Sehenswürdigkeiten in Paris – von Eiffelturm bis Montmartre

Paris und den Eiffelturm über die Blüten eines Mangnolienbaumes
Pariser Wahrzeichen: Der Eiffelturm bietet Ausblicke von drei Plattformen ∙ © neirfy/iStock.com

Sehen und verlieben: Paris zählt zu den Top-Reisezielen weltweit. Tipps für eine Tour zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Museen und Boulevards der Metropole.

  • Spitzenplätze für die Aussicht auf die Stadt

  • Sightseeing vorab: Virtuelle Touren zu den Hotspots

  • Grüne Oasen am Seine-Ufer

Rund 19 Millionen internationale Gäste kommen normalerweise pro Jahr in Paris an. Die Metropole mit ihren rund 2,2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gehört zu den meistbesuchten Städten der Welt. Auch die Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt, wie etwa der Eiffelturm, verbuchten bisher Spitzenplätze. Der Louvre ist beispielsweise das Museum mit den höchsten Besucherzahlen weltweit.

Reisen nach Frankreich: Was ist überhaupt möglich?

Die Corona-Pandemie schränkt auch Reisen in die Nachbarländer ein. Das müssen Sie bei einer Fahrt nach Frankreich und vor Ort beachten.

In Corona-Zeiten schrumpften die Touristenzahlen in nie gekanntem Ausmaß. Doch die Attraktionen der Stadt an der Seine haben ihre Anziehungskraft nicht verloren.

Zur Planung künftiger Besuche lohnt es sich, sich einen Überblick zu verschaffen. Einige Kulturstätten sind noch nicht geöffnet, eventuell werden Besucherzahlen begrenzt. Deshalb sollte man sich unbedingt vorab direkt auf der Website der Sehenswürdigkeit über aktuelle Regelungen informieren. Infos des Pariser Tourismus und Kongress Büros* finden Sie hier.

Aussicht vom Eiffelturm und Arc de Triomphe

Absolutes Pflichtprogramm beim Sightseeing bleibt der Eiffelturm: erst von der Place du Trocadéro die Aussicht auf den 324 Meter hohen Eisenfachwerkturm genießen. Dann hinauf – sobald es möglich ist (geplante Wiedereröffnung 16. Juli) –, entweder mit den Aufzügen in den Pfeilern oder über insgesamt 704 Stufen zur zweiten Plattform. Einzigartigen Durchblick bietet schon der Glasboden auf der ersten Plattform, Weitblick dann die dritte Etage des Eiffelturms.

Blick aus der Vogelperspektive auf den Arc de Triomphe Kreisverkehr und Denkmal in Paris
Zwölf Avenuen gehen sternförmig von ihm aus: Der Arc de Triomphe ∙ © Shutterstock/Eric Isselee

Wunderbare Aussichten auf das Stadt-Straßenleben und die Sehenswürdigkeiten rundum ermöglicht auch die obere Terrasse des Arc de Triomphe, mit 50 Metern Höhe, 45 Metern Breite und 22 Metern Tiefe der weltgrößte Triumphbogen. Napoleon Bonaparte ließ ihn 1806 auf der Place de l'Étoile errichten. Der 2020 verstorbene Künstler Christo wollte das Monument eigentlich noch zu seinen Lebzeiten verhüllen. Jetzt ist die spektakuläre Aktion für den Herbst geplant (18. September bis 3. Oktober 2021).

Flanieren über die Champs-Élysées

Vom Arc de Triomphe aus führt die Avenue des Champs-Élysées geradewegs zu den nächsten Top-Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt. Der 71  Meter breite Boulevard, gesäumt von Restaurants, Hotels und Designerläden von Louis Vuitton über Tiffany bis Cartier, reicht bis zur Place de la Concorde mit dem berühmten Obelisken. Von dort aus geht es durch die Tuilerien-Gärten weiter zum Louvre.

Kunstschätze im Louvre und Centre Pompidou

Blick auf die Pyramide des Louvre Museums in Paris
Die gläserne Pyramide macht schon den Eingang in den Louvre zum Erlebnis ∙ © Imago images/agefotostock

Spektakulär ist schon der Eingang in das meistbesuchte Museum der Welt durch die gläserne Pyramide des Architekten I. M. Pei. Das größte Erlebnis aber bietet der Louvre selbst mit seinen Saalfluchten, Kabinetten und glasüberdachten Innenhöfen. Hier kann man nicht nur mit vielen anderen Bewunderern einen kurzen Blick auf den Star des Museums werfen, die Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Sondern auch Meisterwerke von Raffael, Tizian, Veronese und Caravaggio bestaunen sowie Mammut-Gemälde französischer Historienmalerei. Und die vielen Kunstschätze aus aller Welt betrachten, etwa aus dem alten Ägypten.

Ein Kontrastprogramm bietet das Centre Pompidou: Meisterwerke moderner Kunst von Picasso bis Warhol präsentiert das Pariser Kulturzentrum mit der ungewöhnlichen Architektur aus den 1970er-Jahren. Entworfen wurde es von Renzo Piano und Richard Rogers. Die Versorgungsleitungen sind am Centre Pompidou in bunten Röhren an der Außenseite sichtbar. Die Besucher bewegen sich durch transparente Plexiglastunnel.

Notre-Dame und die Seine

Zurück zu den Ursprüngen der Stadt, in ihren ältesten Teil: Auf der Île de la Cité, einer Binneninsel in der Seine, zieht seit Jahrhunderten die gotische Kathedrale Notre-Dame die Besucher an. Aufgrund des Großbrandes 2019 und der starken Beschädigung des Daches wird die Kathedrale Notre-Dame mindestens bis 2024 renoviert und ist deshalb geschlossen.

Blick auf die sonnige Uferpromenade der Seine im Zentrum von Paris mit Sonnenschirmen und Spaziergängern
Erholungs-Oasen in der Stadt bieten die Ufer der Seine ∙ © Shutterstock/olrat

Egal auf welcher Uferseite – ein Spaziergang an der Seine lohnt sich. Er führt zu Pariser Sehenswürdigkeiten und schönen Stadt-Aussichtspunkten, Buchhändlern und Boule-Plätzen, Picknickplätzen und Liegestühlen von "Paris Plage". Der Parc Rives de Seine* erstreckt sich z.B. auf einer Länge von sieben Kilometern. Am linken Ufer, seit 2013 verkehrsberuhigt, flaniert man von der Almabrücke bis zur Pont Royal. Die Strecke am rechten Ufer reicht von der Pont Neuf bis zum Arsenal-Becken. Wer lieber auf der Seine unterwegs sein will, kann zum Beispiel auch den Fahrplan der Wassertaxis von Batobus* checken (Start ab 11. Juni).

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Mit dem Bus oder Rad durch Paris

Grüne Fahrräder mit Hemd stehen zum Ausleihen in der Pariser Altstadt zur Verfügung
Leihfahrräder warten an vielen Orten in der Stadt ∙ © Shutterstock/Vitpho

Für eine allererste Stadterkundung zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten erweisen sich Hop-on-Hop-off-Busse auch in Paris als praktisch. Wer sich auf das Abenteuer Fahrradfahren einlässt, sieht Bilder, die Touristen sonst eher verborgen bleiben. Um Paris fahrradfreundlicher zu gestalten, sind in der Stadt in den letzten Jahren rund 380 Kilometer Fahrradwege entstanden. An zahlreichen Orten, z.B. nahe des Louvre, können Mietfahrräder ausgeliehen oder geführte Fahrradtouren gebucht werden. Der städtische Fahrradverleih Vélib' Métropole* bietet ca. 24.000 Fahrräder verteilt über ganz Paris an, darunter rund 30 Prozent elektrisch angetriebene Räder. Das öffentliche Nahverkehrsnetz ist sehr gut ausgebaut.

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Shopping-Palast und kleine Boutiquen

Schon wegen der Architektur lohnt sich der Weg zum Kaufhaus Galeries Lafayette. Eine riesige Jugendstilkuppel krönt den Pariser Einkaufspalast, der durchaus als Sehenswürdigkeit gilt. Dort präsentieren sich die großen Modemarken. Wer eher kleine Boutiquen schätzt, kann sich z.B. im In-Viertel Marais umsehen.

Montmartre von Moulin Rouge bis Sacré-Cœur

Blick auf das Karussel und Sacre Coeur im Pariser Viertel Montmartre
Superlativ: Im Kirchturm von Sacré-Cœur hängt die größte Glocke Frankreichs ∙ © Shutterstock/zefart

Abseits des Rotlichtmilieus um die Place Pigalle und das Varieté Moulin Rouge hat das Viertel Montmartre auf seinem Hügel noch dörflichen Charme. Hinauf zur Kirche Sacré-Cœur gelangt man über Freitreppen oder mit dem Schrägaufzug Funiculaire, der von der Place Saint-Pierre abfährt. Die Hauptkuppel von Sacré-Cœur bietet ein spektakuläres Stadtpanorama.

Luxusmuseen und virtuelle Touren

Eingang zum Museum Pinault Collection in Paris
Neuer Pariser Kunsttempel: Museum der Pinault Collection in der alten Börse ∙ © imago images/IP3press

Neu eröffnet hat jetzt ein weiteres hochkarätiges Museum mitten in Paris: Die Pinault Collection* präsentiert die Sammlung des Luxusgüter-Unternehmers François Pinault in der alten Börse. Der historische Rundbau, umgestaltet vom japanischen Stararchitekten Tadao Ando, beherbergt nun zeitgenössische Kunst.

Luxuriös ist auch das Domizil der Fondation Louis Vuitton*: Ein faszinierendes Gebäude, entworfen von Frank Gehry, hat das Aussehen von zwölf geblähten Segeln (aus 3600 Glasteilen) und beherbergt Dauer- und Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst im Bois de Boulogne. Neben den künstlerischen und architektonischen Reichtümern locken Panoramaaussichten von den verschiedenen Terrassen des Museums – wenn es wieder geöffnet ist (geplant ab 22. September).

Wer schon vorab sehen möchte, ob sich etwa der Weg in den Bois de Boulogne zur Fondation Louis Vuitton lohnt, kann sich bei virtuellen Touren in Paris* ein Bild machen. Angeboten werden Online-Besuche in mehreren Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel auch der Blick hinter die Kulissen der Opera Garnier mitsamt dem unterirdischen See aus dem "Phantom der Oper".

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Andrea Steichele-Biskup
Redakteurin
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