Der Hyundai Bayon ist Hyundais Angebot in der SUV-Kleinwagenklasse. In diesem Segment tummeln sich bereits viele Konkurrenten. Was zeichnet den Bayon aus? ADAC Test. Bayon: Mini-SUV von Hyundai ab 23.900 Euro ADAC Test: Bayon mit 100 PS Viel Platz, gute Sitze, einfache Bedienung Hyundai Bayon: Lückenfüller zwischen i20 und i30 Dass die koreanischen Autobauer schnell lernen, haben sie längst bewiesen. Relativ rasch hat sich die Marke vom belächelten Billiganbieter zum Trendsetter entwickelt. Das Mini-SUV Hyundai Bayon passt dazu, schließlich ist die Klasse der etwas höhergelegten Kleinwagen gerade schwer in Mode. Der Bayon schließt genau in die Lücke zwischen Hyundai i20 und dem größeren i30, bietet aber den Vorteil einer leicht erhöhten Karosserie. Mini-SUV mit viel Platz Der Hyundai Bayon ist 4,18 Meter lang. Umso überraschender fällt sein Platzangebot aus. Vorn wie hinten sitzen bis zu 1,95 Meter große Personen angenehm. Die Sitze sind bequem. Beim Kofferraumvolumen kann der Bayon mit nominell 411 Litern Fassungsvermögen ebenfalls überzeugen. Nach ADAC Messmethode bleiben bei den Prüflingen noch 305 bis 1175 Liter übrig, doch auch das ist für diese Fahrzeugklasse tadellos. Im Alltag muss man sich also nicht einschränken, auch wenn größere SUVs selbstredend noch luftiger geschnitten sind. Wer seine Augen im Innenraum schweifen lässt, blickt leider auf viel hartes Plastik, selbst der Dachhimmel ist eine Billigversion ohne schönen Stoffüberzug. Allerdings hat auch die Konkurrenz hier keine besseren Materialien zu bieten. Die Verarbeitung ist jedenfalls tadellos, nichts klappert oder scheppert auf schlechten Fahrbahnen. Die Bedienbarkeit im Bayon ist gut In Sachen Bedienung macht es einem der Bayon mit praktischen Direktwahltasten unterhalb des großen Touchscreens und den separaten Schaltern für die Klimaanlage leicht. Zur Fahrerinformation bietet der Bayon eine Reihe von in dieser Fahrzeugklasse innovativen Funktionen. Dazu gehört eine optionale, vernetzte Routen-Navigation, die dank Cloud-Umgebung genauere Verkehrsprognosen und Ankunftszeiten liefert. Eine sogenannte Last-Mile-Navigation ermöglicht es dem Fahrer nach dem Parken, den Weg bis zum Zielort per Smartphone-Navigation fortzusetzen. Die Fahr- und Infotainment-Funktionen sind über das digitale Cockpit mit 10,25-Zoll-Display und je nach Ausstattung über einen 8-Zoll-Farb-Touchscreen oder das 10,25-Zoll-Navigationssystem abruf- und bedienbar. Apple CarPlay und Android Auto garantieren die Integration aller gängigen Smartphones – in Kombination mit dem 8-Zoll-Farb-Touchscreen auch per Bluetooth. Zudem steht eine kabellose Ladefunktion für Smartphones zur Verfügung. Hyundai Bayon: So fährt sich das kleine SUV Im Test tritt der Hyundai mit einem Einliter-Dreizylinder-Turbobenziner an, der 100 PS leistet und ein maximales Drehmoment von bis zu 200 Nm erzeugt. Damit ist der Bayon für seine Fahrzeugklasse angemessen motorisiert, zum Sportwagen mutiert er damit aber nicht. In der Stadt ist der Wagen zügig unterwegs und man kann gut mit der gebotenen Leistung leben. Auf der Autobahn geht dem Motor dagegen schnell die Puste aus. Der Verbrauch liegt im ADAC Test bei 6,6 Liter pro 100 Kilometer. Dieser Kraftstoffkonsum ist angesichts der Fahrzeugklasse kein Ruhmesblatt. Das Fahrwerk des Bayon ist in der Summe ausgewogen abgestimmt, es federt die Unzulänglichkeiten der Straßen ordentlich weg und reicht nur harte Kanten spürbar bis zu den Insassen durch. Auf der Autobahn ist man dafür, dass man in einem Kleinwagen sitzt, recht entspannt unterwegs, eine gewisse Unruhe durch leichtes Karosseriezittern fährt allerdings immer mit. Die Lenkung reagiert auf Lenkbefehle recht ordentlich, sie bietet aber nur eine mäßige Rückmeldung und ein eher synthetisches Lenkgefühl. Preis und Fazit: Der Bayon ist günstig Der Bayon startet im Konfigurator ab 23.900 Euro. Damit ist er günstiger als ein größerer Hyundai Kona und somit eine sinnvolle Alternative im eigenen Modellprogramm. Für das getestete Prime-Modell werden 30.100 Euro fällig. Was im Test gefallen hat: gutes Platzangebot vorn, sehr umfangreiche Serienausstattung, lange Garantielaufzeit Was im Test nicht gefallen hat: unzuverlässiger Einklemmschutz der Fenster, einfache Materialien im Innenraum, Beifahrersitz nicht in der Höhe einstellbar, überdurchschnittlich hoher Verbrauch Hyundai Bayon: Technische Daten, Preis ADAC Messwerte ADAC Testergebnis Was sind eigentlich Mini-SUVs und wo haben Sie Vorteile? Alles Wissenswerte Text mit Material von SP-X