Aktuelle Elektro-Kleinwagen: Welche Modelle es gibt – und welche gut sind

• Lesezeit: 5 Min.

Von Jochen Wieler

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Ein Opel Corsa e-F wird an einer Ladesäule geladen
Elektro-Kleinwagen wie der Opel Corsa Electric haben eine akzeptable Reichweite© Opel

Die Auswahl an Elektro-Kleinwagen wird größer. Welche Modelle es gibt, wie es mit der Reichweite aussieht und welche E-Kleinwagen die besten sind. Marktübersicht aller aktuellen E-Kleinwagen, Testergebnisse, Preise.

  • Diese Elektro-Kleinwagen gibt es auf dem deutschen Markt

  • Günstigstes Modell ist der Dacia Spring Electric

  • Testergebnisse: Das sind die besten E-Kleinwagen

Wer einen Kleinwagen als E-Auto sucht, hat zwar noch nicht ganz so viel Auswahl wie bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Doch es werden stetig mehr Modelle: Mittlerweile gibt es ein passables Spektrum an Kleinstwagen und Kleinwagen mit unterschiedlichen Größen, Preisen und Reichweiten.

E-Kleinwagen: Große Batterie, große Reichweite

Grundsätzlich gilt hier wie bei allen Elektroautos: Je leistungsfähiger die Batterie, desto größer die Reichweite – und desto höher der Preis.

Wer ein kleines E-Auto nur als Zweitwagen für die Stadt und zum Pendeln in die Arbeit braucht, dürfte nicht auf eine maximale Reichweite angewiesen sein und kann daher auch ein Modell mit kleiner Batterie zum günstigen Preis wählen.

Bei einem Kleinwagen als Erstauto zählt die Reichweite aber sehr wohl, genau wie das Thema Schnelllademöglichkeit auf Langstrecken. Die sollte grundsätzlich über eine DC-Ladebuchse vorhanden sein, sonst sind längere Autobahnetappen, auf denen nachgeladen werden muss, schlicht nicht möglich. Die Ladedauer an entsprechenden DC-Schnellladesäulen hängt aber auch von der maximal möglichen Ladeleistung des Fahrzeugs ab. Und die kann sehr unterschiedlich ausfallen.

Elektro-Kleinstwagen – also eine Kategorie unter den Kleinwagen – haben wegen ihrer geringeren Grundfläche keinen Platz für üppige Batterien, sodass sie oft weniger Reichweite haben. Die Auswahl in dieser Kategorie wird langsam größer: Hyundai Inster, Fiat 500e, Dacia Spring, Leapmotor T03 und Renault Twingo sind interessante Angebote, die zum Teil sogar für unter 20.000 Euro zu haben sind.

Marktübersicht Elektro-Kleinwagen

In der folgenden Liste hat der ADAC alle auf dem deutschen Markt erhältlichen und bestellbaren Kleinst- und Kleinwagen mit Elektroantrieb zusammengetragen. Aufgeführt sind ausschließlich Neuwagen in den jeweiligen Basisversionen. Die Liste können Sie nach Preis, Reichweite oder Batteriegröße sortieren, indem Sie auf die jeweilige Spaltenüberschrift klicken oder tippen.

ModellPreis ab in EuroReichweite nach WLTP in kmBatterie in kWh brutto / netto

Abarth 500e (42 kWh)

37.990

265

42,2 / 37,8

Abarth 500e Cabrio (42 kWh)

40.990

255

42,2 / 37,8

Abarth 600e Turismo

41.990

344

54 / 51

Abarth 600e Competizione

45.990

344

54 / 51

Alfa Romeo Junior Elettrica 156

39.500

410

54 / 51

Alfa Romeo Junior Elettrica 280

48.500

344

54 / 51

Alpine A290 GT

38.700

380

52 / n. b.

Alpine A290 GT Performance

41.900

364

52 / n. b.

BYD Dolphin Surf Active

22.990

220

30 / n. b.

BYD Dolphin Surf Boost

26.990

322

43,2 / n. b.

BYD Dolphin Surf Comfort

30.990

310

43,2 / n. b.

Citroen e-C3 Urban Range

19.990

212

30 / n. b.

Citroen e-C3 Standard Range

23.300

325

44 /n. b.

Citroen e-C3 Van Urban Range

23.193

212

30 /n. b.

Citroen e-C3 Van Standard Range

27.132

325

44 / n. b.

Citroen e-C3 Aircross Standard-Range

26.490

307

44 / n.b.

Citroen e-C3 Aircross Extended-Range

30.690

400

50 / n.b.

Dacia Spring Electric 70

16.900

221

n. b. / 24,3

Dacia Spring Electric 100

19.700

225

n.b. / 24,3

DS Automobiles DS 3 E-Tense

41.910

400

54 / 51

Fiat 500e (23,8 kWh)

24.990

190

23,8 / 21,3

Fiat 500e (42 kWh)

29.990

331

42 / 37,3

Fiat 500e 3+1 (23,8 kWh)

25.990

190

23,8 / 21,3

Fiat 500e 3+1 (42 kWh)

30.990

320

42 / 37,3

Fiat 500e Cabrio (23,8 kWh)

27.990

190

23,8 / 21,3

Fiat 500e Cabrio (42 kWh)

32.990

313

42 / 37,3

Fiat 600e

31.490

409

54 / 52

Fiat Grande Panda Electric

24.990

320

44 / 43,8

Ford Puma Gen-E

36.900

417

n.b. / 46,8

Ford E-Tourneo Courier

36.830

320

54 / 46

Hyundai Inster (42 kWh)

24.400

327

42 / n.b.

Hyundai Inster (49 kWh)

25.900

370

49 / n.b.

Jeep Avenger Elektro

38.500

400

54 / 51

Kia EV2 (61 kWh)

33.490

453

61 / n.b.

Kia EV2 (42,2 kWh)

26.600

317

42,2 / n.b.

Leapmotor T03

18.900

265

37,3 / 36

MINI Aceman E

30.000

309

42,5 / 38,5

MINI Aceman SE

33.500

405

54,2 / 49,2

MINI Aceman John Cooper Works

42.500

355

54,2 / 49,2

MINI Cooper E

27.500

300

40,7 / 36,6

MINI Cooper SE

31.000

400

54,2 / 49,2

MINI Cooper John Cooper Works Electric

40.000

371

54,2 / 49,2

Nissan Micra (40 kWh)

27.990

317

n.b. / 40

Nissan Micra (52 kWh)

32.990

416

n.b. / 52

Opel Corsa Electric (50 kWh)

29.990

357

50 / 46

Opel Corsa Electric (54 kWh)

31.490

429

54 / 51

Opel Mokka Electric

36.740

403

54 / 51

Opel Mokka Electric

47.300

336

54 / 51

Peugeot e-2008 156

40.700

405

54 / 51

Peugeot e-208 136

36.675

363

50 / 46

Peugeot e-208 156

37.675

432

54 / 51

Renault R4 E-Tech Electric 120 Urban Range (40 kWh)

29.500

308

n. b. / 40

Renault R4 E-Tech Electric 150 Comfort Range (52 kWh)

31.880

409

n. b. / 52

Renault R5 E-Tech Electric 120 Urban Range (40 kWh)

28.000

307

n. b. / 40

Renault R5 E-Tech Electric 150 Comfort Range (52 kWh)

31.000

405

n. b. / 52

Renault Twingo E-Tech Electric

19.900

262

n. b. / 27,5

Stand: April 2026Alle Preise sind Grund- und Listenpreise, die Daten Herstellerangaben. Ausstattungslinien werden nicht extra gelistet, aber verschiedene Batteriegrößen. Reichweiten sind u.a. von Fahrprofil, Temperatur und Tempo abhängig und können in der Praxis variieren.

Tipp: Im ADAC Neuwagenberater finden Sie ausführlichere technische Daten zu allen elektrisch angetriebenen Kleinwagenmodellen.

Bildergalerie: Alle Elektro-Kleinwagen

Kleine Elektroautos gibt es auch als SUV

SUVs müssen nicht immer groß und sperrig sein, es gibt auch Kleinwagen als SUV – und sogar eine Handvoll elektrisch angetriebene Vertreter vom Alfa Junior bis zum Opel Mokka, wie die Liste zeigt.

Der Vorteil ist der gleiche wie beim Mini-SUV mit Verbrennungsmotor: Man sitzt ein paar Zentimeter höher, kann bequem einsteigen und hat meist ein besseres Raumgefühl – auch wenn die zwar höhere, aber nicht viel längere SUV-Karosserie objektiv gemessen oft nicht mehr Platz bietet als ein konventioneller Elektro-Kleinwagen.

Elektro-Kleinwagen mit guter Reichweite

Die reichweitenstärksten Vertreter schaffen nach WLTP-Norm mehr als 400 Kilometer (siehe Tabelle), doch der eher theoretische Wert ist auf der Autobahn und im Winter nicht zu erreichen, dessen sollte man sich bewusst sein.

Diese Modelle kommen 2026 neu

Seitenansicht eines fahrenden Cupra Raval
Der Cupra Raval steht bereits in den Startlöchern© Cupra

Angekündigt sind für 2026 weitere Modelle. So wird der neue Cupra Raval in den nächsten Wochen zu den Händlern geschickt. Er ist der erste Vertreter der Volkswagen-Konzernoffensive bei kleinen E-Autos. VW selbst wird kurz darauf mit dem VW ID. Polo folgen, ein wenig später im Jahr kommen die nutzwertigeren SUV-Ableger mit höherer Karosserie: Škoda Epiq und VW ID. Cross. Konkurrenz dürften die beiden Kleinwagen-SUVs von Leapmotor in Form des B03X bekommen, vor allem preislich gesehen.

Eine gute Nachricht für die Fans des Smart Fortwo: Die deutsch-chinesische Marke will den lang ersehnten #2 2026 zumindest noch zeigen, die Markteinführung wird aber wohl erst im kommenden Jahr stattfinden. Mit stadttauglichen Mini-Maßen soll er wieder zum Parkwunder werden.

Das Comeback von Lancia in Form des lange angekündigten elektrischen Ypsilon werden wir in Deutschland wohl nicht mehr erleben. Wie es mit der Marke an sich weitergeht, steht ohnehin in den Sternen. Und auch Nios Einstiegsmodell Firefly hat sich mittlerweile so sehr verspätet, dass eine Markteinführung hierzulande ungewiss geworden ist.

Preis: Günstige Elektro-Kleinwagen?

Frontansicht eines fahrenden Dacia Spring nach Facelift
Der Dacia Spring ist das preiswerteste E-Auto in Deutschland© Dacia

Was kostet ein kleines Elektroauto? Wer die obige Liste anschaut, dürfte sich bei manchen Modellen verwundert die Augen reiben. Elektro-Kleinwagen mit hoher Reichweite sind selten unter 30.000 Euro Listenpreis zu haben, weil die Antriebsbatterie einfach noch sehr teuer ist.

Günstigere Neuerscheinungen wie Hyundai Inster, Fiat Grande Panda Electric, Citroën ë-C3, BYD Dolphin Surf und Renault Twingo zeigen zumindest, dass E-Autos nicht mehr exorbitant teuer sein müssen und es auch erschwinglicher geht.

Bei sehr günstigen Modellen wie dem Leapmotor T03 oder dem Dacia Spring Electric muss man mit Abstrichen bei der Alltagstauglichkeit klarkommen. Zu bedenken ist: Die angegebene Normreichweite in der Tabelle ist nur unter besten Voraussetzungen zu schaffen. Die vom ADAC gemessenen Reichweiten liegen meist darunter.

Rechner für die E-Auto-Förderung

Noch günstiger wird es mit der staatlichen E-Auto-Förderung. Mit diesem Rechner finden Sie unkompliziert heraus, wie hoch der Zuschuss vom Staat für ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybrid ist.

E-Auto-Förderrechner 2026

Sie können die Förderung auch fürs E-Auto-Leasing nutzen. Um herauszufinden, wie sich Ihre Leasing-Rate verändert, können Sie diesen Rechner nutzen. Übertragen Sie dafür einfach die Fördersumme aus dem E-Auto-Förderrechner in den ADAC Leasing-Optimierer.

Die besten und schlechtesten E-Kleinwagen

Wie haben die Elektro-Kleinwagen im ADAC Test insgesamt abgeschnitten? Grundsätzlich gut. Die meisten Modelle bewegen sich mit Testnoten zwischen 2,1 und 2,5 im empfehlenswerten Bereich.

Wie immer lohnt es sich aber, auf die einzelnen Stärken und Schwächen zu schauen. Im folgenden Ranking, das nach Noten sortiert ist, sind die Links zu den ausführlichen Testberichten mit allen technischen Angaben hinterlegt, die genau dazu Aufschluss geben:

Aktuelle Fahrberichte und Autotests. Kostenlos vom ADAC

Fazit: Es gibt Modelle für jeden Anspruch

Bei den derzeitigen Elektro-Kleinwagen dürfte für jeden Anspruch etwas dabei sein. Zwar wird sich die Auswahl an kleinen E-Autos in den nächsten Jahren stetig verbessern, doch explosionsartig werden sich die kleinen Stromer nicht vermehren. Die Autobauer fokussieren sich nach wie vor eher auf größere, ertragreichere Elektromodelle.