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Ford Puma: So fährt der Konkurrent des VW T-Cross

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © Ford

Der neue Ford Puma soll als Kleinwagen-SUV auf Fiesta-Basis dem VW T-Cross Paroli bieten. Das könnte gelingen. Preis: ab 23.500 Euro. Erste Testfahrt.

  • Mit 4,19 Metern Länge genau zwischen Fiesta und Focus

  • Durchdachte Details: Abnehmbare Sitzbezüge, variabler, großer Kofferraum

  • 48-Volt-Hybridtechnik in Kombination mit sparsamen Dreizylinder-Benzinern

Ford Puma - das sagt Ihnen etwas? Falls Sie sich an das kleine Sportcoupé erinnern, das Ende der 1990er-Jahre nach nur vier Jahren eingestellt wurde, liegen Sie richtig. Aber Sie können es auch gleich wieder vergessen - denn der neue Ford Puma, der sich bei den Händlern zwischen EcoSport und Kuga einreiht, hat damit nur den Namen gemein.

Natürlich ist das neue Modell ein SUV und will Seat AronaPeugeot 2008Renault CapturHyundai KonaOpel Crossland X und VW T-Cross nicht allein das lukrative Feld im beliebten Segment der Kleinwagen-SUVs überlassen. Zwar gibt es nach wie vor den Ford EcoSport, doch während der recht hochbeinig an einen Mini-Geländewagen erinnert, macht der Puma eher auf Lifestyle.

Der Puma ist 15 cm länger als der Fiesta

Der Puma basiert auf dem Fiesta, sieht aber ganz anders aus und ist 15 Zentimeter länger. Zehn Zentimeter mehr Radstand und eine 5,8 Zentimeter breitere Spur hinterlassen einen deutlich stämmigeren Auftritt. Kaum zu glauben, dass die Technik des kleinen Fiesta unter dem Blech steckt!

Innen findet sich dann doch der Fiesta wieder: Das Armaturenbrett wurde fast 1:1 übernommen und damit die logische Bedienung mit großem Touchscreen auf der Mittelkonsole sowie guter Smartphone-Anbindung mit Apple Car Play und Android Auto. Zusätzlich hat der Puma eine Station für induktives Smartphone-Laden und – je nach Ausstattungsversion – hinter dem Lenkrad volldigitale Instrumente.

Angenehm: An Armaturenbrett und Türinnenverkleidungen vorn kommt nicht ausschließlich Hartplastik zum Einsatz wie etwa beim Hauptkonkurrenten VW T-Cross. Einige softe Oberflächen an Armauflagen und Armaturenbrett sorgen für mehr Behaglichkeit.

Deutlich sinnvoller als die aufpreispflichtige Massagefunktion der Sitze: Die Sitzbezüge lassen sich (als Extra) wie beim Renault Captur kinderleicht via Reißverschluss entfernen und in die Waschmaschine stecken.

Weil die Insassen im Puma drei Zentimeter höher sitzen als im Fiesta, klappt der Einstieg müheloser und das Raumgefühl ist – von der kleinwagentypischen Innenraumbreite abgesehen – eine Klasse besser. Selbst hinten gibt es zumindest für nicht allzu große Insassen noch ausreichend Kniefreiheit.

Durchdachte Details im Kofferraum

Anders als beim Konkurrenten VW T-Cross ist die Rückbank nicht verschiebbar. Laut dem Ford-Baureihenleiter für den Puma, Sigurd Limbach, sei das verzichtbar, weil ganz nach vorn geschoben bei dieser Fahrzeuggröße ohnehin keiner mehr sitzen könne. "Wer viel zu transportieren hat, klappt normalerweise gleich um." Stattdessen habe man versucht, gute Platzverhältnisse hinten und einen großen Kofferraum hinzubekommen. Der fasst insgesamt stolze 456 Liter, alle Hohlräume mit eingerechnet.

Um die Ausgestaltung des Kofferraums hat man sich viele Gedanken gemacht: Die biegsame Kofferraumabdeckung ist an der Scheibe befestigt und geht beim Öffnen automatisch mit nach oben, steht also beim Beladen nicht im Weg. Weil es dann keine Halterungen im Kofferraum braucht, hat der Puma eine extragroße Ladeöffnung von einem Meter Breite.
Der variable Ladeboden kann mit nur einer Hand in der Höhe verstellt oder platzsparend stehend hinter der Rückbank abgelegt werden. Dann gibt er einen 80 Liter großen, rechteckigen Kasten unter dem Ladeboden frei, der mit 76 Zentimetern Breite, 75 Zentimetern Länge und 30 Zentimetern Tiefe ziemlich viel wegstecken kann – und ganz nebenbei auch die Ladehöhe immens vergrößert.

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So lassen sich darin z.B. eine hohe Topfpflanze oder sogar zwei Golfbags nebeneinander stehend transportieren, ohne dass die langen Schläger mit der Heckklappe in Berührung kommen. Und wer vom Wandern kommt, kann dort schmutzige Schuhe aufbewahren. Die Mulde ist aus Thermoplast, verträgt Nässe und ist auswaschbar. Ein Stöpsel im Ladeboden lässt das Wasser einfach auf die Straße laufen.

Motoren: Den Puma gibt es auch als Mild-Hybrid

Bei den Pumas mit 48-Volt-Technik fällt das Ladevolumen 30 Liter kleiner aus, weil sich dann dort die Hybridbatterie breitmacht. Zum Marktstart wurden ausschließlich 1,0-Liter-Ecoboost-Benziner mit drei Zylindern angeboten.
Neu hinzugekommen ist ein Diesel mit 120 PS und SCR-Kat samt AdBlue-Einspritzung und auch eine Automatikversion für den 125-PS-Benziner. Später folgt noch eine potente ST-Version mit dem 200-PS-Motor aus dem sportlichsten Fiesta.

Fahren konnten wir bisher die Benziner mit 125 und 155 PS. Die stärkere Version ist serienmäßig mit 48-Volt-Mild-Hybridtechnik ausgerüstet, beim kleineren Benziner wird die Technik gegen Aufpreis angeboten.

Rein elektrisch fahren kann der Puma damit nicht, doch der Elektromotor steht dem Benziner besonders beim Anfahren oder im niedrigen Drehzahlbereich zur Seite und hilft, den Verbrauch zu reduzieren. Beim Fahren merkt man, dass der E-Antrieb bis zu 50 Nm Drehmoment zusätzlich spendiert – und so ganz elegant das Turboloch im unteren Drehzahlbereich ausgleicht.

Beim Tritt aufs Gas beschleunigt der Puma mit beiden Hybrid-Motoren daher fast verzögerungsfrei, dreht munter hoch und gefällt durch gute Fahrleistungen. Klar, die stärkere 155-PS-Version geht noch freudiger zur Sache (9,0 s auf 100 km/h), doch im Alltag reicht die 125-PS-Variante völlig aus: Auch sie bringt den Puma in 9,8 Sekunden auf Tempo 100.

Und sie hat noch einen Vorteil: Sie fährt leiser als die stärkere Version, der bewusst ein kernigeres Klangbild antrainiert wurde. Doch was sportlich wirken soll, nervt eher – aus einem rauen Dreizylinder wird eben kein wohlklingender V8. Die Variante ohne 48-V-Hybridantrieb (10,0 s auf 100 km/h) konnten wir leider noch nicht ausprobieren.

Verbrauch: Zwischen sechs und acht Liter

Im Vergleich zum konventionellen 1,0-Liter-EcoBoost-Motor ergibt sich beim Hybrid zumindest auf dem Papier ein Verbrauchsvorteil von 0,4 Litern auf 100 Kilometer. Wer sich bemüht, kann die versprochenen 5,8 (125 PS) und 5,9 Liter (155 PS) zwar schaffen, doch in der Praxis dürfte es etwas mehr sein. Bei unseren ersten Testfahrten kamen wir auf einen Verbrauch zwischen 6,5 und 7,5 Litern.
Ford-typisch tadellos fällt das Fahrverhalten des Puma aus, der auch eine dynamische Fahrweise zulässt. Die fein abgestimmte Lenkung arbeitet sehr präzise, und wer die sportlichere ST-Line ordert, kann sich über eine etwas straffere Federung und weniger Seitenneigung in der Kurve freuen.

Preis ab 23.500 Euro

So hinterlässt der neue Puma einen recht soliden Eindruck. Auch wenn sein Preis deutlich über dem eines vergleichbaren Ford Fiesta liegt, sollte einem Erfolg nichts im Wege stehen. Der Grundpreis für die 125-PS-Version liegt bei 23.500 Euro.

Die Benziner des Ford Puma im Vergleich

Technische Daten (Herstellerangaben)1.0 EcoBoost1.0 EcoBoost Hybrid (92 kW)1.0 EcoBoost Hybrid (114 kW)

Motor/Antrieb

Dreizylinder-Turbobenziner, 999 cm³, 92 kW/125 PS, 170 Nm bei 1400 U/min

Dreizylinder-Turbo-Hybrid-Benziner, 999 cm³, 92 kW/125 PS, 200 Nm bei 1750 U/min

Dreizylinder-Turbo-Hybrid-Benziner, 999 cm³, 114 kW/155 PS, 220 Nm bei 3000 U/min

Fahrleistungen

10,0 s auf 100 km/h, 191 km/h Spitze

9,8 s auf 100 km/h, 191 km/h Spitze

9,0 s auf 100 km/h, 205 km/h Spitze

Verbrauch (nach WLTP)

5,8 – 6,2 l Super/100 km, 132 – 141 g CO₂/km

5,5 – 5,8 l Super/100 km, 124 – 132 g CO₂/km

5,6 – 5,9 l Super/100 km, 127 – 133 g CO₂/km

Kapazität 48-V-Batterie

0,48 kWh

0,48 kWh

Maße

L 4,19 (ST-Line: 4,21) / B 1,81 / H 1,55 m

L 4,19 (ST-Line: 4,21) / B 1,81 / H 1,55 m

L 4,19 (ST-Line: 4,21) / B 1,81 / H 1,55 m

Kofferraum

456 – 1216 l

401 – 1161 l

401 – 1161 l

Leergewicht / Zuladung

1280 / 480 kg

1280 / 480 kg

1280 / 480 kg

Anhängelast (ungebremst / gebremst)

640 / 1100 kg

640 / 1100 kg

640 / 1100 kg

Preis

ab 23.500 €

ab 24.000 €

ab 25.300 €

Das hat uns gefallen: durchdachte Kofferraumgestaltung, einfache Bedienung, direkte Lenkung, kräftige Motoren.

Das hat uns nicht gefallen: Sitze mit wenig Seitenhalt.

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Crashtest: Volle fünf Sterne für den Ford Puma

Mit der serienmäßigen Sicherheitsausstattung erreicht der Ford Puma die Bestwertung bei der EuroNCAP-Sicherheitsbewertung. Auf der offiziellen EuroNCAP-Seite können Sie die Detailbewertung des Ford Puma* zu Insassensicherheit, Fußgängerschutz und Assistenzsystemen nachlesen.

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © Euro NCAP

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