Sehenswürdigkeiten in Amsterdam – Museen und mehr

Amsterdam
Amsterdams Oude Kerk ist dem Stadtpatron Sint Nicolaas geweiht ∙ © Shutterstock/S-F

Amsterdam ist mit international bekannten Museen und anderen Sehenswürdigkeiten ein Top-Reiseziel. Tipps zum Entdecken und Genießen.

  • Eine Boots-Tour durch die Grachten bietet Orientierung

  • Ins Rijksmuseum und Van Gogh Museum locken Werke von Weltruf

  • Fußballfans besuchen das größte Stadion der Niederlande

Mit rund fünf Millionen Touristen pro Jahr, die für zehn Millionen Übernachtungen sorgen, ist Amsterdam das wichtigste Reiseziel der Niederlande. Aus allen Epochen von der Stadtgründung 1275 bis in die Jetztzeit gibt es hochkarätige Attraktionen.

Zu den Sehenswürdigkeiten erhalten Sie mit einem Klick Öffnungszeiten und Preise, Adressen und Telefonnummern sowie eine Beschreibung.

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Touren zu Wasser und zu Land

Ein ausflugsboot in Amsterdam auf einer Gracht
Die bequemste Art der Stadtbesichtigung: Eine Fahrt auf den Grachten ∙ © Shutterstock/fritz16

Um sich in den Straßen und 165 Grachten zurecht zu finden, machen Sie am besten zu Beginn Ihrer Reise eine Rundfahrt auf einem der rund 110 Ausflugsboote*. Dank ihrer Glasbedachung bieten sie zu jeder Jahreszeit gute Ausblicke auf Sehenswürdigkeiten und Alltagsleben. Individueller geht das mit einem angemieteten Elektroboot*, aus eigener Kraft ist man mit dem Tretboot* unterwegs.

Die Zahl der Fahrräder in Amsterdam übersteigt mit 880.000 leicht die der Einwohner. An Verleihern mangelt es ebenso wenig wie an organisierten Touren*. Diese führen zum Beispiel durch das szenige Jordaan-Viertel, zu den architektonisch interessantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und in das Tulpenzuchtgebiet Keukenhof.

im Rembrandmuseum in Amsterdam
Rembrandts "Nachtwache" zählt zum nationalen Kulturerbe der Niederlande ∙ © Shutterstock/Alexander Tolstykh

Auch für Fans des Barock-Künstlers Rembrandt van Rijn* gibt es spezielle Touren. An der Route liegt u.a. das Waaggebouw, wo einst die Chirurgen- und die Malergilde ihren Sitz hatten – so erhielt Rembrandt den Auftrag für sein Werk "Anatomiestunde". Im Rijksmuseum hängt sein wohl bekanntestes Gemälde, die "Nachtwache", in der Oude Kerk wurden drei Kinder des Meisters getauft. Der Höhepunkt ist das Museum Het Rembrandthuis, wo Rembrandt fast 20 Jahre lang wohnte und arbeitete. Anonym bestattet wurde der am Ende seines Lebens verarmte Künstler 1669 in der Westerkerk.

Ab ins Museum

Das eYE Filmmuseum in Amsterdam von der Wasserseite aus
Futuristisch: Das Filmmuseum hat einen Bestand von 46.000 Streifen ∙ © Shutterstock/jan kranendonk

Von den 51 Museen Amsterdams sind mehrere weltbekannt und zählen zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dabei ist diese aber keineswegs in der Vergangenheit gefangen, das beweist u.a. das Filmmuseum am Nordufer des IJ. Seine rasante Architektur zeigt sich schon von der – kostenlosen – Zubringerfähre. Zu umfangreichem Filmprogramm und spannenden Ausstellungen kommen als Extras die Ausblicke aus dem Restaurant und von der Terrasse.

Im Rijksmuseum sind viele Exponate aus dem Goldenen Zeitalter der Niederlande, dem 17. Jahrhundert, zu entdecken. Neben Rembrandt, Jan Vermeer und Anthonis van Dyck findet man aber auch Gemälde und Grafiken von Frans Hals, Albrecht Dürer, Claude Monet und Vincent van Gogh.

Letzterer hat mit dem Van Gogh Museum ein Haus für sich, bespielt mit 200 Gemälden, wie zum Beispiel den "Sonnenblumen", 500 Zeichnungen und 850 Briefen. Dazu kommen Wechselausstellungen zu Leben und Werk des Mitbegründers der modernen Malerei.

Museum und Gedenkstätte zugleich ist das Anne Frank Haus an der Prinsengracht. Hier versteckte sich das jüdische Mädchen Anne Frank mit seiner Familie zwei Jahre lang und schrieb ein bewegendes Tagebuch, bevor sie 1944 entdeckt wurden.

Im Amstelhof am Fluss Amstel eröffnete 2009 ein Ableger der St. Petersburger Eremitage. Hermitage Amsterdam thematisiert dauerhaft die Beziehungen zwischen den Niederlanden und Russland sowie die Geschichte des Amstelhofs. Außerdem präsentiert das Museum jährlich zwei Wechselausstellungen.

Noch mehr Anziehungspunkte

Menschen im Vondelpark
Amsterdams wichtigste grüne Oase: Der Vondelpark ∙ © Shutterstock/kavalenkau

Nach so vielen Besichtigungen tut eine Pause im Grünen gut. Dafür gilt bei den Amsterdamern der Vondelpark als DIE Institution. Im Landschaftspark im englischen Stil verteilen sich Seen, Pavillons, eine Freilichtbühne, Wiesen zum Liegen und Picknicken, mehrere Restaurants und Cafés. Bei 47 Hektar Fläche gibt es immer genug Platz zum Chillen.

Eine bei Biertrinkern sehr populäre Sehenswürdigkeit ist die Heineken Experience. Die Brauerei stellt pro Jahr so viel Gerstensaft – 17,2 Millionen Kubikmeter – her, dass man damit die Grachten fast acht Mal füllen könnte. Die Besucher lernen die 150-jährige Unternehmensgeschichte kennen und erleben den Brauprozess auch interaktiv: Sie können u.a. Hopfen in die Hand nehmen und an Gewürzen schnuppern.

Eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges ist für Fußballfans die Johan Cruijff Arena. Das Stadion ist nach dem Fußballspieler und -trainer (1947–2016) benannt, hat eine Kapazität von 55.500 Plätzen und ist bei Spielen und auf Führungen zu erleben.

ADAC Tourset

Das ADAC Tourset, verfügbar für mehr als 130 Reiseländer, erhalten Mitglieder kostenlos – auch als App.

Im Rotlichtviertel im Stadtteil De Wallen gab es die ersten Bordelle schon um 1400 – neben der Oude Kerk und mehreren Klöstern. Heute arbeiten dort um die 5600 Prostituierte, die Zahl der Fenster, in denen sie sich zeigen, wurde auf 400 beschränkt. Hier wurden bereits Spielfilme und Musikvideos wie George Michaels "Roxanne" gedreht.

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Genießen: Essen-Tipps

Vlaams Friteshuis in Amsterdam
Großer Andrang: Pommes frites sind Amsterdams wichtigstes Streetfood ∙ © Shutterstock/Wut_Moppie

Pommes frites sind in Amsterdam Kult. Die wohl populärste Adresse – darauf deutet die häufig zu beobachtende Warteschlange hin – ist das Vlaams Friteshuis* in der Voetboogstraat 33. Von den 28 hausgemachten Soßen ist bei den Amsterdamern die Variante Satay mit Erdnüssen am gefragtesten. So gestärkt kann die Tour zu den Highlights weitergehen.

Top ist auch das Moeders im Jordaan-Viertel, ebenfalls eine Attraktion für sich. Auf den Tisch kommt niederländische Hausmannskost, die Wände verschwinden fast hinter Hunderten gerahmter Fotos von Prominenz und Stammgästen. So verbindet das Restaurant Kulinarik mit Sightseeing.

Wer sich für Essen und Trinken interessiert, darf auf seiner Reise nach Amsterdam den Albert Cuypmarkt nicht versäumen. An 260 Ständen gibt es Obst, Gemüse, Brot und Blumen, dazu kommen Imbisse mit frischen Heringen und Poffertjes, frittiertem süßen Hefegebäck. Mit den benachbarten Lokalen ist der Markt eine kulinarische Attraktion ersten Ranges.

Übernachten: Zwei Hotel-Tipps

Die Sauna auf der Dachterasse des Volkshotels in Amsterdam
Im Amsterdamer Volkshotel laden Sauna und Badezuber zum Entspannen ein ∙ © Volkshotel

Ein vorbildliches Recyclingprojekt und Übernachtungs-Highlight ist mit dem Volkshotel* zu entdecken. Es entstand im ausgedienten Verlagsgebäude der Zeitung de Volkskrant und vereint 177 höchst unterschiedliche Quartiere, von der preiswerten Privatkabine mit Gemeinschaftsbad bis zu durchdesignten Suiten wie dem Bathing Bikou. Im Mittelpunkt dieser geräumigen "Nasszelle" mit Bett steht eine große japanische Holzbadewanne.

Aus diesem Straßenbahndepot hätte auch ein Museum werden können. Stattdessen wurde dem Denkmalschutz Genüge getan, indem die Architekten in seine Halle das komfortable Hotel de Hallen* quasi hineinstellten, ohne die Bausubstanz anzutasten. Und in den früheren Büroräumen entstanden großzügige Suiten. Durch das Restaurant verlaufen immer noch Trambahnschienen.

ADAC Mitglieder-Rabatt bei HRS

ADAC Mitglieder erhalten eine Tankkarte im Wert von 10 Euro für eine Tankstelle eigener Wahl, wenn sie ein Hotel beim Portal HRS buchen. Zur Auswahl stehen über 300.000 Häuser in 190 Ländern, darunter auch schicke Designhotels für den Städtetrip.

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Helmuth Meyer
Redakteur
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