Elektroautos 2021: Das sind die Neuen

Volvo XC-40 an der Ladesäule
Welche E-Modelle kommen neu auf den Markt? Wie kann man sie laden? ∙ © Volvo

Die Automobil-Hersteller gehen zunehmend mit Elektroautos in die Offensive, die Verkaufszahlen steigen rapide an. Wir zeigen, was Sie im Jahr 2021 an weiteren Modellen erwarten dürfen

  • Rund 20 neue Modelle im Jahr 2021

  • Audi, VW, Mercedes mit je zwei neuen E-Autos, BMW mit drei

  • Autos von Start-ups mit Fragezeichen

  • Neuer Wasserstoff-Pkw von Toyota

Alle neuen Modelle 2021: Bitte klicken Sie sich durch

Kleine, günstige Elektroautos

Dacia Spring Electric | Microlino | Uniti One

Schaut man auf die großen Automobilhersteller tut sich beim Angebot von elektrisch angetriebenen Kleinwagen im Jahr 2021 wenig. Zwar arbeitet Volkswagen an einem kleinen VW ID.2, aber der ist wohl nicht vor 2023 erhältlich. Einzig Renault wagt sich 2021 mit einem Mini-SUV, dem Dacia Spring Electric, auf den Markt. Der Clou: Nach Abzug der Förderung kostet der Wagen nur noch etwa 10.000 Euro. Mit einer Akkufüllung soll er über 200 Kilometer weit fahren. Das klingt nach einem super Angebot.

Die wohl ungewöhnlichste Neuheit eines Großserienherstellers ist der Citroën Ami. Der Elektro-Floh bietet auf 2,41 Meter Länge und 1,39 Meter Breite Platz für lediglich zwei Personen und bringt eine elektrische Reichweite von 75 Kilometern mit. Sein Einsatzgebiet ist jedoch stark beschränkt, denn das Wägelchen fährt maximal 45 km/h schnell. Dafür kostet es aber auch nur 6.900 Euro (Preis in Frankreich) und darf schon von Jugendlichen mit Führerschein der Klasse AM gefahren werden. Der Marktstart in Deutschland wird zum Frühlingsbeginn 2021 erwartet.

Kommt die Elektro-Isetta?

Microlino stehend von der Seite
Angebot eines schweizer Start-ups: Microlino und Microletta ∙ © Microlino

Mit Fragezeichen versehen ist das, was von Start-ups im Jahr 2021 auf den Markt kommen soll. Wie etwa der Microlino, ein total süßer Nachbau der Isetta, nur mit Elektroantrieb. Aufgerufen wird ein Preis von 12.000 Euro, der Motor hat 11 kW Leistung, die Akkus haben 8 oder 14,4 kWh Kapazität. Die Reichweiten sollen 125 bis 200 Kilometer betragen. Der Zweisitzer wiegt nur 513 Kilo und wird als Leichtfahrzeug L7 E zugelassen. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 90 km/h und die Leistung beim Aufladen auf 2 kW limitiert. Der Retro-Floh kann auf der Website der Firma vorbestellt werden. Aber ob er auch wirklich in Serie gebaut werden wird, weiß man nicht so recht.

Ein weiterer, völlig unbekannter Newcomer, stammt aus Schweden und wurde durch Crowdfunding finanziert. Der Uniti One ist ein 3,22 Meter kurzes Auto und kann aktuell vorbestellt werden auf der Website des Herstellers. Mögliche Akkugrößen: 12 bis 24 kWh. Reichweiten: 150 bis 300 Kilometer. Der Motor leistet 50 kW (68 PS) und entwickelt 85 Nm Drehmoment. Auch hier dürfte Vorsicht angebracht sein: Bisher hat es noch kein Start-up (außer Tesla) geschafft, ein Elektroauto erfolgreich auf die Straße zu bringen.

ADAC Mitglieder sparen

Günstig Strom laden mit der ADAC e-Charge Card

In Kooperation mit EnBW bietet der ADAC seinen Mitgliedern Zugang zu
mehr als 150.000 Ladepunkten im größten Ladenetz in Deutschland, Österreich und
der Schweiz zu einheitlichen Preisen. Die Kilowattstunde per Wechselstrom-Ladung (AC) kostet einheitlich an jeder Ladesäule 0,29 Euro und per Gleichstrom-Ladung (DC) nur 0,39 Euro.


Elektro-Allrounder der Vernunft

Audi Q4 e-tron | Cupra El Born | Ioniq 5 | Kia EV6 |Mercedes EQA | Opel Combo-e Life | Opel Mokka-e |Renault Kangoo Z.E. | Škoda Enyaq | Sono Sion | Tesla Model Y | VW ID.4 | VW ID.5

In der Mittelklasse greifen die Hersteller jetzt auf breiter Front an. Wobei wir diese Klasse hier bewusst großzügig gefasst haben. Das Spektrum reicht von einem praktischen und vernünftigen Opel Mokka-e, über einen statusträchtigen Mercedes EQA bis hin zu einem von Fans gehypten Tesla Model Y. Letzterer dürfte in vielen Bewertungskriterien Maßstäbe für Elektro-SUVs setzen, basiert die Technik doch auf dem des Model 3 – aber in etlichen Punkten weiterentwickelt.

Umtriebiger VW-Konzern

Draufsicht auf den VW ID. Crozz
VW bringt den ID.4 und den ID.5, ein SUV-Coupé (Foto) ∙ © Volkswagen

Ansonsten wird die Mittelklasse klar von neuen Modellen aus dem VW-Konzern dominiert. Während man den Škoda Enyaq schon eine ganze Weile konfigurieren und bestellen kann, lässt der Audi Q4 e-tron wohl noch bis zum Jahresende auf sich warten. Etwas früher ist mit dem Cupra El Born zu rechnen, einer besonders sportlich verkleideten Version des VW ID.3.

Den Anfang im VW-Konzern macht 2021 der neue Elektro-SUV VW ID.4, der neben dem ID.3 in Zwickau vom Band läuft. Der Wagen stellt seinen Passagieren viel Platz, viel Komfort und eine gute Sicherheit zur Verfügung. Die Reichweite mit der größten Batterie soll 520 Kilometer unter idealen Bedingungen betragen. Mit dem ID.4 bedient Volkswagen weltweit die wichtigsten Automärkte. Deshalb wird das Modell auch in China und den USA gefertigt. Ob es dessen Coupe-Version, der VW ID.5, bis Ende 2021 in die Schauräume der Händler schafft, ist unsicher. Bestellbar wird ihn Volkswagen aber auf jeden Fall noch im Laufe des Jahres machen.

Hyundai mit Ioniq 5 und Kia EV6

Ganz groß rauskommen will der Hyundai-Konzern mit dem Ioniq 5. Das Modell begründet die elektrische Submarke der Koreaner. Der Markstart des Ioniq 5 erfolgt in der zweiten Jahreshälfte 2021. Etwas später, aber auch noch in diesem Jahr erwarten wir den Kia EV6. Der EV6 ist ein Schwestermodell des Ioniq 5 und steht auf derselben Plattform. Die Plattform hilft, den Kaufpreis so niedrig zu halten, dass man im Konkurrenzkampf mit Tesla, VW und den anderen ambitionierten Elektromarken mithalten kann.

Schon im Frühling kommt der neue Renault Kangoo Z.E., der sowohl für Handwerker und Kuriere als auch für Kleinfamilien interessant sein kann. Familien sind auch der Käuferkreis, an den sich Opel mit dem Combo-e Life wendet. Der praktische Hochdachkombi ist mit ein oder zwei Schiebetüren ausgestattet und kommt wahlweise als Kurz- (4,40 Meter) oder XL-Version (4,75 Meter), also in Versionen für bis zu fünf oder sogar bis zu sieben Personen. Seine elektrische Reichweite wird mit 280 Kilometer angegeben. Die Markteinführung erfolgt im Herbst.

Eine spezielle Sonder- und Außenseiter-Rolle spielt der Sion von Sono Motors. Das innovative Auto mit Solarpaneelen an der Karosserie wurde von einem Start-up in München erdacht und in Teilen durch Crowdfunding finanziert. Immerhin scheinen die Münchener wenigstens ein oder zwei finanzstarke Gönner zu haben. Letztlich dürfte aber alles von den Banken abhängen, die das hunderte von Millionen Euro teure Serienprojekt als kreditwürdig ansehen müssen.

Hochpreisige Elektroautos

Audi e-tron GT | BMW i4 | BMW iX | Mercedes EQS | Piech Mark Zero | Porsche Taycan Cross Turismo | Toyota Mirai II

Seitenansicht des BMW iX
Mächtige Erscheinung mit dominanter Niere: BMW iX ∙ © BMW

Audi, BMW, Mercedes, Porsche: In der Oberklasse tummelt sich alles, was Rang und Namen hat. Von den Ingolstädtern kommt der Audi e-tron GT, ein 250 km/h schneller Elektro-Sportwagen, der nicht unter 100.000 Euro zu haben sein wird. Die Münchner schicken nach dem BMW iX3 das viertürige Coupé i4 und den BMW iX ins Rennen, der in einer mächtigen Karosserie nach SUV-Gestaltungsart 500 PS bietet und einen Akku mit bis zu 100 kWh Kapazität im Unterboden beherbergt. Autonom fahren, wie zuvor angekündigt, kann der Koloss zwar nicht, doch steckt in ihm die höchste Rechenleistung, die jemals in einem BMW verbaut worden ist. Da könnte also noch was kommen an technischen Erweiterungen.

Mercedes bringt elektrische S-Klasse EQS

Auf die Attribute von absolutem Luxus und Komfort setzt der Mercedes EQS. Die elektrische S-Klasse wird eine Trutzburg himmlischer Ruhe. Die kolportierte Reichweite beträgt annähernd 700 Kilometer. Damit wäre der Benz das reichweitenstärkste und luxuriöseste Fahrzeug überhaupt auf dem Markt. Über den Preis schweigt sich Mercedes beharrlich aus. Es dürfte aber nicht schwer zu erraten sein, dass die 100.000-Euro-Marke weit überschritten wird.

Für die zweite Karosserieversion des Porsche Taycan, den Porsche Taycan Cross Turismo, werden Kunden ähnlich tief in die Tasche greifen müssen. Und auch der Piech Mark Zero, ein ebenfalls geradezu sündhaft leistungsstarker Sportwagen, ist für Menschen gedacht, denen beim monatlichen Blick auf ihren Kontostand keine Sorgenfalten auf die Stirn wachsen.

Im Vergleich dazu deutlich günstiger kommt der Toyota Mirai in zweiter Generation nach Deutschland. Der Mirai ist bekanntlich ein Elektroauto mit Brennstoffzelle, das keinen Strom, sondern Wasserstoff an der Zapfsäule verlangt. Der Japaner soll mit einer Füllung des flüchtigen Gases 650 Kilometer weit fahren und kostet rund 64.000 Euro.

Ausführliche Informationen zu den Modellen finden Sie in den im Text verlinkten Artikeln.

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