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Der ADAC

Alternative Antriebe im Fokus beim ADAC Autotest

Mercedes EQC fährt neben Pylonen
Eines von 16 getesteten Fahrzeugen: Der elektrische Mercedes EQC ∙ © ADAC/Uwe Rattay

Im zweiten Quartal 2020 hat der ADAC 16 verschiedene Automodelle getestet. Neun davon hatten einen alternativen Antrieb. Doch nicht alle konnten überzeugen.

Lange hat es gedauert, doch nun scheinen Autos mit alternativen Antrieben endlich an Fahrt zu gewinnen. Was die Zulassungszahlen angeht, aber auch im Hinblick auf das breitere Angebot der Hersteller. Doch sind diese Fahrzeuge immer sparsamer bzw. umweltfreundlicher als ihre konventionell angetriebenen Brüder?

Pauschal lässt sich das nicht sagen, haben die ADAC Tester herausgefunden. Es gibt gute, aber auch schlechte Modelle, wie die Auswertung verschiedener Plug-in-Hybride im Test zeigt.

Hoher Stromverbrauch beim BMW X5 Plug-in-Hybrid

Negativbeispiel: Der BMW X5 xDrive45e als Plug-in-Hybrid. Auf dem Papier lockt zwar die Herstellerangabe von nur 1,2 Litern Super auf 100 Kilometer. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Den Wert kann nur schaffen, wer den riesigen SUV immer brav an der Steckdose auflädt und den Benziner kaum nutzt. Dann verbraucht der X5 aber natürlich Strom statt Benzin – ziemlich viel sogar. Im ADAC Ecotest lag der Stromverbrauch im Elektrobetrieb (mit Ladeverlusten) bei exorbitanten 40 kWh auf 100 Kilometern! Die vom Hersteller versprochene Elektro-Reichweite von 97 Kilometern schrumpft dann auf 62.

Dass Plug-In-Hybride aber auch sparsam sein können, beweisen der Hyundai Ioniq Plug-In-Hybrid und der Peugeot 508 SW 1.6 Hybrid 225 e-EAT8. Auch ein Schwergewicht wie der direkte Konkurrent des BMW X5, der Mercedes GLE wurde als Plug-In-Hybrid 350 de vom ADAC getestet, der als Besonderheit Elektroantrieb und Dieselmotor kombiniert. Bei vergleichbarer Leistung fährt er stets sparsamer als ein entsprechender GLE 350 d mit Sechszylinder-Diesel.

Mercedes EQC: 408-Elektro-PS, 2,5 Tonnen Gewicht

Und ein reiner Elektro-SUV? Hier musste sich der Mercedes EQC im Autotest beweisen. Extrem komfortabel, gediegen, flüsterleise und irre schnell. 408 PS pressen die Insassen in die Sitze – und das bei 2,5 Tonnen Leergewicht. Allein der Akku wiegt 650 Kilogramm. Kann so eine Trutzburg sparsam sein? Nicht wirklich, knapp 28 kWh Testverbrauch auf 100 Kilometern sind eine ganze Menge.

Deutlich bodenständiger und ganz ohne Hybridtechnik: Der SsangYong Tivoli 1.5 GDI-T 2WD, ein ansehnlicher SUV der Kompaktklasse, und der Renault Clio TCe 130. Der Kleinwagen überzeugte mit bemerkenswert guter Material- und Verarbeitungsgüte sowie agilem Handling.

VW Golf als TDI und eTSI im Test

Auch das meistverkaufte Auto Deutschlands wurde zum ADAC Test einbestellt: Der VW Golf als 2.0 TDI und als Mildhybrid 1.5 eTSI mit jeweils 150 PS. Besonders angenehm überrascht hat der sehr laufruhige Diesel, der mit 4,8 Litern im Testschnitt ausgekommen ist und extrem saubere Abgase hatte – auch jenseits des Prüfstands. Die aufwändige Abgasnachbehandlung zahlt sich offenbar aus.

16 Modelle im ADAC Autotest

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