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Befristungen & ärztliche Untersuchungen

- Was schreibt der EU-Führerschein vor -


Die Fahrberechtigungen der Klassen AM, A1, A2, A, B, BE, L und T werden ohne ärztliche Untersuchung und ohne Begrenzung erteilt, sofern keine besonderen Umstände vorliegen.


Alle Führerscheindokumente, die seit dem 19.01.2013 ausgestellt werden, besitzen aus Gründen der Fälschungssicherheit aktuell nur noch eine Gültigkeitsdauer von 15 Jahren. Dies gilt auch bei Erweiterung der Fahrberechtigung, Umtausch oder Ersatzausstellung. Führerscheine dieser Klassen, die vor dem 19.01.2013 ausgestellt wurden, bleiben bis 19.01.2033 gültig. Dieses Datum wird sich ändern, wenn über die geplante Neuregelung zur Befristung entschieden wird. Bei Ablauf der Befristung wird das Dokument auf Antrag verwaltungsmäßig umgetauscht, also ohne Untersuchung oder Prüfung.


  • Befristungen

    In den Lkw- und Busklassen gelten beim Erwerb ab 1999 folgende Befristungen der Fahrberechtigung: 
     
    • Klassen C1,C1E: bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres;   nach Vollendung des 45. Lebensjahres für fünf Jahre
    • Klassen C,CE: für fünf Jahre
    • Klassen D, D1, DE und D1E: für fünf Jahre  

    Bei einem Umtausch der Fahrerlaubnisklasse 3 werden auch die Klassen C1 und C1E ohne ärztliche Untersuchung und ohne Befristung erteilt; das Dokument unterliegt lediglich der formalen Befristung auf 15 Jahre bzw. bis 19.01.2033. Nur der von Klasse 3 erfasste Lkw-Klassenausschnitt CE 79 unterliegt – unabhängig vom Umtausch –  auch den nachfolgenden Einschränkungen der Klasse CE. 
     
    Die Berechtigung zum Führen von Lkw über 7.500 kg zulässige Gesamtmasse (zGM) ist kraft Gesetzes auf die Vollendung des 50. Lebensjahres beschränkt. Inhaber einer Fahrerlaubnis der Klasse 2 erhalten bei der Umstellung ihrer Fahrberechtigung die Klassen C und CE mit einer Befristung auf das 50. Lebensjahr. Auch mit einem Führerschein der Klasse 2 darf ab dem 50. Lebensjahr kein Fahrzeug der Klasse C oder CE gefahren werden. 

     

    • Praxis-Tipp: Der Antrag auf Verlängerung einer befristeten Fahrerlaubnis sollte rechtzeitig gestellt werden. Nach Ablauf dieser Befristungen dürfen entsprechende Fahrzeuge erst dann wieder gefahren werden, wenn ein neuer Führerschein ausgestellt wurde; sonst droht ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

  • Untersuchungen

    Für den Erwerb wie auch die Verlängerung der Klassen C1, C1E, C oder CE ist eine ärztliche Bescheinigung erforderlich. Der Arzt wird dabei vom Antragsteller frei gewählt.
     
    Bei Erwerb der Klassen D1, D1E, D und DE muss ein betriebs-, arbeitsmedizinisches oder ein medizinisch-psychologisches Gutachten vorgelegt werden. Bis zum 50. Lebensjahr genügt für die Verlängerung dieser Fahrerlaubnisklassen die ärztliche Bescheinigung wie beim Lkw-Führerschein. Nach dem 50. Lebensjahr werden die Bus-Klassen dagegen nur bei Vorlage des umfassenderen Gutachtens verlängert.
     
    Darüber hinaus ist immer auch ein ausreichendes Sehvermögen nachzuweisen. Zum Erwerb einer unbefristeten Fahrerlaubnisklasse genügt die Bescheinigung einer amtlich anerkannten Sehteststelle. Bei befristeten Fahrberechtigungen ist eine augenärztliche Begutachtung sowohl beim Ersterwerb wie auch bei jeder Verlängerung vorgeschrieben.


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