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Der ADAC

BMW X3 im Test: Gute Noten für den Mittelklasse-SUV

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © ADAC

Die dritte Generation des BMW X3 tritt gegen Mercedes GLC, Audi Q5 und VW Tiguan an. Der Mittelkasse-SUV im ADAC Test. Plus: Technische Daten, Bilder, Video und Preis

Das Mittelklasse-Segment bei den SUV ist seit jeher stark umkämpft – auch bei den Premium-Marken. Denn Audi Q5 und Mercedes GLC setzen Maßstäbe in Sachen Qualität und Komfort. BMW hält mit dem X3 dagegen. Und der ADAC Test mit einer Note von 2,2 beweist: Die Neuauflage des SUV-Klassikers ist gelungen!

Optisch nur leicht verändert, macht der X3 mit seinen jetzt serienmäßigen 18-Zoll-Reifen vor allem vorne auf dicke Backen: Die Nase steht steiler im Wind und die ohnehin schon groß dimensionierte Niere wurde noch ein bisschen mächtiger. Seine Proportionen haben sich kaum verändert, doch weil er jetzt auf der Plattform der großen Limousinen steht, wurde er um sieben Zentimeter länger sowie fast zwei Zentimeter breiter und höher.

Entscheidend ist vor allem der um fünf Zentimeter gewachsene Radstand, der auch großen Fondpassagieren ein deutlich behaglicheres Raumgefühl bereitet. Wollen sie es noch bequemer haben, können sie die dreigeteilte Rücksitzlehne nach hinten neigen: Fürs Gepäck, das dank glatter Flächen jetzt besser verstaut werden kann, bleibt auch dann laut Werksangabe mit mindestens 550 Litern Volumen Platz genug.

Die Messwerte des ADAC fallen da schon etwas spärlicher, aber immer noch akzeptabel aus. 405 – 1450 Liter sind zwar keine Spitzenwerte, weil der Kofferraum aber dank glattflächiger Seitenwände ein gutes Format besitzt, ist er sehr gut nutzbar. SUV-typischer Nachteil: Die Ladekante liegt mit 70 Zentimetern recht hoch.

BMW X3 mit hochwertigem Innenraum

Die größte Veränderung zum Vorgänger wird im Innenraum spürbar. Denn das war das Manko der ersten, aber auch noch der zweiten X3-Generation: Die verbauten Plastik-Materialien und die sichtbare Verarbeitung mochten robust wirken, harmonierten aber so gar nicht mit bayerischen Premium-Anspruch. Das passt jetzt: Man sitzt nicht mehr "auf dem Bock", sondern gut integriert im BMW-typischen Cockpit mit haptisch ansprechenden Bezügen.

Der Innenraum ist komplett neu gestaltet, die Schalter sitzen dort, wo sie zu vermuten sind, und auch die Bedienung des iDrive gelingt leicht – je nach Gusto mit Dreh-/Drücksteller, per Touchscreen, mäßig funktionierender Gestensteuerung oder besonders gelungener Spracheingabe: Statt fester Kenn- oder Initialwörter versteht der X3 den Fahrer auch dann verblüffend gut, wenn er seine Wünsche entspannt in Umgangssprache formuliert. Erstmals sind auch digitale Instrumente erhältlich.

Als Fahrassistenten gibt es – BMW-typisch meist gegen Aufpreis – auch im X3 alles, was im 5er und 7er zu haben ist: Ein vollfarbiges Head-Up-Display, digitale Armaturen, adaptive LED-Scheinwerfer und teilautonome Fahrassistenten für den Spurwechsel, das Spurhalten oder das Erkennen des vorfahrtberechtigten Querverkehrs.

Guter Fahrkomfort, saubere Abgase

Ein Manko des alten X3 war der mangelnde Fahrkomfort, doch auch hier konnte der neue deutlich zulegen. Die Federung steckt trotz einer sehr straffen Grundnote Kanten und Löcher im Straßenbelag jetzt deutlich geschmeidiger weg – ohne in scharf gefahrenen Kurven die Haltung zu verlieren. Im Testwagen war die adaptive Dämpferregelung verbaut, die für einen ausgewogenen Federungskomfort sorgt.

Dank des zu 55 Prozent hecklastig ausgelegten serienmäßigen Allrad-Getriebes, der neuen elektro-mechanischen Lenkung und des spontanen Drehmoments fährt sich der 1800 kg schwere X3 so agil wie kaum ein anderer SUV – perfekt unterstützt von der stets serienmäßigen, fein schaltenden Achtstufen-Automatik. Daszu passt der stets kultivierte Diesel 30d mit 265 PS und vertrauensspendenden 620 Newtonmetern Drehmoment zwar bestens, doch auch eine Nummer kleiner tut es genauso.

Im ADAC Test: X3 xDrive 20d und xDrive 20i

Im ADAC Test konnte der xDrive 20d mit 190 PS ebenfalls überzeugen. Der Zwischenpurt von 60 auf 100 km/h gelingt in flotten 5,4 Sekunden – tadellos, genau wie die Spitze von 213 km/h und die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 8,0 Sekunden.

Wie sauber der Selbstzünder in der Praxis fährt, zeigt der ADAC Ecotest. Das kombinierte Abgasreinigungssystem aus SCR- und NOx-Speicherkat sorgt für niedrige Stickoxidemissionen. Nur im anspruchsvollen Autobahnanteil des ADAC Ecotest ist der NOX-Ausstoß etwas erhöht. Da der BMW aber sonst keine Auffälligkeiten zeigt, erzielt er bei den Schadstoffen gute Noten. Beim Verbrauch leider nicht: 6,6 Liter Diesel im Ecotest ziehen eine CO₂-Bilanz von 209 g/km nach sich. Nicht gerade wenig.

Der ebenfalls getestete Benziner xDrive 20i nimmt sich sogar 8,9 Liter Super im Schnitt, was zu einem CO₂-Ausstoß (well-to-wheel, also mit den Emissionen bei der Kraftstofferzeugung) von 245 Gramm je Kilometer führt. Nicht nur unter diesem Aspekt ist der Benziner nur die zweitbeste Wahl. Er wirkt trotz 184 PS beim Beschleunigen nicht so souverän wie der Diesel, auch wenn die Fahrleistungen für sich betrachtet in Ordnung gehen. Auch die Automatik arbeitet macht beim Benziner einen hektischeren Eindruck.

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BMW X3: Hoher Preis, viele kostenpflichtige Extras 

Acht Motoren stehen derzeit zur Verfügung: Fünf Benziner mit einer Leistung von 184 PS im xDrive 20i bis zu aberwitzigen 510 PS im X3M Competition und drei Diesel, deren Spektrum von 190 PS im xDrive 20d bis 326 PS (M40d) reicht. Unter 46.300 Euro ist beim X3 nichts mehr zu machen, der getestete 20d kommt auf 49.300 Euro, die teuerste Version X3M Competition kostet gut 95.000 Euro. Allradantrieb, 18-Zoll-Räder und Achtgangautomatik sind bei allen Varianten serienmäßig – vieles andere kostet extra. Die Aufpreispolitik von BMW hat sich auch beim neuen X3 nicht geändert.

Hier können Sie den ausführlichen Testbericht zum BMW X3 xDrive 20d xLine als PDF herunterladen
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Hier können Sie den ausführlichen Testbericht zum BMW X3 xDrive 20i Advantage als PDF herunterladen
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Daten, Fakten, Testergebnisse

Technische Daten (Herstellerangaben)BMW X3 xDrive 20d xLine SteptronicBMW X3 xDrive 20i Advantage Steptronic

Motor

4-Zylinder-Turbodiesel, 1995 cm³, 140 kW/190 PS, 400 Nm bei 1750 U/min

4-Zylinder-Turbobenziner, 1998 cm³, 135 kW/184 PS, 290 Nm bei 1350 U/min

Fahrleistungen

8,0 s auf 100 km/h, 213 km/h Spitze

8,3 s auf 100 km/h, 215 km/h Spitze

Verbrauch

5,2 l Diesel/100 km, 138 g CO₂/km

7,1 l Super/100 km, 163 g CO₂/km

Maße

L 4,71 / B 1,89 / H 1,68 m

L 4,71 / B 1,89 / H 1,68 m

Kofferraumvolumen

550 – 1600 l

550 – 1600 l

Preis

54.500 Euro

47.500 Euro

ADAC Messwerte (Auszug)BMW X3 xDrive 20d xLine Steptronic BMW X3 xDrive 20i Advantage Steptronic

Überholvorgang 60-100 km/h

5,4 s

5,6 s

Bremsweg aus 100 km/h

34,2 m

32,6 s

Wendekreis

12,1 m

12,0 m

Verbrauch / CO₂-Ausstoß ADAC EcoTest

6,6 l Diesel/100 km, 209 g CO₂/km (well-to-wheel)

8,9 l Super/100 km, 245 g CO₂/km (well-to-wheel)

Tankinhalt / Reichweite

68 l / 1030 km

65 l / 730 km

Innengeräusch bei 130 km/h

66,2 dB(A)

64,9 dB(A)

Leergewicht / Zuladung

1880 / 540 kg

1845 / 555 kg

Kofferraumvolumen normal / geklappt / dachhoch

405 / 785 / 1450 l

405 / 785 / 1450 l

ADAC TestergebnisBMW X3 xDrive 20d xLine Steptronic BMW X3 xDrive 20i Advantage Steptronic

Karosserie/Kofferraum

2,2

2,3

Innenraum

2,0

2,0

Komfort

2,1

2,1

Motor/Antrieb

1,7

1,6

Fahreigenschaften

2,4

2,5

Sicherheit

1,8

1,8

Umwelt/EcoTest

3,0

3,3

Gesamtnote

2,2

2,3

Die Kapitel Sicherheit und Umwelt werden doppelt gewertet

Das hat uns gefallen: Hohe Verarbeitungs- und Materialqualität. Guter Federungskomfort. Harmonische Motor-Getriebe-Kombination. Wirkungsvolles Abgasreinigungssystem.

Das hat uns nicht gefallen: Hoher Anschaffungspreis. Magere Serienausstattung. Keine Garantie (nur Sachmängelhaftung). Mäßiger Geradeauslauf.

Ab sofort ist der X3 auch als Plug-in-Hybrid zu haben. Der xDrive30e bietet zusätzlich zum Benziner der Basisversion noch einen E-Motor mit 80 kW/109 PS. Die sich daraus ergebende Systemleistung gibt BMW mit 215 kW/292 PS an. Damit soll das SUV den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in 6,1 Sekunden absolvieren und maximal 210 km/h erreichen. Eine 12-kWh-Batterie ermöglicht rein elektrisches Fahren bis zu einer Geschwindigkeit von 135 km/h und eine WLTP-Reichweite von 41 bis 46 Kilometern. Die Ladezeit an einer Haushaltssteckdose soll sechs Stunden betragen, an einer Wallbox sind es dreieinhalb. Preis: ab 57.400 Euro.