Übersicht: Diese Elektroautos gibt es aktuell zu kaufen

E-Autos, von putzig, über praktisch bis riesig: Mercedes EQS SUV, Microlino, MG ZS, VW ID. Buzz  (von links)
E-Autos, von putzig, über praktisch bis riesig: Mercedes EQS SUV, Microlino, MG ZS, VW ID. Buzz (von links)© Microlino/Mercedes/MG/VW [M]

Wer überlegt, sich ein Elektroauto zu kaufen, kann sich hier einen Überblick verschaffen: Die aktuell in Deutschland erhältlichen Elektroautos – mit Preisen, den wichtigsten technischen Daten und vielen weiteren Infos.

  • Angebot: 115 Baureihen von 46 Herstellern/Marken

  • Vielfalt: Mehr als 250 Modellversionen

  • Infos: Reichweiten, Leistung, Preise

Wer plant, vom Diesel oder Benziner auf ein Elektroauto umzusteigen, muss sich genau überlegen, wie er sein Fahrzeug nutzt. Soll es als reiner Zweitwagen zum Pendeln und Einkaufen dienen? Dann kämen theoretisch mehr oder weniger alle aktuellen Angebote infrage. Soll das Modell auch Langstreckenqualitäten haben, wird das Auto auf jeden Fall teurer. Mehr Reichweite heißt größerer Akku, und der macht schließlich einen Großteil des Anschaffungspreises aus.

Aktuelle Elektroautos: Alle Modelle

In der aktuellen Marktübersicht reiner Elektroautos befinden sich inzwischen 115 Fahrzeugbaureihen. Zählt man die Modellversionen mit den unterschiedlichen Karosserien, Batteriegrößen und Antriebsleistungen dazu, sind es in Summe rund 250 Modelle. Ausstattungslinien werden hier nicht extra gelistet. Alle Preise sind Grundpreise (vor Förderung), die Daten Herstellerangaben. Die Liste können Sie so sortieren, wie Sie es brauchen: nach dem Preis, der Reichweite oder der Batteriegröße. Klicken Sie auf die jeweilige Spaltenüberschrift.

Klein und bezahlbar

Viele Leute, die überlegen, sich einen Stromer zu kaufen, suchen ganz gezielt kleine und möglichst bezahlbare Elektroautos, vor allem als Zweitwagen. Aktuell gibt es zwölf Pkw-Modelle, die diesen Kriterien genügen. Wobei es streng genommen nur zehn sind, denn zwei davon werden nicht als Pkw, sondern als sogenannte Leichtfahrzeuge mit entsprechender Geschwindigkeitsbegrenzung zugelassen: der Opel Rocks-e und der Renault Twizy. Die sind vergleichsweise billig, aber auch ziemliche Verzichtserklärungen.

Das Elektroauto-Angebot des Jahres 2023 ist damit nicht breiter gefächert als im Jahr zuvor. Obwohl die Redaktion die Preisgrenze für "bezahlbar" von 33.000 auf 35.000 Euro angehoben hat, liegen sowohl der Mini SE als auch der Renault Zoe jetzt über diesem Schwellenwert. Wie überall schlägt sich auch hier die allgemeine Entwicklung zu höheren Preisen und eingeschränkter Produktion nieder.

Die Hersteller konzentrieren sich auf die höherpreisigen Modelle und streichen ihre Angebote zusammen. Selbst Massenhersteller wie VW oder Kia verfahren so. Der Kia e-Soul zum Beispiel ist nur noch mit 64 kWh großem Akku erhältlich und kostet damit nun 47.000 Euro. Neue günstige Produkte sind leider allgemein nicht in Sicht.

Interessanterweise scheinen auch die ambitionierten Autohersteller aus China nicht in der Lage oder nicht willens zu sein, Elektrofahrzeuge im untersten Preissegment anzubieten. Einzige Ausnahme ist der MG 4, ein Kompaktmodell ab 32.000 Euro. Der neue viersitzige Smart#1 aus China kostet deutlich über 40.000 Euro und zielt damit – genauso wie BYD oder der vietnamesische Hersteller Vinfast – auf eine ganz andere Kundschaft.

Die Preisbrecher Elaris Pio (ab 16.330 Euro) und Elaris Finn (ab 20.330) sind E-Autos aus China, die von einem Importeur in Deutschland vermarktet werden. Die Fahrzeuge haben zwar wichtige Sicherheitsreinrichtungen wie Airbags, ABS und ESP an Bord, werden den Ansprüchen hierzulande trotzdem nur bedingt gerecht.

Worauf es beim Kriterium Bezahlbarkeit ankommt, ist aber nicht allein der Kaufpreis. Entscheidend sind am Ende alle das Fahrzeug betreffenden Kosten zusammengerechnet. Englisch: "Total Cost of Ownership" (TCO). So berechnet der ADAC die Kosten als monatliche Gesamtkosten inklusive Versicherung, Wartung und allem, was dazugehört – bis zur regelmäßigen Wagenwäsche. Auch interessante Kostenvergleiche zwischen Elektroautos und Autos mit Verbrennungsmotor derselben Automarke stellt der ADAC regelmäßig an.

Familientauglich

Besonders häufig gesucht werden unter anderem familientaugliche Autos mit Elektroantrieb. Und da gibt es immerhin eine Auswahl von 20 Modellen. Als familientauglich gelten geräumige und sichere Fahrzeuge, die weniger als 55.000 Euro kosten und eine Mindestreichweite von 250 Kilometern erfüllen.

Elektro-Kombis

Kombis mit Elektroantrieb sind zum Jahresende 2022 noch die Ausnahme. Es gibt zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur den MG5. Der ist 4,60 Meter lang und bietet ein Kofferraumvolumen von 479 (normal) bis 1367 Liter (bei umgeklappten Rücksitzlehnen). Auch Zuladung und Dachlast sind okay, sodass der Wagen als familientauglich eingestuft werden kann. Im Jahr 2023 erweitert sich aber das Angebot. Beispiele sind der Peugeot e-308 und der Opel Astra Electric, die beide Mitte des Jahres auf den Markt kommen.

Langstreckentauglich

Wenn es um die Langstreckentauglichkeit eines Elektroautos geht, haben die ADAC Experten eine klare Empfehlung: Ein Elektroauto sollte eine Reichweite von mindestens 400 Kilometern bieten. Und darüber hinaus so schnell laden können, dass innerhalb von 30 Minuten Strom für weitere 300 Kilometer im Akku zur Verfügung steht. Problem für den Nutzer: Die maximale Ladeleistung eines Modells sagt ihm nicht, wie lange der Akku braucht, um aufgeladen zu werden. Die Ladeleistung ist keine lineare Größe: Je mehr der Akku gefüllt oder gestresst ist, desto stärker wird die Ladeleistung reduziert.

Die tatsächlichen Ladezeiten sowie die realistischen Reichweiten – die Tabelle in diesem Artikel listet die Herstellerdaten – werden vom ADAC im Rahmen der Autotests ermittelt und sind im ADAC Ecotest nachzulesen.

Elektroauto-Förderung 2023

Die Förderung für Elektroautos wird ab 1.1.2023 zurückgefahren. Welche Änderungen es gibt, wie viel Geld zu erwarten ist und alles zum Thema Antrag lesen Sie hier: