahrzeuge auf mautpflichtigen Strecken erfolgt nach folgenden Kriterien:

Klasse 1: Kfz bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht auch mit Anhänger (Falt-, Gepäck-, Klappwohnanhänger), Höhe bis 2 m *
Klasse 2: Kfz bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht mit einer Höhe zwischen 2 und 3 m (z.B. Wohnmobile) sowie Gespanne mit einem Zugfahrzeug bis 3,5 t zGG und einer Höhe zwischen 2 und 3 m *
Klasse 3: 2-achsige Kfz mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 t oder mit einer Höhe ab 3 m *
Klasse 4: Kfz ab 3 Achsen** mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 t oder mit einer Höhe ab 3 m
Gespanne mit einem Zugfahrzeug über 3,5 t zGG und einer Höhe ab 3 m *
Klasse 5: Motorräder (auch mit Beiwagen) Trikes
* Bei der Höhe werden Dachgepäck, Dachboxen, Antennen, Solarpanels, Rundumlichte (Blaulicht, Gelblicht), Beleuchtungseinrichtungen, Taxischilder etc. in der Regel nicht, feste Aufbauten wie die Aggregate von Klimaanlagen o.ä. hingegen schon mit eingerechnet.
** Tandemachsen werden in Frankreich wie zwei Einzelachsen gezählt.

Autobahnen

Bezahlung

Bar/Kreditkarte

Die Bezahlung erfolgt in der Regel an Automaten entweder in bar oder mit Kreditkarte. Stecken Sie zuerst das Autobahnticket und anschließend Ihre Kreditkarte in den Automaten. Auf Knopfdruck erhalten Sie einen Beleg.

Bitte beachten Sie: Falls der Automat aus technischen Gründen oder wegen eines Defekts keine Barzahlung akzeptiert, muss mit Kreditkarte bezahlt werden.

An einigen Zahlstellen werfen Sie das abgezählte Geld bei der Einfahrt in einen Trichter. Der Betrag wird rechtzeitig angezeigt.

Télépéage

Für die »t«-Spuren, die ohne anzuhalten passiert werden, können ist ein Transponder notwendig, der online über bip&go bestellt werden kann. Die Abrechnung der Einzelbeträge erfolgt über Kreditkarte.

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Der Transponder kann auch in Spanien benutzt werden.

Mautstationen

geschlossenes System

Bei der Einfahrt muss ein Ticket gezogen werden, das beim Verlassen der Autobahn bezahlt wird. Der Betrag errechnet sich aus der gefahrenen Strecke.

offenes System

Auf einigen Teilstrecken wird an einer Mautstation eine Pauschalgebühr unabhängig von der gefahrenen Strecke erhoben.

Die Fahrspuren sind je nach Bezahlmöglichkeit und Personal gekennzeichnet: Spuren mit grünem Pfeil stehen allen Fahrzeugkategorien offen. An den automatischen »cb«-Schaltern kann nur mit Kreditkarte bezahlt werden. Mit Personal besetzte Zahlstellen sind am entsprechenden Piktogramm erkennbar. Die mit »t« gekennzeichneten Zahlstellen sind Kunden des Télépéage-Systems vorbehalten.

An den automatischen Zahlstellen können fehlerhafte elektronische Höhenmessungen bei Wohnmobilen und Gespannen mit Dachgepäck zu Einstufungen in eine zu hohe Kategorie führen.
Es wird dringend geraten, die Kategorie sofort zu überprüfen und gegebenenfalls per Knopfdruck über die Gegensprechanlage Mautpersonal zur Klärung anzufordern.

Gebührenermäßigung für Schwerbehinderte

Eine Gebührenermäßigung für Schwerbehinderte wird in Frankreich unter bestimmten Voraussetzungen für Fahrzeuge der Klasse 2 (z.B. Wohnmobil, Transporter) gewährt. Diese Fahrzeuge können in Klasse 1 zurückgestuft werden, wenn sie behindertengerecht umgebaut sind und der Umbau auch in der Zulassungsbescheinigung Teil I vermerkt ist (analog zur carte grise mit dem Vermerk "handicappé"). Der Schwerbehindertenausweis allein reicht nicht, um eine Gebührenermäßigung zu erhalten.

Um die Ermäßigung zu erhalten, müssen mit Personala besetzte Spuren angefahren werden oder an automatischen Fahrspuren der Service-Knopf gedrückt und das Anliegen über die Gegensprechanlage formuliert werden.

Tunnel

Fréjus-Straßentunnel (Frankreich-Italien)

Der 12,8 km lange Tunnel verbindet Modane (F) mit Bardonecchia (I).

Gebühren in Euro

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 2 Klasse 5
einfache Fahrt
FRA Richtung ITA
45,60 60,40 165,60 30,20
einfache Fahrt
ITA Richtung FRA
46,40 61,40 168,40 30,70
hin und zurück
Start in FRA 1
56,90 75,90 257,80 37,90
hin und zurück
Start in ITA 1
57,90 77,10 270,70 38,50
1 Rückfahrt bis 23:59 Uhr am 7. Tag nach Ausstellung der Mautkarte möglich.
2 Bei der Klassifizierung werden im Fréjus-Tunnel neben der Höhe des Fahrzeugs auch die Anzahl der Achsen und die Höhe der vorderen Achse rechts berücksichtigt. Deshalb können Wohnmobile je nach Modell in die Kategorie 2 oder 3 fallen.

Die Gebühren können mit den gebräuchlichsten internationalen Kreditkarten (z.B. Mastercard und VISA) bezahlt werden.

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Mont Blanc-Straßentunnel (Italien-Frankreich)

Der 11,6 Kilometer lange Tunnel verbindet Frankreich und Italien miteinander und führt von Chamonix nach Courmayeur im Aosta-Tal.

Gebühren in Euro

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 5
einfache Fahrt
FRA Richtung ITA
45,60 60,40 165,60 30,20
einfache Fahrt
ITA Richtung FRA
46,40 61,40 168,40 30,70
hin und zurück
Start in FRA 1
56,90 75,90 257,80 37,90
hin und zurück
Start in ITA 1
57,90 77,10 262,10 38,50
1 Rückfahrt bis 23:59 Uhr am 7. Tag nach Ausstellung der Mautkarte möglich.

Die Gebühren können mit den gebräuchlichsten internationalen Kreditkarten (z.B. Mastercard und VISA) bezahlt werden.

Mit Autogas (LPG, Flüssiggas) betriebene Fahrzeuge müssen an der Mautstelle angemeldet werden. Der Fahrer erhält dort ein Etikett, das während der Durchfahrt an der Windschutzscheibe befestigt sein muss.

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Tunnel Maurice Lemaire

Der Tunnel Maurice Lemaire, auch Tunnel Sainte-Marie-aux-Mines genannt, führt durch die Vogesen und verbindet Sainte-Marie-aux-Mines mit Saint-Dié. Mit 6872 Meter Länge ist er der längste Straßentunnel in Frankreich.

Gebühren in Euro

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Klasse 5
einfache Fahrt 6,00 9,40 16,70 28,00 3,60

Tunnel de Puymorens

Der 4820 m lange Pyrenäen-Tunnel in Richtung Andorra verbindet Porté-Puymorens mit L'Hospitalet-près l'Andorre.

Gebühren in Euro

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Klasse 5
einfache Fahrt 6,70 13,80 22,60 37,20 4,00

Tunnel Prado Carénage Marseille

Der Prado Carénage Tunnel verbindet die südlichen Bezirke der Stadt Marseille und die östliche Autobahn mit dem Stadtzentrum sowie den Vierteln im Norden über den Vieux Port Tunnel und die Küstenautobahn.

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Pkw Gespann 1 Motorrad Womo 1
2,80 2,80 2,80 2,80
keine Durchfahrt für Fahrzeuge über 3,5 t zGG und/oder 3,20 m Gesamthöhe

Tunnel Prado Sud Marseille

Der 1500 m lange doppelstöckige Prado Sud Tunnel mit jeweils zwei Fahrspuren verlängert den vorhandenen Prado Carénage Tunnel in Richtung des südlichen Stadtteils.

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Pkw Gespann 1 Motorrad Womo 1
2,00 2,00 2,00 2,00
keine Durchfahrt für Fahrzeuge über 3,5 zGG t und/oder 3,20 m Gesamthöhe

Tunnel Duplex A86

Rueil-Malmaison - Vaucresson - Vélizy

Verboten für Fahrzeuge über 2 m Höhe, über 3,5 t zGG, Motorräder und mit Autogas betriebene Kfz.

Die Preise schwanken je nach Streckenabschnitt, Tageszeit und Wochentag zwischen 1 und 12 Euro.

Brücken

Ile de Ré

Die 2926 m lange, mautpflichtige Brücke verbindet die Ile de Ré mit dem Festland (La Rochelle).

Gebühren in Euro


Hin-und Rückfahrt
Klasse 1 und 2 Klasse 3 Klasse 5
20.6. - 11.9. 16 18 3
12.9. - 19.6. 8 18 3

Pont de Normandie

Die mautpflichtige Brücke über die Seine-Mündung verbindet Le Havre mit Honfleur.
Fahrzeit: 15 Minuten

Gebühren in Euro

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Klasse 5
einfach 5,40 6,30 6,80 13,50 frei

Pont de Tancarville

Die mautpflichtige Brücke überspannt auf der Höhe von Tancarville westlich von Rouen die Seine.

Gebühren in Euro

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Klasse 5
einfach 2,60 3,20 3,80 6,60 frei

Viaduc de Millau

Der 2460 m lange und bis zu 343 m hohe Viadukt überspannt das Tal des Flusses Tarn in den südfranzösischen Cevennen.

Gebühren in Euro

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Klasse 5
15.6.-15.9. 10,10 15,10 27,40 35,70 4,90
16.9.- 14.6. 8,00 12,00 27,40 35,70 4,90

City-Maut

Allgemeine Informationen

In Frankreich gibt es in mehreren Städten und Départements Umweltzonen mit unterschiedlichen Zufahrtsbeschränkungen.

Manche Umweltzonen bestehen dauerhaft. Die ZCR (Zone à Circulation Restreinte) bzw. ZFE (Zone à Faibles Émissions) genannten Zonen gibt es bislang im Stadtgebiet Paris sowie im Zentrum von Grenoble und Straßburg (die letzteren betreffen nur Lkw).

Einige andere Umweltzonen gelten nur zeitweise/temporär nach Überschreiten bestimmter Luftschadstoffkonzentrationen bei Luftverschmutzungsalarm. Sie werden ZPA (Zone de Protection de l’Air) genannt bzw. die Maßnahmen mit "Circulation différenciée" bezeichnet. ZPA können mittlerweile in den Metropolregionen Paris, Grenoble, Lille, Lyon, Rennes, Straßburg und Toulouse sowie in zahlreichen Départements ausgerufen werden (ZPAd, Zone de Protection de l’Air départementale). Außerdem haben einige Städte wie Annecy im Département Haute-Savoie und Chambéry im Savoie eigene temporäre Umweltzonen eingerichtet. Meist erfolgen zuerst Tempolimits, bevor Fahrverbote gelten.

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Zum Befahren der Umweltzonen sind dauerhaft oder zeitweise kostenpflichtige Umweltplaketten Crit´Air (certificat qualité de l'air) erforderlich. Fahrzeuge ohne Plaketten dürfen nicht fahren. Nicht alle Plakettennummern gelten in jeder Umweltzone. Außerhalb der Umweltzonen sind in Frankreich keine Umweltplaketten vorgeschrieben

In zahlreichen weiteren französischen Städten wie Bordeaux und Marseille sowie weiteren Départements ist die Einführung von Umweltzonen für die nächsten Monate und Jahre geplant. Frankreichreisende sollten sich unmittelbar vor Reiseantritt unbedingt über die dann aktuell geltende Lage in der betreffenden Reiseregion informieren und nach Möglichkeit rechtzeitig eine Crit’Air-Plakette erwerben.

Umweltplaketten

Übersicht

Pkw und Wohnmobile bis 3,5 t zGG erhalten die französischen Umweltplakette Crit´Air nur, wenn sie nach dem 31.12.1996 erstmalig zugelassen wurden (entspricht der Abgasnorm Euro 2). Motorräder benötigen eine Erstzulassung ab dem 01.06.2000, Wohnmobile über 3,5 t zGG ab dem 01.10.2001 für den Erwerb einer Plakette.

Die sechs verschiedenen französischen Aufkleber sind grün bis grau, ähnlich wie die deutschen Plaketten nach Abgasklassen gestaffelt und sind an der Windschutzscheibe bzw. am Kraftrad sichtbar anzubringen. Deutsche Umweltplaketten werden in Frankreich nicht anerkannt. Die französischen Plaketten sind fahrzeugbezogen und gelten zeitlich unbegrenzt. Bei Luftverschmutzungsalarm und Fahrverboten wegen Smog sind Umweltplakettenbesitzer berechtigt, kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.

Plakettenfarbe und -nummer 1 Pkw und Wohnmobile bis 3,5 t zGG (Benzin) 2 Pkw und Wohnmobile bis 3,5 t zGG (Diesel) 2 Motorräder
lila, 1 Euro 5 und 6,
Zulassung ab dem 01.01.2011; Hybrid- und Gasfahrzeuge
Hybrid- und Gasfahrzeuge Euro 4,
Zulassung ab dem 01.01.2017; Hybrid- und Gasfahrzeuge
gelb, 2 Euro 4,
Zulassung 01.01.2006-31.12.2010
Euro 5 und 6,
Zulassung ab dem 01.01.2011
Euro 3,
Zulassung 01.01.2007-31.12.2016
orange, 3 Euro 2 und 3,
Zulassung 01.01.1997-31.12.2005
Euro 4,
Zulassung 01.01.2006-31.12.2010
Euro 2,
Zulassung 01.07.2004-31.12.2006
dunkelrot, 4 - Euro 3,
Zulassung 01.01.2001-31.12.2005
Zulassung 01.06.2000-30.06.2004
grau, 5 - Euro 2,
Zulassung 01.01.1997-31.12.2000
-
grün Elektro- und Wasserstofffahrzeuge Elektro- und Wasserstofffahrzeuge Elektro- und Wasserstofffahrzeuge
keine Plakette Euro 1 und niedriger,
Zulassung bis 31.12.1996
Euro 1 und niedriger,
Zulassung bis 31.12.1996
Zulassung bis 31.05.2000
1 Die Einstufung der Fahrzeuge erfolgt gemäß der maßgeblichen Schadstoffklasse, die als Euronorm in der Zulassungsbescheinigung Teil I eingetragen ist. Falls das nicht der Fall ist, wird das Erstzulassungsdatum herangezogen
2 Für Wohnmobile über 3,5 t zGG gelten die Bestimmungen für Lkw: bei Zulassung vom 01.10.2001-30.9.2006 gibt es die graue Plakette Nr. 5, bei Zulassung vom 01.10.2006-30.09.2009 die dunkelrote Plakette Nr. 4, bei Zulassung vom 01.10.2009-31.12.2013 die orange Plakette Nr. 3 und bei Zulassung ab dem 01.01.2014 die gelbe Plakette Nr. 2 (alle Angaben für Dieselfahrzeuge)

Preise

Alle Kfz (nicht in Frankreich zugelassen) 4,21 Euro (inkl. Versand)

Bestellung

Die Umweltplakette Crit´Air kann für ausländische Fahrzeuge bisher nur online bestellt und mit Kreditkarte bezahlt werden. Sie ist auf der offiziellen Internetseite des französischen Umweltministeriums zu beziehen, auch in deutscher Sprache. Die Lieferzeit per Post beträgt nach offiziellen Angaben maximal 15 Tage. Am Bestelltag selbst erhält man eine Bestätigungs-E-Mail, innerhalb von zwei Tagen eine digitale Rechnung. Es empfiehlt sich, diese Rechnung bis zum Erhalt des Stickers auszudrucken und ins Auto zu legen. Gewerbliche Unternehmen bieten Bestellmöglichkeiten im Internet zu deutlich höheren Preisen an.

Im Online-Formular sind beim Kfz-Kennzeichen keine Umlaute möglich. Laut französischem Umweltministerium sollen die Vokale ohne Umlautzeichen eingetragen werden (Beispiel: GO statt GÖ für Göttingen).

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Befreiung

Fahrzeuge mit Behindertenparkausweis benötigen eine Umweltplakette Crit´Air, sind aber nicht von den Verkehrsbeschränkungen betroffen; Fahrverbote für bestimmte Plakettentypen gelten für sie nicht.

Die Ausnahmeregelungen für Oldtimer können in Frankreich lokal unterschiedlich sein. Für deutsche Oldtimer gibt es allerdings derzeit keine Ausnahme von der Plakettenpflicht. Bis auf Weiteres ist das Fahrverbot nur für französische Oldtimer mit einer Carte Grise de Collection (Vermerk „Vehicule de Collection“) aufgehoben.

Mietwagen

Es ist fast nicht möglich, einen Mietwagen mit französischer Umweltplakette zu erhalten. Die Wagen werden meist kurzfristig disponiert, und bestenfalls Teile der Flotte sind mit Plaketten ausgestattet. Bei längeren Aufenthalten in Frankreich lohnt sich evtl. die eigenständige Bestellung einer Umweltplakette nach Erhalt des Wagens; die nach 1-3 Werktagen per E-Mail zugestellte Rechnung kann als Bestellnachweis mitgeführt werden.

Paris

Dauerhafte Umweltzone ZFE

Die dauerhafte Umweltzone ZFE (Zone à Faibles Émissions) in Paris umfasst den Großraum der Stadt mit einem überwiegenden Anteil der zugehörigen Gemeinden. Im Stadtgebiet innerhalb des Stadtautobahnrings (Boulevard périphérique) gelten strengere Anforderungen als in dem Gebiet innerhalb des äußeren Autobahnrings A86. Der Boulevard périphérique und die A86 selbst sind nicht Bestandteil der Umweltzone. Sie gilt Montag bis Freitag von 8-20 Uhr und ist mit Schildern gekennzeichnet.

  • Pkw und Wohnmobile bis 3,5 t zGG dürfen die Umweltzone nur befahren, wenn sie folgende Anforderungen erfüllen:
  • Ältere Fahrzeuge mit nicht ausreichenden Plaketten und Fahrzeuge ohne Plakette dürfen nicht einfahren! Für die Einfahrt ohne gültige Plakette werden Strafen verhängt.
  • innerhalb des Boulevard périphérique mindestens orange Umweltplakette Crit´Air 3 (benzinbetriebene Pkw Abgasklasse Euro 2, dieselbetriebene Pkw Euro 4)
  • innerhalb des äußeren Autobahnrings A86 mindestens dunkelrote Umweltplakette Crit´Air 4 (benzinbetriebene Pkw Abgasklasse Euro 2, dieselbetriebene Pkw Euro 3)

Temporäre Umweltzone ZPA

Die nur bei Luftverschmutzungsalarm geltende Umweltzone ZPA (Zone de Protection de l’Air) betrifft die Metropolregion Paris und umfasst neben dem eigentlichen Stadtgebiet einige Gemeinden innerhalb des Autobahnrings A86. Der Autobahnring selbst ist nicht Bestandteil der Umweltzone.

Nach Ausrufen des Luftverschmutzungsalarms durch den Pariser Präfekten gelten temporäre Tempolimits.

Der Luftverschmutzungsalarm wird durch elektronische Anzeigen öffentlich bekanntgegeben. Außerdem sollte auf Meldungen in den Medien und im Internet geachtet werden.

Grenoble

Temporäre Umweltzone ZPA

Die Ende 2016 eingerichtete, nur bei Luftverschmutzungsalarm geltende Umweltzone ZPA (Zone de Protection de l’Air) umfasst den Großraum Grenoble mit seinen 49 Gemeinden inklusive der innerhalb der Zone gelegenen Autobahnabschnitte.

Werden bestimmte Luftschadstoffkonzentrationen überschritten, folgen abgestufte Maßnahmen zur Luftreinhaltung. Ab zwei Tagen der Schadstoffüberschreitung gibt es ein Tempolimit mit einer allgemeinen Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten um 20 km/h auf Land- und Schnellstraßen sowie auf Autobahnen.

Ab fünf Tagen dürfen nur noch Fahrzeuge mit der Umweltplakette Crit´Air die Umweltzone befahren. Ein Fahrverbot gilt dann für alle Fahrzeuge, die keine Crit´Air-Plakette besitzen. Erst ab diesem Tag wird kontrolliert, ob eine Plakette am Fahrzeug angebracht ist. Da jedoch der maßgebliche fünfte Tag eines Luftverschmutzungsalarms seitens des zuständigen Präfekten des Départements unterschiedlich festgelegt werden kann, sollte man zur Vermeidung von Schwierigkeiten unbedingt eine Crit´Air-Plakette mitführen. Nach sieben Tagen dürfen nur noch Fahrzeuge fahren, die die Crit´Air-Plakette 1, 2, 3 oder grün vorweisen können.

Der Luftverschmutzungsalarm wird durch elektronische Anzeigen öffentlich bekanntgegeben. Außerdem sollte auf Meldungen in den Medien und im Internet geachtet werden

Dauerhafte Umweltzone ZCR

Die dauerhaft eingerichtete Umweltzone ZCR (Zone à Circulation Restreinte) im Stadtgebiet von Grenoble gilt bislang nur für Fahrzeuge des Lieferverkehrs (leichte Nutzfahrzeuge und Lkw), nicht für Pkw.

Lille

Temporäre Umweltzone ZPA

Die Mitte 2017 eingerichtete, nur bei Luftverschmutzungsalarm geltende Umweltzone ZPA (Zone de Protection de l’Air) umfasst den Großraum Lille mit 12 dazugehörenden Gemeinden. Betroffen sind auch die durchführenden Autobahnen A1 (nach Paris), A22 (nach Gent), A25 (nach Dunkerque) sowie die N227 und die D652.

Werden bestimmte Luftschadstoffkonzentrationen überschritten, ist die französische Umweltplakette Crit'Air Pflicht. Bei anhaltendem Luftverschmutzungsalarm dürfen nur noch Fahrzeuge mit den Crit´Air-Plaketten 1, 2, 3 oder grün die Umweltzone befahren.

Der Luftverschmutzungsalarm wird durch elektronische Anzeigen öffentlich bekanntgegeben. Außerdem sollte auf Meldungen in den Medien und im Internet geachtet werden.

Dauerhaft Umweltzone ZCR

Im Stadtzentrum von Lille soll zukünftig eine dauerhaft gültige Umweltzone ZCR (Zone à Circulation Restreinte) eingerichtet werden. Eine Einfahrt ist dann dauerhaft nur noch mit gültiger französischer Umweltplakette Crit´Air möglich. Genaue Daten zur geplanten Umweltzone sind bislang nicht bekannt.

Lyon

Temporäre Umweltzone ZPA

Die Ende 2016 eingerichtete, nur bei Luftverschmutzungsalarm geltende Umweltzone ZPA (Zone de Protection de l’Air) in Lyon umfasst den Großteil des Stadtgebiets sowie den Ort Villeurbanne. Die durchführenden Autobahnen A6, A7 und A42 sowie die Schnellstraße D383 sind dagegen ausgenommen, ebenso die Umfahrungen N346 und A46 sowie der Tunnel duch den Berg Fourvière (A6).

Werden bestimmte Luftschadstoffkonzentrationen überschritten, ist die französische Umweltplakette Crit'Air Pflicht. Bei anhaltendem Luftverschmutzungsalarm dürfen nur noch Fahrzeuge mit den Crit´Air-Plaketten 1, 2, 3 oder grün die Umweltzone befahren.

Der Luftverschmutzungsalarm wird durch elektronische Anzeigen öffentlich bekanntgegeben. Außerdem sollte auf Meldungen in den Medien und im Internet geachtet werden.

Rennes

Temporäre Umweltzone ZPA

Die im Oktober 2018 eingerichtete, nur bei Luftverschmutzungsalarm geltende Umweltzone ZPA (Zone de Protection de l’Air) umfasst das Stadtgebiet von Rennes innerhalb des Stadtautobahnrings N136 ("Rocade"). Der Autobahnring selbst ist nicht Bestandteil der Umweltzone.

Werden bestimmte Luftschadstoffkonzentrationen überschritten, folgen abgestufte Maßnahmen zur Luftreinhaltung. Ab zwei Tagen der Schadstoffüberschreitung erfolgt ein Tempolimit mit einer um 20 km/h reduzierten Höchstgeschwindigkeit.

Ab dem vierten Tag des Luftschutzalarms dürfen nur noch Fahrzeuge mit gültigen Umweltplaketten Crit´Air die Umweltzone befahren, ab dem sechsten Tag nur noch Fahrzeuge mit den Umweltplaketten Crit´Air grün, 1, 2 und 3. Ein Fahrverbot gilt dann für alle Fahrzeuge, die keine Crit´Air-Plakette oder die Plaketten 4 oder 5 besitzen.

Der Luftverschmutzungsalarm wird durch elektronische Anzeigen öffentlich bekanntgegeben. Außerdem sollte auf Meldungen in den Medien und im Internet geachtet werden.

Straßburg

Temporäre Umweltzone ZPA

Die Ende 2017 eingerichtete, nur bei Luftverschmutzungsalarm geltende Umweltzone ZPA (Zone de Protection de l’Air) umfasst den Großraum Straßburg inklusive der 33 dazugehörigen Gemeinden. Betroffen sind auch die Autobahnen A4 und A35, die durch das Stadtgebiet von Straßburg führen. Ausgenommen sind die Ost-West-Autobahn-Verbindungen im Norden und Süden: die Abschnitte A4-A35 Nord nördlich des Stadtgebiets (Richtung Metz/Paris), die A35-N38/D1083 südwestlich von Straßburg (Richtung Colmar) sowie die N353 bis zur Brücke Pont Pflimlin über den Rhein, an der die Umweltzone endet (Richtung Offenburg).

Werden bestimmte Luftschadstoffkonzentrationen überschritten, folgen abgestufte Maßnahmen zur Luftreinhaltung. Zuerst gibt es Tempolimits; nach zwei Tagen anhaltender Luftverschmutzung dürfen nur noch Fahrzeuge mit den Umweltplaketten Crit´Air grün, 1, 2 und 3 die Umweltzone befahren. Ein Fahrverbot gilt dann für alle Fahrzeuge, die keine Crit´Air-Plakette oder die Plaketten 4 oder 5 besitzen.

Der Luftverschmutzungsalarm wird durch elektronische Anzeigen öffentlich bekanntgegeben. Außerdem sollte auf Meldungen in den Medien und im Internet geachtet werden. Zusätzlich können Warnmeldungen abonniert werden.

* Durch Anklicken des Links werden Sie auf eine externe Internetseite weitergeleitet, für deren Inhalt der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich ist.

Dauerhafte Umweltzone ZCR

Die seit September 2018 dauerhaft eingerichtete Umweltzone ZCR (Zone à Circulation Restreinte) im Stadtgebiet von Straßburg gilt bislang nur für Fahrzeuge des Lieferverkehrs (leichte Nutzfahrzeuge und Lkw, Fahrzeugklasse N), nicht für Pkw.

Toulouse

Temporäre Umweltzone ZPA

Die Ende 2017 eingerichtete, nur bei Luftverschmutzungsalarm geltende Umweltzone ZPA (Zone de Protection de l’Air) umfasst das Stadtgebiet von Toulouse innerhalb der Ringstraße Périphérique. Die Autobahnen A61, A62 und A620, die die Ringstraße bilden, gehören nicht zur Umweltzone.

Werden bestimmte Luftschadstoffkonzentrationen überschritten, folgen abgestufte Maßnahmen zur Luftreinhaltung. Nach zwei Tagen anhaltenden Luftverschmutzungsalarms dürfen nur noch Fahrzeuge mit der französischen Umweltplakette Crit´Air die Umweltzone befahren. Nach weiteren Tagen der Schadstoffüberschreitung gelten Fahrverbote für bestimmte Plakettenklassen.

Der Luftverschmutzungsalarm wird durch elektronische Anzeigen öffentlich bekanntgegeben. Außerdem sollte auf Meldungen in den Medien und im Internet geachtet werden.

Umweltzonen in Départements

In zahlreichen französischen Départements können bei Luftverschmutzungsalarm temporäre Umweltzonen ZPAd (Zone de Protection de l’Air départementale) durch den Präfekten ausgerufen werden. Dann gibt es in einzelnen Städten oder Gemeinden innerhalb des Départements lokal temporär gültige Verkehrsbeschränkungen wie z.B. Tempolimits. Fahrverbote für Fahrzeuge ohne französische Umweltplakette Crit´Air und in einem weiteren Schritt für Fahrzeuge mit bestimmten Crit´Air-Plaketten können folgen ("circulation différenciée"). Im Einzelfall kann die gesamte Fläche des entsprechenden Départements von den Fahrverboten betroffen sein, inklusive der im Gebiet liegenden Autobahnabschnitte und Nationalstraßen.

Die Verkehrsbeschränkungen werden lokal bekanntgegeben. Es sollte auf elektronische Anzeigen sowie auf Meldungen in den Medien und im Internet geachtet werden.

Temporäre Umweltzonen ZPAd gibt es bislang in folgenden Départements: Bouches-du-Rhône, Calvados, Côte d´Or, Creuse, Deux-Sèvres, Drôme, Eure, Eure-et-Loir, Gers, Gironde, Haute-Savoie, Hérault, Isère, Loiret, Maine-et-Loire, Manche, Orne, Puy-de-Dôme, Pyrénées-Atlantiques, Savoie, Seine-Maritime, Vendée und Vienne.

Die Stadt Annecy im Département Haute-Savoie sowie die Stadt Chambéry im Département Savoie haben eigene verkehrsbeschränkte Zonen ZPA (Zone de Protection de l’Air) in der Innenstadt eingerichtet. Die Städte selbst nennen die Verkehrsbeschränkungen ZCR (Zone de Circulation Restreinte), es handelt sich hier jedoch nicht um dauerhaft gültige Umweltzonen. Bei Luftverschmutzungsalarm sind Fahrverbote für Fahrzeuge ohne Crit´Air-Plaketten möglich.

Alle Angaben ohne Gewähr.