Bis zu 14.500 Euro sparen: Wo es zur E-Auto-Förderung noch Extra-Rabatte gibt
Von Andreas Huber

Kaum ist die neue E-Auto-Förderung da, überbieten sich die Hersteller mit zusätzlichen Rabatten. Wo es gerade besonders günstig wird, verrät der ADAC.
Bis zu 6000 Euro staatliche Förderung möglich
Hersteller verdoppeln die Förderung teilweise
Auch ohne Förderanspruch lässt sich profitieren
Rückwirkend zum 1. Januar 2026 fördert der Bund Elektroautos und Plug-in-Hybride wieder mit einer Prämie. Bis zu 6000 Euro gibt der Staat zum Neuwagenkauf dazu, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
Der Markt hat sofort reagiert: Manche Hersteller verdoppeln die Prämie sogar und bieten damit enorme Rabatte an. BYD, Citroën, Dacia, Ford, Tesla und VW bieten zudem Preisnachlässe für jedermann an, losgelöst von den Rahmenbedingungen der staatlichen Prämie. Wo Sie aktuell (Stand 13.2.2026) richtig sparen können, zeigt die Marktübersicht.
Dacia Spring jetzt ab 9700 Euro dank Prämie

Pünktlich zum Inkrafttreten der Prämie hat Dacia verkündet, den Preis für den elektrischen Spring um 5000 Euro zu senken. Das Angebot galt eigentlich bis 28. Februar und war losgelöst davon, ob man für den staatlichen Zuschuss infrage kam oder nicht. Somit war es rein rechnerisch sogar möglich, den Spring für gerade einmal 5900 Euro zu bekommen – vorausgesetzt, man war berechtigt, die volle Fördersumme zu erhalten.
Das Angebot kam offenbar so gut an, dass Dacia jetzt die Handbremse gezogen hat. Wer aktuell least oder finanziert, erhält nur noch 3000 Euro Rabatt vom Listenpreis. Wer bar kauft nur 2500. Die Aktion geht bis 31. März solange der Vorrat reicht, so die Rumänen.
Zudem gilt das Angebot nicht mehr für das Basismodell. Los geht es bei der Ausstattung Expression, die mit einem Listenpreis ab 18.700 Euro eingepreist ist. Zieht man die 3000 Euro Dacia-Rabatt ab, so erhält man den Spring zur Zeit ab 15.700 Euro. Der Preis gilt losgelöst von der Förderung des Bundes. Wer die gesamte E-Förderung bekommt, der fährt ab 9700 Euro Dacia Spring. Dafür ist der Kleinwagen dann aber auch besser ausgestattet als das Basismodell.
Auch ohne herstellerseitigen Rabatt ist der Dacia der aktuell günstigste Einstieg in die Elektromobilität.
Peugeot mit ebenfalls mit Nachlass
Auch Peugeot bietet mittlerweile eine Nachlass auf einen Teil seiner E-Autos an. Je nach Modell sind bis zu 5000 Euro zusätzlich zur staatlichen Förderung möglich. Das Angebot gilt aktuell für die Modelle E-208, E-2008 und den E-3008. Bei höheren Ausstattungslinien kann der Elektro-Rabatt von Peugeot zudem größer ausfallen. Das Angebot gilt für Kauf und Leasing.
Günstig: Citroën ë-C3 ab 7990 Euro

Auch Citroën verdoppelt die staatliche Förderung beim Kauf eines Elektroautos. Die Franzosen bieten im Rahmen der Aktion einen pauschalen Rabatt von 3000 Euro, unabhängig von der staatlichen Bezuschussung. Auch hier profitiert also jede/r ganz losgelöst vom Förderprogramm des Bundes. Plug-in-Hybride erhalten immer 3000 Euro Rabatt, mit Förderung zum Teil sogar mehr.
Bis zum 31. März gilt das Angebot, das für fast alle Pkw der Marke mit Stecker gilt – das Mopedauto Ami ist nicht förderfähig. Nimmt man als Rechenbeispiel auch hier das kleinste E-Auto, so ergibt sich für den ë-C3 ein möglicher Einstiegspreis von nur 7990 Euro, was eine Ersparnis von 12.000 Euro bedeutet, vorausgesetzt Sie kommen für den maximalen Förderbetrag infrage (Listenpreis: 19.990 Euro).
Toyota stockt die Förderung ebenfalls auf

Auch Toyota bietet seit Anfang des Jahres einen Rabatt auf verschiedene Neuwagen, der sich bei E-Autos auch mit der staatlichen Förderung kombinieren lässt. Für einen Toyota bZ4X gibt es je nach Ausstattung und Leasingkonditionen bis zu 11.600 Euro Rabatt. Die maximale Fördersumme des Bundes von 6000 Euro fallen hier aber pauschal als Leasingsonderzahlung an. Wer weniger Fördersumme erhält, bekommt also weniger Rabatt.
Auch der neue Urban Cruiser ist aktuell rabattiert. Hier streichen die Japaner bis zu 6000 Euro vom Listenpreis. Die Angebote sind nur in Verbindung mit einem Leasing- oder Finanzierungsvertrag gültig – Vertragsabschluss bis 31. März 2026 vorausgesetzt. Wer bar kaufen will, kann nur darauf hoffen, dass das Autohaus ähnliche Konditionen anbietet.
Nissan gibt bis zu 8500 Euro Extra-Nachlass

Wer bei Nissan leasen oder finanzieren möchte, kann je nach Modell bis zu 8500 Euro Extra-Rabatt zur Förderungen des Bundes abstauben. Damit sind theoretisch bis zu 14.500 Euro auf den Listenpreis gespart. Den meisten Rabatt bekommen Interessierte bei einem Nissan Ariya, aber auch der neue Micra auf Basis des Renault 5 bekommt noch immer 3600 Euro Abzug vom Listenpreis. Laut Nissan soll der Kleinwagen so bereits unter 20.000 Euro zu haben sein, vorausgesetzt man ist berechtigt, die volle staatliche Prämie zu kassieren.
Auch hier gilt: Die Konditionen sind Leasing- und Finanzierungs-Kunden vorbehalten und sind nur bis 31. März 2026 gültig. Das Angebot auf der Nissan-Homepage ist ziemlich versteckt, man muss also gut suchen. Oder den Händler fragen.
BYD Dolphin Surf ab 12.990 Euro

Auch BYD bietet einen Elektro-Bonus an, der verschiedene Modelle zusätzlich vergünstigt und das unabhängig von der Förderung. Zieht man die 6000 Euro Maximalbetrag der staatlichen Förderung ab, so gibt es das Einstiegsmodell Dolphin Surf bereits ab 12.990 Euro (Listenpreis: 22.990 Euro). Die einzelnen Rabattierungen variieren je nach Modell stark. Für den Seal gib es je nach Ausstattung beispielsweise bis zu 12.000 Euro Rabatt von BYD, für den beliebten Seal U macht der Konfigurator keine Angabe.
Ford bietet 5000 Euro Rabatt für alle

In Köln springt man ebenfalls auf den Förderzug auf. Die Modelle Puma Gen-E, Capri, Explorer, Mustang Mach-E und der Kuga als Plug-in-Hybrid werden generell 5000 Euro günstiger. Hier gilt der Preisnachlass für alle, losgelöst von der staatlichen Prämie. Einen elektrischen Puma gäbe es dann für 31.900 Euro. Unter Ausschöpfung der vollen E-Auto-Förderprämie vom Staat wären das 25.900 Euro.
VW versteckt seine Rabatte

Seit Anfang Januar bietet Volkswagen bis zu 5000 Euro Rabatt auf Bestell- und Lagerfahrzeuge der ID-Familie. Besonders prominent bewerben die Wolfsburger diesen Preisnachlass aber nicht. In einem Untermenü auf der Webseite versteckt sich der Hinweis, zusätzlich verzichtet VW anders als bei früheren Aktionen auf einen direkten Abzug im Konfigurator und verweist dort lediglich auf die Aktion. Erst bei Vertragsabschluss beim Händler soll der Rabatt greifen. Bei voller staatlicher Förderung und dem von VW gewährten Rabatt lässt sich so ein ID. 3 ab 22.330 Euro in der Basisausstattung "Pure" ergattern. Die Aktion gilt bis 31. März 2026.
Tesla: 3000 Euro Extra-Rabatt auf das Model Y
Auch Tesla bietet mittlerweile einen Rabatt für das Model Y an. Konkret gibt es 3000 Euro Nachlass auf das Basismodell sowie die Version mit maximaler Reichweite und Hinterradantrieb. Die Aktion gilt bis 31.03. und ist losgelöst von der staatlichen Förderung - wer diese erhält, kann also insgesamt bis zu 9000 Euro sparen. Der Preisvorteil kann zudem mit einer Null-Prozent-Finanzierung gekoppelt werden. Einen Haken hat die Sache aber: Im Kleingedruckten steht "vorbehaltlich einer Fahrzeugübergabe bis 31.03.26". Das Angebot gilt also offenbar nur für kurzfristig verfügbare Lagerfahrzeuge.
Renault: Gratis Ladeguthaben

Renault bietet zwar keinen zusätzlichen Rabatt zur Förderung des Bundes. Zumindest Leasingkunden wurden bis zum 31. Januar aber bis zu vier Monatsraten geschenkt.
Mittlerweile wurde diese Aktion durch eine andere Vergünstigung ersetzt. Bis 31. März erhalten Privatpersonen und einzelne Selbstständige je nach Modell bis zu 500 Euro Ladeguthaben bei Ionity geschenkt. Das Guthaben ist sechs Monate gültig.
Opel ohne zusätzliche Rabatte
Bei Opel hat bislang noch keiner zusätzlich an der Preisschraube der Fahrzeuge gedreht. Hier gilt: Listenpreis minus Förderprämie – Punkt. Klar, ohne pauschale Preisnachlässe ist der Verhandlungsspielraum im Autohaus größer.
Bleibt zu hoffen, dass der aktuell herrschende Preiskampf zugunsten der Verbraucherinnen und Verbraucher noch etwas anhält. Vielleicht springt ja auch Opel noch mit auf.
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