Diese Elektroautos gibt es aktuell zu kaufen

Collage aus Cupra, Volkswagen, Hyundai, Mercedes und Volvo zur Marktübersicht der Elektroautos
Cupra Born, VW ID.4, Hyundai Ioniq 5, Mercedes EQA, Volvo C40 Recharge: Die Auswahl an Elektromodellen wird immer attraktiver ∙ © Hyundai

Wer überlegt, sich ein Elektroauto zu kaufen, kann sich hier einen Überblick verschaffen: Die aktuell in Deutschland erhältlichen Elektroautos – mit Preisen, den wichtigsten technischen Daten und vielen weiteren Infos.

  • Gesamtkostenbilanz bei E-Autos oft besser

  • Neue Modelle im gehobenen Segment

  • Große Auswahl an elektrischen Personentransportern

Der Verkauf von Elektroautos nimmt zunehmend Fahrt auf. Das steigende Umweltbewusstsein der Autofahrer, die staatliche Förderung sowie der Fahrspaß, den Elektroautos mit ihrer Spurtkraft und ihrem überaus komfortablen Antrieb vermitteln, dürften die Grundfaktoren sein, die zum Erfolg geführt haben.

Hinzu kommt, dass die Modellangebote der Hersteller immer attraktiver und überzeugender werden. Selbst wer knallhart rechnet, fährt mit einer ganzen Reihe von Elektromodellen heute schon billiger als mit einem vergleichbaren Verbrenner – die Gesamtkostenbilanz von der Anschaffung über den Betrieb bis hin zu Wartung und Pflege ist beim Elektromodell in vielen Fällen besser. Und auch mit der Schnellladung und der Infrastruktur kommen E-Autofahrer – zumindest entlang der Autobahnen – inzwischen einigermaßen zurecht.

In der aktuellen Marktübersicht reiner Elektroautos des ADAC befinden sich schon erstaunlich viele, nämlich 72 Modellreihen. Zählt man die Modellversionen mit den unterschiedlichen Karosserieformen, mit verschiedenen Batteriegrößen und entsprechend anderen Leistungen und Reichweiten dazu, sind es in Summe rund 170 Modelle. Ausstattungslinien werden hier nicht extra gelistet. Alle Preise sind Grundpreise, die Daten Herstellerangaben.

Im Modellnamen ist ein Link zum Artikel angelegt. Wenn Sie darauf klicken, gelangen Sie zu einer ausführlichen Beschreibung des Fahrzeugs, oft schon mit den Ergebnissen und Messwerten aus dem ADAC Autotest.

Alle aktuellen Elektroautos in der Übersicht

Ein Blick auf die Spitzenreiter bei den Neuzulassungen zeigt, welche Hersteller sich den Massenmarkt erobern. Da ist allerdings noch vieles in Bewegung. War der Renault Zoe Topseller des Jahres 2020, ist er im Sommer 2021 auf Platz 5 zurückgefallen. Der VW e-Golf, letztes Jahr noch auf dem Silberpodest, liegt nun weit abgeschlagen auf Platz 25, denn VW ließ die Produktion auslaufen. Stattdessen belegt der VW e-Up Platz 1, von dem Volkswagen im ersten Halbjahr 2021 über 15.000 Stück allein auf den deutschen Markt geworfen hat.

Bekanntermaßen sind die Tage des VW e-Up ebenfalls gezählt. Und so wird sich Volkswagen mit den aufstrebenden Modellen ID.3 und ID.4 in den nächsten Monaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Tesla Model 3 liefern, ab 2022 auch mit dem Model Y, das dann voraussichtlich im Verkauf durchstartet.

Möglicherweise werden die Karten aber auch ganz neu gemischt. Elektroautos wie der Skoda Enyaq oder der Audi Q4 haben ihr Potenzial, teils wegen der Lieferengpässe von Mikrochips, noch nicht entfaltet. Modelle wie die technisch hochentwickelten Hyundai Ioniq 5 oder der Mercedes EQA werden auftrumpfen in der Gunst der Kunden. Und natürlich wird auch die eine oder andere IAA-Neuheit über kurz oder lang zum Verkaufserfolg werden, wie zum Beispiel der BMW i4.

Viele interessante neue Modelle kommen aus dem Ausland. Zwei davon aus China, dem Land, das sich lange nicht getraut hatte, den deutschen Markt zu betreten – oder sich mit schlechten Crashtest-Ergebnissen ziemlich blamierte. Die Zeiten sind nun endgültig vorbei, zu sehen an den Beispielen Aiways U5 und MG ZS EV, die es beide in Deutschland schon zu kaufen gibt.

Unklar ist die Situation bei den beiden "Knutschkugeln" Microlino und Artega Karo. Im Vorfeld gab es gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen dem Erfinder des Microlino und der ursprünglich als Auftragsfertiger vorgesehenen Firma Artega darüber, wer das Auto in welcher Form vermarkten darf. Seitdem gibt es zwei Modelle, die im Internet angepriesen werden. Vom Microlino weiß man, dass er inzwischen weiterentwickelt worden ist. Vom Artega Karo dagegen ist kaum ein Lebenszeichen zu vernehmen. Auf der Liste der Bafa* (förderfähige Fahrzeuge) tauchen beide nicht auf. Und ohne die Möglichkeit des Fördergelds bleibt der Verkaufsstart mit einem dicken Fragezeichen zu versehen.

Die aktuellen Top 10 der Elektroautos

Ganz im Gegensatz zum minimalistischen e.Go Life. Der wurde einst von Wissenschaftlern der RWTH entwickelt, befindet sich schon seit Langem auf der Förderliste und möchte nun mit einem neuen Investor und einer neuen Unternehmensstruktur im Nischenmarkt der Kleinstwagen unter der Bezeichnung e.Go Life Next durchstarten.

Eine Preis- und Größenklasse höher spielt der Fiat 500e, der es mit dem Mini Cooper SE und dem Honda e aufnimmt. Vor allem macht er vom Design her eine hervorragende Figur, insbesondere mit seinen liebevollen Details. Außerdem gibt es den Fiat 500 auch als Cabriolet.

VW gibt mit E-Modellen richtig Gas

Volkswagen konzentriert sich aktuell im Verkauf voll auf den kompakten VW ID.3 und dessen SUV-Ableger ID.4. Aber es sind viele weitere Modelle in der Pipeline. Geht alles nach Plan, soll allein die Marke VW im Jahr 2025 weltweit mindestens eine Million Elektroautos pro Jahr verkaufen. Das technische Rückgrat der E-Offensive ist der modulare E-Antriebs-Baukasten MEB – eine Plattform speziell für Elektroautos. Der MEB kommt auch bei den Schwestermarken Audi, Seat, Škoda und bei Volkswagen Nutzfahrzeuge zum Einsatz.

Dabei war das mittlere Preissegment zunächst vor allem von Hyundai Kona und Kia e-Niro besetzt worden. Inzwischen haben sich dort zwar auch Opel mit dem Corsa-e und Peugeot mit dem technisch weitgehend baugleichen e-208 breitgemacht. Aber es ist klar, dass Volkswagen im Volumensegment das Rennen machen wird.

Neue Modelle im gehobenen Segment

Sehr viele neue Angebote tummeln sich in den gehobenen Segmenten – also dort, wo die Anschaffung eines Elektroautos richtig teuer wird. Audi hat neben dem Q4 den e-tron GT lanciert. BMW bietet mit dem iX3, dem i4 und den iX gleich drei neue Preziosen an. Ford den Mustang Mach-E. Mercedes den EQS. Porsche den Taycan Cross Turismo. Volvo den C40 Recharge. Und Tesla holt – solange die Fabrik in Grünheide bei Berlin noch nicht fertig ist – das in China gebaute Model Y zum Verkauf nach Deutschland.

Elektrische Personentransporter in Hülle und Fülle

Interessant ist auch die Fülle des Angebots an elektrisch angetriebenen Personen-Transportern. Das Spektrum reicht von Hochdachkombis á la Renault Kangoo Rapid Z.E. über Vans wie den Opel Zafira-e Life bis hin zu achtsitzigen Bussen wie dem Peugeot e-Traveller. Wobei die größeren dieser Personentransporter Ableitungen von gewerblich genutzten Fahrzeugen mit Elektroantrieb sind. Eine ADAC Marktübersicht dazu finden Sie hier.

Weitere Infos zu Elektroautos und Wallboxen:

Förderung für Elektroautos: Hier gibt es Geld

Damit der Umstieg aufs Elektroauto leichter fällt: Bis zu 9000 Euro Fördermittel reduzieren den Kaufpreis erheblich. Aber es gibt sogar noch mehr.

Förderung für Wallboxen

Alle Infos zum Förderprogramm für die private Ladestationen

Wallboxen im Test: Welche Ladestation ist die beste?

Was ist bei einer Wallbox für das Elektroauto zu beachten? Der ADAC hat 18 frei im Handel erhältliche Heim-Ladestationen getestet.

Stellplatz und Wallbox: Leitfaden für Mieter und Eigentümer

Lange war es für Mieter und Wohnungseigentümer fast unmöglich, eine Ladestation am Tiefgaragenstellplatz installieren zu lassen. Ein neues Gesetz schafft Abhilfe.

Stromverbrauch Elektroautos: Die Unterschiede sind groß

Bei Elektroautos gibt es große Unterschiede bei Verbrauch und Reichweite, das zeigt der realitätsnahe ADAC Ecotest. Aktuelle E-Autos im Vergleich – vom günstigen Seat Mii bis zum teuren Tesla Model X.

* Durch Anklicken des Links werden Sie auf eine externe Internetseite weitergeleitet, für deren Inhalte der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich ist.