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Hyundai Tucson: Der Kompakt-SUV wird selbstbewusst

Grauer Hyundai Tucson in der Vorderansicht
Der neue Hyundai Tucson ist eine markante Erscheinung ∙ © Hyundai

Hyundai präsentiert die vierte Generation des Kompakt-SUV Tucson. Das neue Modell hat nicht nur optisch einiges zu bieten: Auch technisch ist der Koreaner moderner denn je und kommt in mehreren Hybridversionen. Erste Infos, Daten, Bilder, Marktstart.

  • Der Kompakt-SUV kommt Ende 2020 auf den Markt

  • Drei Hybridversionen sollen den Tucson sparsam machen

  • Ausdrucksstarke Optik, viele Assistenzsysteme

Zurückhaltendes Design war gestern: Der ab Ende 2020 erhältliche neue Hyundai Tucson zeigt eindrucksvoll, dass nun auch die bislang eher bescheidenen Koreaner mutiger werden.

Auffallendstes Merkmal des neuen Modells sind die Tagfahrlichter. Bei ausgeschalteter Zündung integrieren sie sich quasi unsichtbar in den Kühlergrill. Werden sie eingeschaltet, werden die versteckten, teilverspiegelten Leuchten in eher ungewöhnlicher Anordnung sichtbar und geben dem SUV ein völlig neues Gesicht.

Neuer Tucson: Design mit Ecken und Kanten

Zudem fällt das Karosseriedesign an sich ins Auge, das mit seinen scharfen Ecken und Kanten zwar ein wenig dem Toyota RAV4 nacheifert, aber dennoch ein sehr eigenständiges Bild abgibt. Stolz ist man bei Hyundai nicht nur auf den Kontrast zwischen der schlanken Silhouette und dem kraftvollen Auftritt des neuen Tucson. Sondern auch auf dessen inneren Werte. Der Kompakt-SUV ist in Sachen Komfort- und Vernetzungszutaten (z.B. bei der Smartphone-Anbindung) auf dem neuesten Stand.

Mit einer Länge von 4,50 Metern, einer Breite von 1,87 Metern, einer Höhe von 1,65 Metern und mit dem um zehn Millimeter auf 2,68 Meter gewachsenen Radstand "ist der neue Tucson geräumiger als je zuvor", so der Hersteller, bleibt aber größenmäßig noch im üblichen Rahmen der kompakten SUV-Konkurrenz à la Ford Kuga, VW Tiguan und Opel Grandland X.

Moderner Innenraum, viele Assistenten

Auch bei den Assistenzsystemen lässt Hyundai keine Lücke offen. Neu ist etwa der Autobahn-Fahrassistent, der die Funktion der Geschwindigkeitsregelanlage mit dem Spurfolge-Assistenten kombiniert. Letzterer erkennt mit Hilfe der Navigationsdaten eine herannahende Kurve und reduziert die Geschwindigkeit des neuen Tucson bei Bedarf automatisch auf ein sicheres Niveau. Das Cockpit präsentiert sich mit digitalen Anzeigen hinter dem Lenkrad, großem Touchscreen in der Mittelkonsole und berührungsempfindlichen "Tasten" darunter zeitgemäß und modern, wirkt stilvoll und aufgeräumt. Auch hier muss sich Hyundai nun nicht mehr verstecken.

3x Hybrid: 48 V, Vollhybrid und Plug-in-Hybrid

Die angebotenen Benziner und Diesel gibt es als 48-Volt-Mildhybridvariante (kann nicht rein elektrisch fahren), dazu bietet Hyundai noch einen Vollhybrid- (kann kurze Zeit elektrisch fahren) und einen Plug-in-Hybrid-Antrieb (kann rund 50 Kilometer elektrisch fahren und wird extern geladen) in Kombination mit Benzinern an. Die Vollhybridversion aus 1,6-Liter-Benziner und einem 44 kW starken Elektromotor plus einer Batterie mit einer Kapazität von 1,49 Kilowattstunden bringt es auf eine Systemleistung von 230 PS und ein maximales Drehmoment von 350 Nm – diese Variante ist zunächst die stärkste in der Motorenpalette des neuen Tucson.

Die 48-Volt-Hybride gibt es in drei Versionen: Der 150 PS-Benziner mit Stromunterstützung und Frontantrieb ist wahlweise an ein Sechsgang-Schaltgetriebe (6iMT) oder an ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen gekoppelt. Allradantrieb lässt sich mit der nächst stärkeren Variante kombinieren, dem 1,6-Liter T-GDI mit 180 PS und 7DCT. Der 1,6-Liter-Diesel mit 48-Volt-Hybrid leistet 136 PS. Es gibt ihn nur mit Doppelkupplungsgetriebe und wahlweise mit Front- oder Allradantrieb.

Die Plug-in-Hybridvariante mit 1,6-Liter T-GDI-Motor und 265 PS Systemleistung debütiert erst im Frühjahr 2021. Genaue Infos zur elektrischen Reichweite sind noch nicht verfügbar. Auch Preise und Verbrauchswerte nennt Hyundai noch nicht, der Tucson wird aktuell noch homologiert und soll Ende 2020 auf den deutschen Markt kommen.

SUV: Schon gefahren und bewertet

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Text: Rudolf Huber/MID