Sehenswürdigkeiten in Paris – vom Eiffelturm bis Montmartre

Paris und den Eiffelturm über die Blüten eines Mangnolienbaumes
Pariser Wahrzeichen: Der Eiffelturm bietet Ausblicke von drei Plattformen ∙ © iStock.com/neirfy

Sehen und verlieben: Paris zählt zu den Top-Reisezielen weltweit. Tipps für eine Tour zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Museen und Boulevards der Metropole.

  • Spitzenplätze für die Aussicht auf die Stadt

  • Arc de Triomphe wird verhüllt zum Christo-Kunstwerk

  • Grüne Oasen am Seine-Ufer

Rund 19 Millionen internationale Gäste kommen normalerweise pro Jahr in Paris an. Die Metropole mit ihren rund 2,2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gehört zu den meistbesuchten Städten der Welt. Auch die Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt, wie etwa der Eiffelturm, verbuchten bisher Spitzenplätze. Der Louvre ist beispielsweise das Museum mit den höchsten Besucherzahlen weltweit.

Reisen nach Frankreich: Was ist überhaupt möglich?

Die Corona-Pandemie schränkt auch Reisen in die Nachbarländer ein. Das müssen Sie bei einer Fahrt nach Frankreich und vor Ort beachten.

Aufgrund der Pandemie gelten in vielen Kulturstätten besondere Corona-Regelungen, darüber sollte man sich unbedingt vorab auf der Webseite der Sehenswürdigkeit informieren. In vielen Bereichen gibt es eine Nachweispflicht: Für Restaurants, Cafés, Museen, Sehenswürdigkeiten, Theater, Schwimmbäder, in Zügen, Überlandbussen, usw. müssen Besucher eine vollständige Impfung bzw. Genesung nachweisen. Alternativ reicht auch ein negativer Corona-Test (nicht älter als 48 Stunden). Touristen können die vollständige Impfung etwa mit dem EU-weit gültigen Corona-Zertifikat auf dem Handy nachweisen.

Kinder unter 12 Jahren benötigen keinen Test, Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren sind bis zum 30. September davon ausgenommen. Corona-Tests in Frankreich sind für ausländische Touristen kostenpflichtig. Hier die Corona-Infos der französischen Regierung*

Eiffelturm: Aussicht auf drei Etagen

Blick durch den Glasboden im Eiffelturm nach unten
Auf der ersten Etage des Eiffelturms in 57 Metern Höhe bietet der Glasboden besondere Einblicke ∙ © Shutterstock/Pit Stock

Absolutes Pflichtprogramm beim Sightseeing in Paris bleibt der Eiffelturm: erst von der Place du Trocadéro die Aussicht auf den 324 Meter hohen Eisenfachwerkturm genießen, der anlässlich der Weltausstellung von 1889 gebaut wurde. Dann geht es hinauf – nach monatelanger Corona-Pause ist es jetzt wieder möglich. Einzigartigen Durchblick bietet schon der Glasboden auf der ersten Plattform. Entweder mit den Aufzügen in den Pfeilern oder über insgesamt 704 Stufen gelangen Besucherinnen und Besucher zur zweiten Plattform auf 115 Metern. Noch schönerer Weitblick wartet dann auf der dritten Etage des Eiffelturms auf einer Höhe von 276 Metern. Der letzte Abschnitt ist nur mit dem Aufzug zu erreichen. Wer nicht am Ticketoffice warten will, kann seine Eintrittskarte online kaufen.

Arc de Triomphe : Christo-Kunstaktion

Blick aus der Vogelperspektive auf den Arc de Triomphe Kreisverkehr und Denkmal in Paris
Zwölf Avenuen gehen sternförmig von ihm aus: der Arc de Triomphe ∙ © Shutterstock/Eric Isselee

Wunderbare Aussichten auf das Stadt-Straßenleben und die Sehenswürdigkeiten rundum ermöglicht auch die obere Terrasse des Arc de Triomphe, mit 50 Metern Höhe, 45 Metern Breite und 22 Metern Tiefe der weltgrößte Triumphbogen. Napoleon Bonaparte ließ ihn 1806 auf der Place de l'Étoile errichten. Der 2020 verstorbene Künstler Christo wollte das Monument eigentlich noch zu seinen Lebzeiten verhüllen. Die spektakuläre Aktion läuft nun von 18. September bis 3. Oktober 2021. Verpackt wird der Triumphbogen dabei in 25.000 Quadratmeter silberblauen Stoff.

Der Arc de Triomphe selbst bleibt für ein begrenztes Publikum geöffnet, das Tickets mit Zeitfenster reserviert hat. Von außen ist das Verhüllungs-Kunstwerk für alle durchgehend sichtbar. An den drei Wochenenden während des Ausstellungszeitraums ist der Kreisverkehr um den Triumphbogen für den motorisierten Verkehr gesperrt. Für den Zutritt zu der dadurch entstehenden Fußgängerzone wird dann auch ein Corona-Impf- oder Testnachweis nötig laut Info zum Christo-Projekt Arc de Triomphe*

Flanieren über die Champs-Élysées

Touristen auf der Champs Elysees in Paris
Pariser Prachtstraße: die Champs-Élysées laden zum Spaziergang ∙ © Shutterstock/Benny Marty

Vom Arc de Triomphe aus führt die Avenue des Champs-Élysées geradewegs zu den nächsten Top-Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt. Der 71  Meter breite und fast zwei Kilometer lange Boulevard, gesäumt von Restaurants, Hotels und Designerläden von Louis Vuitton über Tiffany bis Cartier, reicht bis zur Place de la Concorde mit dem berühmten Obelisken. Von dort aus geht es durch die Tuilerien-Gärten weiter zum Louvre. Die Avenue des Champs-Élysées ist bereits jetzt an jedem ersten Sonntag im Monat autofrei, künftig soll die Prachtstraße mit mehr Fußwegen und Grünflächen umgestaltet werden.

Louvre: Mona Lisa und noch viel mehr

Blick auf die Pyramide des Louvre Museums in Paris
Die gläserne Pyramide macht schon den Eingang in den Louvre zum Erlebnis ∙ © Imago images/agefotostock

Spektakulär ist schon der Eingang in das meistbesuchte Museum der Welt durch die gläserne Pyramide des Architekten I. M. Pei. Das größte Erlebnis aber bietet der Louvre selbst mit seinen Saalfluchten, Kabinetten und glasüberdachten Innenhöfen. Hier kann man nicht nur mit vielen anderen Bewunderern einen kurzen Blick auf den Star des Museums werfen, die Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Sondern auch Meisterwerke von Raffael, Tizian, Veronese und Caravaggio bestaunen sowie Mammut-Gemälde französischer Historienmalerei. Und die vielen Kunstschätze aus aller Welt betrachten, etwa aus dem alten Ägypten.

Centre Pompidou: Moderne Kunst

Außenansicht des Centre Pompidou in Paris
Bunte Röhren an der Fassade: Das Centre Pompidou beherbergt moderne Meisterwerke ∙ © Shutterstock/Alexandra Lande

Ein Kontrastprogramm bietet das Centre Pompidou: Meisterwerke moderner Kunst von Picasso bis Warhol präsentiert das Pariser Kulturzentrum mit der ungewöhnlichen Architektur aus den 1970er-Jahren. Entworfen wurde es von Renzo Piano und Richard Rogers. Die Versorgungsleitungen sind am Centre Pompidou in bunten Röhren an der Außenseite sichtbar. Besucherinnen und Besucher bewegen sich durch transparente Plexiglastunnel. Von der obersten Etage können sie eine freie Panoramasicht über die Dächer im Zentrum von Paris genießen.

Notre-Dame im Wiederaufbau

Notre Dame bei Nacht
Auch während des Wiederaufbaus ein lohnendes Ziel: Kathedrale Notre-Dame ∙ © imago images/Javier Gil

Zurück zu den Ursprüngen der Stadt, in ihren ältesten Teil: Auf der Île de la Cité, einer Binneninsel in der Seine, zieht seit Jahrhunderten die gotische Kathedrale Notre-Dame die Besucher an. Aufgrund des Großbrandes 2019 und der starken Beschädigung des Daches wird die Kathedrale Notre-Dame mindestens bis 2024 renoviert. Der Zugang zu den Türmen, der Schatzkammer und der Krypta ist bis auf Weiteres geschlossen, der Vorplatz der Kathedrale wurde jedoch freigegeben.

Grüne Oasen am Ufer der Seine

Blick auf die sonnige Uferpromenade der Seine im Zentrum von Paris mit Sonnenschirmen und Spaziergängern
Erholungs-Oasen in der Stadt bieten die Ufer der Seine ∙ © Shutterstock/olrat

Egal auf welcher Uferseite – ein Spaziergang an der Seine lohnt sich. Er führt zu Pariser Sehenswürdigkeiten und schönen Stadt-Aussichtspunkten, Buchhändlern und Boule-Plätzen, Picknickplätzen und Liegestühlen von "Paris Plage". Der Parc Rives de Seine* erstreckt sich z.B. auf einer Länge von sieben Kilometern. Am linken Ufer, seit 2013 verkehrsberuhigt, flaniert man von der Almabrücke bis zur Pont Royal. Die Strecke am rechten Ufer reicht von der Pont Neuf bis zum Arsenal-Becken. Wer lieber auf der Seine unterwegs sein will, kann zum Beispiel den Fahrplan der Wassertaxis von Batobus* checken.

Tourmail – alle wichtigen Infos kurz vor Reisebeginn

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Mit dem Bus oder Rad durch Paris

Grüne Fahrräder mit Hemd stehen zum Ausleihen in der Pariser Altstadt zur Verfügung
Leihfahrräder warten an vielen Orten in der Stadt ∙ © Shutterstock/Vitpho

Für eine allererste Stadterkundung zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten erweisen sich Hop-on-Hop-off-Busse auch in Paris als praktisch. Wer sich auf das Abenteuer Fahrradfahren einlässt, sieht Bilder, die Touristen sonst eher verborgen bleiben. Um Paris fahrradfreundlicher zu gestalten, sind in der Stadt in den letzten Jahren rund 380 Kilometer Fahrradwege entstanden. An zahlreichen Orten, z.B. nahe des Louvre, können Mietfahrräder ausgeliehen oder geführte Fahrradtouren gebucht werden. Der städtische Fahrradverleih Vélib' Métropole* bietet ca. 24.000 Fahrräder verteilt über ganz Paris an, darunter rund 30 Prozent elektrisch angetriebene. Das öffentliche Nahverkehrsnetz ist sehr gut ausgebaut.

Mobil in Paris: Tipps, wie man in Paris am besten unterwegs ist.

Shopping-Palast: Galeries Lafayette

Kuppel im Kaufhaus Lafayette in Paris
Kaufhaus mit grandioser Kuppel: Galeries Lafayette ∙ © Shutterstock/Ana del Castillo

Schon wegen der Architektur lohnt sich der Weg zum Kaufhaus Galeries Lafayette. Den 1912 erbauten Pariser Einkaufspalast, der durchaus als Sehenswürdigkeit gilt, krönt eine riesige Jugendstilkuppel, die jetzt umfassend renoviert wurde. Das Stammhaus der traditionsreichen Warenhauskette am Boulevard Haussmann bietet einen gigantischen Gourmetbereich und präsentiert die großen Modemarken. Wer eher kleine Boutiquen schätzt, kann sich z.B. im In-Viertel Marais umsehen.

Montmartre und Moulin Rouge

Gassen im Pariser Stadtteil Montmartre
Bilderbuchkulisse: Das Viertel Montmartre hat speziellen Charme ∙ © Shutterstock/MarinaD_37

Das einstige Dorf und heutige Pariser Viertel Montmartre auf dem Hügel im Norden der Stadt hat mit seinen gepflasterten Sträßchen mancherorts noch besonderen Charme, in Szene gesetzt in Filmen wie "Die fabelhafte Welt der Amélie". An die einst zahlreichen Windmühlen im späteren Künstlerbezirk erinnert heute noch die Moulin de la Galette. Zum Vergnügungsviertel um die Place Pigalle, das auch Bars, Bühnen und Szeneclubs zu bieten hat, gehört eine weitere berühmte Mühle: das Varieté Moulin Rouge.

Sacré-Cœur: Spektakuläres Stadtpanorama

Blick auf das Karussel und Sacre Coeur im Pariser Viertel Montmartre
Superlativ: Im Kirchturm von Sacré-Cœur hängt die größte Glocke Frankreichs ∙ © Shutterstock/zefart

Die 1919 geweihte leuchtend weiße Basilika Sacré-Cœur liegt auf dem Gipfel des Butte Montmartre. Hinauf gelangt man über Freitreppen oder mit dem Schrägaufzug Funiculaire, der von der Place Saint-Pierre abfährt. Die Hauptkuppel bietet ein spektakuläres Stadtpanorama. Die Decke des Bauwerks im romanisch-byzantinischen Stil ziert ein 480-Quadratmeter-Mosaik – eines der größten der Welt. Ein weiterer Superlativ befindet sich im Kirchturm: die „Savoyarde“ ist mit rund 18 Tonnen Gewicht und gut drei Metern Durchmesser die größte Glocke Frankreichs und weltweit eine der größten ihrer Art.

Neues Museum Pinault in der alten Börse

Eingang zum Museum Pinault Collection in Paris
Neuer Pariser Kunsttempel: Museum der Pinault Collection in der alten Börse ∙ © imago images/IP3press

Neu eröffnet hat jetzt nicht weit vom Louvre ein weiteres hochkarätiges Museum mitten in Paris: Die Pinault Collection* präsentiert die Sammlung des Luxusgüter-Unternehmers François Pinault in der alten Börse. Der historische Rundbau, umgestaltet vom japanischen Stararchitekten Tadao Ando, beherbergt nun zeitgenössische Kunst: Malerei, Skulpturen, Fotografie, Video, Performances, Installationen. Die Sammlung des französischen Milliardärs umfasst insgesamt über 10.000 Werke von fast 400 Künstlern aus aller Welt, von den 1960er-Jahren bis heute.

Fondation Louis Vuitton: Luxus-Museum

Blick auf das futuristische Bauwerk des Museums Fondation Louis Vuitton in Paris
Architektonisches Glanzstück und edle Kunstsammlung: Fondation Louis Vuitton ∙ © Shutterstock/Mostovyi Sergii Igorevich

Luxuriös ist auch das Domizil der Fondation Louis Vuitton*: Das faszinierende Gebäude, entworfen von Frank Gehry, hat das Aussehen von zwölf geblähten Segeln (aus 3600 Glasteilen) und beherbergt Dauer- und Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst im Bois de Boulogne. Neben den künstlerischen und architektonischen Reichtümern locken Panoramaaussichten von den verschiedenen Terrassen des Museums – ab 22. September wieder geöffnet.

Wer schon vorab sehen möchte, ob sich der Weg in den Bois de Boulogne zur Fondation Louis Vuitton lohnt, kann sich bei virtuellen Touren in Paris* ein Bild machen. Angeboten werden Online-Besuche in mehreren Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel auch der Blick hinter die Kulissen der Opera Garnier mitsamt dem unterirdischen See aus dem "Phantom der Oper".

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Andrea Steichele-Biskup
Redakteurin
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