Triest und Umgebung: Die besten Tipps für Ihren Urlaub

Der Canal Grance in Triest in den Abendstunden
Triest: Abendstimmung am Canal Grande, hinten die Kirche Sant’Antonio Nuovo ∙ © Shutterstock/Matej Kastelic

Klassizistische Paläste und Kaffeehäuser im Jugendstil prägen die Hafenstadt Triest an der Adria. Aber auch das Umland mit Weinbergen, Schlössern und einer wild zerklüfteten Felsküste ist sehenswert. Die besten Tipps.

Die Kaffeehaustradition von Triest

Blick auf ein Cafe an einem Kanal in der Altstadt von Triest
Die Kaffeehäuser sind einen Besucht wert ∙ © iStock.com/freeartist

Das Caffè degli Specchi ist ein Garant für guten Kaffee und feines Gebäck. In keiner anderen italienischen Stadt wird mehr Kaffee konsumiert als hier. Seit Triest Anfang des 18. Jahrhunderts Freihafen wurde, ist Kaffee ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, Triests Kaffeehäuser sind Kult. Das älteste Kaffeehaus ist das 1830 gegründete Caffè Tommaseo* an der Uferpromenade. Edler Jugendstil, Spiegel aus Belgien und Stühle von Thonet erinnern an Wiener Kaffeehäuser. Literarische Größen wie James Joyce und Italo Svevo gingen im Caffè degli Specchi* ein und aus. Mit seiner riesigen Terrasse an der Piazza Unità d’Italia ist es ein Ort zum Sehen und Gesehenwerden. Ob Caffè San Marco*, Caffè Torinese* oder Caffè Stella Polare* – allein schon die Kaffeehäuser sind eine Reise nach Triest wert.

Auf den Spuren berühmter Literaten

Die Statue von Nino Spagnoli am Canal Grande in Triest
Die Statue von Nino Spagnoli am Canal Grande erinnert an James Joyce ∙ © Shutterstock/Rolf_52

Die Grenzstadt zwischen Ost und West inspirierte zahlreiche berühmte Literaten, auf deren Spuren Besucher mit einem Audioguide der Tourist-Info* (Via dell'Orologio 1, Piazza Unità d'Italia; Audioguide auch auf Deutsch) stoßen. Wer von der prachtvollen Piazza dell’Unità am Meer zur städtischen Bibliothek geht, findet dort eine Statue von Italo Svevo, dem Mitbegründer des modernen Romans. 1904 lernte er in Triest den irischen Schriftsteller James Joyce kennen, der mehrere Jahre in der Stadt lebte. Ihm begegnet man als Bronzefigur am Canal Grande. Der Poet Umberto Saba betrieb in der Via San Nicolò eine Buchhandlung, die es heute noch gibt. Und im Caffè Stella Polare in der Via Dante Alighieri denkt Veit Heinichen über seine nächsten Krimis nach, in denen seine Wahlheimat Triest stets eine wichtige Rolle spielt.

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Groß, größer, Grotta Gigante

Eine Innenaufnahme der Grotta Gigante in Triest
Abstieg in fremde Welten: Die riesenhafte Grotta Gigante ∙ © Shutterstock/Leonid Andronov

Die Tropfsteinhöhle im karstigen Gebirge 14 Kilometer nördlich von Triest macht ihrem Namen alle Ehre: Geradezu gigantisch ist der 167 Meter lange, 76 Meter breite und 98 Meter hohe Hauptsaal. 500 Treppenstufen geht es steil hinab bis zum tiefsten Punkt. Wie riesige Eiszapfen wirken die Stalaktiten an der Decke, wie ein Säulenwald die aus dem Boden wachsenden Stalagmiten. Der höchste misst 12 Meter und ist 150.000 Jahre alt. Die Grotta Gigante* entstand vor zehn Millionen Jahren und ist eine der größten Schauhöhlen der Welt. Für eine geführte Tour bei elf Grad empfiehlt sich warme Kleidung

Castello di Miramare: Schloss mit trauriger Geschichte

Eine Außenaufnahme des Castello di Miramare in Triest
Herzensprojekt von Erzherzog Maximilian: Das Castello di Miramare ∙ © Shutterstock/JRP Studio

Das weiße Traumschloss im Zuckerbäckerstil erhebt sich filmreif auf einem Felsvorsprung bei Grignano. Doch sein Bauherr, Erzherzog Maximilian von Habsburg, konnte die romantischen Zimmer und das prunkvolle Mobiliar, den weitläufigen Park mit Teichen, Skulpturen und exotischen Pflanzen und den schönen Blick auf den Hafen von Triest nicht lange genießen. Rund drei Jahre lebte der Bruder des österreichischen Kaisers Franz Joseph I. mit seiner Gemahlin im Castello Miramare*. Die Innenräume waren noch nicht alle ausgestattet, als Maximilian, zum Kaiser von Mexiko berufen, 1864 nach Mexiko zog. Dort wurde er 1867 hingerichtet. 

Der Sentiero Rilke: Panoramaweg zum Schloss Duino

Der Panoramaweg zum Schloss Duino in Triest
Schloss Duino: Glanzpunkt am Ende des Sentiero Rilke ∙ © Shutterstock/Mauro Carli

Es duftet nach Kräutern und Nadelbäumen, der Blick über das blaue Meer und schroffe Klippen ist spektakulär. Auf 1,7 Kilometern schlängelt sich der nach dem Dichter Rainer Maria Rilke benannte Sentiero Rilke* von Sistiana durch den Naturpark der Kliffe von Duino* bis zum Castello Nuovo di Duino*. Dort war der Dichter 1911 zu Gast, dort verfasste er den Gedichtzyklus der "Duineser Elegien". Das Schloss, in dem auch Kaiserin Sisi und Kaiser Franz Josef weilten, und die traumhafte Parkanlage stehen Besuchern offen. Der Panoramaweg, den Rilke gerne ging, gehört zu den schönsten Küstenwegen Europas. 

Exzellente Weine aus dem Collio

Eine Panoramaaufnahme des Das DOC-Weinbaugebiet des Collio
Fast wie in der Toskana: Das DOC-Weinbaugebiet des Collio ∙ © Shutterstock/Nicola Simeoni

Rund 50 Kilometer nördlich von Triest breitet sich das bezaubernde Hügelland des Collio aus. An den sonnenbeschienenen Hängen zwischen Gorizia und Cividale del Friuli gedeihen einige der besten Weißweine Italiens mit den Qualitätsbezeichnungen DOC und DOCG ("Kontrollierte Ursprungsbezeichnung" und "kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung"). Cormòns ist das Zentrum der Weinregion. Wer nicht die zahlreichen Weingüter zur Weinverkostung ansteuern möchte, kann hier in der Enoteca di Cormòns* die edlen Tropfen der regionalen Winzer, die der Genossenschaft angehören, probieren.

Vom 9. bis 12. September lädt in Udine das Fest "Friuli DOC" zu Weingenuss und regionalen Spezialitäten ein. 

Infos zur Weinkellerbesichtigung und Weinverkostungen entlang der Wein- und Genussstraßen Friaul-Julisch Venetien gibt es beim dortigen Fremdenverkehrsamt*.

Bootstouren von Triest nach Grado

Der Hafen von Grado in Triest
Segelboote im Hafen von Grado ∙ © Shutterstock/canadastock

Wunderschöne Blicke auf Felsküste und Lagunen versprechen Bootstouren von Triest nach Grado. Für Segeltörns ist Muggia, 3 Kilometer von Triest entfernt, der perfekter Ausgangshafen. Das mondäne Portopiccolo, das auf einem Felssporn gelegene Schloss Duino und die Marina Primero mit angeschlossenem Golfclub sind Stationen auf dem Weg nach Grado. Der hübsche Ort liegt an einer Lagune mit vielen Inselchen.

Nicht-Segler genießen eine Tour nach Grado mit den Booten der Linea Marittima*. Tipp: Badesachen mitnehmen, denn der kilometerlange, goldene Sandstrand von Grado ist ein Muss!

Übrigens: Vom 1. bis 10. Oktober findet im Golf von Triest die Barcolana*, die weltgrößte Segelregatta, statt.

Nautische und touristische Infos, Details zu Häfen, Bojen- und Ankerplätzen in Italien sowie Tipps finden Wassersportler im ADAC Skipperportal.

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Cornelia Schubert
Fach-Autorin
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