Führerschein-Antrag und nötige Papiere

20.3.18

Ohne Amt geht es nicht: Nur mit einem Antrag kann man nach der Fahrausbildung zur Prüfung zugelassen werden.

ADAC, Führerschein, Antrag, Nötige Papiere

In den verschiedenen Bundesländern, aber auch in Städten und Gemeinden wird das Antragstellen oft unterschiedlich gehandhabt. So können beispielsweise das Einwohnermeldeamt, das Straßenverkehrsamt oder auch die Kreisbehörde zuständig sein. Am besten fragen Sie in Ihrer Fahrschule nach. Manchmal übernimmt auch die Fahrschule selbst die Antragstellung, dann sind jeweils Kopien einzureichen. So oder so - diese notwendigen Papiere sollten Sie vorab griffbereit haben:

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • aktuelles biometrisches Lichtbild (Frontalaufnahme) 
  • Bestätigung Ihrer Fahrschule, bei der Sie gemeldet sind

Für die Führerscheinklassen A, A1, A2, B, BE, L, AM und T:

  • Teilnahmebestätigung über eine Unterweisung in „lebensrettenden Sofortmaßnahmen" (Erste-Hilfe-Kurs)
  • Sehtest-Bescheinigung (nicht älter als 2 Jahre)

Für die Führerscheinklassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE und D1E:

  • ärztliches Zeugnis über körperliche und geistige Eignung

  • Bescheinigung über die Sehleistung (nicht älter als 2 Jahre)

  • Nachweis über eine Ausbildung in Erste-Hilfe-Maßnahmen

Für das Begleitete Fahren müssen zusätzlich folgende Unterlagen eingereicht werden:

  • Personalien und Unterschrift der Begleitperson(en)

  • Kopie des Personalausweises der Begleitperson(en)

  • Kopie des Führerscheins der Begleitperson(en)

Insgesamt sollten Sie mit circa vier bis sechs Wochen für die Bearbeitung des Führerschein-Antrags rechnen. Erst wenn von der Behörde die Genehmigung und der Prüfauftrag vorliegen, kann die Fahrschule den Fahrschüler zur Prüfung anmelden. Die Führerschein-Ausbildung kann allerdings schon vorher begonnen werden.

Sonderregelung: Führerschein nicht am Erstwohnsitz

Wenn Sie vorhaben, Ausbildung und Prüfung zum Führerschein in einer anderen Stadt zu machen, die nicht mit Ihrem ersten Wohnsitz übereinstimmt, gibt es Folgendes zu beachten: Das Straßenverkehrsamt am Ort des ersten Wohnsitzes muss genehmigen, dass der Ausbildungs- und Prüfungsort ein anderer ist. Wichtig ist dies z.B. für alle, die den Führerschein in einer Ferienfahrschule machen wollen. Die Entscheidung liegt im Ermessen der Behörde. Bei dieser Regelung geht es um Gründe der Verkehrssicherheit. Es soll verhindert werden, dass beispielsweise ein Fahrerlaubnisbewerber, der im Hinblick auf seinen Wohnort überwiegend am Verkehr einer Großstadt teilnehmen wird, die Prüfung in einer verkehrsarmen Region ablegt. Deshalb unbedingt vorher klären!