Ressourcenschonend Fahren

Auto fährt auf Straße durch grünen Wald - Ressourcenschonend Fahren ADAC
So nutzen Sie Ihr Fahrzeug ressourcen-schonend!

Was ist Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit bedeutet, dass jeder durch sein Handeln dazu beitragen kann, dass die Ressourcen unseres Planeten, so genutzt werden, dass eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung sichergestellt ist.

Das Schaubild zeigt, dass Nachhaltigkeit verschiedene Aspekte hat.

Erst wenn in allen Bereichen ein dauerhaftes Fortbestehen sichergestellt wird, haben wir echte Nachhaltigkeit erreicht.

Die Nachhaltigkeit aus ökologischer Sicht und das ressourcenschonende Verhalten, welches dafür notwendig ist, soll beim Thema "Ressourcenschonend Fahren" im Fokus stehen.

Wie kann man umweltfreundlich und ressourcenschonend fahren?

Das Autofahren gehört grundsätzlich nicht zu den ressourcenschonenden Aktivitäten. Durch eine vorausschauende, defensive und überlegte Fahrweise kann aber jeder Einzelne einen Beitrag zu einer umweltschonenderen also nachhaltigeren Nutzung des Autos leisten. Die folgenden Punkte sollen den Zusammenhang zwischen der Art und Weise, wie ein Fahrzeug bewegt wird und dem Umweltschutzgedanken verdeutlichen.

Unsere Tipps für ressorucenschonendes Fahren im Überblick

Vorausschauend Bremsen

Häufiges und starkes Bremsen verursacht einen starken Abrieb an den Bauteilen der Bremsanlage und an den Reifen, die die Energie zum Abbremsen des Fahrzeugs kompensieren. Eine kostspielige Reparatur oder sogar neue Bremsen werden nötig. Mit bremsschonendem Fahren verringern Sie nicht nur den Verschleiß der Bremsen, sondern optimieren auch den Verbrauch des Fahrzeugs.

Tipp: Fahren Sie deshalb vorausschauend und versuchen Sie, möglichst früh zu erkennen, wann Sie die Geschwindigkeit verringern müssen, z.B.  bei einem Stau, einer Kreuzung oder einem Hindernis. Auf diese Weise sind Sie nicht nur sicherer unterwegs, sie haben auch deutlich mehr Zeit das Fahrzeug ausrollen zu lassen. So nutzen Sie die Bewegungsenergie des Fahrzeugs effizienter und ressourcenschonender.

Richtiges Kurvenverhalten

So können Sie mit einem vorausschauenden Kurvenverhalten Kosten, Ressourcen und Energie sparen und die Umwelt schonen:
  • Auf alle kurvenreichen Strecken (Serpentinen, Kreisverkehr) Geschwindigkeit drosseln.
  • Warnschilder und evtl. Geschwindigkeitsvorgaben beachten.
  • Lenkbewegungen reduzieren (Achtung: Kurve nicht schneiden).
  • Die eigene Spur nutzen und möglichst von außen nach innen in die Kurve fahren.
  • Erst wieder beschleunigen, wenn die Reifen gerade stehen und Sie wieder auf der Mitte Ihrer Fahrbahn fahren. So werden nicht nur die Reifen weniger beansprucht, sondern auch das Schleuderrisiko reduziert.
Begründung: In einer Kurve finden immer zwei Bewegungsabläufe statt: Eine Vorwärtsbewegung und die Bewegung aus der Trägheit, die etwa ab der Kurvenmitte einsetzt und das Auto nach außen drückt. Diese Kraft wirkt auf die Reifen. Je schneller eine Kurve genommen wird, desto größer ist die Kraft und der Abrieb bzw. Verschleiß an den Reifen. Die Reifen fahren sich ab und müssen schneller erneuert werden. Neben den auftretenden Kosten ist das Herstellungsverfahren für Autoreifen sehr ressourcen- und energieaufwendig. Beim Abrieb der Reifen gelangen außerdem Gummipartikeln über einen sehr langen Zeitraum in unseren Böden, in die Luft und in das Wasser.  

Richtiges Beschleunigen

Die Beschleunigung ist eine der wichtigsten Kenngrößen für eine ressourcenschonende Fahrweise. Autofahrer, die ihr Fahrzeug immer mit starker Beschleunigung bewegen, müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie den Verbrauch in die Höhe treiben. Unabhängig von der Antriebsart (Strom oder Verbrenner) wirkt sich das negativ auf den CO2-Ausstoß aus.
Außerdem werden die Bauteile des Fahrzeugs deutlich stärker beansprucht. Denn bei hoher Beschleunigung muss das Fahrzeug dann auch wieder stärker abgebremst werden. Das führt zu stärkerem Verschleiß und damit zu erhöhtem Wartungsbedarf und höheren Kosten.

Tipp:
Beschleunigen Sie gleichmäßig und moderat und schonen somit die Umwelt und den eigenen Geldbeutel.

Klimaanlage achtsam benutzen

Klimaanlage bei offenem Fenster - Fenster schlie�en f�r ressourcenschonendes Fahren
Klimaanlagen sind komfortabel, benötigen aber viel Energie, die je nach Ausführung zwischen 3% und 10% des gesamten Verbrauchs ausmachen kann. Je höher die erforderliche Kühlleistung ist, desto größer ist der Verbrauchsanteil der Klimaanlage. Die erforderliche Kühlleistung hängt sehr davon ab von welcher Temperatur man mit der Klimaanlage herunterkühlen möchte und wie hoch die Außentemperatur ist.

Tipp:
  • Bei einem stark aufgeheizten Fahrzeug, anfangs die Fenster ohne Klimaanlage öffnen, um den Innenraum zu lüften, bis die heiße Luft entwichen ist. So braucht die Klimaanlage viel weniger Energie beim Herunterkühlen.
  • Bei eingeschalteter Klimaanlage die Fenster geschlossen halten. Die gekühlte Luft verschwindet sonst durch die geöffneten Fenster. Die Klimaanlage erreicht außerdem so nicht die eingestellte Raumtemperatur und läuft möglicherweise ununterbrochen mit hoher Leistung.

Fenster bei hoher Geschwindigkeiten schließen

Auto f�hrt mit hoher Geschwindigkeit bei offenem Fenster - Fenster schlie�en f�r ressourcenschonendes Fahren
Wenn es draußen warm ist und sich die Luft im Auto staut, kann man getrost das Fenster öffnen, um im Fahrzeug für frische Luft zu sorgen und die Temperatur zu senken.
Aber Vorsicht: Bei höheren Geschwindigkeiten ab ca. 70km/h entstehen am geöffneten Fenster Luftwirbel, die zu einem erhöhten Luftwiderstand führen. Dieser zusätzliche Luftwiderstand wächst überproportional mit der Geschwindigkeit und das Fahrzeug benötigt entsprechend mehr Energie.
 
Tipp: Fenster bei höheren Geschwindigkeiten schließen. Ist es dann noch immer zu warm im Auto, kann es effizienter bzw. umweltschonender sein das Fenster zu schließen und die Klimaanlage anzuschalten.


Heizung im Fahrzeug richtig verwenden

Auto sollte ohne Heizung fahren wenn Betriebstemperatur noch nicht erreicht ist - Ressourcenschonend Fahren ADAC
Wenn es draußen kalt ist, schalten viele Autofahrer gleich nach dem Starten des Motors die Heizung an. Der Wärmetauscher gibt dadurch die Wärme des Motors über das Kühlmittel in den Innenraum des Fahrzeugs ab. Damit dauert es bei Verbrennungsmotoren länger, bis der Motor die Betriebstemperatur erreicht hat.

Das Erreichen der Betriebstemperatur ist aber sehr wichtig für den Motor. Im Motor erhält das Öl durch die richtige Betriebstemperatur die optimale Konsistenz. Bei einem kalten Motor ist das nicht der Fall und der Verschleiß ist am größten.
Auto darf mit Heizung fahren wenn Betriebstemperatur erreicht ist - Ressourcenschonend Fahren ADAC
Auch der Katalysator arbeitet erst bei Betriebstemperatur effizient. Um diese Temperatur schnell zu erreichen, wird der Motor in der Startphase mit erheblich mehr Kraftstoff versorgt, wenn die Heizung eingeschalten ist.

Tipp:
Verzichten Sie auf den ersten Kilometern möglichst solange auf die Heizung, bis die Betriebstemperatur erreicht ist. Damit vermeiden Sie Verschleiß, zusätzliche Emissionen und fahren umweltschonender.



Motor im Stand nicht laufen lassen

Heizung sollte nicht im Stand laufen - Ressourcenschonend Fahren ADAC
Der Motor dient in erster Linie der Fortbewegung und nicht dazu, Scheiben von Beschlag oder Frost zu befreien oder gar das Wageninnere zu erwärmen.
Wer dagegen verstößt, muss sogar mit einem Bußgeld zzgl. Verwaltungsgebühren rechnen. Denn durch das Warmlaufen lassen des Motors im Stand steigt der Verbrauch deutlich, die Umwelt wird extrem belastet, und auch der Motorverschleiß erhöht sich.

Wenn die Sicherheit im Straßenverkehr durch eingeschränkte Sicht nicht mehr gewährleistet ist, muss der Autofahrer aber die Scheibe zwangsläufig frei bekommen. Während der Fahrt geht das mit der Lüftung. Es empfiehlt sich auch immer ein sauberes Trockentuch im Auto zu deponieren, um beschlagene Scheiben reinigen zu können.

Autofahren möglichst reduzieren

Auto in Garage alternativ zu Fu� mit �ffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad unterwegs -  f�r ressourcenschonendes Fahren
Am nachhaltigsten ist es, das Auto weniger zu benutzen. Daher sollten Sie vor jeder Fahrt überprüfen, ob die Benutzung des eigenen PKW für die jeweilige Strecke überhaupt erforderlich ist oder ob es eine geeignete Alternative gibt:
  • Öffentlicher Verkehrsmittel (sinnvoll besonders bei Stoßzeiten auf der Straße)
  • Fahrrad oder zu Fuß, bei kürzeren Wegen. 
  • Fahrgemeinschaft auf wiederkehrenden Strecken mit Bekannten oder Kollegen, die den gleichen Weg haben.
Tipp: Teilen Sie Ihrer ADAC Autoversicherung mit, wenn Sie durch die Nutzung von Alternativen zum Auto, weniger Kilometer fahren, als in Ihrem Autoversicherungsvertrag angegeben. Ggf. erhalten Sie einen Teil Ihrer gezahlten Beiträge zurück.

Bei Verbrennern Leichtlauföl verwenden

Leichtlauf�l verwenden - Ressourcenschonend Fahren ADAC
Leichtlauföle sind spezielle Motoröle, die für einen leichteren Motorlauf sorgen. Leichtlauföle haben die Klassifizierung 0W oder 5W auf der Verpackung gekennzeichnet.
Die Fließeigenschaft von Leichtlaufölen wird auch als Viskosität bezeichnet. Ein klassisches Leichtlauf-Motoröl ist immer dünnflüssig und hat besonders reibungsarme Fließeigenschaften, die sich energiesparend bei Kurzstrecken und positiv auf den Verbrauch im Stadtverkehr auswirken.
Durch Leichtlauföl wird im Motorraum weniger Reibung an den beweglichen Teilen erzeugt und Energie gespart. Das schlägt sich positiv auf den Kraftstoffverbrauch nieder und erhöht die Lebensdauer des Motors.

Tipp: Besonders Kurzstreckenfahrer sind mit Leichtlauföl nachhaltiger unterwegs.

Das richtige Fahrzeug wählen

Auswahl von Autos beim Fahrzeugkauf - Richtiges und geeignete Fahrzeug w�hlen
Groß dimensionierte Fahrzeuge wie SUVs oder Minivans verbrauchen nicht nur mehr während der Nutzung, bereits die Herstellung großer Autos ist sehr energieintensiv. 
Ein wohl überlegter Kauf des Fahrzeugs kann deshalb bereits Ressourcen und den eigenen Geldbeutel schonen. Vor der Anschaffung eines neuen Autos sollten Sie gut überlegen, welches Auto sich für Ihre Bedürfnisse am besten eignet.
 
Fragen Sie sich selbst:
  • Wieviel Platz benötige ich?
  • Wird das Auto eher für kurze oder meist für lange Strecken gebraucht?
  • Welche Ausstattungsmerkmale soll das Fahrzeug haben?
  • Wie hoch ist das Budget für Anschaffung und die laufenden Kosten?

Reifendruck regelmäßig kontrollieren

Reifendruck pr�fen - Ressourcenschonend Fahren ADAC

Bereits bei einem Luftdruck von einem halben bar zu wenig verändern sich die Fahreigenschaften des Pkw. Der Bremsweg kann länger werden, die Kurvenlage schlechter, und bei besonders hohen Geschwindigkeiten besteht sogar die Gefahr, dass der Reifen platzt. Schon ein Fülldruck von etwa 0,4 bar unter dem Sollwert erhöht den Verschleiß, und durch den höheren Rollwiderstand des Reifens steigt der Verbrauch um ca. 5%.
Bei den Verbrennern liegt der jährliche Mehrverbrauch in Europa allein durch zu schwach gefüllte Reifen bei ca. drei Milliarden Liter Kraftstoff. Das entspricht einem Wert von etwa fünf Milliarden Euro. Auch zu viel Druck wirkt sich negativ aus. Der Abrieb der Reifen erhöht sich und ist ungleichmäßig. Zudem verringert sich der Fahrkomfort.

Tipp: Überprüfen Sie regelmäßig den Druck in ihren Reifen.

Auto aufräumen

Nicht mit zu viel Ladung fahren - Ressourcenschonend Fahren ADAC
Aufgeräumte Autos verbrauchen weniger: Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Fahrzeuggewicht und dem Verbrauch.

Bei Verbrennern beispielsweise lautet die Faustregel: Pro 100 Kilogramm Gewicht steigt der Verbrauch um etwa 0,3 Liter. Das Gewicht ist zwar nur einer von vielen Faktoren, es spielt jedoch eine große Rolle.

Tipp: Befreien Sie Ihr Fahrzeug hin und wieder von unnötigem Ballast. Prüfen Sie, ob die Sportgeräte, das Leergut oder das Werkzeug weiterhin im Kofferraum aufbewahrt werden müssen. Ein leichteres Fahrzeug ist agiler, ressourcenschonender und somit günstiger unterwegs.

Tipp Icon

Unser Angebot für Sie:

Mit Fahr + Spar, dem Telematikbaustein der ADAC Autoversicherung wird umsichtiges, ressourcenschonendes Fahrverhalten mit dem Pkw im Straßenverkehr honoriert: 
  • 10% Start-Bonus nach der Erfassung der ersten gefahrenen 100 km. Bis zu 30% Extra-Bonus am Jahresende durch sicheres Fahren.
  • Der Versicherungsbeitrag bleibt stabil, auch wenn Ihr Fahrstil eher riskant ist und nicht positiv gewertet wird.
  • Maximale Datensicherheit Ihre Daten sind besonders geschützt und werden anonymisiert. Der Versicherer weiß also nicht, wer wann und wo gefahren ist.

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