Menü
Rund ums Fahrzeug
Verkehr
Reise & Freizeit
Versicherungen & Finanzen
Mitgliedschaft
Services
Der ADAC

BMW iX: Mit diesem E-Auto fährt BMW in die Zukunft

BMW iX fahrend auf einer Straße
BMW iX: Mit mutiger Form auf Kurs in die Zukunft ∙ © BMW

Ende 2021 soll der BMW iX das Aushängeschild der Elektromobilität werden – mit reichlich Technik und starkem Akku. Erste Infos und offizielle Bilder.

  • Aus der BMW-Studie iNext wird der BMW iX

  • Marktstart Ende 2021 mit ungewöhnlicher Optik

  • Antrieb über zwei Elektromotoren mit zusammen 375 kW

Schon vor einiger Zeit hat BMW die Studie iNext als Innovationsträger für das Jahr 2021 angekündigt. Und jetzt werden die Bayern konkreter und zeigen die Serienversion mit dem Namen BMW iX. Mit dem elektrischen Luxusliner will BMW bei der Elektromobilität wieder ganz vorn mitspielen.

Bis der iX auf die Straße kommt, dauert es zwar noch bis Ende 2021. Und bei einem Schätzpreis von 100.000 Euro und entsprechend geringen Stückzahlen dürfte sich der Einfluss auf das Weltklima in engen Grenzen halten. Doch es handelt sich um die weitaus interessanteste Neuheit aus München in der nächsten Zeit.

BMW iX soll als Elektroauto Maßstäbe setzen

Seitenansicht des BMW iX
Der BMW iX ist in etwa so lang wie ein X5 ∙ © BMW

"Mit der Technologie des iX setzen wir Maßstäbe", sagt BMWs Entwicklungsvorstand Frank Weber. "Er hat mehr Rechenleistung zur Datenverarbeitung, leistungsfähigere Sensorik als die neuesten Fahrzeuge unseres aktuellen Portfolios, ist 5G-fähig, wird neue und verbesserte automatisierte Fahr- und Parkfunktionen erhalten und nutzt die leistungsstarke fünfte Generation unseres elektrischen Antriebs."

Er rühmt den iX damit als technologischen Meilenstein und stellt ihn in eine Reihe mit dem BMW i3, der ja bei seinem Marktstart 2012 als das innovativste Elektroauto am Markt gegolten hat. Doch in einem Punkt enttäuscht der iX schon jetzt: Das beim Debüt der Studie iNext versprochene autonome Fahren ist erst einmal vom Tisch. Wie die Konkurrenz haben die Bayern den Mund ein wenig zu voll genommen und vertrösten die Kundschaft jetzt auf kommende Evolutionsstufen.

Der BMW iX im Video:

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © BMW

Das Design fällt nach wie vor sehr mutig aus. Es wurde auf dem Weg von der Studie zum Serienmodell zwar etwas entschärft, dürfte aber mit seiner prominenten Niere und den schmalen Scheinwerfern noch immer kontrovers diskutiert werden – möglicherweise kommt er in Fernost besser an als bei uns. Mit dem eigenwilligen Dekor der D-Säule erinnert der iX bewusst an den i3, reiht sich mit seinen Maßen aber bei den großen SUVs der Marke ein. Er ist etwa so lang ist wie ein X5 und so flach wie ein X6.

Innen gemütlich wie im Wohnzimmer

Innen wirkt der Fünfsitzer recht einladend. Lack und Leder waren gestern und der Overkill an Schaltern ist auch vorbei: Stattdessen blickt man in eine gemütliche Lounge mit noblen Stoffen und natürlichen Hölzern und sieht vor dem Lenkrad ein großes, schlankes Display, das leicht zum Fahrer hingebogen ist. Die wenigen verblieben Schalter etwa auf der hölzernen Konsole, die frei zwischen den Sitzen schwebt, sind mit Kristallglas veredelt.

Die restliche Technik ist geschickt versteckt: "Shy-Tech" nennt BMW das Konzept, mit dem innen zum Beispiel die Lautsprecher und der Projektor des Head-Up-Displays und außen die Türgriffe, die Rückfahrkamera oder der Einfüllstützen fürs Wischwasser nahezu unsichtbar werden.

BMW iX mit 500 PS und 100-kWh-Batterie

Heckansicht des fahrenden BMW iX
Ende 2021 wird der BMW iX genau so gebaut ∙ © BMW

Beim Antrieb greift der iX in den gleichen Baukasten mit Motoren ohne seltene Erden, besonders dicht gepackten und überdurchschnittlich effizienten Batterien und einem reduzierten Gesamtgewicht. Den Antrieb will BMW auch für den iX3 und den i4 nutzen – nur für das elektrische Flaggschiff iX in der höchsten Ausbaustufe. Das bedeutet zwei Motoren mit zusammen mehr als 375 kW/500 PS, ein Sprintwert von 0 – 100 km/h in weniger als fünf Sekunden und ein Spitzentempo, das jenseits von 200 km/h liegen dürfte.

Der Akku soll mehr als 100 kWh Kapazität haben und eine Ladeleistung von maximal 200 kW vertragen. An einer entsprechend schnellen, momentan aber noch rar gesäten Gleichstrom-Säule kommt der iX so in 40 Minuten von zehn auf 80 Prozent und zieht in zehn Minuten den Strom für 120 Kilometer. In Sachen Reichweite sollten in der Praxis rund 500 Kilometer möglich sein.

Kratzer bessern sich von selbst aus

Zwar sieht BMW im iX den "Wegweiser in die Zukunft der Mobilität." Doch Ende 2021 wird er sich mit vielen etablierten und neuen Konkurrenten kabbeln müssen. Eines dürfte er der Konkurrenz aber voraus haben: Die Niere ist so konstruiert, dass sich leichte Blessuren von selbst heilen: Durch eine zusätzliche Beschichtung aus Polyurethan sollen leichte Kratzer bei Raumtemperatur innerhalb von 24 Stunden wie von selbst verschwinden.

Text: Thomas Geiger