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Der ADAC

Suzuki Vitara: Nur noch ein Antrieb für den Mini-SUV

ein Suzuki Vitara fährt auf einer Strasse
Mit neu gezeichneten LED-Scheinwerfern: der Suzuki Vitara ∙ © Suzuki

Seit mehr als 30 Jahren mischt der Suzuki Vitara bei den City-SUV mit. Die mittlerweile vierte Modellgeneration wurde nun zum zweiten Mal überarbeitet. Wichtigste Änderung: ein neuer Benziner mit Mildhybrid-Technik.

  • Mildhybrid-Benziner mit 129 PS als einzige Motorisierung

  • Mehr Drehmoment, niedrigerer Verbrauch

  • Preis: ab 23.053 Euro für die Version mit Frontantrieb

  • Normverbrauch sinkt auf 4,6 l/100 km

Praktisch alle Hersteller setzen derzeit mit viel Aufwand ihre Antriebe unter Strom. Das Motto:
Verbrauch und Emissionen müssen runter. Auch Suzuki sieht akuten Handlungsbedarf und greift zu einem radikalen Schritt: Der an sich recht moderne 1,0-Liter-Dreizylinder mit 111 PS fällt ersatzlos weg. Der Traditionalist unter den SUV wird jetzt nur noch von einem mild hybridisierten Vierzylinder-Benziner mit 1,4 Liter Hubraum angetrieben.

Bisher leistete das Triebwerk 140 PS, davon sind jetzt noch 129 PS übrig geblieben. Allerdings bekommen die etwa beim Anfahren Unterstützung: Der 10 kW starke Elektromotor im integrierten Startergenerator (ISG) soll für zusätzlichen Schub sorgen, ehe bei etwa 2000 U/min der Turbolader in Aktion tritt. Zum Mild-Hybrid-System gehören außerdem noch eine 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie und ein DC/DC-Wandler, der die höhere Spannung fürs 12-Volt-Bordnetz runterregelt.

Vitara: Hybrid-Motor mit mehr Drehmoment

Laut Suzuki steht unterm Strich ein maximales Drehmoment von 235 Nm bei 2000 U/min zur Verfügung. Zum Vergleich: Der Dreizylinder brachte es bei gleicher Drehzahl auf gerade mal 170 Nm. Und beim kombinierten Normverbrauch der Frontantriebs-Versionen stehen 4,6 Liter beim Mildhybrid-Vierzylinder 5,7 Litern beim bisherigen Motor gegenüber. Wie sparsam und sauber der neue Motor wirklich ist, muss allerdings erst ein ADAC Ecotest klären.

Wie bisher gibt es auch neben der Version mit Vorderradantrieb auch eine „Allgrip“-Allradvariante mit den vier Fahrmodus-Einstellungen „Snow“, „Auto“, „Sport“ und „Lock“, Letztere mit fixer 50:50-Kraftverteilung.

Die Preisliste startet bei 23.053 Euro für den frontgetriebenen Vitara Club, die Version Comfort (ab 24.223 €) gibt es für 1803 Euro Aufpreis auch mit Allradantrieb und beim Comfort+ (ab 29.536 €) ist die Kraft auf alle Viere immer dabei.

Alter Innenraum, neue LED-Scheinwerfer

Äußerlich ist der neu motorisierte Vitara bis auf neu gestaltete LED-Scheinwerfer unverändert. Und auch innen ist alles beim Alten geblieben. Die Basis enthält unter anderem schon Klimaautomatik, Tempomat oder Verkehrszeichenerkennung. Beim Club kommen noch beispielsweise Rückfahrkamera, Toter-Winkel-Warner, 17-Zoll-Aluräder, Sitzheizung oder das Audio-System samt Smartphone-Anbindung und Bluetooth-Freisprecheinrichtung dazu. Comfort+ glänzt etwa mit dem elektrisch betätigten Panorama-Glasschiebedach und Keyless Start.

SUV: Schon gefahren und bewertet

Welche aktuellen SUV gibt es sonst noch? Der ADAC hat viele unter die Lupe genommen:

Technische Daten (Herstellerangaben)Suzuki Vitara 1.4 Boosterjet Hybrid

Motor

Vierzylinder-Turbobenziner, 1373 cm³, 95 kW/129 PS, 235 Nm bei 2000 U/min

Fahrleistungen

0 auf 100 km/h: k.A., 190 km/h Spitze

Verbrauch

4,6 l Super/100 km, 109 g CO₂/km

Maße

L 4,17 / B 1,78 / H 1,60 m

Kofferraum

375 – 1120 l

Preis

ab 23.053 Euro

Das Vor-Facelift-Modell hat der ADAC als Suzuki Vitara 1.0 Boosterjet Comfort Allgrip getestet. Hier geht es zum ausführlichen Testbericht:

Testbericht zum Suzuki Vitara 1.0 Boosterjet Comfort Allgrip
PDF, 793 KB
PDF ansehen

Hier finden Sie viele weitere Fahrberichte und Autotests.

Text: Rudolf Huber