Kia Soul: Der neue fährt nur noch elektrisch

26.2.2019

Der neue Kia Soul ist künftig nur noch als Elektroauto erhältlich. Verkaufsstart für den Kompakt-Crossover: April 2019. Infos zu Motor, Batterie, Reichweite. Plus: Bilder und technische Daten

Frontansicht Kia Soul
Kommt im April 2019: Kia e-Soul
  • Mit 4,20 Metern Länge etwas größer als der Vorgänger
  • Sein neuer Elektromotor leistet 204 PS und hat ein Drehmoment von 395 Nm
  • Zwei Batteriegrößen mit 39,2 und 64 kWh. Maximale Reichweite: 452 Kilometer

 

Bereits seit 2014 gibt es den Kia Soul auch als Elektroauto. Die Neuauflage ist aber nur noch mit lokal emissionsfreiem, elektrischen Antrieb erhältlich. Das kompakte Crossover-Modell kommt im April 2019 zu den deutschen Händlern.

Mit 64-kWh-Batterie Reichweite von 452 km

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Heckansicht Kia Soul
Markanter Crossover: Der Kia Soul hebt sich ab von der breiten Masse 

Im Vergleich zum bisherigen Soul EV ist die Neuauflage antriebsseitig deutlich besser ausstaffiert. So kommt ein neuer Elektromotor zum Einsatz, der 150 kW/204 PS leistet sowie 395 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung stellt. Bisher waren es 81 kW/110 PS und 285 Newtonmeter. 

Auch der Energiespeicher wächst deutlich. Statt einer 30-kWh-Batterie kommt jetzt ein flüssiggekühlter Lithium-Ionen-Polymer-Akku mit 64 kWh zum Einsatz. Zwar gibt es wie beim technischen Bruder e-Niro auch einen kleineren Akku mit 39,2 kWh, aber begehrter dürfte die größere Version sein. Kein Wunder, schließlich soll diese bei einem Normverbrauch von guten 15,7 kWh auf 100 Kilometer auf eine Reichweite von 452 Kilometern kommen. Die Basisversion kann laut Kia bis zu 277 Kilometer weit fahren.

Die Rekuperation, also die Rückgewinnung von Bremsenergie in elektrische Energie, kann der Fahrer über Schaltwippen am Lenkrad variieren. Grundsätzlich soll es möglich sein, den Soul ohne Einsatz der Bremsen zum Stehen zu bringen. Zudem orientiert sich das Fahrzeug am vorausfahrenden Verkehr, um automatisch maximal energieeffizientes Bremsen zu gewährleisten – oder möglichst weit zu rollen.

Der e-Soul kann bis 100 kW laden

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Interieur Kia Soul
Gut gestalteter Innenraum mit digitalen Anzeigen

Zu den optischen Neuerungen gehört ein im Vergleich zum Vorgänger umfangreich modifiziertes Frontdesign. Unter anderem schaut die Neuauflage durch deutlich schmalere LED-Scheinwerferschlitze, die, durch eine Chromleiste verbunden, im oberen Bereich der Front eine durchgehende Einheit bilden.

Zentral im unteren Bereich gibt es eine große Luftöffnung, die seitlich von schwarzen Inlays mit LED-Nebelleuchten flankiert wird. Außerdem befindet sich im Bereich des klassischen Kühlergrills eine kleine Klappe, hinter der sich der neue Schnellladeanschluss für den CCS-Stecker-Standard verbirgt.

An einer entsprechend ausgerüsteten Ladesäule lässt sich der e-Soul mit maximal 100 kW aufladen, so dass der Akku in rund 40 Minuten von 20 auf 80 Prozent kommt. An einer 22 kW-Säule sieht es leider anders aus: Hier nimmt sich der Soul nur 7,4 kW.

Moderner Innenraum mit Digitalanzeigen

Der Innenraum des e-Soul präsentiert sich aufgeräumt. Hebel für die Feststellbremse oder das Getriebe gibt es nicht mehr. Ersteres ersetzt ein kleiner Hebelschalter in der Mittelkonsole, statt eines Schalthebels gibt es einen kleinen Gangwahl-Drehschalter.

Das Kombiinstrument besteht aus einem zentralen Farbdisplay, welches seitlich von kleineren, halbrunden Displays flankiert wird, die damit eine klassische Rundinstrumentenoptik andeuten. Außerdem befindet sich mittig im Armaturenbrett ein 10,25 Zoll großer Touchscreen für das Infotainmentsystem.

Darüber hinaus soll der Elektro-Soul über eine zeitgemäße Sicherheitsausstattung verfügen, die sieben Airbags, Crash-Verhinderer, Spurhalte- und Spurwechselassistent, Querverkehr- und Müdigkeitswarner sowie Abstandstempomat umfasst. Außerdem kommt ein neues Telematiksystem namens UVO zum Einsatz, welches den Nutzer unter anderem mit Echtzeitinformationen zu Ladestationen versorgt und es ermöglicht, das Laden zu programmieren. Außerdem beherrscht UVO gängige e-Call-Funktionen.

Text: Mario Hommen/SP-X. Fotos: PR.

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