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München | 29.08.2019

Die besten Autos für Senioren

Älterer Mann fährt Auto
Erfahrene Autofahrer wissen, was sie wollen

Ältere Menschen haben beim Autokauf besondere Wünsche, wie zum Beispiel einen hohen Einstieg. Die besten Autos für Senioren von Audi bis VW – mit praktischen Kauftipps.

Klar: Jeder will nur das beste Produkt kaufen. Doch die Anforderungen, die ein neues Auto für Senioren erfüllen soll, sind oft andere als die einer jüngeren Zielgruppe.

Ältere Menschen wollen zum Beispiel oft aufrecht und bequem sitzen, angenehm ein‐ sowie aussteigen und allzu groß sollte das Auto auch nicht sein. Die Bedienung muss intuitiv ausfallen und auch die Rundumsicht ist entscheidend, gerade weil ältere Fahrer, die oft innerorts unterwegs sind beim Rangieren häufig weniger beweglich sind. 

Wir haben die aktuellen ADAC Autotests mal aus Sicht der Senioren selektiert und die 17 Fahrzeuge zusammengestellt, die deren Bedürfnisse am besten erfüllen. 


Die grundlegenden Auswahlkriterien

  • Länge: maximal 4,50 m
  • Höhe: mindestens 1,50 m
  • Sitzhöhe: mindestens 47 cm
  • Sitzplätze: vier bis fünf 
  • Ladekantenhöhe: maximal 77 cm
  • ADAC Testnote Bedienung: maximal 2,6
  • ADAC Testnote Rundumsicht: maximal 4,0


Einbezogen sind in der Bestenliste nur aktuell erhältliche Neuwagen, die den ADAC Autotest durchlaufen haben. Die Auflistung der Fahrzeuge erfolgt in alphabetischer Reihenfolge.

Audi Q2

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Seniorenauto Audi Q2
Audi Q2

Der Q2 ist das kleinste Mitglied der Q‐Modellfamilie von Audi. Der knapp 4,20 m lange Fünftürer überzeugt mit einer guten Verarbeitung, die aber nicht ganz an die Qualität der größeren Audi‐Fahrzeuge heranreicht. Das Cockpit hat der Q2 weitgehend vom Audi A3 übernommen, allerdings mit einem größeren 8,3 Zoll-Farbdisplay. 

Die Platzverhältnisse in der ersten Reihe sind gut und die bequemen Sitze angenehm hoch positioniert. Der bequeme Zustieg durch die ausreichend großen Türöffnungen erleichtert den Alltag. 

Der Kofferraum ist für die Fahrzeugklasse nur durchschnittlich groß dimensioniert, hat aber ein praktisches Format und die Heckklappe gibt eine große Öffnung frei. Dank des aufgeräumten Cockpits fällt die Bedienung aller Grundfunktionen erfreulich einfach aus. Bei häufigen Fahrten innerorts ist der Basisbenziner als Antriebsquelle völlig ausreichend.

  • gute Verarbeitung, bequemer Ein‐/Ausstieg, ausgewogene Federung, hohes Sicherheitsniveau
  •  laute Abrollgeräusche, hinten wenig Platz, teuer in der Anschaffung 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Audi Q2

BMW 2er Active Tourer

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Seniorenauto BMW 2er
BMW 2er Active Tourer

Mit dem 2er Active Tourer hat BMW einen interessanten Kompakt‐Van im Angebot. Der quer eingebaute Motor und der Frontantrieb lassen im Innenraum – im Verhältnis zu den kompakten Außenmaßen – mehr Platz zu. So bietet der Active Tourer auf gut 4,35 m Länge angenehme Platzverhältnisse für vier Erwachsene samt Gepäck.

Dazu kommen ein bequemer Ein‐ und Ausstieg, eine variable, weil längs verschiebbare Rückbank mit einstellbarer Lehnenneigung und ein praktisches Kofferraumformat. Und gerade mit einem adaptivem Fahrwerk bietet der BMW langstreckentauglichen Federungskomfort und bequeme Sitze. 

Fahrtechnisch ist der BMW der Dynamiker unter den Vans, liegt sicher sowie direkt auf der Straße und scheut auch kurvige Landstraßen nicht. Im ADAC Ausweichtest liefert er ein souveränes Bild ab und vermittelt auch als Fronttriebler die typische "Freude am Fahren". Dank des durchdachten Bediensystems mit dem iDrive‐Dreh‐/Drück‐Steller gelingt die Bedienung auf Anhieb.

  • gute Platzverhältnisse vorn, einfache Bedienung, verschiebbare Rückbank, ordentliche Verarbeitung 
  • teuer in der Anschaffung, geringe Reichweite, mäßige Sicht nach schräg hinten 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des BMW 2er Active Tourer

BMW i3

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Seniorenauto BMW i3
BMW i3

Der BMW i3 ist nun seit über fünf Jahren relativ erfolgreich auf dem Elektroauto-Markt. Die anfangs eher spärliche Reichweite von 130 bis 160 km im Alltag ist mittlerweile mit größerer Batterie auf bis zu 300 km bei sparsamer Fahrweise angewachsen. Somit ist der i3 durchaus erstwagentauglich, sieht man von längeren Urlaubsfahrten ab. Auf Basis des ADAC Ecotests wurde beim aktuellen Modell eine Reichweite von etwa 250 km errechnet. 

Der Motor mit seinen 170 PS macht den i3 zu einem äußerst sprintstarken Fahrzeug, das Fahrwerk ist zwar tendenziell straff, bietet aber einen alltagstauglichen Komfort. Die Bedienung des Autos ist denkbar einfach, nur der Wählhebel des Getriebes ist unkonventionell ausgeführt und damit zunächst ungewohnt. 

Dank der hohen Sitzposition hat man einen guten Überblick auf das Verkehrsgeschehen. Vier Erwachsene finden im i3 bequem Platz, doch das Kofferraumvolumen ist leider nicht die Stärke des Münchners. Der Unterhalt ist nicht zu teuer, die Steuer wird für fünf Jahre erlassen, Öl‐ oder Zündkerzenwechsel kennt der Wagen prinzipbedingt nicht. Störend ist das unpraktische Türkonzept, bei dem immer die vordere Tür geöffnet werden muss, wenn man hinten ein‐ oder aussteigen will.

  • gutes Raumangebot vorn, sprintstarker Antrieb, günstig im Unterhalt, kleiner Wendekreis
  • kleiner Kofferraum, teure Anschaffung, unpraktisches Türkonzept, relativ geringe Reichweite, beschränktes Raumangebot hinten 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des BMW i3

BMW X1 (F48 bis Ende 2019)

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Seniorenauto BMW X1
BMW X1

Auf der gleichen Plattform wie der 2er Active Tourer wurde auch ein modischer Kompakt‐SUV entwickelt. Der BMW X1 ist ein gut gemachter Vertreter dieser Fahrzeugklasse. Grobe Schnitzer leistet er sich weder bei Verarbeitung oder Komfort noch bei der Fahrsicherheit. 

Auch groß gewachsene Personen haben auf allen äußeren Plätzen genug Raum, um Kopf und Glieder unterzubringen. Der Kofferraum ist nicht besonders groß, aber klassentypisch. Typisch ist auch der gute Einstieg in den etwas höheren Pseudo‐Geländewagen. Wie bei anderen BMWs erfreut auch hier die einfache Bedienung über das iDrive. Auf längeren Strecken sind die bequemen Sitze eine Wohltat. 

Wie erwartet lässt sich BMW den X1 teuer bezahlen: Selbst der günstigste Benziner kostet über 32.000 Euro ohne Sonderausstattungen. Ein gut ausgestatteter Diesel mit Automatik landet schnell bei deutlich über 50.000 Euro.

  • gute Verarbeitung, leichte Bedienung, bequemer Ein‐/Ausstieg, sehr sichere Straßenlage,
    gutes Raumangebot, hervorragende Automatikgetriebe (v.a. mit Diesel) 
  • teure Anschaffung, mäßige Rundumsicht, schwache Bremsanlage 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des BMW X1

Hyundai Kona

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Seniorenauto Hyundai Kona
Hyundai Kona

Mit einer Länge von 4,17 m zeigt sich der kompakte SUV Kona von Hyundai für den städtischen Einsatz sinnvoll dimensioniert. Das Platzangebot für Fahrer und Beifahrer ist gut, im Fond und im Kofferraum aber eingeschränkt. Immerhin fällt der Zustieg in beide Reihen durch recht große Türen angenehm. 

Die Verarbeitung des Kona ist zufriedenstellend und die Bedienung aller Grundfunktionen geht einfach von der Hand. Der Federungskomfort erweist sich für die Fahrzeugklasse als angemessen, ebenso der Sitzkomfort. Etwas störend ist der relativ hohe Innengeräuschpegel, der vor allem durch Windgeräusche dominiert wird. 

Punkten kann der Kona mit einer umfangreichen Serien‐ und Sicherheitsausstattung. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt – und deshalb ist dieser Hyundai hauptsächlich für preisbewusste Käufer eine interessante Wahl. Den Kona gibt es übrigens auch als Elektro‐Variante mit einer guten Reichweite.

  • umfangreiche Ausstattung, bequemer Zustieg, relativ günstig
  • lauter Innenraum, wenig Beinfreiheit im Fond, geringe Anhängelast, kleiner Kofferraum

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Hyundai Kona

Mercedes B‐Klasse

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Seniorenauto Mercedes B-Klasse
Mercedes B‐Klasse

Die Mercedes B‐Klasse wird oft von Senioren gefahren oder als Taxi verwendet – und dafür sprechen viele Gründe. Der Einstieg ist dank der etwas erhöhten Sitzposition angenehm und auf bequemen Sitzen kann man auch längeren Strecken komfortabel zurücklegen.

Auch das gute Raumgefühl und die gute Platzausnutzung in der zweiten Reihe sprechen für den kleinen Mercedes, der innen gar nicht so klein ist. Die Verarbeitung liegt auf hohem Niveau und im Kofferraum ist genügend Platz für den täglichen Bedarf. 

Passend dazu bietet Mercedes ein Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern an, das einen sehr guten Federungskomfort bietet. Die Lenkung gefällt durch ihre Präzision, ohne dabei nervös zu wirken, und unterstützt somit einen entspannten Autofahreralltag. Den ermöglichen auch die zahlreichen Assistenzsysteme im Komfort‐ und Sicherheitsbereich. 

Zum Infotainment-Paket gehört auch eine erweiterte Sprachsteuerung, die keine exakten Befehle benötigt, sondern natürliche Formulierungen des Fahrers interpretieren kann. Das funktioniert erstaunlich gut und ist besonders dann praktisch, wenn man eine Funktion sonst in den Untermenüs suchen müsste. 

  • gutes Platzangebot vorn und hinten, sehr gute Verarbeitung, sicheres Fahrverhalten, hoher Sicherheitsstandard, auch für Langstrecken gut geeignet, bequeme Sitze
  • teuer in der Anschaffung, kleiner Serientank

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest der Mercedes B-Klasse

Mini Countryman

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Seniorenauto Mini Countryman
Mini Countryman

Seit Februar 2017 steht die zweite Generation des Mini Countryman bei den Händlern. Über zwei Meter breit und 4,30 Meter lang wird der britische Bajuware in den Niederlanden gebaut, ist also ein echter Europäer. 

Schön, dass die recht große Karosserie auch im Innenraum spürbar ist, denn das Raumangebot ist auch für großgewachsene Nutzer ausreichend. Und das auf den ersten Blick ungewöhnliche Bedienkonzept ist bei der alltäglichen Benutzung praktischer als man denkt. 

Auch der bequeme Ein‐ und Ausstieg erweisen sich im Alltag als angenehm, ebenso wie die breite Kofferraumöffnung und die niedrige Ladekante.

Das Fahrwerk ist zwar tendenziell straff abgestimmt, hat aber genügend Komfort‐Reserven auch für längere Strecken. Mit einer der kräftigeren Motorisierungen bietet der Countryman viel Fahrspaß bei ordentlichen Platzverhältnissen und guter Alltagstauglichkeit.

  • großzügiges Platzangebot für Passagiere, einfacher Zustieg, ordentliche Verarbeitung, einfache Bedienung, praktisches Kofferraumformat, kräftige Bremsanlage, kräftige Motoren
  • straffe Federung, relativ lauter Innenraum, kaum Ablagen im Innenraum 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Mini Countryman

Tipps zum Autokauf – speziell für Senioren

Wie bei jedem Autokauf gilt: Sehen Sie sich mehrere in Frage kommende Modelle an, und machen Sie eine ausgiebige Probefahrt. Nutzen Sie bei der Probefahrt das Auto möglichst so, wie sie es im Alltag auch benutzen würden. Doch gerade ältere Menschen sollten auf spezielle Aspekte achten:

  • Hat das Auto Parksensoren, Rückfahrkamera oder einen Blind-Spot-Detektor? Hilft bei steifem Hals …
  • Ist das Auto gut für Kindersitze geeignet oder der Kofferraum groß genug für einen Kinderwagen? Für den (zukünftigen?) Enkeltransport …
  • Sind alle wichtigen Bedienelemente in geringem Radius gut erreichbar? Und die Gurte griffgünstig platziert? Wenn's mal wieder im Rücken zwickt …
  • Ist das Handschuhfach gekühlt? Gut für den evtl. mal notwendigen Medikamententransport …
  • Hat das Auto Automatik? Beim Fahren schon mal eine Aufgabe weniger …
  • Kann der Verkäufer Smartphone-Anbindung und Infotainment leicht erklären? Bedienungsanleitungen verstehen auch junge Menschen oft nicht … 

Hier finden Sie Testberichte aller vom ADAC getesteten Fahrzeuge.

Einen Überblick über alle Autos inklusive Kosten, Motorisierungen und Ausstattungen gibt es unter adac.de/autoberater.

Mitsubishi Eclipse Cross

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Seniorenauto Mitsubishi Eclipse Cross
Mitsubishi Eclipse Cross

Von 1990 bis 2012 hat Mitsubishi den Eclipse als sportliches Coupé in vier Generationen gebaut. Und jetzt das: Der Neue ist ein kompaktes SUV mit vielen praktischen Eigenschaften. Mit den Vorgängern hat er gar nichts mehr gemeinsam. Aber Mitsubishi geht eben mit der Zeit, denn viele Autokäufer wünschen sich SUV – vor allem kompakte. 

Mitsubishi hat schon einige Jahre den "kleinen" ASX im Programm, der neue Eclipse mit dem Cross‐Zusatz ist eine Nummer größer. Die scharf gezeichnete Karosserie weist auf den sportlichen Anspruch hin.

Trotzdem bietet der Japaner in der ersten Reihe gute Platzverhältnisse sowie einen bequemen Ein‐ und Ausstieg. Hinten geht es etwas enger zu, drei Enkel passen aber ohne Probleme in den Fond.

Als erfreulich erweisen sich auch das eher in Richtung Komfort abgestimmte Fahrwerk sowie das recht hohe Sicherheitsniveau des Mitsubishi.

  • umfangreiche Serienausstattung, gutes Platzangebot vorn, hohe passive Sicherheit, sicheres Fahrwerk, günstige Gesamtkosten
  • kleiner Kofferraum, Fensterheber ohne Einklemmschutz

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Mitsubishi Eclipse Cross

Nissan Qashqai

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Seniorenauto Nissan Qashqai
Nissan Qashqai

Der Nissan Qashqai ist in Europa der Bestseller der Japaner. Warum das so ist? Er bietet ein gelungenes Gesamtkonzept und hat keine gravierenden Schwächen.

Das Fahrwerk ist ausgewogen abgestimmt und vier Erwachsene samt Gepäck kommen bequem unter. Der Kofferraum ist für die Fahrzeugklasse durchschnittlich groß, hat aber einen praktischen, verstellbaren Zwischenboden. 

Am Fahrerplatz finden sich Fahrer jeder Statur zurecht und die Bedienung geht einfach von der Hand. Auch sind die Sitze vorne angenehm konturiert und bieten passenden Seitenhalt. Etwas störend ist der überraschend hohe Innengeräuschpegel. Bei höheren Geschwindigkeiten rücken vor allem Windgeräusche in den Vordergrund.

In Summe setzt der Qashqai keine Glanzlichter, hat aber eben keine großen Schwächen – und das alles zu einem fairen Preis.

  • praktischer Ein‐ und Ausstieg, gutes Raumangebot, sicheres Fahrwerk, umfangreiche Komfort‐ und Sicherheitsausstattung, LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht sind Serie
  • mäßige Geräuschdämmung, relativ schwache Bremsen

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Nissan Qashqai

Opel Crossland X

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Seniorenauto Opel Crossland X
Opel Crossland X

Schon bevor Opel an den PSA‐Konzern verkauft wurde, gab es eine strategische Partnerschaft, aus der mehrere Kleinwagen‐SUV entstanden: Der Peugeot 2008 und der Citroen C3 Aircross der jeweils zweiten Generation sowie der Opel Crossland X. Der kleine SUV ist die optisch nüchternere Variante zu den französischen Ablegern, teilt sich mit den Geschwistern aber die Schwächen bei der Verarbeitung. 

Lobenswert ist die gute Ausstattung mit aktiven Fahrassistenten, teils serienmäßig, teils für einen recht geringen Aufpreis erhältlich. Auch der geräumige Innenraum, der bequeme Zustieg und die intuitive Bedienung gefällt. Das Kofferraumvolumen des Opels ist klassenüblich. Störend wirkt die relativ hohe Ladekante. 

In der ersten Sitzreihe herrschen gute Platzverhältnisse. Hinten wird es für Erwachsene etwas eng, vor allem die Beinfreiheit ist beschränkt.

Die Fahrwerksabstimmung wurde sehr weich gestaltet, die Sitze sind ausreichend bequem. Feinnervige Fahrer wird unterwegs die etwas gefühllose Lenkung stören. Geländegängig ist der Crossland X kaum, auch weil ein Allradantrieb fehlt.

  • gutes Raumangebot vorn, angenehmer Ein‐/Ausstieg, günstig im Unterhalt          
  • mäßige Verarbeitung, unharmonisches Fahrwerk, gefühllose Lenkung, lauter Innenraum   

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Opel Crossland X

Opel Mokka X (bis 2019)

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Seniorenauto Opel Mokka X
Opel Mokka X

Der Mokka ist in Deutschland für Opel eines der wichtigsten Pferde im Stall. Seit dem Facelift hört das SUV nun auf den Namen Mokka X und dürfte damit vielen Leuten suggerieren, dass der SUV mit Allradantrieb ausgestattet ist. Doch weit gefehlt: Der Mokka X treibt nur gegen knapp 2000 Euro Aufpreis alle vier Räder an. 

Das Armaturenbrett orientiert sich am größeren Bruder Astra. Zur Bedienung des Infotainments nutzt der Opel einen leicht bedienbaren Touchscreen. Punkten kann der Kleinwagen mit den komfortablen, aber leider aufpreispflichtigen Ergonomiesitzen sowie dem SUV‐typisch bequemen Ein‐ und Ausstieg. 

Einen Patzer erlaubt sich der Opel allerdings bei den Bremsen: Knapp 40 Meter Bremsweg sind schlicht zu viel. Auch mit dem Kofferraumvolumen kann der Mokka X nicht auftrumpfen. Ebenso wenig mit der etwas steifbeinigen Federung und dem hohen Innengeräuschpegel. 

Ab etwa 23.000 Euro bekommt der Kunde mit dem Mokka X einen trendigen SUV, das mit Ausnahme einiger cleverer Detaillösungen keine besonderen Stärken aufweist – mit dem man aber auch nichts falsch macht.

  • gutes Platzangebot vorne, eingängige Bedienung, komfortable Ergonomiesitze (Option), bequemer Ein‐/Ausstieg
  • steifbeinige Federung, schlechte Geräuschdämmung, schwammiges Lenkgefühl

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Opel Mokka X

Peugeot 3008

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Seniorenauto Peugeot 3008
Peugeot 3008

Der eng mit dem Opel Crossland X verwandte Peugeot 3008 eignet sich ebenfalls gut für Senioren. Im schön gestalteten Innenraum herrschen angenehme Platzverhältnisse und an die Bedienung gewöhnt man sich schnell. Dank der hohen Sitzposition sind auch der Ein‐ und Ausstieg komfortabel. 

Die Fahreigenschaften erweisen sich als solide, die Verzögerungswerte liegen dank der kräftigen Bremsanlage auf sehr hohem Niveau. Überraschend gut ist zudem die Verarbeitung des Franzosen. Auch bei der Materialauswahl im Innenraum hat sich Peugeot nicht lumpen lassen. An die Anordnung des relativ kleinen Lenkrads unterhalb der Armaturen gewöhnt man sich im Alltag relativ schnell. 

Mit 410 Litern Kofferraumvolumen hat der 3008 in dieser Fahrzeugklasse überdurchschnittlich viel Stauraum zu bieten. Außerdem gibt die weit öffnende Heckklappe eine große Laderaumöffnung frei. Das Raumangebot in der ersten Sitzreihe ist gut, in der zweiten Reihe steht weniger Platz zur Verfügung, die Kopffreiheit ist hier beschränkt. Der Sitzkomfort zeigt sich vorn und hinten klassenüblich.

  • gutes Platzangebot vorn, bequemer Ein‐/Ausstieg, kräftige Bremsen
  • geringe Zuladung, mäßige Geräuschdämmung, gewöhnungsbedürftige Lenkradanordnung        

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Peugeot 3008

Seat Arona

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Seniorenauto Seat Arona
Seat Arona

Der Seat Arona gehört gegenüber den meisten anderen hier vorgestellten Autos zur Kleinwagen-Klasse. Seat stellt dem neuen Ibiza den Arona als höheres Pendant zu Seite, weil die Käufer hier die fünf Zentimeter höhere Sitzposition schätzen.

Ansonsten ähneln sich die beiden kleinen Spanier frappierend, gerade im Innenraum. Der Arona bietet etwas mehr Platz über dem Scheitel und für das Gepäck, die gleich gute Verarbeitung, kernig kräftige Dreizylinder‐Benziner und eine gute Sicherheitsausstattung. 

Das Fahrwerk ist in Sachen Komfort gerade im Kleinwagensegment gelungen abgestimmt, die Lenkung präzise und passend leichtgängig für Stadtmanöver. Was weniger gut gefällt: Wie auch der Ibiza überzeugt der Arona im ADAC Ausweichtest nicht, da das ESP ein ausbrechendes Heck zu spät pariert. 

Davon abgesehen gefällt der Arona rundum. Hervorzuheben sind die einfache Bedienung und die gelungene Lenkung mit guter Rückmeldung.

  • gutes Platzangebot vorne, Lenkung mit guter Rückmeldung, einfache Bedienung, hohes Sicherheitsniveau, geringe monatliche Kosten
  • mäßige Geräuschdämmung, schlechte Innenraum‐Variabilität, Heck bricht trotz ESP aus 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Seat Arona

Seat Ateca

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Seniorenauto Seat Ateca
Seat Ateca

Der Seat Ateca war der erste SUV der spanischen VW‐Tochter und tritt in der hart umkämpften, derzeit aber auch sehr beliebten Klasse der Kompakt‐SUV an. Trotz der kompakten Karosserie bietet der SUV für die Insassen gute Platzverhältnisse.

Die Bedienung geht einfach von der Hand und die Verarbeitung gibt abgesehen von den teils recht einfachen Materialien im Innenraum ebenfalls keinen Grund zur Klage. 

Der Einstieg gelingt durch die großen Türausschnitte mühelos. Auch die nahezu rechteckige Öffnung zum gut nutzbaren Kofferraum ist groß dimensioniert. Beim Fahren erfreuen das tendenziell zwar straffe, aber trotzdem komfortable Fahrwerk und die Servolenkung mit guter Rückmeldung. 

Auch die komfortabel geformten Sitze und die ordentliche Geräuschdämmung tragen zum guten Langstreckenkomfort bei. Störend sind der recht lange Bremsweg und der arg kleine AdBlue‐Tank bei den Diesel‐Modellen.

  • gutes Platzangebot vorn und hinten, Lenkung mit guter Rückmeldung, einfache Bedienung, agiles Handling, gute Verarbeitung
  • schwache Bremsleistung, teils einfache Materialien

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Seat Ateca

Škoda Karoq

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Seniorenauto Seat Karoq
Škoda Karoq

Der Škoda Karoq ist der Nachfolger des Skoda Yeti – zwar etwas schöner, aber auch etwas unpraktischer. Mit den optional einzeln verschiebbaren und ausbaubaren hinteren Sitzen sowie praktischen Kofferraumdetails soll das aber wettgemacht werden. Dank der hohen Karosserie gelingt das Ein‐ und Aussteigen einfach, besonders angenehm sind die großen und komfortablen vorderen Sitze mit gutem Seitenhalt. 

Unterwegs mit dem Kompakt‐SUV bemerkt man den besseren Komfort im Vergleich zum Vorgänger. Škoda hat hier optimiert, auch wenn noch etwas Luft nach oben bleibt. Auch sonst weiß der Karoq mit angenehmem Dingen wie Klimaautomatik und modernem Infotainment zu gefallen.

Hervorzuheben sind außerdem die gute Verarbeitung des Tschechen sowie die recht gute Rundumsicht und der bequeme Ein‐ und Ausstieg. Als sehr praktisch erweist sich der gut nutzbare und groß dimensionierte Kofferraum. Auch die gut ansprechende Lenkung samt Rückmeldung ist prima.

  • gutes Platzangebot vorn und hinten, Lenkung mit guter Rückmeldung, einfache Bedienung, gute Verarbeitung, praktisches Sitzsystem (optional)
  • poltriges Fahrwerk, teils einfache Materialien, relativ geringe Zuladung 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Škoda Karoq

VW Golf Sportsvan

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Seniorenauto VW Golf Sportsvan
VW Golf Sportsvan

Der VW Golf Sportsvan ist mehr oder weniger der Inbegriff für Seniorenfahrzeuge in Deutschland. Denn entscheidet man sich für diesen VW, erwartet man ein unproblematisch zu bedienendes Auto mit einem guten Nutzwert. Und genau dieses erhält man auch: Das Auto bietet ein gutes Platzangebot, ohne allzu groß zu sein, wirft bei der Bedienung keine Fragen auf und ist gut verarbeitet. Die gelungene Lenkung und das Fahrwerk bieten einen guten Spagat zwischen Handlichkeit und Komfort. 

Dank der konservativ gestalteten Karosserie ist die Rundumsicht in diesem Golf gut und die Karosserieenden lassen sich ordentlich abschätzen. Erfreulich ist auch der gute Zustieg dank hoher Türausschnitte und das gute Raumangebot im Fond. Selbst große Erwachsene können hier auf langen Strecken bequem sitzen und das großzügige Raumgefühl durch große Fensterflächen genießen. 

Eine Empfehlung ist das elektrisch verstellbare Fahrwerk DCC, das ein sehr hohes Komfortniveau zulässt. Ansonsten überzeugen die problemlosen Fahreigenschaften, die zielsichere Lenkung und die kräftige Bremsanlage. In Summe überrascht es nicht, dass dieses Auto, das kaum Schwächen und viele Stärken zeigt, bei Senioren besonders beliebt ist. 

  • gutes Platzangebot vorn und hinten, hohes Sicherheitsniveau, tadellose Verarbeitung, eingängige Bedienung
  • nur durchschnittlich großer Kofferraum, mäßige Geräuschdämmung (Diesel)

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des VW Golf Sportsvan

VW T‐Roc

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Seniorenauto VW T-Roc
VW T‐Roc

Und wieder ein kleiner SUV – diesmal der T-Roc von VW. Was also spricht für ihn, der technisch eine Mischung aus Polo und Golf ist? Zunächst einmal der Platz, denn hier bietet er ähnlich viel wie der Golf und gerade auf der Rückbank sowie im Kofferraum spürbar mehr als ein Polo. 

Auch das Ein‐ und Aussteigen gelingt einfacher, weil die Sitzflächen etwas höher liegen und die Türausschnitte praktischer geschnitten sind. Bei der Sicherheit ist der T‐Roc auf dem aktuellen Stand. Und auch an der Komfortausstattung gibt nichts auszusetzen – außer, dass das meiste Aufpreis kostet.

Der Innenraum wirkt auf den ersten Blick peppig und modern, Ambientebeleuchtung und kleine LED‐Spots gefallen. Auf den zweiten Blick folgt aber die Ernüchterung: Wirklich schön und wertig fühlt sich das verbaute Material nicht an – alles Hartplastik, durch das ein billiger Eindruck entsteht. Auch hinter den Kulissen scheint der Rotstift regiert zu haben, denn ein Golf ist hörbar besser gedämmt. 

Der T‐Roc fährt sich gut und zeigt, dass die Ingenieure bei VW durchaus gekonnt abstimmen können und gute Ideen haben. Unter dem Strich ist der T‐Roc ein gutes Auto, hat gute Technik verbaut und bietet viele praktische Ausstattungsdetails. Beim Material wurde allerdings ordentlich gespart. Wen das nicht stört, der wird mit dem modernen VW nicht viel falsch machen.

  • bequemer Ein‐ und Ausstieg, gutes Platzangebot vorn, viele Assistenten lieferbar, eingängige Bedienung
  • billig wirkende Kunststoffe im Innenraum, wenig Serienausstattung, eingeschränktes Kofferraumvolumen bei Allradantrieb 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des VW T‐Roc

 

Text: Thomas Kroher. Fotos:  iStock.com/FlamingoImages, Audi AG, BMW AG (4), Hyundai, Daimler AG, Mitsubishi, Nissan, Opel AG (2), Peugeot, Seat (2), Skoda, Volkswagen AG (2)

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