VW T-Cross: Neuer Mini-SUV von Volkswagen im Fahrbericht

11.7.2018

Der VW T-Cross ist das erste Modell von Volkswagen für den Markt der Mini-SUV. Basis für den Crossover ist der VW Polo. Testfahrt im Prototypen, technische Daten & Preise

VW T Cross Prototyp 2018
Eine kleine Pfütze bewältigt der VW T-Cross auch ohne Allrad
  • Mit dem neuen T-Cross bietet VW erstmals einen Crossover für den lukrativen Markt der Mini-SUV an
  • Konkurrenten sind unter anderem Renault Captur, Seat Arona, Opel Crossland X, Fiat 500 X, Nissan Juke und Peugeot 2008
  • Die Preise dürften bei 17.000 Euro anfangen, Marktstart ist Frühjahr 2019

Das Design: bunt, frech & bullig

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VW T Cross Prototyp 2018
Will mehr sein, als nur ein höhergelegter Polo: VW T-Cross im Tarnkleid

Es ist wie so oft bei VW. Da gibt es seit Jahren einen großen Trend zu kleinen SUV, die Konkurrenz verdient sich eine goldene Nase und die Wolfsburger schauen tatenlos zu. Doch jetzt haben die Niedersachsen endlich eine Antwort auf Captur & Co gefunden – den VW T-Cross.

Allerdings dauert es noch bis Frühjahr 2019, bis der ebenso modische wie abenteuerlustige Ableger des neuen Polo zu Preisen ab etwa 17.000 Euro in den Handel kommt. Um die Aufmerksamkeit aber bereits jetzt zu wecken, hat uns Volkswagen zu einer ersten Ausfahrt mit einem getarnten Prototypen gebeten.

Dass der Erlkönig viel bunter beklebt ist, als bei VW sonst üblich, hat einen guten Grund: Während der Polo so aufregend wie ein Blutdrucksenker ist, will der T-Cross zum Pulsbeschleuniger werden und treibt es deshalb auch in der Serie bunt: Bunte Felgen, zwölf Farben, Kontrast-Lackierungen und auffällige Klebetattoos sollen den Nachzügler zum Blickfang machen, sagt Designchef Klaus Bischoff.

Und auch die Form ist etwas frecher als beim Polo: Der T-Cross ist nicht nur fünf Zentimeter länger und deutlich bulliger als sein braver Bruder, sondern er hat einen stolzen Grill, der mit den Scheinwerfern verschmilzt, und auffällige Rückleuchten, die mit einem roten Reflektorband verbunden sind.

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Die Motoren leisten 95 bis 150 PS

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VW T Cross Prototyp 2018
Das Fahrverhalten des Prototypen ist VW-typisch sehr gut

Innen geht es mit der Farbenfreude munter weiter. Es gibt bunte Konsolen rund um das auf Wunsch digitale Cockpit mit dem großen Touchscreen daneben und freche Sitzbezüge. Doch weil der T-Cross ein typischer VW ist, will er nicht nur peppig, sondern auch praktisch sein.

Zur ohnehin erhöhten Sitzposition gibt es deshalb eine gehörige Portion Variabilität: So lässt sich der Beifahrersitz serienmäßig flachlegen und die Rückbank zumindest gegen Aufpreis um 15 Zentimeter verschieben. Und bei 4,11 Metern Länge und 2,56 Metern Radstand können wahlweise auch zwei Erwachsene zumindest kurz hinten mitfahren, ohne Platzangst zu bekommen. Alternativ wird der T-Cross mit 385 oder 455 bis 1281 Litern Ladevolumen zu einer modischen Weiterentwicklung des Polo Variant.

So überraschend bunt und alltagstauglich der kleine Mini-SUV ist, so wenig Überraschungen erlebt man bei unserer Testfahrt. Schließlich hat sich gegenüber dem Polo außer dem Schwerpunkt, dem Gewicht und mit ihm der Federung im Grunde nichts geändert. Achsen, Lenkung und Antriebe sind identisch und so fühlt sich der T-Cross auch an: Gutmütig, erwachsen und ein kleines bisschen langweilig.

Zumindest mit den aktuellen Motoren, die vom Dreizylinder mit 1,0 Litern Hubraum und 95 oder 115 PS bis zum Vierzylinder mit 1,5 Litern und 150 PS reichen und zunächst nur einen 1,6-Liter-Diesel mit 150 PS umfassen. Dazu gibt es später je nach Kundenwunsch und CO2-Vorgaben womöglich eine Erdgasvariante und mit etwas Glück vielleicht auch einen GTI.

Statt Allrad gibt's nur Frontantrieb

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VW T Cross Prototyp 2018
Bulligeres Heck? Die Tarnung lässt noch keine Bewertung zu

Eine Option werden die Niedersachsen allerdings für alles Geld der Welt nicht anbieten: den Allrad. Als erstes SUV aus Wolfsburg muss der T-Cross nur mit Frontantrieb auskommen. "Das ist auf der A0-Plattform nicht vorgesehen und wäre im gegebenen Preisrahmen nicht darstellbar gewesen", sagt Baugruppenleiter Andreas Krüger und hält das nicht für einen Nachteil.

Denn erstens fehlt der Allrad auch bei den meisten Konkurrenten wie dem Renault Captur, dem Peugeot 2008, dem Opel Crossland X, dem Ford EcoSport und dem spanischen Cousin Seat Arona. Und zweitens spielt sich das Abenteuer für SUV dieser Sorte ohnehin in der Stadt ab, wo die Straßen asphaltiert und im Winter auch geräumt sind.

 

Fazit unseres Fahrberichts

Natürlich wissen sie auch in Wolfsburg, dass sie spät dran sind. Aber wer zum ersten Mal im T-Cross unterwegs ist, der wird unschwer erkennen, dass sich das Warten gelohnt hat. Der aufgebockte Polo ist ein typischer VW: grundsolide, brav und wenig provozierend, und sein Fahrverhalten ist im besten Sinne unaufgeregt.

Und genau deshalb wird er vermutlich den gleichen Weg nehmen, wie die allermeisten VW-Modelle in ihrem Segment – direkt an die Spitze.

Technische Daten
VW T-Cross
Motor
3-Zylinder-Turbobenziner, 70  kW/95 PS, 175 Nm
Fahrleistungen
keine Angaben
Verbrauch keine Angaben
Maße L 4,11 / H 1,59 m, Kofferraumvolumen 385–1281 l
Preis ab ca. 17.000 €

 

Text: Thomas Geiger. Fotos: PR.

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