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Neuer Opel Mokka: Pfiffiger denn je – und auch als Elektro-SUV

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © Opel

Die zweite Generation des Kleinwagen-SUV Opel Mokka kommt 2021 zu den Händlern – mit Verbrennungsmotoren, aber auch als Elektroversion mit rund 320 Kilometern Reichweite. Preis: ab 19.990 Euro. Erste Infos, Bilder, Daten.

  • Opel Mokka wird 120 Kilo leichter

  • Verbrennungsmotoren und Elektroantrieb

  • Innovatives Cockpit mit großem Bildschirm

Langweiliges Opel-Design? Die Zeiten sind mit der Neuauflage des Mokka nun endgültig vorbei! Der Kleinwagen-SUV wirkt frisch und modern und trägt bereits das neue Markengesicht, das künftig alle Opel-Modelle bekommen.

Herzstück des "Vizor"-Frontdesigns ist eine dunkel getönte Plexiglasspange, die sich über die gesamte Fahrzeugbreite zieht. Sie fungiert nicht nur als Wiedererkennungsmerkmal und Hingucker, sondern beherbergt neben Scheinwerfern und Blitz-Logo auch die Sensorik der Assistenzsysteme. Von hinten wirkt der Mokka wie ein geschrumpfter und modernisierter Grandland X – kein Schaden, denn auch der große Bruder gefällt durch gutes Design.

Kürzer als ein Astra: 4,15 Meter Länge

Heck des Opel Mokka
Neuer Opel Mokka: Modernes, vom größeren Grandland inspiriertes Heck ∙ © Opel

Auch sonst wurde der Mini-SUV komplett neu konstruiert. Gegenüber dem Vorgänger fällt er fast 13 Zentimeter kürzer (4,15 Meter) aus, und ist damit deutlich kürzer als ein Astra. Damit passt der Mokka besser als bisher in das Segment von Seat Arona (4,14 m), Ford Puma (4,19 m) und VW T-Cross (4,11 m). Weil der Mokka im Vergleich zum Vorgänger gleichzeitig breiter und flacher geworden ist, ergibt sich eine neue Statur, die dynamischer und kompakter als die etwas pummelige Erstauflage wirkt. Das Kofferraumvolumen gibt Opel mit 350 Litern an.

Dass sich der Mokka so stark wandelt, hat auch mit einer grundlegenden Änderung der Architektur zu tun: Statt GM-Technik nutzt der neue Mokka die CMP-Plattform der neuen Konzernmutter PSA, auf der bereits auch das Schwestermodell Peugeot 2008 basiert. Vorteil: Die CMP-Plattform erlaubt sowohl die Verwendung von einem rein batterieelektrischen Antrieb wie von Verbrennungsmotoren.

Moderner Innenraum, große Bildschirme

Cockpit des Opel Mokka
Modernes Mokka-Cockpit mit großem Touchscreen ∙ © Opel

Von dem französischen Verwandten will sich der Opel aber sichtbar absetzen. Nicht nur außen, sondern auch innen. Dort zieht nun ein puristischer und reduzierter Stil ein, der ebenfalls für künftige Modelle der Marke prägend sein soll. Wichtigstes Element im Armaturenbrett ist eine aus mehreren Bildschirmen zusammengesetzte, horizontal verlaufende Informationstafel, die unter anderem die klassischen Instrumente ersetzt. Opel nennt sie "Pure Panel": Die Displays sollen dem Fahrer alle wichtigen Informationen klar und auf das Wesentliche reduziert darstellen und so nicht vom Verkehrsgeschehen ablenken.

Die Zahl der Schalter und Knöpfe im Cockpit sinkt im Gegenzug deutlich. Gut: Wichtige Funktionen wie die Bedienung der Heizung und des Radios werden nach wie vor über "richtige" Tasten gesteuert und sind nicht in das Display integriert. Für diese Standardunktionen muss man sich daher nicht durch Menüs via Touchscreen quälen. Als Option gibt es eine kabellose Ladefunktion für das Smartphone, Sitze mit Massagefunktion und ein Abstandstempomat.

Elektroantrieb, Benziner und Diesel

Zeichnung der Technik des Opel Mokka
Die Batterien der Elektroversion sind im Unterboden verstaut ∙ © Opel

Während Karosserie und Innenraum demonstrativ eigenständig daherkommen, nutzt Opel unter dem Blech die Konzerntechnik. So wird es direkt ab Marktstart Anfang 2021 auch den aus Opel Corsa-e und Peugeot e-208 bekannten Elektroantrieb mit 100 kW/136 PS Leistung geben. Die Reichweite soll bis zu 324 Kilometern betragen. Alternativ gibt es zwei Benziner mit 100 und 130 PS (jeweils 1,2 Liter Hubraum) und einen 1,5-Liter-Diesel mit 110 PS.

Zur Ausstattung: Unter anderem wird es optional Matrix-LED-Licht geben. Serienmäßig ist der Mokka-e mit einer CCS-Lademöglichkeit ausgerüstet, über die er – entsprechende Säule vorausgesetzt – mit bis zu 100 kW laden kann. Auf 80 Prozent soll die 50-kWh-Batterie dann in rund 30 Minuten kommen. An "normalen" Ladesäulen in der Stadt kann der Mokka 11 kW ziehen (serienmäßig) und beherrscht sowohl einphasiges als auch dreiphasiges Laden.

Opel Mokka: Gewicht um 120 Kilo reduziert

Opel Mokka an der Ladesäule
Bis zu 100 kW kann der Opel Mokka-e an Schnellladesäulen ziehen ∙ © Opel

Viel Wert legt Opel auf ein niedriges Fahrzeuggewicht sowie die Karosseriesteifigkeit, die im Mokka besonders hoch ausfallen soll. Zwei serienmäßige Domstreben versteifen die vordere Karosseriestruktur des Mokka zusätzlich. Als Gewichtsreduktion nennt Opel im Vergleich zum Vorgängermodell einen Wert von bis zu 120 Kilogramm – bei nahezu gleichem Radstand und gleichen Reifengrößen. Beim elektrischen Mokka-e sind die Batterien tief im Fahrzeugboden verbaut, was den Schwerpunkt senkt und zugleich die Steifigkeit um weitere 30 Prozent erhöht, sagt Opel.

Preis: Ab 19.990 Euro

Bestellbar ist der Opel Mokka – der Namenszusatz "X“ entfällt mit dem Modellwechsel – ab sofort zu Preisen ab 19.990 Euro für die Basisversion, ausgeliefert wird er aber erst 2021. Das Elektro-Modell Mokka-e ist zu Preisen ab 32.990 Euro abzüglich der aktuellen Prämie für Elektroautos zu haben.

Text: Holger Holzer/SP-X, Wolfgang Rudschies