Was Sie über Impfungen und Einreisebestimmungen, Krankheiten wie Dengue-Fieber und die medizinische Versorgung in Kuba wissen sollten. Deutlicher Anstieg von Infektionskrankheiten durch Mücken Konsequent vor Mückenstichen schützen Impfschutz vor der Reise überprüfen Aktuelle Versorgungslage auf Kuba Aktuell rät das Auswärtige Amt von Reisen nach Kuba ab. Eine medizinische Notfallversorgung ist aufgrund von Medikamenten- und Materialengpässen sowie wiederholter Stromausfälle derzeit nicht gewährleistet. Seit Herbst 2025 steigen auf Kuba die Fälle von Infektionen mit Dengue-, Chikungunya- und Oropouche-Fieber stark an. Diese Krankheiten werden von Stechmücken übertragen. Betroffen sind die Hauptstadt Havanna sowie die Provinzen Guantánamo, Santiago de Cuba, Pinar del Río, Camagüey, Cienfuegos, Artemisa, Villa Clara und Mantanzas. Wichtigste Schutzmaßnahme ist die konsequente Vermeidung von Mückenstichen durch Insektenschutzmittel (idealerweise mit dem Wirkstoff DEET) sowie lange Kleidung. Lassen Sie sich vor der Reise zu den neuen Schutzimpfungen gegen Dengue und Chikungunya ärztlich beraten. Impfungen für den Aufenthalt in Kuba Für die direkte Einreise aus Deutschland sind in Kuba keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Eine gültige Schutzimpfung gegen Gelbfieber müssen Sie nur dann nachweisen, wenn Sie sich innerhalb der letzten zehn Tage vor Einreise in einem Land aufgehalten haben, in dem man sich theoretisch hätte infizieren können. Nehmen Sie die Reise auch zum Anlass, Ihren generellen Impfschutz bei einem Arzt überprüfen zu lassen. Jeder Reisende sollte über die für Deutschland empfohlenen Standard-Impfungen verfügen, insbesondere über eine aktuelle Impfung gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Masern und eine Grundimmunisierung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung). Personen über 60 Jahren wird empfohlen, sich gegen Pneumokokken (Lungenentzündung) impfen zu lassen. Speziell für Kuba raten Experten zur Impfung gegen Hepatitis A. Je nach Saison in Kuba sollten sich vor allem Personen über 60 Jahre auch gegen Grippe impfen lassen. Bleiben Sie länger im Land oder reisen Sie unter einfachen Bedingungen (z.B. mit Zelt und Rucksack), sollten Sie zusätzlich folgende Impfungen in Betracht ziehen: Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Die Kosten für diese Impfungen können erheblich sein. Deshalb sollten Sie vorab mit Ihrer Krankenversicherung klären, was diese übernimmt. An die Reiseapotheke denken Nehmen Sie auf Reisen immer eine eigene Reiseapotheke mit. Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden, sollten Sie sicherheitshalber in doppelter Menge mitführen und auf Hand- und Check-in-Gepäck verteilen. Infos und Formular zur Medikamentenmitnahme im Urlaub finden Sie hier. Vorschläge für eine gute Grundausstattung: Wunddesinfektionsspray, Pflaster und Verbandsmaterial, Mittel gegen Schmerzen, Fieber, Insektenstiche, Reisekrankheit, Durchfall, Erbrechen, Verstopfung, Erkältungskrankheiten. Kontaktieren Sie immer zuerst den Reisemedizinischen Informationsservice des ADAC, wenn Sie medizinische Behandlung benötigen. Adressen von Ärzten und Krankenhäusern in der Region erhalten Sie unter Tel. +49 89 76 76 77 und reisemedinfo@adac.de Reisemedizinische Beratung beim Arzt Eine sinnvolle reisemedizinische Beratung muss immer individuell auf Reiseland, -zeit und -stil sowie auf den Reisenden selbst abgestimmt sein. Vor Reisen in Länder mit problematischen medizinischen und hygienischen Verhältnissen, Reisen mit Kindern oder während der Schwangerschaft sowie Reisen von Personen mit Vorerkrankungen ist die rechtzeitige Beratung – etwa vier bis sechs Wochen vor Reisebeginn – durch einen reise- oder tropenmedizinisch erfahrenen Arzt besonders wichtig. Wichtig: Auslandskrankenversicherung Wer nach Kuba reist, sollte unbedingt eine private Auslandskrankenversicherung abschließen, weil deutsche Krankenkassen z.B. Kosten für einen Transport in geeignete Zentren, etwa in die USA, oder für einen Krankenrücktransport nach Deutschland nicht erstatten. Mehr Infos zum Reiseziel Kuba. Mehr über weitere beliebte Reiseziele finden Sie hier. Mehr Infos zur Reisemedizin Hinweis: Diese Informationen wurden sorgfältig recherchiert, ersetzen jedoch nicht die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Alle Angaben ohne Gewähr.