Elektroautos 2020: Das sind die Neuen

11.11.2019

2020 ist das Schlüsseljahr für Elektroautos: Denn nun müssen sie sich endlich als massen- und alltagstauglich erweisen. Ausblick auf alle neuen Modelle 

VW Messestand IAA 2019
Trendsetter: Die ersten 30.000 Exemplare vom VW ID.3 sind praktisch schon ausverkauft
  • Neue Elektroautos werden zunehmend attraktiver und günstiger
  • Prämien sollen erhöht, Ladesäulen gefördert werden
  • VW startet Elektro-Offensive mit ID.3 und konzernweitem Kleinwagen!
  • Kein Hersteller mehr ohne E-Auto oder Plug-in-Hybrid

 

2020 gilt als Schlüsseljahr für die Elektromobilität – dann greifen erstmals verbindlich die von der EU vorgegebenen CO2-Flottengrenzwerte. Jeder Hersteller, der den Flotten-Grenzwert von 95 g CO2/km nicht einhält, muss ab 2021 sogar Strafzahlungen an die EU zahlen. Das können unter Umständen Milliarden-Beträge sein. Zudem hat das EU-Parlament beschlossen, die Grenzwerte in zwei Stufen noch weiter zu verschärfen. 2030 müssen weitere 37,5 Prozent CO2 reduziert sein. Nun wird es allerhöchste Zeit, klimafreundliche Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, die der Kunde akzeptiert.
 
Problem für die Hersteller: Schon bei einem Mittelklasse-Pkw mit Verbrennungsmotor ist es technisch kaum möglich, den Kraftstoffverbrauch so weit zu senken, dass der CO2-Grenzwert von 95 Gramm erreicht, geschweige denn unterschritten wird. In den Klassen darüber ist es praktisch unmöglich. Infolgedessen setzen die Autohersteller auf elektrische Antriebsunterstützung und bieten kurz- und mittelfristig Hybride und Plug-in-Hybride als Übergangslösung an. Brennstoffzellen-Autos sind teuer – und erscheinen eher noch als Zukunfts-Vision. Aktuell sind deshalb Elektroautos mit angerechneten 0 Gramm pro Kilometer das Nonplustra. 

Neue Elektroautos 2020

Reihenfolge nach erwartetem Marktstart
Seitenansicht des Renault Zoe

Renault Zoe

21.900 € + Akkumiete

Ein Facelift beschert dem Zoe auf Wunsch einen noch größeren Akku für noch mehr Reichweite: Die 52 kWh Kapazität sollen bis zu 390 Kilometer garantieren. Die Grundversion des Zoe hat eine 41-kWh-Batterie (316 km Reichweite) und einen etwas schwächeren Motor. Preise: 21.900 €/25.900 € + monatliche Batteriemiete. 

Facelift Renault Zoe: Daten, technische Details, Preise

neues Model  2019  Elektroauto

Mercedes EQC

ab 71.281 €

Oberklasse-SUV, 300 kW Leistung, 390 km Reichweite (WLTP), ab Oktober beim Händler. Grundpreis: 71.281 €.

Elektro-SUV: Mercedes EQC

Elektroauto e.Go Live von schräg hinten

e.GO Life

ab 15.900 €

Kleinwagen mit vier Sitzen, E-Motoren mit 20/24/32 kW Leistung, 3 Akkugrößen, 121/142/184 km Reichweite, ab 15.900 €.

Testfahrt: Elektro-Mini e.Go Life

Peugeot 208 Elektroauto

Peugeot e-208

ab ca. 25.000 – 30.000 €

Vier- bis fünfsitziger Kleinwagen mit 100 kW (136 PS), 50-kWh-Akku, Reichweite 340 Kilometer (NEFZ), Wärmepumpe, drei Lademodi (bis zu 100 kW). Preis ab 30.450 €.

Peugeot 208 Elektro: ab Herbst 2019

Opel Corsa Elektro von vorne

Opel Corsa e

29.900 €

Technik-Bruder des Peugeot e-208. 100 kW (136 PS) Leistung. 330 km Reichweite. Bis 100 kW ladefähig. 29.900 € teuer.

Vorstellung Opel Corsa e: Markteinführung, Daten, Preise 

neues Model  2019  Elektroauto

DS 3 Crossback E-Tense

ab 38.390 €

Mittelklasse-SUV-Coupé für vier bis fünf Personen, 100 kW Leistung, 50-kWh-Akku, mehr als 300 km Reichweite.

Elektro-SUV: DS 3 Crossback E-Tense

Porsche Taycan fahrend

Porsche Taycan

ab 106.000 €

Sportwagen für bis zu vier Personen, 460 kW Leistung, 93-kWh-Akku, Basisversion 4S mit 79-kWh-Akku ab 105.607 €, Turbo ab 152.136 €, Turbo S Topversion ab 185.456 €. Reichweite je nach Version zwischen 380 und 460 km im WLTP-Messzyklus.

Elektro-Sportwagen: Porsche Taycan

Mercedes EQV

Mercedes EQV

Preis: n.b.

Elektrisch angetriebener Van für die Großfamilie oder den Handwerksmeister. Bis zu acht Sitzplätze. 150 kW Leistung, 400 Kilometer Reichweite. 90-kWh-Akku im Wagenboden. Markstart: Ende 2019.

Mercedes EQV: Die elektrische V-Klasse

VW E-Up

VW e-up!

ab 21.975 €

Das Facelift zum Jahreswechsel beschert dem VW e-up! eine 32,3 kWh große Batterie und eine Reichweite von 260 km. Laden funktioniert mit bis zu 40 kW. Preis: 21.975 €. Leasing für 159 € monatl. 
Der Skoda Citigo 2019 in Fahrt fahrend

Skoda Citigo e IV

ab 20.950 €

Das Pendant zu VW e-up und Seat Mii electric. Gleiche Technik, fast identischer Preis, aber anderes Design und andere Ausstattung.

Skoda Citigo e IV: Marktstart, Technik, Daten und Preise

Seat Mii Electric  stehend von der Seite

Seat Mii electric

ab 20.650 €

Parallel zum Facelift des VW e-up erscheint der Seat Mii electric. Motor: 61 kW. Akku: 37 kWh. Reichweite: 260 km. Preis: ab 20.650 €. Leasing für 145 € monatl. 

Seat Mii electric: Der Elektro-Kleinwagen

E-Autos 2020 Update Puzzle

Aiways U5

ca. 35.000 €

Der Aiways U5 wird in China gebaut und soll ab April in Deutschland erhältlich sein. Leistung: 140 kW. Reichweite: 503 km (NEFZ). Vmax 160 km/h  
Front des Mini SE fahrend

Mini Electric

ab 32.500 €

Kleinwagen für bis zu vier Personen, 135 kW Leistung, 33-kWh-Akku, bis 270 km Reichweite, Preis 32.500 €

Mini Elektro: Erste Testfahrt im Erlkönig

Der neue Peugeot 2008-E Elektro im Test Modell 2019

Peugeot e-2008

Preis: n.b.

Auch der Peugeot 2008 bekommt den Antrieb von Opel Corsa und e-208. Heißt 110-kW-Motor und 50-kWh-Akku. Reichweite: 310 km. Preis: noch nicht fixiert.

Der neue Peugeot 2008

Honda E fährt in der Kurve

Honda-e

ab 33.850 €

Kleinwagen für bis zu vier Personen, 110 kW/150 PS Leistung, 200 km Reichweite. Der Basispreis beträgt 33.850 €.

Erster Fahrbericht mit dem Honda-e

Das Heck des neuen VW Elektroauto ID3

VW I.D. Neo

ab unter 30.000 €

Kompaktauto für vier bis fünf Personen, 100 kW Leistung, drei Akkugrößen, Reichweiten von 330 bis 550 km. Grundpreise je nach Akkugröße von 30.000 bis ca. 45.000 €.

VW ID Neo: Testfahrt im Prototyp

VW Multivan

VW T6 Elektro

Preise noch nicht bekannt

Markteinführung des T6.1 mit Verbrennungsmotoren ist für Herbst 2019 terminiert. Die Elektroversion soll von der Firma Abt beigesteuert werden und folgt später.

VW T6 Elektro: Erste Infos zum Elektro-Bulli

E-Autos 2020 Update Puzzle

Mazda MX30

First Edition 33.990 €

Mit seinem 35,5 kWh-Akku soll der MX30 200 km weit fahren. Leistungsdaten sind nicht bekannt. Start: Mitte 2020.

Mazda MX-30: Lifestyle-CUV mit E-Antrieb

Elektroauto Polestar 2 von schräg vorne

Volvo Polestar 2

ab 39.900 €

Elektrische Luxuslimousine mit Platz für vier Personen und einer Reichweite von bis zu 500 Kilometer. Grundpreis mit kleinem Akku: 39.900 €.

Polestar 2: Der Elektro-Volvo aus China

 

E-Autos 2020 Update Puzzle

Opel Vivaro-e

Preis nicht bekannt

Der Opel Vivaro-e bietet sich als Lastesel und Einsatzfahrzeug für Handwerker und Gewerbetreibende an. 1,4 Tonnen kann er aufnehmen. Je nach Akkugröße (50 und 75 kWh) kommt er 200 oder 300 km weit. Ein genauer Markstart ist nicht bekannt.
Silberner BMW ix3 stehend

BMW iX3

ca. 70.000 €

Kraftvoller Mittelklasse-SUV mit Platz für bis zu fünf Personen. 200 kW (270 PS) Leistung. 450 km Reichweite. High-Power-Laden mit bis zu 150 kW möglich. Mutmaßlich 70.000 € teuer.

BMW iX3: Der erste Elektro-SUV aus München

Der neue Sion von Sono Motors Elektroauto 2019

Sono Sion

ab 24.500 €

Innovatives Kompaktauto für bis zu fünf Personen, Zusatzstrom durch Solorpaneele. Voraussichtlicher Preis: 24.500 €. Geplanter Marktstart: zweites Halbjahr 2020.

Sion: Elektroauto von Sono Motors

Heck des Seat El Born stehend

Seat El-Born

Preis: n.b.

Auf den Technik-Bruder des VW ID.3 wird man noch bis mindestens Mitte 2020 warten müssen. Wir erwarten u.a. eine 62-kWh-Batterie für 420 km Reichweite und 150 kW Motorleistung. Auch der Preis sollte nahe an dem des ID.3 mit großem Akku liegen.

Seat El-Born: Erste Infos, Bilder, Daten

Mercedes EQA fahrend von der Seite

Mercedes EQA

Preis: n.b.

Im Mercedes EQA (Basis: B-Klasse) sollen Akkus von 60 bis 110 kWh Kapazität verbaut werden, was für Reichweiten von 400 Kilometern und mehr sorgen soll. Motoren mit drei verschiedenen Leistungsstufen stehen außerdem zur Wahl: 150, 200, und 250 kW könnten es werden.  
Der Audi Q4 e-Tron 2019

Audi  Q4 e-tron

Preis: n.b.

Zweites elektrisch angetriebenes Luxus-SUV von Audi. Akku mit 82 kWh Kapazität für 450 km Reichweite. Marktstart Ende 2020. Mutmaßlicher Preis: ca. 70.000 €.

Audi Q4 e-tron: Elektro-SUV mit 450 Kilometer Reichweite

Blauer Tesla Model Y fahrend

Tesla Model Y

60.980 €

Erst ab 2021 als "Dual Mode Long Range" erhältlich. 5 Sitze plus 2 Notsitze. 505 km Reichweite. 5,1 Sekunden auf 100 km/h. 217 km/h Spitze. Grundpreis: 60.980 €.
neues Model  2019  Elektroauto

Microlino

ab ca. 12.000 €

Kleinstwagen im Retro-Look, zwei Sitze, 15 kW Leistung, 8-kWh- sowie 14,4 kWh-Akku, 125/200 km Reichweite, ab ca. 12.000 €. Der Start der Serienproduktion steht in den Sternen. Auftraggeber und -fertiger liegen überkreuz vor Gericht 

E-Autos 2020 Update Puzzle

Volvo XC40

ca. 45.000 €

Der Volvo XC40 Recharge kommt vermutlich erst zum Ende 2020 auf den Markt. Leistung: 300 kW. Akku: 75 kWh. Reichweite: ca. 400 km (WLTP).
E-Autos 2020 Update Puzzle

Unity One

ab 14.900 €

Der Unity One ist von einem schwedischen Start-up erdacht und durch Crowdfunding finanziert worden. Die Fabrik dafür soll in England gebaut werden – was angesichts des Brexits wohl noch einmal überdacht werden muss. Insofern ist der Markstart auch reichlich fraglich. Ein 22-kWh-Akku soll für 300 km Reichweite sorgen. Auch das klingt wenig realistisch.   

Elektroautos in Deutschland: Wo stehen wir heute?

Von der einen Million an Elektroautos, die ursprünglich von der Politik als Zielmarke für das Jahr 2020 vorgesehen war, ist Deutschland bekanntlich weit entfernt.  Stand Oktober 2019 sind seit 2010 tatsächlich rund 284.000 E-Fahrzeuge zugelassen worden. 126.000 davon sind Plug-in-Hybride. Die von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Fördermittel in Höhe von 600 Millionen Euro sind bis heute nicht ausgeschöpft worden. Ganz offensichtlich waren die Angebote der Hersteller bisher weder preislich attraktiv noch alltagstauglich genug.     

Bei einem Gipfeltreffen im Kanzleramt Anfang November sind weitergehende Fördermaßnahmen und Ziele beschlossen worden. So soll der Umweltbonus jetzt bis ins Jahr 2025 fortgeführt werden. Es stehen Mittel zur Verfügung, mit denen 650.000 bis 700.000 Fahrzeuge gefördert werden könnten, heißt es. Zudem sollen die jeweiligen Umweltboni deutlich angehoben werden.  So soll es beispielsweise für E-Autos zu einem Listenpreis von bis zu 40.000 Euro (netto) zukünftig einen Bonus von 6000 Euro (statt 4000) geben.    

Auch in die Ladeinfrastruktur soll – gemeinsam mit der Industrie – kräftig investiert werden. Die Rede ist vom Aufbau von 50.000 neuen Ladestationen bis 2022. Davon unberührt stehen weiterhin diverse Fördermittel der Länder und Kommunen bereit.  

Eine Übersicht regionaler Förderprogramme für private Ladepunkte hat der ADAC hier zusammengestellt.

Elektro-Minis für 12.000 bis 20.000 €

Zoom-In
eGO Life
Aus Aachen: e-go life für 16.000 €

Modelle, die als Hoffnungsträger für Elektromobilität gelten können, gibt es inzwischen einige. Zu nennen wären etwa der aktuell überarbeitete Renault Zoë oder der Hyundai Kona Elektro. Auch das Tesla Model 3 aus den USA sorgt mittlerweile nicht nur für Aufsehen, sondern schafft es auch auf sehr ordentliche Stückzahlen in Deutschland. Die deutschen Premiumhersteller haben sich naturgemäß erst einmal auf Modelle im hochpreisigen Segment konzentriert: siehe Audi e-tron, Mercedes EQC und Porsche Taycan.

Den e.GO Life  – einen minimalistischen Elektro-Kleinwagen ab 15.900 Euro – hätte es nach den ursprünglichen Planungen bereits 2018 geben sollen. Doch wegen Problemen einzelner Komponenten mussten die Auslieferungen verschoben werden.  Der e.Go Life ist deshalb so interessant, weil er für Fahrten in der Stadt und auf der Kurzstrecke das untere Preissegment bedienen will, bestens geeignet nicht nur für Berufspendler, sondern auch für Pflegedienste, Stadtkuriere, Apotheken und viele mehr.

Auch beim putzigen Kabinenroller namens Microlino knirscht es leider mächtig im Getriebe. Das kleine City- und Kurzstreckenauto wurde von einem Schweizer Unternehmer entwickelt und sollte 2019, so der ursprüngliche Plan, von der in Deutschland ansässigen Artega GmbH produziert werden. Basispreis: 12.000 Euro. Der nur 2,40 Meter lange Zweisitzer ist bis zu 90 km/h schnell und maximal mit einem 14-kWh-Akku bestückt. 10.000 Interessenten hatten das Auto schon vorbestellt haben. Seit einiger Zeit gibt es aber heftige juristische Auseinandersetzungen mit dem Auftragsfertiger. Ein Marktstart steht daher in den Sternen.  

Der VW-Konzern steht unter Strom

Zoom-In
Das neue VW Elektroauto ID3 an der Ladesäule
VW ID.3: Lädt mit bis zu 100 kW, fährt bis zu 550 km weit

Ganz besonders heraus sticht der Volkswagen-Konzern, der sich in der Zukunftsstrategie voll auf Elektromobilität fokussiert. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in China. Schon bis Ende 2022 sollen an 16 Standorten der Welt E-Fahrzeuge produziert werden. Bis zum Jahr 2028 planen die Verantwortlichen, weltweit 22 Millionen Elektroautos zu verkaufen. Dabei spielt die Marke VW im Konzern eine andere Rolle als Audi oder Porsche: Modelle wie der ID.3 oder auch die neuen Kleinwagen im Konzern à la VW e-up! sollen deutlich bezahlbarer sein. Volkswagen eben. Bis 2025 investiert der Konzern mindestens 30 Milliarden Euro in den Bereich Elektromobilität

Das erste Elektro-Modell wird der VW ID.3, vormals I.D. Neo, sein. Ein 4,25 Meter langes Kompaktfahrzeug mit Platz für vier Personen, das mit drei Akkugrößen angeboten wird. Die Reichweiten betragen 330 bis enorme 550 Kilometer. Gebaut wird der ID.3 im VW-Werk in Zwickau, wo die Produktion angelaufen ist. Zunächst ist die Produktion auf 100.000 Fahrzeuge pro Jahr ausgelegt. Der jährliche Maximal-Output soll bei 330.000 Fahrzeugen im Dreischichtbetrieb liegen. Die Elektromotoren sind Eigenentwicklungen und werden im Werk Kassel zusammengebaut.

Als Einsteiger-Version empfiehlt sich das VW-Konzern-Trio Seat Mii, Skoda Citigoe iV und  VW e-up!, alle drei sind abzüglich der Förderungsgelder schon für rund 17.000 Euro zu haben.

Batterien im Wert von 20 Mrd. € bestellt

Damit die Serienproduktion reibungslos funktioniert, muss die Versorgung mit Lithium-Ionen-Akkus gesichert sein. Schon im März 2018 hatte VW bekanntgegeben, Lieferverträge über Lithium-Ionen-Zellen im Wert von 20 Milliarden Euro abgeschlossen zu haben. Die Aufträge gingen an die asiatischen Zellhersteller LG Chem, Samsung SDI (beide Korea) und CATL (China).

Samsung betreibt eine Zellfabrik in Polen, CATL will die Zellen aus einem Werk in Erfurt (Thüringen) anliefern. Die Zellen werden dann von Volkswagen zu Akkus verbaut, sodass zumindest ein Teil der Wertschöpfung in Deutschland stattfindet. Standort der Batteriefertigung ist das Werk Braunschweig. Bis 2025 soll jedes dritte von VW verkaufte Auto ein Elektroauto sein, bis 2030 jedes zweite.

Auch die künftige Versorgung mit Lithium wurde inzwischen gesichert: So hat Deutschland einen Vertrag geschlossen, Lithium aus Bolivien zu beziehen. Die Firma ACISA aus Baden-Württemberg und das bolivianische Staatsunternehmen Yacimientos de Litio wollen jährlich 40.000 bis 50.000 Tonnen Lithiumhydroxid über 70 Jahre aus dem Salar de Uyuni, einem Salzsee mit dem größten Lithiumvorkommen der Welt, fördern. Dabei spielt die Kontrolle über die Arbeitsbedingungen vor Ort und die Vermeidung von Umweltschäden eine wichtige Rolle. Im Hinblick auf den Klimaschutz verspricht Volkswagen, den ID.3 quasi CO2-neutral in die Hände der Kunden zu übergeben. Erreicht werden soll das durch den konsequenten Einsatz von regenerativem Strom in der Produktion sowie auch bei den Zulieferern. Wo immer das nicht realisiert werden kann, gleicht Volkswagen die CO2-Emissionen durch Naturschutzförderung aus.     

Weitere Elektroautos: Schon gefahren & bewertet

Toyota Mirai: Wasserstoff-Elektroauto mit vielen guten Eigenschaften.

Erster Test Jaguar I-Pace: Mit 400 PS, 4,8 Sekunden auf 100 km/h, 480 km Reichweite und Allradantrieb überzeugt Jaguars erstes Elektroauto auf den ersten Blick.

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Audi e-tron quattro: Wie gut ist der Elektro-SUV? Der e-tron quattro ist das erste Elektro-SUV des Ingolstädter Autobauers. Der Preis: ca. 80.000 Euro. Plus: Daten, Video, Details.

Erste Daten und Details zum Mercedes EQC: Der neue Mercedes EQC ist der erste rein elektrische Elektro-SUV von Daimler. Ab Frühjahr 2019 soll der Stuttgarter zu Preisen ab 70.000 Euro erhältlich sein.

Eigene Zellfertigung für Feststoffbatterie

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neues Model  2019  Elektroauto
Der Baukasten von VW mit Unterflurbatterie und Skateboardarchitektur

Mit Beteiligung an einer europäischen Gigafactory setzt Volkswagen langfristig auf eine eigene, unabhängige Zellfertigung. Wenn der nächste Technologiesprung für die Batterien erreicht ist, will VW ebenfalls ganz vorn dabei sein. Schon Ende Juni 2018 erklärte die Zentrale in Wolfsburg, sich an dem US-amerikanischen Start-up QuantumSpace mit 100 Millionen US-Dollar beteiligt zu haben. Das 2010 gegründete Unternehmen hält über 200 Patente bzw. Patentanträge für die sogenannten Feststoffbatteriezellen.

Mit einer Feststoffbatterie würde sich die Reichweite eines E-Golf von 300 Kilometer auf etwa 750 Kilometer erhöhen. Erste Tests von VW mit Feststoffbatterien seien sehr vielversprechend verlaufen, teilte VW mit. Bis 2025 will VW eine Pilotanlage für diesen neuen Batterietyp errichtet haben.

All das zeigt, wie stark sich Volkswagens Zukunfts-Strategie inzwischen auf Elektromobilität fokussiert. Im direkten Vergleich wirken alle anderen Autohersteller – mit Ausnahme von Tesla natürlich – eher noch zurückhaltend. 

Text: Wolfgang Rudschies. Fotos: PR

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