VW ID.5: Das ist Volkswagens erstes Elektro-SUV-Coupé

VW ID5 fahrend auf einer Straße
Der VW ID.5 geht als elektrisches SUV-Coupé an den Start ∙ © Volkswagen

Das Elektroauto VW ID.5 steht als SUV-Coupé des ID.4 in den Startlöchern. So lief die erste Testfahrt mit dem noch leicht getarnten sportlichen GTX mit 299 PS. Daten, Bilder, Infos, Reichweite.

  • VW ID.5 als vollelektrisches SUV-Coupé auf ID.4-Basis

  • Mit 77-kWh-Batterie knapp 500 Kilometer Reichweite

  • Preis: nicht unter 50.000 Euro

Noch gehen VW die Zahlen nicht aus: Dass nach dem elektrischen ID.3 und dem ID.4 auch ein ID.5 folgen würde, war klar. Und ein kleiner ID.1 soll ebenfalls bald vorgestellt werden. Nun hat der Konzern erstmals das SUV-Coupé gezeigt – wenn auch noch mit leicht getarnter Karosserie. Eine Runde drehen konnte man mit dem ID.5 aber schon: in einer sportiven GTX-Vorserienversion.

Testfahrt im ID.5 GTX mit 299 PS

VW ID5 fahrend auf einer Straße
VW ID.5: die coupéartige Dachform ist trotz Tarnung gut zu erkennen ∙ © Volkswagen

Trotz Tarnung lässt sich die Form des ID.5 bereits gut erkennen. Optisch ist der neue Wolfsburger wenig überraschend gestaltet und orientiert sich stark am ID.4. Ungeachtet seiner coupéartigen Form ist das neue Modell sogar etwas länger als sein Bruder: Mit 4,61 Metern Länge übertrifft es dessen Basis um drei Zentimeter. Zu den anderen Maßen des ID.5 hat sich VW noch nicht geäußert, zur IAA im September sollen weitere Infos folgen.

Erster Eindruck beim Fahren: Die 220 kW/299 PS machen sich schnell bemerkbar, bei beherztem Druck auf das rechte Pedal stürmt der ID.5 energisch los. Ob beim Zwischenspurt auf der Landstraße oder dem Beschleunigungsstreifen auf der Autobahn, an Fahrspaß mangelt es dem Fünftürer nicht. Das ansatzlose Umsetzen des Gasbefehls beherrscht der ID.5 GTX virtuos. Allerdings fährt er maximal 180 km/h, weil der Motor an diesem Punkt seine Höchstdrehzahl erreicht.

SUV-Coupé mit 125 kW Ladeleistung

VW ID5 steht vor futuristischen Häusern
Sportiv: Ob der kleine Heckspoiler gefällt, ist Geschmacksache ∙ © Volkswagen

Der ID.5 ist ein feiner Tourer mit ausgewogenen Fahreigenschaften – er ist sportiv, aber nicht zu straff abgestimmt. Eine ausgeklügelte Software unterstützt das Coupé bei zügiger Gangart auf kurvigen Überlandstrecken und verteilt die Kraft zwischen Vorder- und Hinterachse je nach Situation. Fahrstil und Straßenbelag sind hier die ausschlaggebenden Parameter.

Damit die 77-kWh-Batterie rasch wieder geladen werden kann, kommt der ID.5 GTX mit 125 kW Ladeleistung (bei DC-Schnellladesäulen) serienmäßig. Im Idealfall sollen zwanzig Minuten reichen, um rund 200 Kilometer Fahrt zurückzugewinnen. Für die volle Ladeleistung muss die Batterie allerdings gut konditioniert sein, also vorher auf die optimale Temperatur gebracht werden. Auch hier verhilft Rechenpower – das klappt natürlich nur dann gut, wenn der Ladestopp vorher im Navi programmiert worden ist.

VW verspricht bis zu 497 Kilometer Reichweite

Darüber hinaus ist das Coupé in der Lage, Software-Updates "Over-the-Air" zu empfangen, und es bietet die volle Klaviatur heute üblicher Assistenzsysteme. Neu sind Car-to-X-Technologien – hier empfängt das Auto Hinweise und Informationen von anderen Fahrzeugen, etwa wenn sich ein Stau hinter einer Kuppe befindet oder ein Einsatzfahrzeug in der Nähe ist.

Die Entscheidung für den ID.5 muss übrigens nicht zwingend ästhetisch motiviert sein, es gibt auch einen ganz praktischen Grund. Eine flachere und Cw-Wert-optimierte Karosse bürgt für mehr Reichweite – immerhin 497 Kilometer weit (480 Kilometer hat der ID.4 GTX) soll man laut Volkswagen mit einer einzigen Akkuladung kommen. Zumindest nach dem genormten WLTP-Zyklus.

Etwas höhere Preise als beim ID.4 zu erwarten

Ein richtiges Schnäppchen wird der potente ID.5 GTX wohl nicht werden, zumal das SUV-Pendant ID.4 schon mit einem Listenpreis von mindestens 50.415 Euro aufwartet und es mit Sicherheit einen Coupé-Aufschlag gibt. Doch dank staatlicher Förderung bei Anschaffung und Steuer könnte das Coupé dann doch wieder in den Budgetrahmen passen. Zudem dürften bald Versionen mit kleineren Batterien analog zum ID.4 folgen. Bis die ersten Serienfahrzeugen zu den Händlern rollen, dürfte es Anfang 2022 werden.

Text: Patrick Broich/SP-X, Jochen Wieler

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