Renault Symbioz: Lückenfüller zwischen Captur und Austral

Frontansicht eines fahrenden Renault Symbioz
Der neue Symbioz trägt das erst seit einiger Zeit verwendete Markengesicht von Renault© Renault

Mit dem Symbioz schließt Renault eine kleine Lücke im Produktportfolio. Zwischen Captur und Austral soll das Crossover noch immer kompakt bleiben, Familien aber zusätzlichen Platz bieten. Was es mit dem neuen Renault-Modell auf sich hat, lesen Sie hier.

  • Vollhybrid-Antrieb mit 145 PS Systemleistung

  • Glasdach mit elektrischer Verdunklung

  • Preis ab circa 34.000 Euro

Lückenfüller möchte eigentlich niemand sein. Bei Autos sieht die Sache aber anders aus. Denn nicht selten fehlt Kundinnen und Kunden eine Zwischengröße zwischen zwei Fahrzeugen, um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Renault sieht das auch so und möchte mit dem neuen Symbioz eine Lücke im Kompaktsegment schließen.

Das Crossover ist mit einer Länge von 4,41 Metern etwa 10 Zentimeter kürzer als ein Renault Austral (4,51 Meter) und rund 17 Zentimeter länger als der geliftete Captur (4,24 Meter), der als Kleinwagen-SUV sehr erfolgreich ist. Der Symbioz ist also ein Auto, dass sich exakt zwischen den Schwestermodellen einfügen soll.

Frisches Markengesicht, eigenes Heck

Heckansicht eines fahrenden Renault Symbioz
Das Heck mit seinen markanten Leuchten verleiht dem Symbioz eine gewisse Eigenständigkeit zu den Schwestermodellen© Renault

Was die Optik des Symbioz angeht, greift Renault in den aktuellen Designbaukasten und stattet das neue Modell mit dem erst kürzlich auch beim kleinen Bruder Captur eingeführten neuen Markengesicht aus. Der größtenteils geschlossene Kühlergrill trägt den charakteristischen Rhombus der Marke im Retrodesign und läuft an den Enden in schmale und kantige Scheinwerfer aus.

Die hohe Schulterlinie mit großen Wellen im Blech beschreibt das Profil des Symbioz und gibt ihm einen festen optischen Stand. Das Heck verleiht dem Crossover ein gänzlich eigenes Erscheinungsbild und zeichnet sich durch die schmalen, kantigen Rückleuchten, scharfe Sicken im Blech und einen großen Modellschriftzug aus.

Innenraum mit Verwechslungsgefahr

Cockpit des Renault Symbioz
Das Cockpit ist bis auf Details identisch zum kleineren Renault Captur. Das Infotainment setzt auf Google-Software© Renault

Das Cockpit und der Innenraum des neuen Renaults sind dagegen nahezu identisch aus dem Captur übernommen worden. Auch im Symbioz findet sich bereits ab der Basisausstattung ein 10,4 Zoll großer Touchscreen, dessen Oberfläche durch Google Infotainment zum Leben erweckt wird.

Klassische Kippschalter steuern noch immer Teile der Klimaanlage, und auch die Funktionen des Lenkrads dürfen über Tasten bedient werden – das lenkt weniger ab, als das bei Touchelementen der Fall wäre. Ein digitales Kombiinstrument hält die Fahrerin oder den Fahrer auf dem Laufenden. In der Basis ist es ebenfalls je nach Ausstattung bis zu 10,4 Zoll groß.

Variabel mit verschiebbarer Rückbank

Innenraum mit Glasdach des Renault Symbioz
Das große, optionale Panoramaglasdach lässt sich elektrisch und ohne Rollo verdunkeln© Renault

Ein optionales Panorama-Glasdach setzt zur Verdunklung auf Flüssigkristalltechnik und könnte somit in dem neuen SUV zum Blickfang werden.

Sollte der Symbioz mal keine Menschen, sondern größere Gegenstände transportieren müssen, stehen bis zu 1582 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung. Die Rücksitzbank lässt sich zudem um bis zu 16 Zentimeter nach vorne verschieben, was zusätzliche Flexibilität bringen soll. Außerdem vergrößert dieses Feature das Kofferraumvolumen bei aufrechter Rücksitzbank. Ohne verschobener Bank liegt es bei 492 Litern, mit bei 624 Litern, versprechen die Franzosen.

Vorerst nur als E-Tech Hybrid mit 143 PS

Seitenansicht eines fahrenden Renault Symbioz
Der Antriebsstrang ist auch schon aus anderen Renault-Modellen bekannt© Renault

Renault stellt den neuen Symbioz vorerst nur als E-Tech-Hybrid 145 vor. Der Vollhybridantrieb besteht aus zwei Elektromotoren und einem 1,6-Liter-Vierzylinder, die über ein kupplungsloses Multimode-Automatikgetriebe miteinander verbunden sind.

Ein E-Motor treibt die Vorderräder dabei an, der andere dient als Startergenerator und bringt den Benziner auf die richtige Drehzahl, wenn nötig. Zusammen sorgt das beim Schwestermodell Captur für eine Systemleistung von 143 PS und ein maximales Drehmoment des Systems von 250 Nm. Auch beim Symbioz dürfen diese Werte zu erwarten sein, offiziell hat sie Renault aber noch nicht genannt.

Im Alltag sollen sich bis zu 80 Prozent aller Strecken in der Stadt elektrisch bewältigen lassen, so Renault. Der kleinere Renault Clio schafft im ADAC Ecotest mit diesem Antrieb immerhin solide vier von fünf Sternen, was auch dem kombinierten Verbrauch von 4,9 Litern auf 100 Kilometer zu verdanken ist. Der Symbioz wird hier aber wohl nicht ganz mithalten können, trotz seines Leergewichts von nur 1500 Kilogramm laut Herstellerangabe.

Preis: ca. 34.000 Euro für den Symbioz

Der Preis des Franzosen ist bislang noch nicht kommuniziert worden. Blickt man aber auf die Positionierung innerhalb des Renault-Portfolios, ist es naheliegend, dass er sich auch hier zwischen Captur und Austral einreihen wird. Als realistischer Anhaltspunkt darf daher ein Preis von rund 34.000 Euro für das Basismodell des Symbioz gelten.

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