Schönste Urlaubsziele der Welt für 2023

Ein Hoch auf die Azoren – hier die Insel São Miguel, eines der schönsten Reiseziele weltweit
Ein Hoch auf die Azoren – hier die Insel São Miguel, eines der schönsten Reiseziele weltweit© iStock.com/Enrico Pescantini

Immer zum Jahresanfang steht bei vielen die Urlaubsplanung an. Ideen und Vorschläge für Ziele von nah bis fern, von billig bis luxuriös, von pauschal bis individuell.

  • London, Berlin und New York haben immer Saison

  • In Ungarn, Bulgarien und der Türkei ist der Urlaub günstig

  • Traumziele sind die Seychellen und Saint Lucia in der Karibik

Die besten Reiseziele 2023 in einer Bildergalerie

Südtirol, Azoren, London – hier ist immer Saison

Das Sellamassiv in Südtirol und im Trentino ist Ziel für alle Jahreszeiten © Shutterstock/Ondrej Bucek

Auch wenn auf Klimadaten und beste Reisezeiten nicht immer Verlass ist: Es gibt eine Reihe von Reisezielen, die zu jeder Jahreszeit attraktiv sind. Darunter Weltstädte wie Paris, Amsterdam und New York sowie Regionen und Inseln, die im Jahresverlauf unterschiedliche Reisewünsche erfüllen.

Südtirol – für Aktivurlauber und Wellnessfans

Skifahrer finden in den Dolomiten, verteilt auf Südtirol und das südlich angrenzende Trentino, das größte Skigebiet der Welt: Mit nur einem Pass stehen ihnen die 460 Lifte und 1200 Pistenkilometer von Dolomiti Superski offen. Darunter die besonders attraktive Sellaronda, bei der die Wintersportler auf 26 Pisten- und 14 Seilbahnkilometern das Sellamassiv umrunden. Im Frühling beginnt die Wandersaison, die sich im Herbst mit dem Törggelen – der Verkostung des jungen Weins, von Kastanien und rustikalen Gerichten – verbinden lässt. Radfahrende haben die Wahl zwischen anstrengenden Passüberquerungen und Langstrecken in den Tälern wie der Via Claudia Augusta. Die führt entlang der ältesten Römerstraße durch den Vinschgau, über Meran und Bozen weiter in den Süden.

Wer sich gerne passiv erholt, kann in der Therme Meran einen perfekten Tag mit Wellness verbringen. Zu den Indoor-Pools kommen sechs unterschiedliche Saunaerlebnisse wie ein Honigdampfbad und eine Bio-Heusauna. Im Sommer erweitert sich das Angebot mit zehn Außenbecken im Thermenpark, vor der Kulisse von Palmen und Berggipfeln.

Kein schlechtes Gewissen müssen die Gäste von Wellnesshotels wie dem Leitlhof* im Pustertal haben. Der erzeugt das ganze Jahr seine Energie selbst und heizt Außenpool und Sauna nachhaltig und klimaneutral. Dazu kommen Hackschnitzel in die Holzkraftanlage, und auf dem Dach vervollständigt eine Photovoltaikanlage die Energie-Autarkie.

Azoren – Urlaub mit Inselauswahl

Auch auf den Azoren – hier ein Wanderweg auf Terceira – lohnt sich Urlaub ganzjährig © Shutterstock/Danita Delimont

Im Atlantik zwischen Europa und Nordamerika liegen die zu Portugal gehörenden Azoren mit ihrem ausgeglichenen subtropischen Klima. Von Juni bis September gibt es hier die höchsten Temperaturen und geringsten Niederschläge. Das größte Eiland, São Miguel, vereint die Merkmale aller neun Inseln auf sich: steile Klippen und kilometerlange Sandstrände, im Landesinneren imposante Wasserfälle und versteckt gelegene Seen. Dazu heiße Quellen, von Lava geformte Naturpools und Thermalbäder zum Relaxen. Sogar zwei Teeplantagen gibt es hier. Die Hauptstadt, Ponta Delgada, ist mit einer Zwischenlandung in Lissabon zu erreichen.

Wer den höchsten Berg Portugals besteigen will, reist auf die Insel Pico. Dort ragt der gleichnamige Stratovulkan 2351 Meter hoch auf. Flores ist die westlichste Insel und gilt als die unberührteste. Eine Wanderung entlang der Route PR 2 FLO führt durch teils verlassene Dörfer an Ingwerstauden vorbei zu imposanten Wasserfällen. Angra do Heroísmo auf Terceira ist die älteste Stadt der Azoren. Ihr schachbrettartig angelegtes Zentrum mit barocken Palais, Dom und Kapellen zählt seit 1983 zum Weltkulturerbe der Unesco.

London – Weltstadt mit zwölf Monaten Saison

On top: Passagiere im London Eye genießen die Aussicht auf den Palace of Westminster © Shutterstock/Gimas

Teuer sind die Ausblicke auf die britische Hauptstadt London aus dem Wolkenkratzer the Shard und aus dem Riesenrad London Eye. Nur reservierungspflichtig, aber kostenlos ist die Auffahrt zum Sky Garden, dem höchsten öffentlichen Garten der Stadt. Aus 160 Metern Höhe zeigen sich u.a. der Tower und die Tower Bridge, die Krönungskirche Westminster Abbey, die riesige St Paul's Cathedral und das gigantische Kunstmuseum Tate Modern. Im Sommer stehen die Staatsgemächer von Buckingham Palace zur Besichtigung frei. Lohnend sind auch Touren durch den Palace of Westminster, Sitz des Parlaments mit Ober- und Unterhaus sowie Unesco-Welterbe.

Ein Trip in die britische Hauptstadt lohnt sich noch bis mindestens November 2023 besonders für alle Fans von ABBA. Östlich der City wurde eine Arena speziell für die Show ABBA Voyage* errichtet und mit modernster Technik ausgestattet. Ein- bis zweimal täglich stehen dort die vier Bandmitglieder als digitale “Abbatare“ auf der Bühne, begleitet von zehn Livemusikern und präsentieren rund 20 Hits aus 40 Jahren.

Nordzypern, Ägypten, Malta – günstiger Urlaub am Meer

Fast endlos wirkt dieser Strand auf der nordzyprischen Halbinsel Karpaz © Shutterstock/sadullahkisi

Badeurlaub muss nicht viel kosten. Das beweisen der nördliche Teil Zyperns, Ägypten und Malta. Vor allem bei Flugpauschalreisen in der Nebensaison lässt sich dort günstig Urlaub machen.

Nordzypern – Pauschalreisen zum Niedrigpreis

Dank der Zuschüsse vom Tourismus-Ministerium der selbst ernannten "Türkischen Republik Nordzypern" werden Reisen in der Nebensaison sehr günstig angeboten. Ein Haken daran ist, dass der dortige Flughafen Ercan nur mit einem Zwischenstopp in der Türkei zu erreichen ist. An der Ostküste zieht sich zwischen Famagusta und dem Kap Apostolos Andreas an der Spitze der Halbinsel Karpaz eine Kette von Stränden entlang. Besonders der vier Kilometer lange Golden Beach macht mit seinem feinen Sand viel her und ist als Naturpark so gut wie unbebaut.

Viele Hotels gehobener Klasse liegen an den Stränden nahe Salamis, einer antiken Römerstadt mit den Ruinen eines Gymnasiums, eines Forums und einer Therme. Nicht weit ist es von dort nach Famagusta, wo die gewaltige Kathedrale St. Nikolaus nach der Eroberung Zyperns durch die Osmanen zur Lala-Mustafa-Pascha-Moschee umgewandelt wurde.

Auch ein Besuch in Nicosia lohnt sich, zumal Touristen dort problemlos die Grenze in den Süden der Insel, zur Republik Zypern, überqueren können. Highlights der Hauptstadt beider Inselteile sind die gut erhaltene osmanische Karawanserei, die fünf Kilometer lange Venezianische Festungsmauer mit ihren elf Bastionen und die ehemalige Sophienkathedrale, seit dem 16. Jahrhundert Selimiye-Moschee.

Ägypten – Kultur und Badespaß

Badeurlaub in Ägypten lässt sich ideal mit einer Nilkreuzfahrt kombinieren © Shutterstock/givaga

In den Urlaubsgebieten Ägyptens, also vor allem entlang des Nils zwischen Assuan und Luxor und am Roten Meer, ist Urlaub auch im Vier- und Fünfsternehotel bezahlbar. Beliebt sind besonders Kombinationen aus einer Nilkreuzfahrt mit Besuchen der antiken Stätten und Badeurlaub. Besonders beliebt ist Scharm El-Scheich an der Südspitze der Halbinsel Sinai. Das Seebad ist auch bei Tauchern beliebt, die bei Wassertemperaturen zwischen 21 Grad im Januar und 27 Grad im September zu den Korallenriffen im Roten Meer ausschwärmen.

An der Ostküste Ägyptens entstand in den 1980er Jahren das Resort El Gouna auf dem Reißbrett. Im Süden schließt Hurghada an, das außer Badegästen auch Taucher, Schnorchler, Windsurfer, Segler und Hochseeangler anzieht. 20 Kilometer Strände mit weißem Sand umgeben das größte ägyptische Tourismuszentrum am Roten Meer, in dessen Altstadt ein lebhafter orientalischer Basar liegt. Der Jachthafen Hurghadas ist Ausgangspunkt von Touren zu den Riffen im Roten Meer. Südlich davon wurden weitere Tourismusorte wie Makadi Bay, Soma Bay und Marsa Alam angelegt.

Malta – günstiges Bade- und Partyziel

Kein Sand, aber glasklares Wasser: St. Peter´s Pool auf Malta © Shutterstock/trabantos

Klein aber fein zeigt sich die Insel Malta im Mittelmeer zwischen Sizilien und Tunesien. Die Anzahl der Strände ist überschaubar, was bei einer Fläche halb so groß wie Berlin aber nicht verwundert. Mit ihrem feinen Sand eignen sich Golden Bay, Paradise Bay und Mellieha Bay im Norden gut für Familienurlaub. Wer auf Partys und Highlife steht, wird an der St. George’s Bay glücklich, die mitten in der Stadt St. Julian’s an der Ostküste von Malta liegt. St. Peter’s Pool im Süden ist perfekt für Wagemutige, die sich von den Felsklippen ins Meer stürzen. Aber auch Schnorcheln lohnt sich hier im türkisfarbenen klaren Wasser.

Auf der dicht bewohnten Insel blieben Zeugnisse aus allen Epochen der langen Geschichte erhalten: In der Hauptstadt La Valletta, einem Unesco-Weltkulturerbe, zum Beispiel der Großmeisterpalast des Malteserordens und die massive Stadtbefestigung, in Mosta der Dom mit der viertgrößten freitragenden Kirchenkuppel der Welt. Schon in der Bronzezeit war Mdina im Inselinneren besiedelt, später lebten hier Phönizier und Römer. Und aus der arabischen Zeit stammt der Name, der einfach nur “Stadt“ bedeutet.

Türkei, Bulgarien, Ungarn – preiswerte Ferienländer

Eine Badezeremonie im Hamam ist das Highlight eines Türkei-Urlaubs © imago images/blickwinkel

Viel Urlaub fürs Geld, das gibt es in den ost- und südosteuropäischen Staaten außerhalb der Eurozone sowie in der Türkei.

Türkei – zwischen Weltstadt und Badeurlaubsort

Von der schwachen Lira der Türkei profitieren vor allem Urlauber aus der Eurozone. Shopping, Essen-Gehen und das Nachtleben machen dadurch noch mehr Spaß. Dafür und beim kulturellen Angebot ist die Auswahl in der 16-Millionen-Metropole Istanbul besonders groß. Gebetshäuser wie Hagia Sophia, Sultan-Ahmed- und Blaue Moschee beeindrucken durch ihre Größe und den reichen Dekor. Der Topkapı-Palast, bis 1856 Wohnung der Sultansfamilie, ist mit Tausenden bunter Kacheln, geschnitzten Möbeln und riesigen Kristalllüstern verschwenderisch ausgestattet.

Die Zentren des Badetourismus liegen an der Ägäis- und an der Südküste. Dabei zählen Antalya und seine Umgebung fast genau so viele Touristen wie Istanbul. In Çeşme stehen der ausgedehnte Altınkum-Strand mit goldenem Sand und etliche kleine Buchten zur Wahl, in Kaş kommen abseits des Massentourismus Taucher an Riffen und in vielen Unterwasserhöhlen auf ihre Kosten. Der ruhige Ort Belek wirbt mit Wellness und Golf, während in Dalaman mit Jetski, Paragliding, Surfen und Tretbootfahren praktisch jede Variante von Wassersport anbietet.

Bulgarien – preiswerte Ferien am Schwarzen Meer

Albena ist eines der großen Tourismuszentren an Bulgariens Schwarzmeerküste © iStock.com/by-studio

Preiswerter Badeurlaub hat an der Schwarzmeerküste Bulgariens Tradition. Große Ferienzentren wie Albena bieten nicht den Glamour von Ibiza oder Mykonos, aber auch nicht deren zum Teil extreme Preise. Der Goldstrand misst 3,5 Kilometer Länge und bis zu 100 Meter Breite. Seit 1956 entstanden hier über 70 große Hotels, in den letzten Jahren hat sich der Ort zum “Ballermann am Balkan“ entwickelt – samt zehn Discos, “Bierkönig“ und Auftritten von Schlagersängern. Noch größer ist das Angebot am acht Kilometer langen Sonnenstrand mit mehreren Hundert Restaurants, Bars und Clubs sowie über 800 Hotels mit Platz für über 200.000 Urlauber.

Doch Bulgarien hat mehr zu bieten. Im gebirgigen Südwesten entstand im zehnten Jahrhundert das Kloster Rila, heute das größte und wichtigste des Landes. Wegen seiner Architektur mit den rot-weiß-schwarzen Farbbändern an der Kirche Sweta Bogorodiza, der kostbaren Fresken und wertvollen Ikonen zählt Rila zum Unesco-Welterbe. Neben der Hauptstadt Sofia zieht auch Plowdiw viele Reisende an. Sie kommen wegen des Stadions und des Theaters aus der römischen Zeit, der reichverzierten Altstadthäuser aus der Zeit der Bulgarischen Wiedergeburt und zum Opernkunstfestival im Amphitheater.

Ungarn – viel Urlaub für den Euro

Internationale Acts, internationale Besucher: Festival Sziget © Shutterstock/joyfull

Auch in Ungarn bekommen Euro-Touristen viel Gegenwert in Forint. In der Hauptstadt Budapest sind das neogotische Parlamentsgebäude, die Kettenbrücke, der Burgpalast und das Gellért-Thermalbad wichtige Anlaufpunkte. Ein jüngeres Publikum zieht das Festival auf der Donauinsel Sziget* an, wo schon Dua Lipa, Calvin Harris und Ed Sheeran auftraten. Wie eine Basilika wirkt die 1932 eröffnete Stahlkonstruktion der großen Markthalle, deren Fassade mit bunten, glasierten Ziegeln verkleidet ist.

Das zweite große Tourismuszentrum Ungarns ist der fast 80 Kilometer lange Balaton (Plattensee). Dort ziehen Strände, Heilbäder und Thermalquellen Badegäste an – durch die geringe Wassertiefe erwärmt sich das Wasser schnell auf bis zu 28 Grad im August. So eignet sich der See bestens für Familienurlaub. Außerdem wird geangelt, gesegelt, gesurft, Rad gefahren – und am Abend lokaler Wein getrunken. Ganzjährig im warmen Wasser schwelgen lässt sich im größten natürlichen Thermalsee der Welt im Kurort Hévíz.

Montenegro, Griechenland, Sardinien – Ziele für Badeurlaub

Montenegro: Der Strand von Miločer und – rechts im Bild – Sveti Stefan © Shutterstock/Elizaveta Galitckaia

Sommerurlaub ist für viele gleichbedeutend mit Badeurlaub am Meer, und rund um das Mittelmeer gibt es eine riesige Auswahl so genannter Warmwasserziele.

Montenegro – Berge, Strände und ein Fjord

An der fast 300 Kilometer langen Adriaküste Montenegros gibt es hinter den Badestränden eine besonders schöne Kulisse. Das Lovćen-Gebirge ragt bis zu 1749 Meter hoch über der Stadt Budva und der Bucht von Kotor auf. Letztere wirkt wie ein Fjord, an dem zwei mittelalterliche Städtchen liegen. Während eine viereinhalb Kilometer lange Mauer Kotors mittelalterliche Altstadt umgibt, wird Perast mit seinen stattlichen Kapitänshäusern von neun einzelnen Türmen beschützt. Auch einige Strände liegen an der Bucht. Fast zwei Kilometer misst die Slovenska Plaža von Budva weiter südöstlich, die mit Hotels und Lokalen erschlossen ist. Sehr exklusiv ist das Hoteldorf Sveti Stefan, zu dem eine Fischersiedlung auf einer kleinen Insel umgebaut wurde.

Zwischen Ulcinj, der südlichsten Stadt Montenegros, und der albanischen Grenze erstreckt sich die Velika Plaža. Mit 13 Kilometern ist sie der längste Sandstrand an der östlichen Adria. Praktisch für die Kalkulation der Urlaubskasse in Montenegro: Obwohl das Land kein EU-Mitglied ist, hat es den Euro als Währung.

Griechenland – Inseln in riesiger Auswahl

Inbegriff für Urlaub: Ein Drink an einer Beachbar auf Mykonos © Shutterstock/M. Boldrin

Für Badeurlauber bietet Griechenland auf dem Festland – zum Beispiel auf den Halbinseln Chalkidiki und Peloponnes und auf seinen über 3000 Inseln eine riesige Auswahl an Zielen. Im Westen liegen die Ionischen Inseln, von denen Korfu nicht nur ausgedehnte Sand- und Kiesstrände wie den Barbati Beach hat, sondern auch Geschichtsinteressierte anzieht. Für sie lohnen sich zum Beispiel die venezianische Altstadt von Korfu-Stadt und das nahe Achilleion, einst Feriendomizil von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Sisi. Einmalig und nur vom Wasser aus zu erreichen ist der Shipwreck Beach auf Zakynthos, an dem ein Frachter geradezu malerisch vor sich hin rostet.

In der Ägäis ist Mykonos in der queeren Community und bei gutsituierten Mitmenschen ein heißer Tipp. Perfekt erschlossen sind hier Strände wie Super Paradise und Elia. Der relativ naturbelassene und ruhige Strand von Agios Sostis ist textilfrei, aber wegen des Kiesuntergrunds sind Badeschuhe zu empfehlen.

Sardinien – ein Hauch Karibik im Mittelmeer

Südsee-Feeling: Die Cala Brandinchi auf Sardinien hat den Beinamen “Klein-Tahiti“ © Shutterstock/travelwild

Mit ihrem strahlend weißen Sand und türkisfarbenen Wasser wirken manche der versteckten Buchten Sardiniens geradezu karibisch. Viele sind von schroffen Felsformationen eingerahmt, wie zum Beispiel die schwer zugängliche Cala Mariolu an der Ostküste. Hierher gibt es geführte Trekkingtouren, leichter ist aber die Anreise per Boot ab Arbatax, Cala Gonone und Santa Maria Navarrese. Und wer es sich leisten kann – die Insel ist kein Billigreiseziel – mietet sich selbst ein Boot. Die vielen Meeresbewohner entdeckt man am besten beim Schnorcheln.

Mit dem Auto besser erreichbar ist die Cala Brandinchi im Nordosten, die ihren Beinamen “Klein-Tahiti“ verdient: Der Sand pudrig fein, das Meer azurblau. Wer die Abwechslung sucht, spaziert über eine bewaldete Landzunge nach Süden zum Strand Lu Impostu. Eine 148 Meter hohe Felsnadel markiert die Cala Goloritzè, über das Meer und auf einer eineinhalbstündigen Wanderung mit spektakulären Aussichten zu erreichen. Weitläufig und bestens aus der sardischen Hauptstadt Cagliari zu erreichen ist dagegen die rund zehn Kilometer lange Costa Rei im Südosten.

Israel, Sizilien, La Palma – Urlaub im Warmen

Über der Altstadt von Jerusalem leuchtet die Kuppel des Felsendoms © Shutterstock/trabantos

Winter, Kälte, Schmuddelwetter … manche Menschen wählen als Alternative dazu einen Urlaub in der Wärme oder gleich das Überwintern im Süden.

Israel – kleines Land mit großer Vielfalt

Am Übergang von Afrika nach Asien hat Israel zwar nur die halbe Fläche der Schweiz, aber dank unterschiedlicher Klimazonen ganzjährig Saison. An seiner Südspitze, in Eilat, sinkt die Wassertemperatur des Roten Meeres nie unter 18 Grad, und pro Monat gibt es im dortigen Wüstenklima maximal zwei Regentage. Das Mittelmeer bei Tel Aviv wird zwar etwas kühler, aber die Zahl der Sonnenstunden pro Tag liegt nie unter sieben – November bis Januar – und im Juli sogar bei elf.

Wegen der Übersichtlichkeit des Landes sind Rundreisen nie mit langen Tagesetappen verbunden. So kommt man zügig vom internationalen Flughafen Ben Gurion nach Jerusalem und landet dort im Zentrum der drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Schon eine Tour auf der Stadtmauer bietet genug Einblicke in die Jahrtausende alte Geschichte der Stadt. Weitere Ziele sind das Tote Meer mit der weltweit einzigen Gelegenheit, bewegungslos auf dem Wasser zu treiben, die sehr orientalisch wirkende Stadt Akkon im Norden und der grüne Norden mit dem See Genezareth und der Kreuzfahrerburgruine Montfort.

Sizilien – mildes Klima auch im Winter

Sonne und Wärme statt Winterkälte: Griechisches Theater in Syrakus auf Silzilien © Shutterstock/ali caliskan

Bei durchschnittlich fast 22 Grad liegt die Höchsttemperatur in Palermo, der quirligen Hauptstadt Siziliens. Mit etwas Glück lässt sich dort und auf der größten Mittelmeerinsel Weihnachten in der Sonne verbringen. Auch hier ist eine Rundreise mit überschaubaren Tagesetappen verbunden und könnte sich zum Beispiel an den dicht gesäten historischen Stätten orientieren: In Syrakus hinterließen die Griechen ein heute noch sehr gut erhaltenes Theater für 15.000 Zuschauer, das im Sommer mit Theater und Konzerten auflebt.

Spuren aus der Zeit des Römischen Reiches sind unter anderem das antike Theater in Taormina und die mit wunderbaren Mosaiken ausgelegte Villa del Casale in Piazza Armerina. Das bestens erhaltene Castello Ursino in Catania zeugt von der Herrschaft des Stauferkönigs Friedrich II. Im Stil des sizilianischen Barocks entstand ab 1703 die Stadt Noto im Süden der Insel. Erst 1994 fertiggestellt wurde die fast 75 Meter hohe Wallfahrtskirche Santuario della Madonna delle Lacrime in Syrakus.

La Palma – voller Wärme und Grün

Typisch für La Palma sind Felsbadepools wie der Charco azul © Shutterstock/vasanty

Weil Wälder aus Kiefern, Lorbeer-, Drachen- und anderen Bäumen 40 Prozent ihrer Fläche bedecken, wird die kanarische Insel La Palma auch Isla Verde – Grüne Insel – genannt. Das Wanderparadies ist auch für Geologen interessant, die im Süden an den Vulkanen San Antonio, San Martin und Teneguía besonders interessante Routen finden. Wie aktiv die Erde dort ist, zeigte zuletzt der Ausbruch des Cumbre Vieja Ende 2021. Rund um die tropfenförmige Insel liegen Strände aus schwarzem Lavasand und Naturschwimmbecken wie La Fajana, in die das Wasser des Atlantiks schwappt.

Das Inselinnere bildet der Nationalpark Caldera de Taburiente, fast komplett umgeben vom zehn Kilometer langen Gebirgszug Cumbre Nueva. Von dessen mit 2426 Metern höchsten Berg, dem Roque de los Muchachos, ist der oft von Nebel gefüllte Krater bestens zu überblicken, und auch die anderen Kanaren Teneriffa, El Hierro und La Gomera zeigen sich am Horizont. Weil hier oben ideale Bedingungen für die astronomische Beobachtungen herrschen und es zum Beispiel keine Lichtverschmutzung gibt, wurde eines der größten Observatorien weltweit errichtet.

Seychellen, Neuseeland, Trentino – traumhafte Orte

Wie im Traum: Strand auf der Seychelleninsel La Digue © IMAGO/Zoonar

Sehnsuchtsziele sind über die ganze Welt verstreut, und besonders oft werden damit Palmenstrände, Regenwälder und Bergmassive verbunden.

Seychellen – Trauminseln im Indischen Ozean

Mai bis Oktober sind auf den Seychellen im Indischen Ozean normalerweise überwiegend trockene Monate. Mahé, die größte Insel, wird im Morne Seychellois über 900 Meter hoch. Im gleichnamigen Nationalpark lohnen sich Wanderungen zwischen Klippen, Granitfelsen und Regenwald. An den schwarzen Lavasandstränden im Südwesten ist beim Baden wegen Strömungen Vorsicht geboten. Unbeschwerter ist die weite Beau Vallon Bay im Norden zu genießen, an der die meisten Hotels der Insel stehen.

Anse Kerlan und Anse Lazio auf der Insel Praslin gehören zu den schönsten Sandstränden der Welt. Im Inselinneren bewahrt das mystisch anmutende Unesco-Weltnaturerbe Vallée de Mai den größten Bestand der Coco de Mer mit ihren bis 50 Zentimeter langen Nüssen. Wer noch nie auf La Digue war, kennt trotzdem ihre Traumbuchten wie Pointe Source d’Argent aus Werbespots, etwa für Bacardi. Das Ufer ist mit rosa Granitfelsen durchsetzt, über das seichte Wasser kann man in transparenten Kayaks paddeln. Ganz in der Nähe gedeihen im L’Union Estate Park Vanille, Chili, Muskat und andere Gewürze – ein perfektes Souvenir.

Neuseeland – Naturparadies und Filmlocation

Nur in Neuseeland – mit etwas Glück – zu sehen: Ein Kiwi © Shutterstock/John Carnemolla

Am “schönsten Ende der Welt“ sind auf einer Fläche wie Westdeutschland fast alle Landschaften der Welt zu finden: Regenwälder, ausgedehnte Sandstrände mit hohen Dünen, über 3700 Meter hohe Gebirge und aktive Vulkane. Dass die zwei Hauptinseln Neuseelands noch nicht ganz “ausgereift“ sind, zeigt sich an kochenden Seen und Geysiren und am Kerosine Creek, einem von natürlichen heißen Quellen "geheizten" Süßwasserfluss.

Für Aktivurlauber bietet die Süd- noch ein bisschen mehr als die Nordinsel. Queenstown ist Ausgangspunkt für Fernwanderwege und Zentrum von Mountainbikern, Bungeespringern und Paraglidern. Wappentier ist der Kiwi, ein flugunfähiger Vogel, der sich mit etwas Glück zum Beispiel auf Stewart Island ganz im Süden zeigt. Seine dramatischen Szenerien machen Neuseeland zum begehrten Filmdrehort, hier drehte der einheimische Regisseur Peter Jackson die mit zusammen 17 Oscars ausgezeichnete Trilogie "Herr der Ringe" und "Der Hobbit". Fans können Touren zu den Locations unternehmen.

Trentino – Aktivurlaub vor Traumkulisse

Eine Berghütte in der Brenta-Gebirgsgruppe des Trentino © iStock.com/johannes86

Im jährlichen Ranking der Lebensqualität italienischer Städte landete Trient Ende 2022 auf Platz eins. In der Hauptstadt der autonomen Provinz Trentino rahmen der Dom im lombardisch-romanischen Stil und der mittelalterliche Palazzo Pretorio den Domplatz. Im Kontrast dazu das 2013 eröffnete Museum der Wissenschaft, bei dem Architekt Renzo Piano vorwiegend auf lokale Baumaterialien setzte.

Senkrechte Felstürme und massive -wände machen die Gebirgsgruppe Brenta zu einem absoluten Highlight der Alpen und Traumziel für Klettersteiggeher und "ernsthafte" Kletterer. In der Cima Brenta erreicht die Benta fast 3152 Meter Höhe, dazwischen sind der Lago di Tovel und der Lago di Molveno eingebettet. Letzterer ist mit seiner Fauna von Seesaiblingen, Felchen und Hechten bei Anglern sehr populär. Skifahrer und Langläufer zieht es nach Cavalese, einem typisch italienischen Städtchen mit den Skigebieten Alpe Cermis und Val die Fiemme, die weitläufige Pisten in allen Schwierigkeitsgraden bieten.

Dubai, Saint Lucia, Südafrika – Luxus-Reiseziele

Groß, größer, Dubai: Das Luxus-Reiseziel mit dem Riesenrad Dubai Wheel © Shutterstock/Creative Family

Wenn Geld keine Rolle spielt, stehen weltweit luxuriöse Hotels, Resorts und Lodges bereit, die ihren Gästen (fast) alle Wünsche erfüllen.

Dubai – immer neue Rekorde

In der Stadt Dubai, Hauptstadt des gleichnamigen Emirats zum Beispiel, gibt es im Burj Al Arab natürlich keine gewöhnlichen Hotelzimmer, sondern nur zweistöckige Suiten ab 169 Quadratmetern aufwärts. Hier checkt ein Butler die Gäste ein, nachdem sie den Transferservice mit einem Rolls-Royce oder einem Helikopter in Anspruch genommen haben – der hauseigene Hubschrauberlandeplatz liegt in über 200 Metern Höhe. Die über 8000 Quadratmeter Blattgold der Innenausstattung beeindrucken eine Kundschaft, die auf Bling-Bling steht.

Eleganter wirkt das Armani Hotel, das die ersten 38 Etagen des höchsten Bauwerks der Welt einnimmt. Auf Gold muss aber auch im Burj Khalifa niemand verzichten, denn 2011 wurden zwei Automaten in Betrieb eingeweiht, an denen man statt Bargeld Goldbarren ziehen kann. Mit ständig neuen Weltrekorden bleibt Dubai im Gespräch: 2018 eröffnete der Dubai Frame, mit 150 mal 93 Metern der größte Bilderrahmen der Welt, 2021 das Ain Dubai, mit 260 Metern das größte Riesenrad auf dem Globus.

Saint Lucia – noble Resorts und Regenwald

Mehr Luxus geht kaum: Ein Nobelhotel auf Saint Lucia © iStock.com/Thomas Fluegge

Schon zum vierzehnten Mal wurde die kleine Karibikinsel Saint Lucia* als das weltweit führende Flitterwochenziel ausgezeichnet. Man muss aber nicht unbedingt heiraten, um es sich zum Beispiel im Jade Mountain* gut gehen zu lassen. Auch in diesem Hotel gibt es keine schnöden Zimmer, sondern 24 "Sanctuaries", also Zufluchten. Zu ihrem Interieur gehören Böden aus 20 nachhaltig verarbeiteten Holzarten, Whirlpools, Himmelbetten und – statt einer vierten Wand – ein privater Infinity Pool. Rund um die Uhr steht ein Butler, hier "Major Domo" genannt, zu Diensten.

Die Sanctuaries sind auf die beiden unwirklich schönen Pitons ausgerichtet, zwei zuckerhutförmige Vulkankegel und Wahrzeichen Saint Lucias. Hier im Süden überwiegen schwarze Sandstrände und laden die Schlammbäder von Soufrière zum Entspannen ein, während sich im Nordwesten die hellsandige Rodney Bay entlangzieht. Dichter Regenwald mit Wasserfällen bedeckt große Teile des Inselinneren, von oben lässt er sich von einer Zipline bestaunen.

Südafrika – Luxuslodges in der Natur

Luxuriös ausgestattet sind die Quartiere auf dem südafrikanischen Weingut Babylonstoren © Shutterstock/A. Emson

In Südafrika lässt sich Luxus mit Naturerlebnis verbinden. In Nationalparks und Private Game Reserves sind Safari Lodges mitten in der Natur angelegt und ermöglichen oft, vom noblen Domizil aus Elefanten, Giraffen, Büffel und Nashörner zu beobachten. Vor allem, wenn für die Tiere dort eine Wasserstelle finden. Im privaten Reservat Sabi Sabi zum Beispiel liegen gleich vier dieser Resorts mit jeweils fünf Sternen. Perfekt in die Umgebung eingepasst ist die Earth Lodge, deren 13 Suiten mit privaten Pools, verglasten Bädern und Holzskulpturen des südafrikanischen Künstlers Geoffrey Armstrong ausgestattet sind. Im Weinkeller lagern 6000 Flaschen. Geführte Touren per Jeep oder zu Fuß sind eingeschlossen.

Traumhafte Unterkünfte liegen auch rund um das Weinanbaugebiet um Stellenbosch und entlang der Küsten des Atlantischen und des Indischen Ozeans. Letztere wird von der knapp 370 Kilometer langen Garden Route erschlossen, die nach dem Garten Eden benannt wurde – ein kleiner Hinweis auf die landschaftliche Schönheit. Höhepunkte sind die Lagunen von Knysna, die ausgedehnten Sandstrände von Plettenberg Bay und der Garden Route National Park.

Rio de Janeiro, Hawaii, São Tomé – Top-Reiseziele

Rio de Janeiro bei Nacht: Die Stadt liegt im gleichnamigen Bundesstaat Brasiliens © Shutterstock/Vinicius Tupinamba

Schon die Namen dieser Destinationen klingen verlockend. In Brasilien, im Pazifik und vor der afrikanischen Küste liegen diese Nummer-eins-Ziele.

Rio de Janeiro – Traumstadt und reizvoller Bundesstaat

Der brasilianische Bundesstaat Rio de Janeiro bietet genug für eine mehrwöchige Reise. Die gleichnamige Stadt überblickt man am besten vom zentrumsnahen Zuckerhut, zu dem eine Seilbahn hochführt, oder vom Corcovado mit der Christusstatue, der mit einer Zahnradbahn zu erreichen ist. Die königliche Bibliothek*, 1887 im neomanuelinischen Stil errichtet, zählt mit ihren geschnitzten Holzregalen und Statuen im Lesesaal zu den schönsten der Welt. Das Museum zeitgenössischer Kunst* von 1996 in Niteroi, erreichbar mit der Fähre, erinnert mit seiner kreisrunden Form, 16 Metern Höhe und 50 Metern Durchmesser an ein Ufo.

Im Hafenstädtchen Parati blieb der portugiesische Kolonialbarock aus dem 17. Jahrhundert mit weiß gestrichenen Häusern mit bunten Fenster- und Türumrandungen an Kopfsteinpflasterstraßen unverändert erhalten. Der größte Teil der Atlantikinsel Ilha Grande ist mit seinem Regenwald voller Brüllaffen und Papageien als Nationalpark geschützt. Ausflugsboote bringen Besucher zu den schönsten der 86 Strände der Insel, die nur vom Wasser aus zugänglich sind.

Hawaii – Surfen und Sonnenbaden in den Tropen

Ein Surfer in einer Tube – einer röhrenförmigen Welle – vor Hawaii © iStock.com/Daniel Goldin

Unter den acht größeren Inseln des tropischen Archipels ist Oahu die bevölkerungsreichste. Die meisten Besucher landen in der Hauptstadt Honolulu, und viele kommen zum Surfen hierher – schließlich wurde der Sport, auf einem Brett stehend die Wellen zu reiten, hier erfunden. Der Strand unterhalb des Vulkankraters Diamond Head eignet sich besonders für Anfänger. Profisurfer – und Zuschauer – dagegen pilgern zum Surfspot Jaws auf der Insel Maui, wo sich die Wellen bis zu 18 Meter hoch aufbauen und Monsterröhren erzeugen.

Ebenfalls auf Maui kommen aber auch Strandurlauber beim Sonnen und Baden auf ihre Kosten. Hier führt eine kurze, aber anstrengende Wanderung zu einem der wenigen roten Sandstrände weltweit. Seine Farbe verdankt der Kaihalulu Beach dem eisenhaltigen Boden, dazu bilden die tiefgrünen Eisenholzbäume und der knallblaue Pazifik wunderschöne Kontraste. Die Napali Coast auf der Insel Kauai mit ihren schroffen Klippen, Höhlen, versteckten Stränden und himmelblauen Gewässern kennen Kinofans aus "Jurassic Park".

São Tomé und Príncipe – Topziel ohne Massen

Der Pico Cão Grande, ein Vulkanschlot auf der Insel São Tomé © Shutterstock/mbrand85

Die beiden Inseln sind ein unabhängiger Staat* auf Äquatorhöhe vor der afrikanischen Westküste. Sie haben zusammen etwa die Fläche Rügens, aber nur einen Bruchteil von dessen Besuchern. Ein artenreicher Regenwald mit allein 19 endemischen Vogelarten bedeckt große Teile der Hauptinsel, die im Wesentlichen aus erloschenen Vulkanen wie dem Pico Cão Grande besteht. Für an Botanik interessierte Wanderer gibt es hier viel zu tun. Entspannung bietet eine Vielzahl meist menschenleerer Sandstränden wie die Praia Micolo an der Nordküste.

Einst war das Land der größte Kakaoproduzent der Welt, heute ist der Schokoladenrohstoff immer noch der wichtigste Exportartikel. Auf einigen der Kakao- und Kaffeeplantagen, den Roças, lässt es sich sehr stilvoll übernachten, zum Beispiel auf der Sundy Lodge auf der kleineren Insel Principe. Tierfreunde haben zwischen Juli und Oktober gute Aussichten beim Whalewatching, danach sind Schildkröten bei der Eiablage an den Stränden zu beobachten.

Außergewöhnliche Orte in Deutschland

Beispiel eines "Lost Place": Der still gelegte Spreepark nahe Berlin © Shutterstock/Takako Picture Lab

Wer an ganz besonderen Orten Urlaub machen oder einen originellen Tagesausflug dorthin unternehmen möchte, muss Deutschland gar nicht verlassen.

Lost Places – der Reiz des Vergänglichen

Eine ganze Reihe stillgelegter Fabriken, aufgegebener Hotels, ehemaliger Freizeitparks und Schwimmbäder, so genannte Lost Places, ziehen Nostalgiker und Fans des Morbiden an. Darunter der 1969 im Osten Berlins eröffnete Kulturpark Plänterwald mit seinem 45 Meter hohen Riesenrad, der einzige Freizeitpark der DDR. Nach der Wiedervereinigung modernisiert musste das Areal 2002 schließen. Derzeit wird es wieder runderneuert und soll 2026 als Standort für Kunst und Kultur wieder eröffnen. Bis dahin ist bei Führungen noch der einzigartige Charme des verwilderten, stillgelegten Spreeparks zu erleben.

Mikroabenteuer – dem Alltag entfliehen

Wildes Deutschland: Für einen Tag unterwegs mit Galloways © Shutterstock/Peter Bay

Kleine Fluchten aus dem Alltag, also Mikroabenteuer, gibt es in vielen Formen in ganz Deutschland. Ein Beispiel: Durch die Wälder des Naturschutzgroßprojekts Senne und Teutoburger Wald streifen rund 40 halbwilde Rinder aus Schottland und 20 kleine Ponys aus England. Nahe kommt man den Tieren auf geführten Wanderungen und Kutschfahrten mit Naturparkführern. Vor den Weidekoppeln informieren Infotafeln zum richtigen Verhalten. Die Hochlandrinder sind sehr sanftmütig, besonders wenn der Mensch einen Abstand von 20 Metern respektiert.

Baumhaushotels – Ferien in luftiger Höhe

Abenteuer mit Komfort vereint das Baumhaushotel der Oase Weil © Oase Weil/Nico Seeger

Abenteuer light bieten auch die in ganz Deutschland bestehenden Baumhaushotels. Etliche von ihnen verfügen über Heizungen und machen somit das Übernachten in luftigen Höhen ganzjährig möglich. Die neun fantasievoll-bunten Wipfelsuiten der Oase Weil zwischen Stuttgart und Tübingen sind mit komfortablen Betten, Küche, Bad mit Dusche und WC, Heizung sowie Balkon mit Blick ins Tal, auf Wiesen und Wald ausgestattet. Zum Service gehören ein Frühstück mit vegetarischen und regionalen Produkten sowie kletterfeste Hausschuhe zum Mitnehmen. Auch Ayurveda-Massagen werden angeboten in der Oase im Naturpark Schönbuch.

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Helmuth Meyer
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