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Der ADAC

Die besten Autos für Senioren

Senior sitzt hinter Steuer im Auto
Erfahrene Autofahrer wissen, was sie wollen ∙ © iStock.com/FlamingoImages

Ältere Menschen haben beim Autokauf besondere Wünsche, wie zum Beispiel einen hohen Einstieg. Die besten Autos für Senioren von Audi bis VW – mit praktischen Kauftipps.

Klar: Jeder will nur das beste Produkt kaufen. Doch die Anforderungen, die ein neues Auto für Senioren erfüllen soll, sind oft andere als die einer jüngeren Zielgruppe.

Ältere Menschen wollen zum Beispiel oft aufrecht und bequem sitzen, angenehm ein‐ sowie aussteigen, und allzu groß sollte das Auto auch nicht sein. Die Bedienung muss intuitiv ausfallen und auch die Rundumsicht ist entscheidend, gerade weil ältere Fahrer, die oft innerorts unterwegs sind, beim Rangieren häufig weniger beweglich sind. 

Wir haben die aktuellen ADAC Autotests aus Sicht von Senioren selektiert und die Fahrzeuge zusammengestellt, die deren Bedürfnisse am besten erfüllen. 

Die grundlegenden Auswahlkriterien

  • Länge: maximal 4,50 Meter

  • Höhe: mindestens 1,50 Meter

  • Sitzhöhe: mindestens 47 Zentimeter

  • Sitzplätze: vier bis fünf 

  • Ladekantenhöhe: maximal 77 Zentimeter

  • ADAC Testnote Bedienung: maximal 2,6

  • ADAC Testnote Rundumsicht: maximal 4,0

Einbezogen sind in der Bestenliste nur aktuell erhältliche Neuwagen, die den ADAC Autotest durchlaufen haben. Die Auflistung der Fahrzeuge erfolgt in alphabetischer Reihenfolge, zunächst aber ein Überblick über die vorgestellten Fahrzeuge, sortiert nach Preiskategorie:

Preis-Überblick der besten Senioren-Autos

Bis 20.000 Euro20.000 bis 25.000 Euro25.000 bis 30.000 Euro30.000 bis 35.000 Euro35.000 bis 40.000 Euro

Hyundai Kona

Citroen C5 Aircross

Audi Q2

Audi Q3


BMW i3

Nissan Juke

Hyundai Tucson

BMW 2er Active Tourer

BMW X1

Jaguar E-Pace

Opel Crossland X

Mitsubishi Eclipse Cross

Mercedes B-Klasse

KIA e-Soul

Mercedes GLA

Seat Arona

Nissan Quashqai

MINI Countryman



VW T-Cross

Renault Kadjar

Peugeot 3008




Seat Ateca

Toyota C-HR




Skoda Karoq

VW Tiguan




VW T-Roc




Audi Q2

Luftaufnahme des Audi Q2 fahrend
Audi Q2: Bequemer Zustieg und praktischer Kofferraum ∙ © Audi

Audi Q2: Das kleinste Mitglied der Q‐Modellfamilie von Audi. Der knapp 4,20 Meter lange Fünftürer überzeugt mit einer guten Verarbeitung, die aber nicht ganz an die Qualität der größeren Audi‐Fahrzeuge heranreicht.
Bei einem erst kürzlich vorgestellten Facelift wurde vor allem der Innenraum modernisiert. Die Platzverhältnisse in der ersten Reihe sind gut, und die bequemen Sitze angenehm hoch positioniert. Die Rückbank bietet für zwei bis drei Enkelkinder genügend Raum. Der bequeme Zustieg durch die ausreichend großen Türöffnungen erleichtert den Alltag.

Der Kofferraum ist für die Fahrzeugklasse nur durchschnittlich groß dimensioniert, hat aber ein praktisches Format, und die Heckklappe gibt eine große Öffnung frei. Dank des aufgeräumten Cockpits fällt die Bedienung aller Grundfunktionen erfreulich einfach aus. Bei häufigen Fahrten innerorts ist der Basisbenziner als Antriebsquelle völlig ausreichend.

Positiv: gute Verarbeitung, bequemer Ein‐/Ausstieg, ausgewogene Federung, hohes Sicherheitsniveau

Negativ:  laute Abrollgeräusche, hinten wenig Platz, teuer in der Anschaffung 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Audi Q2

Audi Q3

Audi Q3 fahrend auf einer Straße
Audi Q3: Praktischer Ein- und Ausstieg ∙ © Audi

Audi Q3: Die zweite Generation des Q3 ist außen sowie innen gewachsen (auch um den Abstand zum kleineren Q2 von Audi zu vergrößern) und wurde technisch enorm aufgewertet. So verfügt er nun über zahlreiche Assistenzsysteme und ist beim Infotainment auf einem sehr aktuellen Stand.
Der neue Q3 bietet viele Annehmlichkeiten wie einen praktischen Ein- und Ausstieg, viel Platz für die Insassen, eine variable Rückbank und einen angemessen großen Kofferraum. Unterwegs kann man sich am guten Komfort erfreuen und dank vieler Assistenten sicher fühlen. Praktisch ist auch die hohe Anhängelast von bis zu 2,2 Tonnen.

Audi verlangt leider eine Menge Geld für ein in der Basis eher mager ausgestattetes Kompakt-SUV. Zum Teil müssen sogar Selbstverständlichkeiten wie Klimaautomatik oder Parksensoren noch extra bezahlt werden.

Positiv: gute Verarbeitung, gutes Platzangebot, hohes Sicherheitsniveau, hohe Anhängelast

Negativ:  magere Serienausstattung, hoher Grundpreis, teure Extras

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Audi Q3

BMW 2er Active Tourer

BMW 2er fahrend auf der Straße
BMW 2er Active Tourer: Der Dynamiker unter den Vans ∙ © BMW

BMW 2er Active Tourer: Mit diesem Modell hat BMW einen interessanten Kompaktvan im Angebot. Der quer eingebaute Motor und der Frontantrieb lassen im Innenraum – im Verhältnis zu den kompakten Außenmaßen – mehr Platz zu. So bietet der Active Tourer auf gut 4,35 Metern Länge angenehme Platzverhältnisse für vier Erwachsene samt Gepäck.

Dazu kommen ein bequemer Ein‐ und Ausstieg, eine variable, weil längs verschiebbare Rückbank mit einstellbarer Lehnenneigung und ein praktisches Kofferraumformat. Und gerade mit einem adaptiven Fahrwerk bietet der BMW langstreckentauglichen Federungskomfort und bequeme Sitze.

Fahrtechnisch ist der BMW der Dynamiker unter den Vans, liegt sicher und direkt auf der Straße und scheut auch kurvige Landstraßen nicht. Im ADAC Ausweichtest liefert er ein souveränes Bild ab und vermittelt auch als Fronttriebler die typische "Freude am Fahren". Dank des durchdachten Bediensystems mit dem iDrive‐Dreh‐/Drück‐Steller gelingt die Bedienung auf Anhieb.

Positiv: gute Platzverhältnisse vorn, einfache Bedienung, verschiebbare Rückbank, ordentliche Verarbeitung 

Negativ: teuer in der Anschaffung, geringe Reichweite, mäßige Sicht nach schräg hinten 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des BMW 2er Active Tourer

BMW i3

BMW i3 fahrend auf der Straße
BMW i3: Fährt etwa 250 Kilometer bis zur nächsten Ladesäule ∙ © BMW

BMW i3: Der Elektro-Bayer ist seit über fünf Jahren relativ erfolgreich auf dem E-Auto-Markt. Die anfangs eher spärliche Reichweite von 130 bis 160 Kilometern im Alltag ist mittlerweile mit größerer Batterie auf bis zu 300 Kilometer bei sparsamer Fahrweise angewachsen. Somit ist der i3 durchaus erstwagentauglich, sieht man von längeren Urlaubsfahrten ab. Auf Basis des ADAC Ecotests wurde beim aktuellen Modell eine Reichweite von etwa 250 Kilometern errechnet. 

Der Motor mit seinen 170 PS macht den i3 zu einem äußerst sprintstarken Fahrzeug, das Fahrwerk ist zwar tendenziell straff, bietet aber einen alltagstauglichen Komfort. Die Bedienung des Autos ist denkbar einfach, nur der Wählhebel des Getriebes ist unkonventionell ausgeführt und damit zunächst ungewohnt. 

Dank der hohen Sitzposition hat man einen guten Überblick auf das Verkehrsgeschehen. Vier Erwachsene finden im i3 bequem Platz, doch das Kofferraumvolumen ist leider nicht die Stärke des Münchners. Der Unterhalt ist nicht zu teuer, die Steuer wird für fünf Jahre erlassen, Öl‐ oder Zündkerzenwechsel kennt der Wagen prinzipbedingt nicht. Störend ist das unpraktische Türkonzept, bei dem immer die vordere Tür geöffnet werden muss, wenn man hinten ein‐ oder aussteigen will.

Positiv: gutes Raumangebot vorn, sprintstarker Antrieb, günstig im Unterhalt, kleiner Wendekreis

Negativ: kleiner Kofferraum, teure Anschaffung, unpraktisches Türkonzept, relativ geringe Reichweite, beschränktes Raumangebot hinten 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des BMW i3

BMW X1 (F48 bis Ende 2019)

BMW X1 offroad fahrend
BMW X1 ∙ © BMW

Auf der gleichen Plattform wie der 2er Active Tourer wurde auch ein modischer Kompakt‐SUV entwickelt. Der BMW X1 ist ein gut gemachter Vertreter dieser Fahrzeugklasse. Grobe Schnitzer leistet er sich weder bei Verarbeitung oder Komfort noch bei der Fahrsicherheit. 

Auch groß gewachsene Personen haben auf allen äußeren Plätzen genug Raum, um Kopf und Glieder unterzubringen. Der Kofferraum ist nicht besonders groß, aber klassentypisch. Typisch ist auch der gute Einstieg in den etwas höheren Pseudo‐Geländewagen. Wie bei anderen BMW erfreut auch hier die einfache Bedienung über das iDrive. Auf längeren Strecken sind die bequemen Sitze eine Wohltat. 

Wie erwartet, lässt sich BMW den X1 teuer bezahlen: Selbst der günstigste Benziner kostet über 32.000 Euro ohne Sonderausstattungen. Ein gut ausgestatteter Diesel mit Automatik landet schnell bei deutlich über 50.000 Euro.

Positiv: gute Verarbeitung, leichte Bedienung, bequemer Ein‐/Ausstieg, sehr sichere Straßenlage, gutes Raumangebot, hervorragendes Automatikgetriebe (v.a. mit Diesel) 

Negativ: teure Anschaffung, mäßige Rundumsicht, schwache Bremsanlage 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des BMW X1

Citroën C5 Aircross

Citroen C5 Aircross fahrend auf einer Straße
Citroën C5 Aircross: Bequeme und weite Sitze ∙ © Citroen

C5 Aircross: Das Flaggschiff im Citroën-Modellprogramm, nachdem der C5 bereits 2017 eingestellt wurde. Der Kompakt-SUV basiert auf der EMP2-Plattform der PSA-Gruppe und teilt sich diese mit dem Peugeot 3008 und dem Opel Grandland X. Citroën kehrt mit dem C5 Aircross zurück zu seinem Markenkern, besonders komfortable Fahrzeuge zu bauen. Dies ist den Franzosen zweifellos gelungen und wird gerade ältere Fahrer besonders erfreuen.

Während viele Hersteller pseudo-sportliche SUVs auf die Beine stellen, die weder besonders agil noch komfortabel sind, wird beim C5 Aircross bereits nach den ersten Metern klar, dass er mit Sportlichkeit wenig am Hut hat. Die Sitze sind auffallend weit geschnitten und auch sehr bequem, der Seitenhalt lässt dabei allerdings zu wünschen übrig. Ähnliches gilt für das Fahrwerk. Es spricht bemerkenswert sensibel auf Unebenheiten an und bietet auch ohne adaptive Dämpferregelung einen angenehmen Federungskomfort. Kurven nimmt der SUV im Gegenzug mit kräftiger Karosserieneigung und geht bei flotter Fahrweise früher ins Untersteuern über als die meisten Konkurrenten.

Der Citroën kann mit seiner variablen Rücksitzbank punkten, auf der sogar drei Kindersitze Platz finden. Weniger gut gefällt dagegen das verspielte digitale Kombiinstrument.

Positiv: guter Fahrkomfort, vorn großzügige Platzverhältnisse, variable Rücksitzbank, drei Kindersitze auf der Rückbank möglich

Negativ: hohe Ladekante, bescheidene Zuladung, verspielte Instrumente, kein Allrad erhältlich

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Citroën C5 Aircross

Hyundai Kona

Hyundai Kona stehend von der Seite
Hyundai Kona: Hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis ∙ © Hyundai

Hyundai Kona: Mit einer Länge von 4,17 Metern zeigt sich der kompakte SUV für den städtischen Einsatz sinnvoll dimensioniert. Das Platzangebot für Fahrer und Beifahrer ist gut, im Fond und im Kofferraum aber eingeschränkt. Immerhin fällt der Zustieg in beide Reihen durch recht große Türen angenehm leicht. 

Die Verarbeitung des Kona ist zufriedenstellend, und die Bedienung aller Grundfunktionen geht einfach von der Hand. Der Federungskomfort erweist sich für die Fahrzeugklasse als angemessen, ebenso der Sitzkomfort. Etwas störend ist der relativ hohe Innengeräuschpegel, der vor allem durch Windgeräusche dominiert wird. 

Punkten kann der Kona mit einer umfangreichen Serien‐ und Sicherheitsausstattung. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt – und deshalb ist dieser Hyundai vor allem für preisbewusste Käufer eine interessante Wahl. Den Kona gibt es übrigens auch als Elektro‐Variante mit einer guten Reichweite.

Positiv: umfangreiche Ausstattung, bequemer Zustieg, relativ günstig

Negativ: lauter Innenraum, wenig Beinfreiheit im Fond, geringe Anhängelast, kleiner Kofferraum

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Hyundai Kona

Hyundai Tucson

Hyundai Tucson fahrend auf einer Straße
Hyundai Tucson: Gute Serienausstattung, aber insgesamt recht teuer ∙ © Hyundai

Hyundai Tucson: Seit 2015 als Nachfolger des ix35 auf dem Markt. Der Koreaner überzeugt vor allem durch in dieser Klasse wichtige Tugenden wie das gute Platzangebot, den großen Kofferraum sowie eine hohe Zuladung.
Die durchdachte Bedienung im übersichtlich gestalteten Armaturenträger stellt keinen Fahrer vor große Herausforderungen. So kann man ohne große Eingewöhnung alles auf den ersten Blick bedienen – gerade für weniger technikaffine Fahrer eine Wohltat. Das eher komfortabel abgestimmte Fahrwerk ist zufriedenstellend, die Lenkung könnte aber mehr Rückmeldung von der Straße liefern.

Leider bieten die Sitze nur mittelmäßigen Komfort, und auch die Geräuschdämmung könnte besser ausfallen. Die Schwächen sind aber zumeist verschmerzbar. Etwas überraschend ist das relativ hohe Preisniveau des Koreaners bei Einkauf und Unterhalt.

Positiv: gute aktive und passive Sicherheit, umfangreiche Serienausstattung, gutes Platzangebot, fünf Jahre Garantie ohne Kilometer-Begrenzung

Negativ: hintere Fensterheber ohne Einklemmschutz, relativ hohes Preisniveau

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Hyundai Tucson

Jaguar E-Pace

Jaguar E-Pace fahrend auf einer Straße
Jaguar E-Pace: Raubkatze mit straffer Federung ∙ © Jaguar

Jaguar E-Pace: Standen die Briten einst für Sportwagen und sportliche Limousinen, hat sich das Portfolio schon seit einigen Jahren deutlich gewandelt. Nach dem F-Pace gibt es nun noch den kleineren Pseudo-Geländewagen E-Pace.
Der bei Magna in Graz gefertigte E-Pace ist technisch auf dem aktuellen Stand, bietet viele Komfort- und Assistenzsysteme sowie ein breites Leistungsspektrum von 150 bis 300 PS. Alle Motoren sind Vierzylinder mit zwei Liter Hubraum. Die Handschaltung sollte man sich gut überlegen, denn das Fahrerassistenz-Paket ist damit nicht lieferbar. Außerdem fällt die Sitzposition des Fahrers zum Kupplungspedal und zum Schalthebel nicht optimal aus. Es bleibt der Eindruck, als ob der E-Pace primär für Automatikgetriebe entwickelt worden wäre.

Bei der Fahrwerksabstimmung stand offenbar die sportliche Seite von Jaguar im Vordergrund, denn die Federung ist recht straff gewählt, was zu Lasten des Fahrkomforts geht. Allerdings ist es schwierig, aus einem SUV mit höherem Schwerpunkt und mehr Bodenfreiheit ein wirklich sportliches Fahrzeug zu machen – so kann die Abstimmung nicht ganz überzeugen.

Mehr Möglichkeiten bieten adaptive Dämpfer, die aber wiederum nicht mit Handschaltung lieferbar sind. Noch ein Argument für die Automatik-Variante, wenn man sie sich leisten möchte.

Positiv: gutes Platzangebot vorn, gute Serienausstattung, zusätzlich viele Ausstattungen aus höheren Klassen lieferbar, Fußgängerschutzairbag Serie, sicheres Keyless-System

Negativ: einige Ausstattungen für Handschalter nicht lieferbar, straffe Fahrwerksabstimmung, sehr hohes Gewicht

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Jaguar e-Pace

Kia e-Soul

Kia Soul fahrend auf einer Straße
Kia e-Soul: Lädt an der Steckdose nur sehr langsam ∙ © Kia

Kia e-Soul: Die dritte Generation des kultigen "kleinen" Crossovers wird seit 2019 angeboten, hierzulande nur noch mit Elektroantrieb. Es gibt eine schwächere Variante mit 100 kW Motor und 39,2 kWh Batterie sowie eine stärkere mit 150 kW und 64 kWh.
Praxis-Reichweiten von 350 bis 400 Kilometern mit der größeren Batterie bei gemischtem Betrieb sind kein Problem. Bei hohem Stadtanteil kann die Strecke zwischen zwei Ladepausen auch mal 450 Kilometer und mehr betragen. Die Pausen sind allerdings nur kurz, wenn man eine Schnellladestation mit CCS zur Verfügung hat. Dann ist eine leere Batterie in ein bis zwei Stunden wieder geladen. Aber an einer Wallbox benötigt man fast zehn Stunden zum Laden (bei großzügiger 32-Ah-Absicherung), weil der e-Soul nur ein einphasiges Ladegerät eingebaut hat. Steht also lediglich eine klassische 230-V-Steckdose zur Verfügung, sollte man sich für eine Vollladung das Wochenende Zeit nehmen.

Abgesehen davon ist der e-Soul ein witziger und durchaus praktischer Wagen, der dank kastenförmiger Karosserie viel Platz für Passagiere und einen angemessenen Kofferraum bietet. Somit steht auch der Mitnahme der Enkelkinder nichts im Weg. Da die Batterie zwischen den Achsen untergebracht ist, bleibt das Ladevolumen voll erhalten.

Gut gelungen ist Kia der Fahrkomfort: Ganz gleich, ob schlechte Straßen oder lange Strecken, man kommt entspannt ans Ziel. Ein Schnäppchen ist der e-Soul allerdings nicht, denn die umfangreiche Ausstattung und die große Batterie für viel Reichweite gehen richtig ins Geld.

Positiv: gutes Platzangebot vorn, umfangreiche Serienausstattung, gute Fahrleistungen, praxistaugliche Reichweite, lange Garantie (sieben Jahre)

Negativ: teilweise einfache Materialien im Innenraum, keine Anhängelast, hoher Anschaffungspreis

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Kia e-Soul

Mercedes B‐Klasse

Heck der Mercedes B-Klasse
Mercedes B‐Klasse: Gutes Raumgefühl ∙ © Mercedes

Mercedes B‐Klasse: Sie wird oft von Senioren gefahren oder als Taxi verwendet – und dafür sprechen viele Gründe. Der Einstieg ist dank der etwas erhöhten Sitzposition angenehm, und auf bequemen Sitzen kann man auch längeren Strecken komfortabel zurücklegen.

Auch das gute Raumgefühl und die gute Platzausnutzung in der zweiten Reihe sprechen für den kleinen Mercedes, der innen gar nicht so klein ist. Die Verarbeitung liegt auf hohem Niveau, und im Kofferraum ist genügend Platz für den täglichen Bedarf. 

Passend dazu bietet Mercedes ein Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern an, das einen sehr guten Federungskomfort bietet. Die Lenkung gefällt durch ihre Präzision, ohne dabei nervös zu wirken, und unterstützt somit einen entspannten Autofahreralltag. Den ermöglichen auch die zahlreichen Assistenzsysteme im Komfort‐ und Sicherheitsbereich. 

Zum Infotainment-Paket gehört auch eine erweiterte Sprachsteuerung, die keine exakten Befehle benötigt, sondern natürliche Formulierungen des Fahrers interpretieren kann. Das funktioniert erstaunlich gut und ist besonders dann praktisch, wenn man eine Funktion sonst in den Untermenüs suchen müsste. 

Positiv: gutes Platzangebot vorn und hinten, sehr gute Verarbeitung, sicheres Fahrverhalten, hoher Sicherheitsstandard, auch für Langstrecken gut geeignet, bequeme Sitze

Negativ: teuer in der Anschaffung, kleiner Serientank

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest der Mercedes B-Klasse

Mercedes GLA

Mercedes GLA fährt auf der Straße
Mercedes GLA: Wird mit Zusatzausstattung schnell teuer ∙ © Mercedes

Mercedes GLA: Im April 2020 kam die zweite Generation des kleinsten SUVs aus dem Hause Mercedes-Benz auf den Markt – nun optisch deutlich stämmiger und deshalb auch stimmiger. Den Stuttgartern ist es gelungen, den Komfortanspruch der Marke im kompakten, aber gar nicht mal so leichten GLA erlebbar zu machen.
Das optionale Fahrwerk mit adaptiver Dämpfer-Verstellung rollt im Comfort-Modus sehr behutsam über Hindernisse und legt Wert darauf, auf Bodenwellen so deutlich nachzuschwingen, wie man es von einer veritablen Limousine erwarten würde. Leder, Applikationen und ansprechende Beleuchtung sorgen für ein gediegenes Ambiente im Innenraum.

Das MBUX-Bedienkonzept zeigt aber auch im GLA, dass es nicht der Weisheit letzter Schluss ist, denn beim Wischen und Drücken über die diversen Touchflächen ist man vom Straßenverkehr deutlich abgelenkt.

Schon der Grundpreis eines GLA 200d Progressive liegt über 40.000 Euro. Da es sich um einen Mercedes handelt, bleibt es selten bei diesem Einstandspreis. Möchte man zudem noch Luxus und Annehmlichkeiten genießen (u.a. Lichtpakete, Head-up-Display), kommen schnell stattliche Summen zusammen.

Positiv: umfangreiche Sicherheitsausstattung, sichere Fahreigenschaften, guter Fahrkomfort, saubere Abgase

Negativ: Bediensystem mit großem Ablenkungspotenzial, hoher Grundpreis, kleinliche Ausstattungspolitik

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Mercedes GLA

Mini Countryman

Mini Countryman stehend in der Stadt
Mini Countryman: Ordentliche Verarbeitung und einfache Bedienung ∙ © BMW

Mini Countryman: Seit Februar 2017 steht die zweite Generation bei den Händlern. Über zwei Meter breit und 4,30 Meter lang wird der britische Bajuware in den Niederlanden gebaut, ist also ein echter Europäer. 

Schön, dass die recht große Karosserie auch im Innenraum spürbar ist, denn das Raumangebot ist auch für großgewachsene Nutzer ausreichend. Und das auf den ersten Blick ungewöhnliche Bedienkonzept ist bei der alltäglichen Benutzung praktischer als man denkt. 

Auch der bequeme Ein‐ und Ausstieg erweisen sich im Alltag als angenehm, ebenso wie die breite Kofferraumöffnung und die niedrige Ladekante.

Das Fahrwerk ist zwar tendenziell straff abgestimmt, hat aber genügend Komfort‐Reserven auch für längere Strecken. Mit einer der kräftigeren Motorisierungen bietet der Countryman viel Fahrspaß bei ordentlichen Platzverhältnissen und guter Alltagstauglichkeit.

Positiv: großzügiges Platzangebot für Passagiere, einfacher Zustieg, ordentliche Verarbeitung, einfache Bedienung, praktisches Kofferraumformat, kräftige Bremsanlage, kräftige Motoren

Negativ: straffe Federung, relativ lauter Innenraum, kaum Ablagen im Innenraum 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Mini Countryman

Tipps zum Autokauf – speziell für Senioren

Wie bei jedem Autokauf gilt: Sehen Sie sich mehrere infrage kommende Modelle an, und machen Sie eine ausgiebige Probefahrt. Nutzen Sie bei der Probefahrt das Auto möglichst so, wie sie es im Alltag auch benutzen würden. Doch gerade ältere Menschen sollten auf spezielle Aspekte achten:

  • Hat das Auto Parksensoren, Rückfahrkamera oder einen Blind-Spot-Detektor? Hilft bei steifem Hals …

  • Ist das Auto gut für Kindersitze geeignet oder der Kofferraum groß genug für einen Kinderwagen? Für den (zukünftigen?) Enkeltransport …

  • Sind alle wichtigen Bedienelemente in geringem Radius gut erreichbar? Und die Gurte griffgünstig platziert? Wenn's mal wieder im Rücken zwickt …

  • Ist das Handschuhfach gekühlt? Gut für den evtl. mal notwendigen Medikamententransport …

  • Hat das Auto Automatik? Beim Fahren schon mal eine Aufgabe weniger …

  • Kann der Verkäufer Smartphone-Anbindung und Infotainment leicht erklären? Bedienungsanleitungen verstehen auch junge Menschen oft nicht … 

Hier finden Sie Testberichte aller vom ADAC getesteten Fahrzeuge.

Einen Überblick über alle Autos inklusive Kosten, Motorisierungen und Ausstattungen gibt es unter adac.de/autoberater.

Mitsubishi Eclipse Cross

Front des Mitsubishi Eclipse fahrend
Mitsubishi Eclipse Cross: Gute Serienausstattung ∙ © Mitsubishi

Mitsubishi Eclipse Cross: Der neue Japaner ist ein kompakter SUV mit vielen praktischen Eigenschaften. Mit den Vorgängern hat er gar nichts mehr gemeinsam. Aber Mitsubishi geht eben mit der Zeit, denn viele Autokäufer wünschen sich SUVs – vor allem kompakte. 

Mitsubishi hat schon einige Jahre den "kleinen" ASX im Programm, der neue Eclipse mit dem Cross‐Zusatz ist eine Nummer größer. Die scharf gezeichnete Karosserie weist auf den sportlichen Anspruch hin.

Trotzdem bietet der Japaner in der ersten Reihe gute Platzverhältnisse sowie einen bequemen Ein‐ und Ausstieg. Hinten geht es etwas enger zu, drei Enkel passen aber ohne Probleme in den Fond. Als erfreulich erweisen sich auch das eher in Richtung Komfort abgestimmte Fahrwerk sowie das recht hohe Sicherheitsniveau des Mitsubishi.

Positiv: umfangreiche Serienausstattung, gutes Platzangebot vorn, hohe passive Sicherheit, sicheres Fahrwerk, günstige Gesamtkosten

Negativ: kleiner Kofferraum, Fensterheber ohne Einklemmschutz

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Mitsubishi Eclipse Cross

Nissan Juke

Nissan Juke fährt auf der Straße
Nissan Juke: Klein und praktisch ∙ © Nissan

Nissan Juke: Er bedient das beliebte Segment der kleinen und praktischen SUVs. Die erste Generation vor zehn Jahren machte insbesondere durch ihre ausgefallene Optik auf sich aufmerksam.
Die charakteristischen Proportionen und Designmerkmale trägt auch die zweite Generation. Allerdings ist die Plattform darunter neu – ebenso wie die Technik. Es gibt aktuell nur einen Motor, der als Dreizylinder-Benziner dank Turboaufladung 117 PS und 180 Nm (kurzzeitig bis 200 Nm) mobilisiert. Mehrere Kats (u.a. ein Partikelfilter) machen die Abgase sauber, hier kann der neue Juke im ADAC Ecotest punkten. Der Verbrauch von durchschnittlich 6,6 l/100 km (ADAC Ecotest) geht einigermaßen in Ordnung.

Der Innenraum ist modern gestaltet und bietet angemessen Platz – zumindest auf den vorderen Plätzen und im Kofferraum. Auf der Rückbank merkt man dann schon, dass man in einem Auto der Kleinwagenklasse sitzt. Als Besonderheit kann man im Juke ein Soundsystem von Bose ordern, das sogar Lautsprecher in den vorderen Kopfstützen bietet.

Positiv: umfangreiche Komfort- und Assistenzausstattung, bequemer Zustieg vorn, saubere Abgase

Negativ: mäßige Laufkultur bei niedrigen Drehzahlen, hoher Autobahnverbrauch, Kofferraum ohne praktische Details

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest Nissan Juke

Nissan Qashqai

Front des blauer Nissan Qashqai fahrend
Nissan Qashqai: Gelungenes Gesamtkonzept ohne Schwächen ∙ © Nissan

Nissan Qashqai: In Europa der Bestseller der Japaner. Warum das so ist? Er bietet ein gelungenes Gesamtkonzept und hat keine gravierenden Schwächen.

Das Fahrwerk ist ausgewogen abgestimmt, und vier Erwachsene samt Gepäck kommen bequem unter. Der Kofferraum ist für die Fahrzeugklasse durchschnittlich groß, hat aber einen praktischen, verstellbaren Zwischenboden. 

Am Fahrerplatz finden sich Fahrer jeder Statur zurecht, und die Bedienung geht einfach von der Hand. Auch sind die Sitze vorne angenehm konturiert und bieten passenden Seitenhalt. Etwas störend ist der überraschend hohe Innengeräuschpegel. Bei höheren Geschwindigkeiten rücken vor allem Windgeräusche in den Vordergrund.

In Summe setzt der Qashqai keine Glanzlichter, hat aber eben keine großen Schwächen – und das alles zu einem fairen Preis.

Positiv: praktischer Ein‐ und Ausstieg, gutes Raumangebot, sicheres Fahrwerk, umfangreiche Komfort‐ und Sicherheitsausstattung, LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht sind Serie

Negativ: mäßige Geräuschdämmung, relativ schwache Bremsen

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Nissan Qashqai

Opel Crossland X

Opel Crossland X Front stehend
Opel Crossland X: Intuitive Bedienung ∙ © Opel

Opel Crossland X: Schon bevor Opel an den PSA‐Konzern verkauft wurde, gab es eine strategische Partnerschaft, aus der mehrere Kleinwagen‐SUVs entstanden: Der Peugeot 2008 und der Citroën C3 Aircross der jeweils zweiten Generation sowie der Opel Crossland X. Der kleine SUV ist die optisch nüchternere Variante zu den französischen Ablegern, teilt sich mit den Geschwistern aber die Schwächen bei der Verarbeitung. 

Lobenswert ist die gute Ausstattung mit aktiven Fahrassistenten, teils serienmäßig, teils für einen recht geringen Aufpreis erhältlich. Auch der geräumige Innenraum, der bequeme Zustieg und die intuitive Bedienung gefällt. Das Kofferraumvolumen des Opels ist klassenüblich. Störend wirkt die relativ hohe Ladekante. 

In der ersten Sitzreihe herrschen gute Platzverhältnisse. Hinten wird es für Erwachsene etwas eng, vor allem die Beinfreiheit ist beschränkt.

Die Fahrwerksabstimmung wurde sehr weich gestaltet, die Sitze sind ausreichend bequem. Feinnervige Fahrer wird unterwegs die etwas gefühllose Lenkung stören. Geländegängig ist der Crossland X kaum, auch weil ein Allradantrieb fehlt.

Positiv: gutes Raumangebot vorn, angenehmer Ein‐/Ausstieg, günstig im Unterhalt          

Negativ: mäßige Verarbeitung, unharmonisches Fahrwerk, gefühllose Lenkung, lauter Innenraum   

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Opel Crossland X

Peugeot 3008

Peugeot 3008 fahrend auf der Straße
Peugeot 3008: Solide Fahreigenschaften, gute Verarbeitung ∙ © Peugeot

Peugeot 3008: Der eng mit dem Opel Crossland X verwandte Peugeot 3008 eignet sich ebenfalls gut für Senioren. Im schön gestalteten Innenraum herrschen angenehme Platzverhältnisse und an die Bedienung gewöhnt man sich schnell. Dank der hohen Sitzposition sind auch der Ein‐ und Ausstieg komfortabel. 

Die Fahreigenschaften erweisen sich als solide, die Verzögerungswerte liegen dank der kräftigen Bremsanlage auf sehr hohem Niveau. Auch bei der Materialauswahl im Innenraum hat sich Peugeot nicht lumpen lassen. An die Anordnung des relativ kleinen Lenkrads unterhalb der Armaturen gewöhnt man sich im Alltag relativ schnell. 

Mit 410 Litern Kofferraumvolumen hat der 3008 in dieser Fahrzeugklasse überdurchschnittlich viel Stauraum zu bieten. Außerdem gibt die weit öffnende Heckklappe eine große Laderaumöffnung frei. Das Raumangebot in der ersten Sitzreihe ist gut, in der zweiten Reihe steht weniger Platz zur Verfügung, die Kopffreiheit ist hier beschränkt. Der Sitzkomfort zeigt sich vorn und hinten klassenüblich.

Positiv: gutes Platzangebot vorn, bequemer Ein‐/Ausstieg, kräftige Bremsen

Negativ: geringe Zuladung, mäßige Geräuschdämmung, gewöhnungsbedürftige Lenkradanordnung 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Peugeot 3008

Renault Kadjar

Renault Kadjar fährt auf der Straße
Renault Kadjar: Saubere Abgase und gutes Platzangebot ∙ © Renault

Renault Kadjar: Für dieses seit 2015 angebotene Modell greift Renault auf den technisch verwandten Qashqai der japanischen Konzernschwester Nissan zurück.
Wichtigste Neuerung beim Facelift sind neue Motoren, die jetzt in der Praxis viel sauberer ausfallen. Wie bisher schon beim Kadjar ist das Fahrwerk immer noch recht straff, ohne dabei echte Sportlichkeit zu bieten.

Im Innenraum hat Renault ein paar Details überarbeitet, so passen nun zum Beispiel Ein-Liter-Flaschen in die vorderen Türverkleidungen. Ansonsten fehlen noch immer die besonderen Eigenschaften und Ausstattungen, die Renault-eigene Modelle sonst auszeichnen.

So ist der Kadjar unterm Strich ein durchschnittlich gutes Auto, das vor allem dann interessant ist, wenn man etwas mehr Bodenfreiheit benötigt – oder einfach die Form schön findet.

Positiv: saubere Abgase, gutes Platzangebot, geräumiger Kofferraum, bequemer Ein- und Ausstieg

Negativ: typische Renault-Tugenden (z.B. Ablagen und Variabilität) kommen zu kurz, mäßiger Fahrkomfort

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Renault Kadjar

Seat Arona

Front des Seat Arona fahrend
Seat Arona: Gutes Auto für Stadtmanöver ∙ © Seat

Seat Arona: Im Gegensatz zu den meisten anderen hier vorgestellten Autos gehört er zur Kleinwagen-Klasse. Seat stellt dem neuen Ibiza den Arona als höheres Pendant zur Seite, weil die Käufer hier die fünf Zentimeter höhere Sitzposition schätzen.

Ansonsten ähneln sich die beiden kleinen Spanier frappierend, gerade im Innenraum. Der Arona bietet etwas mehr Platz über dem Scheitel und für das Gepäck, die gleich gute Verarbeitung, kernig kräftige Dreizylinder‐Benziner und eine gute Sicherheitsausstattung. 

Das Fahrwerk ist in Sachen Komfort gerade im Kleinwagensegment gelungen abgestimmt, die Lenkung präzise und passend leichtgängig für Stadtmanöver. Was weniger gut gefällt: Wie auch der Ibiza überzeugt der Arona im ADAC Ausweichtest nicht, da das ESP ein ausbrechendes Heck zu spät einfängt. 

Davon abgesehen gefällt der Arona rundum. Hervorzuheben sind die einfache Bedienung und die gelungene Lenkung mit guter Rückmeldung.

Positiv: gutes Platzangebot vorne, Lenkung mit guter Rückmeldung, einfache Bedienung, hohes Sicherheitsniveau, geringe monatliche Kosten

Negativ: mäßige Geräuschdämmung, schlechte Innenraum‐Variabilität, Heck bricht trotz ESP aus 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Seat Arona

Seat Ateca

Front des Seat Ateca fahrend
Seat Ateca: Agiles Handling ∙ © Seat

Seat Ateca: Er war der erste SUV der spanischen VW‐Tochter und tritt in der hart umkämpften, derzeit aber auch sehr beliebten Klasse der Kompakt‐SUVs an. Trotz der kompakten Karosserie bietet der SUV für die Insassen gute Platzverhältnisse.

Die Bedienung geht einfach von der Hand, und die Verarbeitung gibt abgesehen von den teils recht einfachen Materialien im Innenraum ebenfalls keinen Grund zur Klage. 

Der Einstieg gelingt durch die großen Türausschnitte mühelos. Auch die nahezu rechteckige Öffnung zum gut nutzbaren Kofferraum ist groß dimensioniert. Beim Fahren erfreuen das tendenziell zwar straffe, aber trotzdem komfortable Fahrwerk und die Servolenkung mit guter Rückmeldung. 

Auch die komfortabel geformten Sitze und die ordentliche Geräuschdämmung tragen zum guten Langstreckenkomfort bei. Störend sind der recht lange Bremsweg und der arg kleine AdBlue‐Tank bei den Dieselmodellen.

Positiv: gutes Platzangebot vorn und hinten, Lenkung mit guter Rückmeldung, einfache Bedienung, agiles Handling, gute Verarbeitung

Negativ: schwache Bremsleistung, teils einfache Materialien

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Seat Ateca

Škoda Karoq

Front des Seat Karoq fahrend
Škoda Karoq: Klimaautomatik und modernes Infotainment ∙ © Seat

Škoda Karoq: Der Nachfolger des Škoda Yeti ist zwar etwas schöner, aber auch etwas unpraktischer. Mit den optional einzeln verschiebbaren und ausbaubaren hinteren Sitzen sowie praktischen Kofferraumdetails soll das aber wettgemacht werden. Dank der hohen Karosserie gelingt das Ein‐ und Aussteigen einfach, besonders angenehm sind die großen und komfortablen vorderen Sitze mit gutem Seitenhalt. 

Unterwegs mit dem Kompakt‐SUV bemerkt man den besseren Komfort im Vergleich zum Vorgänger. Škoda hat hier optimiert, auch wenn noch etwas Luft nach oben bleibt. Auch sonst weiß der Karoq mit angenehmem Dingen wie Klimaautomatik und modernem Infotainment zu gefallen.

Hervorzuheben sind außerdem die gute Verarbeitung des Tschechen sowie die recht gute Rundumsicht und der bequeme Ein‐ und Ausstieg. Als sehr praktisch erweist sich der gut nutzbare und groß dimensionierte Kofferraum. Auch die gut ansprechende Lenkung samt Rückmeldung ist prima.

Positiv: gutes Platzangebot vorn und hinten, Lenkung mit guter Rückmeldung, einfache Bedienung, gute Verarbeitung, praktisches Sitzsystem (optional)

Negativ: poltriges Fahrwerk, teils einfache Materialien, relativ geringe Zuladung 

Hier geht's zum ausführlichen ADAC Autotest des Škoda Karoq

Toyota C-HR

Toyota C-HR fährt auf der Straße
Toyota C-HR: Sparsamer Hybrid-Pionier ∙ © Toyota

Toyota C-HR: Die Japaner sind seit zwei Jahrzehnten als Hybrid-Pioniere bekannt. Die Kombination aus Benziner, Elektromotor und Planetengetriebe hat keinerlei sportliche Ambitionen, ist dafür aber sparsam und funktioniert auch über lange Laufleistungen in der Regel problemlos.
Zum Modelljahr 2020 gab es ein komplettes Facelift, das mehr auf die inneren Werte abzielte als auf die äußere Erscheinung. LED-Scheinwerfer, Apple CarPlay sowie Android Auto sind jetzt serienmäßig, es gibt mehr Tasten für das Infotainmentsystem, und immer noch fällt die serienmäßige Ausstattung mit Fahrassistenzsystemen bemerkenswert umfangreich aus.

Zwar wirkt der C-HR auf den ersten Blick nicht wie ein ausgewiesenes Schnäppchen, doch die Serienausstattung ist äußerst umfangreich. Zudem leistet sich der C-HR bei Verarbeitung, Fahrwerk, Lenkung und Bremsen keine großen Patzer und ist so eine interessante Alternative unter den beliebten Kompakt-SUVs.

Optisch wird der C-HR kontrovers diskutiert – ob das ein Hindernis ist, muss jeder für sich entscheiden. Gerade für ältere Fahrer hat der C-HR allerdings mehr Qualitäten, als man auf den ersten Blick denken würde.

Positiv: sparsame Hybrid-Antriebe, umfangreiche Sicherheitsausstattung, sicheres Fahrverhalten

Negativ: unpraktischer Kofferraum, schlechte Rundumsicht, niedrige Anhängelast und Zuladung, überraschend hohe Kaskoeinstufungen

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VW T‐Roc

Front des VW T-Roc fahrend
VW T‐Roc: Peppig moderner Innenraum ∙ © Volkswagen

VW T-Roc: Und wieder ein kleiner SUV. Was also spricht für ihn, der technisch eine Mischung aus Polo und Golf ist? Zunächst einmal der Platz, denn hier bietet er ähnlich viel wie der Golf und gerade auf der Rückbank sowie im Kofferraum spürbar mehr als ein Polo. 

Auch das Ein‐ und Aussteigen gelingt einfacher, weil die Sitzflächen etwas höher liegen und die Türausschnitte praktischer geschnitten sind. Bei der Sicherheit ist der T‐Roc auf dem aktuellen Stand. Und auch an der Komfortausstattung gibt nichts auszusetzen – außer, dass das meiste Aufpreis kostet.

Der Innenraum wirkt auf den ersten Blick peppig und modern, Ambientebeleuchtung und kleine LED‐Spots gefallen. Auf den zweiten Blick folgt aber die Ernüchterung: Wirklich schön und wertig fühlt sich das verbaute Material nicht an – alles Hartplastik, durch das ein billiger Eindruck entsteht. Auch hinter den Kulissen scheint der Rotstift regiert zu haben, denn ein Golf ist hörbar besser gedämmt. 

Der T‐Roc fährt sich gut und zeigt, dass die Ingenieure bei VW durchaus gekonnt abstimmen können und gute Ideen haben. Unter dem Strich ist der T‐Roc ein prima Auto, hat gute Technik verbaut und bietet viele praktische Ausstattungsdetails. Beim Material wurde allerdings ordentlich gespart. Wen das nicht stört, der wird mit dem modernen VW nicht viel falsch machen.

Positiv: bequemer Ein‐ und Ausstieg, gutes Platzangebot vorn, viele Assistenten lieferbar, eingängige Bedienung

Negativ: billig wirkende Kunststoffe im Innenraum, wenig Serienausstattung, eingeschränktes Kofferraumvolumen bei Allradantrieb 

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VW T-Cross

VW T-Cross fahrend auf einer Straße
VW T-Cross: Praktischer SUV auf der Polo-Plattform ∙ © Volkswagen

VW T-Cross: SUVs erfreuen sich großer Beliebtheit, und deshalb sehen die Hersteller es als nötig an, am besten in jeder Klasse einen solchen hochbeinigen Ableger anzubieten. Auf der Polo-Plattform baut der T-Cross auf.
Die einfachere Konstruktion mit Verbundlenker-Hinterachse schließt einen Allradantrieb aus. Nicht weiter schlimm – die wenigsten SUV-Fahrer, erst recht die der kleineren Modelle, benötigen wirklich vier angetriebene Räder. Aber auch sonst ist der T-Cross ein durchaus praktisches Fahrzeug. Die erhöhte Sitzposition bietet einen etwas besseren Überblick, und die großen Türen erleichtern das Ein- und Aussteigen.

Der Kofferraum hat eine alltagstaugliche Größe, wenngleich die unverkleidete Reserveradmulde schlecht nutzbar ist. Die Rückbank lässt sich verschieben, aber nur in einem Stück. Ist sie etwas nach vorn gerückt, entsteht ein breiter Spalt, durch den Ladegut unter die Rückbank oder in die Reserveradmulde rutscht.

Der Kleinwagen-SUV geht bei der Inneneinrichtung etwas geizig ins Rennen: Alles besteht aus hartem Kunststoff, und Selbstverständlichkeiten wie beispielsweise die Haltegriffe am Dachhimmel wurden gestrichen. Der T-Cross bietet durch seine erhöhte Sitzposition eine gute Übersicht, innen viel Platz und ein angenehmes Raumgefühl. Zwei Enkel in Kindersitzen lassen sich in diesem Kleinwagen spielend unterbringen.

Außerdem verfügt er über zahlreiche Assistenzsysteme: Die für Spur, Spurwechsel und gegen Kollisionen sind sogar Serie – das ist sehr gut.

Positiv: gute Lenkung, viele Assistenten serienmäßig, gute optionale LED-Scheinwerfer, ordentliches Platzangebot, günstige Versicherungseinstufungen

Negativ: einfache und billig wirkende Materialien im Innenraum, mäßiges Serien-Halogenlicht, teure Extras

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VW Tiguan

VW Tiguan fahrend auf einer Straße
VW Tiguan: Gutes Platzangebot und hohe Anhängelast ∙ © Volkswagen

VW Tiguan: Bei VW ist er eine feste Größe und verkauft sich nicht nur unter älteren Fahrern hervorragend. Er läuft in der zweiten Generation und erfreut sich großer Beliebtheit, ist weltweit mittlerweile der meistverkaufte VW. Das SUV leistet sich keine echten Schwächen.
Es bietet einen praktischen Ein- und Ausstieg, viel Platz für die Insassen, eine variable Rückbank und einen angemessen großen Kofferraum. Unterwegs kann man den guten Komfort genießen und sich dank vieler Assistenten sicher fühlen.

In Verbindung mit Allradantrieb sind Anhängelasten bis 2,5 Tonnen möglich – das wird jeden freuen, der regelmäßig große Anhänger bewegt. Ein bisschen ist der Tiguan "Everybody's Darling" – und das lässt sich VW leider gut bezahlen.

Positiv: gutes Platzangebot, umfangreiche Sicherheitsausstattung (teils optional), hohe Anhängelast

Negativ: Serienausstattung lückenhaft (z.B. USB- und Bluetooth-Schnittstelle nur optional)

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