Mitsubishi ASX: Der Kompakt-SUV war ein Dauerbrenner

Mitsubishi ASX: Mit modernerer Front im Stil des Eclipse Cross
Mitsubishi ASX: Mit modernerer Front im Stil des Eclipse Cross© Mitsubishi

Der seit 2010 angebotene Kompakt-SUV Mitsubishi ASX wurde eingestellt. 2019 bekam er noch einmal ein Facelift spendiert. Als Gebrauchtwagen ist er dennoch interessant: Testfahrt, Daten, Preise

  • Leichte Bedienbarkeit, gute Größe

  • 150-PS-Motor liefert ordentliche Fahrleistungen

  • Preis: Der Kompakt-SUV war ab 21.490 Euro zu haben 

Nach elf Jahren Bauzeit war es dann doch soweit: Der beliebte ASX wurde eingestellt. Der schon angekündigte Nachfolger lässt aber noch etwas auf sich warten. Erst im Spätsommer 2022 will Mitsubishi die neue Generation zeigen, die in Zusammenarbeit mit dem Allianzpartner Renault entstanden ist. Auf den Markt kommt sie erst 2023. Doch auch das alte Modell kann interessant sein - als Gebrauchtwagen.

Mitsubishi ASX mit kompakten Maßen

Das Facelift erkennt man am leicht modifizierten Heck © Mitsubishi

Äußerlich angestaubt mag der nur 4,37 Meter lange ASX durchaus sein, komplett altmodisch ist er aber nicht. Dafür haben schon zwei zurückliegende Auffrischungen im Drei-Jahres-Turnus gesorgt. Nach dem jüngsten Facelift sieht der Kompakte sogar wieder ziemlich frisch aus. Er orientiert sich am großen Bruder Outlander und dem schrägen SUV-Coupé Eclipse Cross und wirkt mit der neuen, bulligen Front selbstbewusster denn je: Breiter Kühlergrill, schmale LED-Scheinwerfer und ein angedeuteter "Kuhfänger" stehen dem Japaner gut zu Gesicht. "Dynamic Shield" nennt Mitsubishi das Markengesicht. Auch am Heck haben die Designer die Breite und damit den kernigen Auftritt des SUV betont und auch für die Rückleuchten LED-Technik spendiert.

Armaturenbrett mit größerem Bildschirm

ASX-Cockpit: Etwas hochwertiger und mit großem Bildschirm © Mitsubishi

Im Innenraum hat sich dagegen nicht viel getan seit dem letzten Facelift, außer bei den Bedienelementen für die Klimaregelung und dem überarbeiteten Infotainment-System. Der Touchscreen ist von sieben auf acht Zoll gewachsen. Die von TomTom beigesteuerte Navigationsfunktion funktioniert einwandfrei und holt sich über das Smartphone des Fahrers Echtzeit-Verkehrsdaten – eine induktive Ladeschale oder ein Head-up-Display sucht man allerdings nach wie vor vergebens. Ansonsten hat Mitsubishi vor allem versucht, das Interieur etwas hochwertiger zu gestalten. Mit mäßigem Erfolg: Die Materialien sind immer noch eher billig, die Verarbeitung hier und da etwas ungenau.

An den Platzverhältnissen hat sich mit dem Facelift nichts geändert, vorne sitzt man ganz gut, hinten wird es für den Kopf schnell eng; in beiden Reihen sind die Sitze recht hoch montiert. Der Kofferraum fällt mit 406 bis 1206 Liter klassenüblich groß aus.

Bessere Fahrleistungen mit neuem Motor

Mit optionalem Allradantrieb ist auch leichtes Gelände kein Problem © Mitsubishi

Die größte Revolution fand unter der Haube statt. Zwar gab es den ASX zum Schluss nur mit einer einzigen Motorisierung. Doch der Zweiliter-Vierzylinder bringt mit 110 kW/150 PS nicht nur rund 30 Prozent mehr Leistung mit als sein etwas lahmer Vorgänger, sondern legt auch beim Drehmoment von 154 auf 195 Newtonmeter zu.
Die liegen erst bei hohen 4200 Touren an, denn auf einen Turbolader verzichtet Mitsubishi. Wer die fünf Gänge flott durchschaltet, kann den ASX in 10,2 Sekunden auf Tempo 100 bringen, die Spitze liegt bei 190 km/h, die Anhängelast beträgt 1,3 Tonnen.

Das 4x4-System der Allradversion arbeitet nach klassischer Manier: Per elektronisch geregelter Kupplung wird die Hinterachse bedarfsgerecht mit Kraft versorgt. Ist die Straße trocken, gehen nur zwei Prozent der Power nach hinten. Erkennt das System durchdrehende Räder, schickt es die Hälfte der Kraft nach achtern. Über die Lock-Funktion lässt sich das maximale Drehmoment an der Hinterachse erzwingen, was beim Anfahren auf schlechtem Untergrund von Vorteil sein kann.

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Das Allradmodell gab es aber nicht mit Schaltgetriebe, sondern nur in Verbindung mit einer CVT-Automatik. Auf unserer gemütlichen Testrunde mit dem ausgesprochen unaufgeregten, ausgewogen abgestimmten Allradler bescheinigte uns der Bordcomputer gut acht Liter Super auf 100 Kilometer, Mitsubishi gibt zwischen 6,7 (Frontantrieb) und 7,3 Liter (Allrad, CVT) an.

Das CVT kommt zwar nicht ganz an den Komfort einer Wandler-Automatik heran, reagiert auf flotte Gasbefehle manchmal etwas zeitversetzt und wird unter Volllast immer noch recht laut. Es ist aber bei weitem nicht mehr so unharmonisch wie seine Vorgänger und im Alltag auf jeden Fall eine gutes Angebot für Schaltfaule.

Unter dem Strich bleibt der Mitsubishi ASX eine preiswerte Alternative zu den Platzhirschen Ford KugaVW TiguanŠkoda Karoq und Toyota RAV4 oder Citroën C5 Aircross und Mazda CX-30.

Pannen, Mängel, Rückrufe: Alle Infos zum Mitsubishi ASX als Gebrauchtwagen.

Mitsubishi ASX: Technische Daten, Preis

Technische Daten (Herstellerangaben)

Mitsubishi ASX 2.0 Spirit 2WD (03/20 - 10/21)

Mitsubishi ASX 2.0 Spirit+ 4WD CVT-Automatik (03/20 - 10/21)

Motorart

Otto
Otto

Hubraum (Verbrennungsmotor)

1.998 ccm
1.998 ccm

Leistung maximal in kW (Systemleistung)

110
110

Leistung maximal in PS (Systemleistung)

150
150

Drehmoment (Systemleistung)

195 Nm
195 Nm

Leistung maximal bei U/min. (Verbrennungsmotor)

6.000 U/min
6.000 U/min

Antriebsart

Front
Allrad

Beschleunigung 0-100km/h

10,2 s
12,2 s

Höchstgeschwindigkeit

190 km/h
190 km/h

Verbrauch Gesamt (NEFZ)

6,7 l/100 km
7,3 l/100 km

Kofferraumvolumen normal

406 l
406 l

Kofferraumvolumen dachhoch mit umgeklappter Rücksitzbank

1.206 l
1.206 l

Leergewicht (EU)

1.431 kg
1.590 kg

Zuladung

539 kg
380 kg

Anhängelast ungebremst

710 kg
750 kg

Anhängelast gebremst 12%

1.300 kg
1.300 kg

Garantie (Fahrzeug)

5 Jahre bis 100.000 km
5 Jahre bis 100.000 km

Länge x Breite x Höhe

4.365 mm x 1.770 mm x 1.640 mm
4.365 mm x 1.810 mm x 1.640 mm

Grundpreis

21.490 Euro
28.590 Euro

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Text: Michael Gebhardt/SP-X