Welches sind die besten SUVs? ADAC Test und Kaufberatung
Von Jochen Wieler

SUVs sind nach wie vor die beliebteste Fahrzeuggattung. Was beim Kauf zu beachten ist und welche Größe die richtige ist. Und braucht man überhaupt Allradantrieb? Der ADAC hat alles zum Thema SUV zusammengetragen.
Bandbreite: Vom Kleinwagen-SUV bis zum Luxus-SUV
Hybrid oder Elektro: Welcher SUV-Antrieb ist der richtige?
ADAC Test: Die besten SUVs aller Klassen
SUVs sind beliebter als Limousinen

Jeder dritte Autokäufer greift in Deutschland zu einem SUV – klassische Limousinen mit Stufenheck will dagegen kaum noch jemand. Warum das so ist, liegt auf der Hand: In einem SUV sitzt man höher und hat dadurch einen guten Überblick, das Platzangebot ist oft besser, und die Variabilität ist bei manchen Modellen genauso gut wie bei einem Van.
Unumstritten sind SUVs aber nicht. Die besonders wuchtigen Vertreter, wie Mercedes GLS oder BMW X7, haben den Ruf von unzeitgemäßen Spritschluckern und sind für hiesige Straßen fast schon zu groß: In engen Parkhäusern sowie bei Duplex-Parkplätzen tun sie sich schwer.
Es gibt aber nicht nur SUV-Riesen: Wie bei normalen Pkw sind auch hier verschiedene Größen vom Kleinwagen-SUV bis zum Oberklasse-SUV im Angebot. Die hohe Nachfrage erzeugt eine entsprechend vielfältige Bandbreite, vor allem bei Kleinwagen-SUVs wie Ford Puma, Opel Mokka und VW T-Cross oder SUVs der Kompakt- oder Mittelklasse wie Ford Kuga, VW Tiguan oder Kia Sportage, die stückzahlenmäßig den Löwenanteil stellen. Kundinnen und Kunden haben eine riesige Auswahl – aber auch die Qual der Wahl. Hier kommt eine Orientierungshilfe.
SUV (sprich: essjuhwie) ist die Abkürzung für "Sports Utility Vehicle". Es handelt sich also im Wortsinn um ein sportliches Fahrzeug mit Nutzwert. Vom Geländewagen unterscheidet sich das SUV dadurch, dass es nur eingeschränkt geländegängig ist. So fehlt etwa ein Untersetzungsgetriebe, und die Bodenfreiheit ist oft nicht besonders gut. Von einer brauchbaren Achsverschränkung ganz abgesehen.
Hier können Sie die exakten Unterscheidungskriterien zwischen SUV und Geländewagen nachlesen.
Nicht jedes SUV hat Allradantrieb

Kleinere SUVs werden oft ausschließlich mit Frontantrieb angeboten, wie etwa der VW T-Cross, der Seat Arona oder sogar ein nicht mehr ganz so kleiner Citroën C5 Aircross. Ausnahmen sind Suzuki Vitara und e Vitara oder der Jeep Renegade. Sie sind gegen Aufpreis auch mit Allradantrieb zu haben. Je größer und PS-stärker das SUV, desto häufiger ist ein Allradantrieb an Bord.
Bei SUVs mittlerer Größe stellt sich oft die Frage: Soll es bei zwei angetriebenen Rädern bleiben, oder gönnt man sich gegen Aufpreis Allradantrieb? Es kommt drauf an. Auf verschneiten Straßen oder auf schlammigen Wegen zum Beispiel hat ein Allradantrieb Vorteile. Wer also öfter unter solchen Bedingungen fährt oder gar im Voralpenland wohnt, sollte über die Option nachdenken.
Der Mehrverbrauch hält sich in den meisten Fällen in Grenzen, zumal die zweite Achse ohnehin in der Regel nur bei Bedarf, also bei Traktionsverlust, automatisch zugeschaltet wird. Wer im norddeutschen Flachland zu Hause ist, könnte sich den Mehrpreis wohl sparen.
Hat ein SUV mehr Platz als andere Autos?

Ein SUV hat nicht zwingend mehr Platz als ein anderer Pkw. Weil ein SUV mehr Bodenfreiheit hat als etwa ein Van, geht dadurch ebenso Platz verloren wie durch die wuchtige Motorhaube. Ein klassischer Van bietet durch sein "One-Box-Design" meist mehr Raum als ein SUV. Im Vergleich zu einem Kombi ist das Raumgefühl bei einem SUV in der Regel besser.
Durch die leicht erhöhte Sitzposition ist der Einstieg meist bequemer und die Übersicht – zumindest nach vorn – besser als im Pkw. Für viele ist genau das der triftigste Kaufgrund. Bei manchen Modellen kommt die Innenraumvariabilität fast an einen Van heran. Hyundai Santa Fe, Renault Espace oder VW Tayron etwa bieten eine verschiebbare Rückbank und gegen Aufpreis eine dritte Sitzreihe, sodass bis zu sieben Personen Platz finden.
Welche Nachteile haben SUVs?
Im Vergleich zu flacheren Pkw-Modellen haben SUVs bauartbedingt auch Nachteile. So hat die höhere Karosserie meist einen schlechteren Luftwiderstand, und das Gewicht fällt in der Regel höher aus. Beides wirkt sich auf die Kraftstoff- bzw. Stromeffizienz aus. So verbraucht ein VW T-Cross in etwa einen halben Liter mehr Sprit als ein VW Polo, bei größeren und noch schwereren SUVs kann der Unterschied noch höher ausfallen.
Zudem sind die Fahrleistungen meist etwas schlechter als bei flacheren Autos. Und auch die Fahrdynamik leidet unter der höheren Karosserie und dem höheren Gewicht. Wirklich sportlich sind daher die wenigsten SUVs, mit Ausnahme von Modellen wie Tesla Model Y, Porsche Macan oder Cayenne.
Von Kompakt- bis Full-Size-SUV: Die Auswahl ist groß
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sieht in SUVs nur eine allgemeine Fahrzeuggattung. Doch wie bei anderen Pkw gibt es eigentlich verschiedene Größenklassen.
Kleinwagen-SUVs: z.B. Ford Puma, Škoda Kamiq, Fiat 600, Renault Captur, Hyundai Bayon
Kompakt-SUVs: z.B. BMW X1, Nissan Qashqai, Ford Kuga, Seat Ateca
Mittelklasse-SUVs: z.B. BMW X3, Volvo XC60, Toyota RAV4, Opel Grandland, VW Tiguan
SUVs der oberen Mittelklasse: z.B. Mercedes GLE, BMW X5, Audi Q6 e-tron, Kia EV9
Oberklasse-SUVs: z.B. BMW X7, Mercedes GLS, Range Rover
Luxus-SUVs: z.B. Bentley Bentayga, Rolls-Royce Cullinan

Der Bandbreite entsprechend unterscheidet sich das Preisniveau. Doch welche Größe ist die richtige? Wer in dem Kleinwagen-SUV VW T-Cross eine praktischere Alternative zum VW Polo sieht, liegt richtig. Er ist zum Beispiel nur 6 Zentimeter länger als ein Polo, aber 12 Zentimeter höher. Der Innenraum fällt dadurch etwas großzügiger aus – ein Raumriese ist er aber nicht. Kein Wunder, schließlich basiert der T-Cross auch technisch auf dem Polo. Ein SUV-Ableger ist also in der Regel in etwa eine halbe Nummer größer als sein Pendant. Einer Familie kann zum Beispiel schon ein Kompakt-SUV (untere Mittelklasse) reichen.
Achtung: Nicht jedes SUV ist in die Höhe geschossen. Seat Arona oder Kia Stonic haben zwar eine andere Karosserie als Ibiza oder Rio, man sitzt jedoch kaum höher. Gleiches gilt auch für einen Citroën C5 X. Für diese Modelle hat sich der Begriff Crossover etabliert. Ein Crossover ist ein Auto, das sich keiner Fahrzeuggattung zuordnen lässt. Wichtig ist es also, vor dem Kauf ausführlich Probe zu sitzen und Probe zu fahren.
SUV-Coupés wie Audi Q3 Sportback, BMW X4, Mercedes GLC Coupé und Renault Arkana kauft man eher aus optischen denn aus praktischen Gründen. Sie sind oft unübersichtlich (besonders nach hinten) und haben weniger Platz als ihr Pendant mit normaler Karosserie.
SUV-Antriebe: Diesel, Benzin, Hybrid & Elektro

Für große SUVs ist ein sparsamer Dieselmotor sicher keine schlechte Wahl. Bei kleineren Modellen kann ein Turbobenziner eine gute Alternative sein, da auch hier das Drehmoment passt und sich der Verbrauch im Rahmen hält.
Es gibt auch etliche SUVs als Elektroauto. Selbst ein elektrischer Hyundai Kona in der Kompaktklasse hat bereits eine gute Alltagsreichweite von rund 400 Kilometern. Der elektrische Opel Grandland fährt laut ADAC Test sogar 550 Kilometer bis zum nächsten Ladestopp, der BMW iX mehr als 600 Kilometer. Auch zahlreiche chinesische Modelle gibt es mit Elektroantrieb, den BYD Seal U zum Beispiel, den Leapmotor B10 oder den XPeng G9.
Wer täglich zur Arbeit pendelt, kommt vielleicht mit einem Plug-in-Hybrid wie dem Cupra Formentor oder dem VW Tiguan gut klar, um nur zwei der zahlreichen Plug-in-SUVs zu nennen. Zwischen 50 und 100 Kilometer fährt man mit ihnen rein elektrisch (je nach Batteriegröße), bevor sich der Benziner zuschaltet. Ein reiner Hybrid wie Renault Symbioz und Honda HR-V zeigt seine Vorteile vornehmlich im Stadtverkehr und auf der Landstraße und gefällt dort durch Sparsamkeit.
Häufig finden sich auch sogenannte Mild-Hybride (48-Volt-Technik). Sie haben nur eine kleine Zusatzbatterie und einen kleinen Elektromotor oder auch nur einen Startergenerator, der den Verbrennungsmotor unterstützen, aber nur kurzzeitig den Antrieb übernehmen kann. Die Verbrauchsvorteile halten sich hier in Grenzen.
Erdgasfahrzeuge (CNG) gibt es keine mehr. An Autogas (LPG) hält nur noch Dacia fest und bietet den Duster als preiswerte LPG-Gasversion an.
Eignet sich ein SUV als Zugfahrzeug?

Soll das SUV auch als Zugfahrzeug genutzt werden, ist es sinnvoll, sich im Vorfeld sehr genau über die maximale Anhängelast zu informieren. Denn es gibt große Unterschiede. Kleine Modelle und Fahrzeuge mit alternativen Antrieben können oft nur wenig an den Haken nehmen – manche dürfen auch gar nichts ziehen. Bedenken sollte man im Falle eines Elektro-Zugwagens, dass die Reichweite mit Anhänger enorm dahinschmilzt und sich viele Ladesäulen mit einem Gespann nicht anfahren lassen.
So sind größere SUVs mit starkem Dieselmotor nach wie vor am besten als Zugfahrzeug geeignet. Schon der Audi Q3 2.0 TDI mit 150 PS bringt es auf zwei Tonnen Anhängelast, ein BMW X5 Diesel und ein Toyota LandCruiser auf 3,5 Tonnen.
SUVs unter 20.000 Euro: Es gibt auch günstige Modelle

SUVs kosten in der Regel mehr als vergleichbare Kombis oder Limousinen. Es gibt aber Modelle, die in ihrer Basisversion unter 20.000 Euro liegen: Citroën C3 Aircross, Dacia Duster und KGM Tivoli sind die günstigsten SUVs auf dem deutschen Markt und bieten für wenig Geld einen recht guten Nutzwert. Aber natürlich keinen großen Luxus.
Das Gros der familientaugliches SUV liegt aber meist zwischen 30.000 und 45.000 Euro, je nach Ausstattung und Motor. Der Nissan Qashqai etwa kommt als Basismodell auf rund 34.500 Euro, ein Hyundai Tucson auf 35.700 Euro. Nach oben gibt es keine Grenzen. Mit großem Motor und edler Ausstattung können selbst Mittelklasse-SUVs sehr teuer werden.
Doch der Anschaffungspreis ist nur die halbe Wahrheit: Fix- und Betriebskosten schlagen genauso zu Buche wie der Wertverlust, der letztendlich wie bei jedem Auto die Gesamtkosten am meisten beeinflusst. Mit dem ADAC Autokostenrechner können Sie sich für jede Modellvariante die individuellen Kosten pro Monat bzw. pro Kilometer ausrechnen lassen.
ADAC Test: Die besten SUVs aller Klassen
Vor dem Kauf sollte man das Wunschmodell ausgiebig Probe fahren. Wie sind Ein- und Ausstieg? Finde ich eine passende Sitzposition? Erschließt sich die Bedienung auf Anhieb? Wer dann noch den objektiven ADAC Autotest mit über 300 Bewertungskriterien zurate zieht, sollte keine Überraschungen erleben.
Hier sind die Top 10 der jeweils besten vom ADAC getesteten und aktuell als Neuwagen erhältlichen SUVs aller Klassen (Stand Februar 2026). Beim Klick auf den Modellnamen erhalten Sie weitere Informationen. Bei Notengleichheit sind mehrere Modelle aufgeführt.
Die besten Kleinwagen-SUVs
| Modell im Test | Antrieb | Leistung | Preis* | Gesamtnote |
|---|---|---|---|---|
Elektro | 160 kW/218 PS | 35.550 € | 1,9 | |
Renault R4 E-Tech Electric 150 Comfort Range (52 kWh) Iconic | Elektro | 110 kW/150 PS | 36.400 € | 2,1 |
Elektro | 115 kW/156 PS | 41.500 € | 2,2 | |
Elektro | 115 kW/156 PS | 42.990 € | 2,2 | |
Voll-Hybrid (Otto/Elektro) | 100 kW/136 PS | 35.990 € | 2,2 | |
Benzin | 85 kW/115 PS | 31.090 € | 2,2 | |
Elektro | 71 kW/97 PS | 23.900 € | 2,3 | |
Elektro | 115 kW/156 PS | 44.600 € | 2,3 | |
Voll-Hybrid (Otto/Elektro) | 85 kW/116 PS | 29.990 € | 2,4 | |
Benzin | 81 kW/110 PS | 29.125 € | 2,4 | |
Benzin | 110 kW/150 PS | 34.715 € | 2,4 | |
Benzin | 85 kW/116 PS | 34.185 € | 2,4 |
Die besten SUVs der Kompaktklasse/unteren Mittelklasse
| Modell im Test | Antrieb | Leistung | Preis* | Gesamtnote |
|---|---|---|---|---|
Elektro | 210 kW/286 PS | 43.900 € | 1,6 | |
Elektro | 230 kW/313 PS | 57.000 € | 1,8 | |
Elektro | 230 kW/313 PS | 57.000 € | 1,8 | |
Elektro | 150 kW/204 PS | 38.290 € | 1,8 | |
Elektro | 185 kW/252 PS | 62.190 € | 1,8 | |
Elektro | 160 kW/218 PS | 50.690 € | 2,0 | |
Elektro | 170 kW/231 PS | 44.990 € | 2,0 | |
Voll-Hybrid (Elektro/Otto) | 151 kW/205 PS | 43.250 € | 2,0 | |
Elektro | 160 kW/218 PS | 52.100 € | 2,0 | |
Elektro | 200 kW/272 PS | 50.490 € | 2,0 | |
Elektro | 315 kW/428 PS | 57.290 € | 2,0 | |
Elektro | 315 kW/428 PS | 55.290 € | 2,0 | |
Mild-Hybrid (Otto/Elektro) | 110 kW/150 PS | 48.100 € | 2,0 |
Die besten SUVs der Mittelklasse
| Modell im Test | Antrieb | Leistung | Preis* | Gesamtnote |
|---|---|---|---|---|
Elektro | 210 kW/286 PS | 57.150 € | 1,6 | |
Elektro | 210 kW/286 PS | 53.340 € | 1,7 | |
Elektro | 210 kW/286 PS | 56.250 € | 1,8 | |
Elektro | 250 kW/340 PS | 59.400 € | 1,8 | |
Elektro | 168 kW/229 PS | 58.150 € | 1,8 | |
Elektro | 168 kW/229 PS | 51.990 € | 1,8 | |
Elektro | 150 kW/204 PS | 48.970 € | 1,8 | |
Elektro | 150 kW/204 PS | 56.500 € | 1,9 | |
Elektro | 250 kW/340 PS | 56.900 € | 1,9 | |
Elektro | 220 kW/299 PS | 49.990 € | 1,9 | |
Elektro | 150 kW/204 PS | 58.820 € | 1,9 | |
Diesel | 110 kW/150 PS | 48.010 € | 1,9 |
Die besten SUVs der oberen Mittelklasse/Oberklasse
| Modell im Test | Antrieb | Leistung | Preis* | Gesamtnote |
|---|---|---|---|---|
Elektro | 225 kW/306 PS | 68.800 € | 1,6 | |
Elektro | 283 kW/385 PS | 83.370 € | 1,7 | |
Elektro | 215 kW/292 PS | 86.811 € | 1,7 | |
Elektro | 265 kW/360 PS | 80.700 € | 1,7 | |
Elektro | 160 kW/218 PS | 77.500 € | 1,8 | |
Elektro | 205 kW/279 PS | 90.500 € | 1,8 | |
Mild-Hybrid (Diesel/Elektro) | 210 kW/286 PS | 83.900 € | 2,0 | |
Mercedes-Benz GLS 450 d AMG Line Advanced Plus 4MATIC 9G-TRONIC | Mild-Hybrid (Diesel/Elektro) | 285 kW/387 PS | 119.875 € | 2,0 |
Elektro | 200 kW/272 PS | 61.900 € | 2,0 | |
Mild-Hybrid (Diesel/Elektro) | 219 kW/298 PS | 87.300 € | 2,1 | |
Mercedes-Benz GLE Coupé 300 d AMG Line Advanced Plus 4MATIC 9G-TRONIC | Mild-Hybrid (Diesel/Elektro) | 213 kW/289 PS | 99.645 € | 2,1 |
Diesel | 170 kW/231 PS | 77.320 € | 2,1 |
Hier finden Sie alle aktuellen, beim ADAC getesteten SUV-Modelle.
Haben Sie dazu Fragen? Die technische Expertenhotline des ADAC ist unter der Telefonnummer 089 558 95 90 90 exklusiv für alle ADAC Mitglieder erreichbar.