Aktuelle Elektro-Kleinwagen: Welche Modelle es gibt – und welche gut sind
Von Jochen Wieler

Die Auswahl an Elektro-Kleinwagen wird größer. Welche Modelle es gibt, wie es mit der Reichweite aussieht und welche E-Kleinwagen die besten sind. Marktübersicht aller aktuellen E-Kleinwagen, Testergebnisse, Preise.
Diese Elektro-Kleinwagen gibt es auf dem deutschen Markt
Günstigstes Modell ist der Dacia Spring Electric
Testergebnisse: Das sind die besten E-Kleinwagen
Wer einen Kleinwagen als E-Auto sucht, hat zwar noch nicht ganz so viel Auswahl wie bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Doch es werden stetig mehr Modelle: Mittlerweile gibt es ein passables Spektrum an Kleinstwagen und Kleinwagen mit unterschiedlichen Größen, Preisen und Reichweiten.
E-Kleinwagen: Große Batterie, große Reichweite
Grundsätzlich gilt hier wie bei allen Elektroautos: Je leistungsfähiger die Batterie, desto größer die Reichweite – und desto höher der Preis.
Wer ein kleines E-Auto nur als Zweitwagen für die Stadt und zum Pendeln in die Arbeit braucht, dürfte nicht auf eine maximale Reichweite angewiesen sein und kann daher auch ein Modell mit kleiner Batterie zum günstigen Preis wählen.
Bei einem Kleinwagen als Erstauto zählt die Reichweite aber sehr wohl, genau wie das Thema Schnelllademöglichkeit auf Langstrecken. Die sollte grundsätzlich über eine DC-Ladebuchse vorhanden sein, sonst sind längere Autobahnetappen, auf denen nachgeladen werden muss, schlicht nicht möglich. Die Ladedauer an entsprechenden DC-Schnellladesäulen hängt aber auch von der maximal möglichen Ladeleistung des Fahrzeugs ab. Und die kann sehr unterschiedlich ausfallen.
Elektro-Kleinstwagen – also eine Kategorie unter den Kleinwagen – haben wegen ihrer geringeren Grundfläche keinen Platz für üppige Batterien, sodass sie oft weniger Reichweite haben. Die Auswahl in dieser Kategorie wird langsam größer: Hyundai Inster, Fiat 500e, Dacia Spring, Leapmotor T03 und Renault Twingo sind interessante Angebote, die zum Teil sogar für unter 20.000 Euro zu haben sind.
Marktübersicht Elektro-Kleinwagen
In der folgenden Liste hat der ADAC alle auf dem deutschen Markt erhältlichen und bestellbaren Kleinst- und Kleinwagen mit Elektroantrieb zusammengetragen. Aufgeführt sind ausschließlich Neuwagen in den jeweiligen Basisversionen. Die Liste können Sie nach Preis, Reichweite oder Batteriegröße sortieren, indem Sie auf die jeweilige Spaltenüberschrift klicken oder tippen.
| Modell | Preis ab in Euro | Reichweite nach WLTP in km | Batterie in kWh brutto / netto |
|---|---|---|---|
Abarth 500e (42 kWh) | 37.990 | 265 | 42,2 / 37,8 |
Abarth 500e Cabrio (42 kWh) | 40.990 | 255 | 42,2 / 37,8 |
Abarth 600e Turismo | 41.990 | 344 | 54 / 51 |
Abarth 600e Competizione | 45.990 | 344 | 54 / 51 |
Alfa Romeo Junior Elettrica 156 | 39.500 | 410 | 54 / 51 |
Alfa Romeo Junior Elettrica 280 | 48.500 | 344 | 54 / 51 |
Alpine A290 GT | 38.700 | 380 | 52 / n. b. |
Alpine A290 GT Performance | 41.900 | 364 | 52 / n. b. |
BYD Dolphin Surf Active | 22.990 | 220 | 30 / n. b. |
BYD Dolphin Surf Boost | 26.990 | 322 | 43,2 / n. b. |
BYD Dolphin Surf Comfort | 30.990 | 310 | 43,2 / n. b. |
Citroen e-C3 Urban Range | 19.990 | 212 | 30 / n. b. |
Citroen e-C3 Standard Range | 23.300 | 325 | 44 /n. b. |
Citroen e-C3 Van Urban Range | 23.193 | 212 | 30 /n. b. |
Citroen e-C3 Van Standard Range | 27.132 | 325 | 44 / n. b. |
Citroen e-C3 Aircross Standard-Range | 26.490 | 307 | 44 / n.b. |
Citroen e-C3 Aircross Extended-Range | 30.690 | 400 | 50 / n.b. |
Dacia Spring Electric 70 | 16.900 | 221 | n. b. / 24,3 |
Dacia Spring Electric 100 | 19.700 | 225 | n.b. / 24,3 |
DS Automobiles DS 3 E-Tense | 41.910 | 400 | 54 / 51 |
Fiat 500e (23,8 kWh) | 24.990 | 190 | 23,8 / 21,3 |
Fiat 500e (42 kWh) | 29.990 | 331 | 42 / 37,3 |
Fiat 500e 3+1 (23,8 kWh) | 25.990 | 190 | 23,8 / 21,3 |
Fiat 500e 3+1 (42 kWh) | 30.990 | 320 | 42 / 37,3 |
Fiat 500e Cabrio (23,8 kWh) | 27.990 | 190 | 23,8 / 21,3 |
Fiat 500e Cabrio (42 kWh) | 32.990 | 313 | 42 / 37,3 |
Fiat 600e | 31.490 | 409 | 54 / 52 |
Fiat Grande Panda Electric | 24.990 | 320 | 44 / 43,8 |
Ford Puma Gen-E | 36.900 | 417 | n.b. / 46,8 |
Ford E-Tourneo Courier | 36.830 | 320 | 54 / 46 |
Hyundai Inster (42 kWh) | 24.400 | 327 | 42 / n.b. |
Hyundai Inster (49 kWh) | 25.900 | 370 | 49 / n.b. |
Jeep Avenger Elektro | 38.500 | 400 | 54 / 51 |
Kia EV2 (61 kWh) | 33.490 | 453 | 61 / n.b. |
Kia EV2 (42,2 kWh) | 26.600 | 317 | 42,2 / n.b. |
Leapmotor T03 | 18.900 | 265 | 37,3 / 36 |
MINI Aceman E | 30.000 | 309 | 42,5 / 38,5 |
MINI Aceman SE | 33.500 | 405 | 54,2 / 49,2 |
MINI Aceman John Cooper Works | 42.500 | 355 | 54,2 / 49,2 |
MINI Cooper E | 27.500 | 300 | 40,7 / 36,6 |
MINI Cooper SE | 31.000 | 400 | 54,2 / 49,2 |
MINI Cooper John Cooper Works Electric | 40.000 | 371 | 54,2 / 49,2 |
Nissan Micra (40 kWh) | 27.990 | 317 | n.b. / 40 |
Nissan Micra (52 kWh) | 32.990 | 416 | n.b. / 52 |
Opel Corsa Electric (50 kWh) | 29.990 | 357 | 50 / 46 |
Opel Corsa Electric (54 kWh) | 31.490 | 429 | 54 / 51 |
Opel Mokka Electric | 36.740 | 403 | 54 / 51 |
Opel Mokka Electric | 47.300 | 336 | 54 / 51 |
Peugeot e-2008 156 | 40.700 | 405 | 54 / 51 |
Peugeot e-208 136 | 36.675 | 363 | 50 / 46 |
Peugeot e-208 156 | 37.675 | 432 | 54 / 51 |
Renault R4 E-Tech Electric 120 Urban Range (40 kWh) | 29.500 | 308 | n. b. / 40 |
Renault R4 E-Tech Electric 150 Comfort Range (52 kWh) | 31.880 | 409 | n. b. / 52 |
Renault R5 E-Tech Electric 120 Urban Range (40 kWh) | 28.000 | 307 | n. b. / 40 |
Renault R5 E-Tech Electric 150 Comfort Range (52 kWh) | 31.000 | 405 | n. b. / 52 |
Renault Twingo E-Tech Electric | 19.900 | 262 | n. b. / 27,5 |
Tipp: Im ADAC Neuwagenberater finden Sie ausführlichere technische Daten zu allen elektrisch angetriebenen Kleinwagenmodellen.
Bildergalerie: Alle Elektro-Kleinwagen

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Kleine Elektroautos gibt es auch als SUV
SUVs müssen nicht immer groß und sperrig sein, es gibt auch Kleinwagen als SUV – und sogar eine Handvoll elektrisch angetriebene Vertreter vom Alfa Junior bis zum Opel Mokka, wie die Liste zeigt.
Der Vorteil ist der gleiche wie beim Mini-SUV mit Verbrennungsmotor: Man sitzt ein paar Zentimeter höher, kann bequem einsteigen und hat meist ein besseres Raumgefühl – auch wenn die zwar höhere, aber nicht viel längere SUV-Karosserie objektiv gemessen oft nicht mehr Platz bietet als ein konventioneller Elektro-Kleinwagen.
Elektro-Kleinwagen mit guter Reichweite
Die reichweitenstärksten Vertreter schaffen nach WLTP-Norm mehr als 400 Kilometer (siehe Tabelle), doch der eher theoretische Wert ist auf der Autobahn und im Winter nicht zu erreichen, dessen sollte man sich bewusst sein.
Diese Modelle kommen 2026 neu

Angekündigt sind für 2026 weitere Modelle. So wird der neue Cupra Raval in den nächsten Wochen zu den Händlern geschickt. Er ist der erste Vertreter der Volkswagen-Konzernoffensive bei kleinen E-Autos. VW selbst wird kurz darauf mit dem VW ID. Polo folgen, ein wenig später im Jahr kommen die nutzwertigeren SUV-Ableger mit höherer Karosserie: Škoda Epiq und VW ID. Cross. Konkurrenz dürften die beiden Kleinwagen-SUVs von Leapmotor in Form des B03X bekommen, vor allem preislich gesehen.
Eine gute Nachricht für die Fans des Smart Fortwo: Die deutsch-chinesische Marke will den lang ersehnten #2 2026 zumindest noch zeigen, die Markteinführung wird aber wohl erst im kommenden Jahr stattfinden. Mit stadttauglichen Mini-Maßen soll er wieder zum Parkwunder werden.
Das Comeback von Lancia in Form des lange angekündigten elektrischen Ypsilon werden wir in Deutschland wohl nicht mehr erleben. Wie es mit der Marke an sich weitergeht, steht ohnehin in den Sternen. Und auch Nios Einstiegsmodell Firefly hat sich mittlerweile so sehr verspätet, dass eine Markteinführung hierzulande ungewiss geworden ist.
Preis: Günstige Elektro-Kleinwagen?

Was kostet ein kleines Elektroauto? Wer die obige Liste anschaut, dürfte sich bei manchen Modellen verwundert die Augen reiben. Elektro-Kleinwagen mit hoher Reichweite sind selten unter 30.000 Euro Listenpreis zu haben, weil die Antriebsbatterie einfach noch sehr teuer ist.
Günstigere Neuerscheinungen wie Hyundai Inster, Fiat Grande Panda Electric, Citroën ë-C3, BYD Dolphin Surf und Renault Twingo zeigen zumindest, dass E-Autos nicht mehr exorbitant teuer sein müssen und es auch erschwinglicher geht.
Bei sehr günstigen Modellen wie dem Leapmotor T03 oder dem Dacia Spring Electric muss man mit Abstrichen bei der Alltagstauglichkeit klarkommen. Zu bedenken ist: Die angegebene Normreichweite in der Tabelle ist nur unter besten Voraussetzungen zu schaffen. Die vom ADAC gemessenen Reichweiten liegen meist darunter.
Rechner für die E-Auto-Förderung
Noch günstiger wird es mit der staatlichen E-Auto-Förderung. Mit diesem Rechner finden Sie unkompliziert heraus, wie hoch der Zuschuss vom Staat für ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybrid ist.
E-Auto-Förderrechner 2026
Sie können die Förderung auch fürs E-Auto-Leasing nutzen. Um herauszufinden, wie sich Ihre Leasing-Rate verändert, können Sie diesen Rechner nutzen. Übertragen Sie dafür einfach die Fördersumme aus dem E-Auto-Förderrechner in den ADAC Leasing-Optimierer.
Die besten und schlechtesten E-Kleinwagen
Wie haben die Elektro-Kleinwagen im ADAC Test insgesamt abgeschnitten? Grundsätzlich gut. Die meisten Modelle bewegen sich mit Testnoten zwischen 2,1 und 2,5 im empfehlenswerten Bereich.
Wie immer lohnt es sich aber, auf die einzelnen Stärken und Schwächen zu schauen. Im folgenden Ranking, das nach Noten sortiert ist, sind die Links zu den ausführlichen Testberichten mit allen technischen Angaben hinterlegt, die genau dazu Aufschluss geben:
| Marke/Modell | Note im ADAC Autotest |
|---|---|
1,9 | |
2,0 | |
2,1 | |
2,2 | |
2,3 | |
2,4 | |
2,5 | |
2,6 | |
3,0 |
Fazit: Es gibt Modelle für jeden Anspruch
Bei den derzeitigen Elektro-Kleinwagen dürfte für jeden Anspruch etwas dabei sein. Zwar wird sich die Auswahl an kleinen E-Autos in den nächsten Jahren stetig verbessern, doch explosionsartig werden sich die kleinen Stromer nicht vermehren. Die Autobauer fokussieren sich nach wie vor eher auf größere, ertragreichere Elektromodelle.




























