Menü
Rund ums Fahrzeug
Verkehr
Reise & Freizeit
Versicherungen & Finanzen
Mitgliedschaft
Services
Der ADAC

Urlaub trotz Corona: Die besten Reiseziele im November 2020

Frau blickt über den Strand von Balos auf Kreta
Nicht zu heiß, nicht zu kalt: Auf Kreta ist das Wetter jetzt ideal zum Wandern ∙ © iStock.com/vitaliymateha

Wer in diesem November verreisen will, muss flexibel sein. Deutschland geht Anfang November in einen Teil-Lockdown, für viele Regionen und Länder Europas gelten Reisewarnungen. Wo Urlaub möglich ist – und was Sie beachten müssen.

  • Tipps für Skifahrer, Wanderer und Kulturinteressierte

  • Vor der Einreise: Online-Registrierung vielfach erforderlich

  • Flusskreuzfahrten mit erhöhten Hygiene- und Sicherheitsstandards

Urlaub im Ausland trotz Lockdown? Die wichtigsten Fakten

Um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, haben Bund und Länder den Reiseverkehr innerhalb Deutschlands bis Ende November massiv eingeschränkt. Was gilt nun bei Reisen ins Ausland? Ist ein Urlaub außerhalb Deutschlands möglich?

  • Reisen ins Ausland sind nicht ausdrücklich verboten. Angesichts der in Europa und weiten Teilen der Welt massiv zunehmenden Corona-Infektionen sollte sich aber jeder überlegen, ob ein Auslands-Urlaub derzeit sinnvoll ist.

  • Die Grenzen sind von deutscher Seite aus offen. Einzelne Länder haben aber von sich aus Beschränkungen oder Einreiseverbote verhängt. Zudem sind Wartezeiten durch Grenzkontrollen und Zurückweisungen möglich.
    Die aktuelle Lage an Deutschlands Grenzen

  • Der Flug-, Bahn- und Fährverkehr findet auch ins Ausland grundsätzlich statt. Reisende müssen allerdings mit Ausfällen oder Terminänderungen rechnen und sollten sich kurzfristig bei ihrer Airline, Reederei oder Bahngesellschaft über den aktuellen Stand informieren.

Deutschland: Die Heimat erkunden

Nicht erst seit Corona zählt Deutschland zu den beliebtesten Reisezielen der ADAC Mitglieder. Ob es nach Sylt, ins Sauerland oder in den Bayerischen Wald geht: Sie können bequem im eigenen Pkw anreisen, was gerade zu Pandemie-Zeiten von Vorteil ist. Warum also nicht in diesem November auf Heimat-Entdeckungstour gehen und so sehenswerte Städte wie Stade in Niedersachsen, Monschau in der Eifel oder auch Konstanz am Bodensee besuchen?

Alle drei Ortschaften verfügen über wunderbar restaurierte Altstädte mit netten Cafés, Weinstuben und Wirtshäusern. Konstanz hat darüber hinaus den Bodensee zu bieten, wo Spaziergänge und Radtouren in der kühlen Jahreszeit ihren ganz besonderen Reiz haben: Die Luft ist klar, Nebelschwaden ziehen über die Wasseroberfläche, und am Horizont sind die schneebedeckten Gipfel der Alpen zu sehen.

Achtung: Reisende aus deutschen Corona-Hotspots müssen mit Einschränkungen rechnen, wenn sie in andere Bundesländer fahren und dort übernachten wollen. Hier geht's zu den aktuellen Regeln.

Ab in die Wärme: Deutschlands schönste Thermen und Bäder

Viele Thermen, Bäder und Saunen zwischen Kiel und Oberammergau sind unter Auflagen wieder geöffnet. Wo es sich besonders schön entspannen lässt – und was Besucher wissen müssen.

Österreich: Zum Skifahren nach Kärnten

Fast ganz Österreich gilt mittlerweile als Corona-Risikogebiet – mit Ausnahme von Kärnten. Das Bundesland im Süden Österreichs lohnt dank seiner Seen und Berge zu jeder Jahreszeit einen Besuch. Wintersportfans sei der Mölltaler Gletscher* oberhalb von Flattach empfohlen, wo der Skibetrieb bereits begonnen hat. Hier gibt es breite Carvingpisten für Anfänger wie Fortgeschrittene, die höchstgelegene FIS-Abfahrt Kärntens sowie einen Funpark für Snowboarder mit Wellenbahn, Kicker und Jumps. Insgesamt umfasst das Gebiet 17,4 Pistenkilometer.

Corona-Schutzmaßnahmen: In Gondeln und Liftanlagen herrscht Maskenpflicht, zudem ist ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten. Auch in Restaurants ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, der erst am Sitzplatz abgelegt werden darf. Es findet kein Après-Ski statt. Hier gibt es weitere Informationen für Ihren Österreich-Urlaub 2020.

Flusskreuzfahrt: Erholung mit Abstand

Eine Flussreise ist die vielleicht entspannteste Art, Deutschland und Europa zu entdecken: Bei keiner anderen Reiseform legt man jeden Tag an einer anderen Ortschaft, Stadt oder Sehenswürdigkeit an, ohne dabei ständig den Koffer ein- und wieder auspacken zu müssen. Und auch die Passagen zwischen den Landgängen sind ein Erlebnis, denn am Ufer ziehen je nach Route Berge, Felsen und Wälder, Burgen und Schlösser vorbei.

Zwar gelten immer mehr Regionen und Länder Europas derzeit als Corona-Risikogebiete – dennoch gibt es noch einige Routen auf europäischen Flüssen, die ohne große Einschränkungen möglich sind. Die Anbieter haben ihre Hygiene- und Sicherheitsstandards noch einmal erhöht.

Italien: Sightseeing auf Sizilien

Griechische Theater, römische Villen, normannische Kirchen und barocke Städte: Auf Sizilien, der größten Insel des Mittelmeers, gibt es zahlreiche Spuren früherer Siedler und Eroberer zu bestaunen. Zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten zählen das antike Teatro Greco in Taormina mit sensationellem Ausblick auf den Ätna sowie die Villa Romana del Casale mit ihren farbigen, plastisch gestalteten Mosaiken. Da im Sommer häufig Temperaturen von mehr als 40 Grad herrschen, eignen sich besonders die kühleren Monate für Besichtigungen und Wandertouren. Mit bis zu 20 Grad ist der November auf der Insel meist mild.

Achtung: Auch auf Sizilien nehmen die Corona-Neuinfektionen zu. Touristen müssen sich vor dem Aufenthalt per Onlineformular* registrieren; alternativ können sie die App "SiciliaSiCura" herunterladen. Einreisende an Flughäfen und Häfen sind zu Corona-Schnelltests verpflichtet. Außerdem muss im öffentlichen Raum ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Hier finden Sie weitere Infos zum Italien-Urlaub 2020.

Griechenland: Wandern auf Kreta und Rhodos

Im November ist die Hauptreisezeit vieler Griechenland-Urlauber vorbei. Die Temperaturen sinken, sind aber mit etwa 15 bis 20 Grad noch immer vergleichsweise mild. Geschichtsinteressierte können im November entspannt die zahlreichen Kulturdenkmäler im Land besichtigen, die nun nicht mehr überlaufen sind. Die Inseln Kreta und Rhodos etwa haben kulturell wie landschaftlich viel zu bieten: Antike Stätten und bedeutende Klöster, historische Städte und Hafenorte, Hochebenen, Schluchten und Olivenhaine. Zudem kommen beide Inseln noch auf durchschnittlich sechs Sonnenstunden am Tag – ideale Bedingungen auch für Wandertouren.

Griechenland ist von Covid-19 "relativ moderat" betroffen, wie das Auswärtige Amt mitteilt. Touristen müssen spätestens 24 Stunden vor Einreise ein Onlineformular* ausfüllen. Hier erfahren Sie, was Griechenland-Urlauber außerdem wissen sollten.

Zypern: Strand, Meer und Mythologie

3,2 Millionen Touristen reisten 2019 nach Zypern, und das aus gutem Grund: Die Insel im östlichen Mittelmeer punktet mit antiken Kulturstätten, bewaldeten Hügeln und Bergen, kargen Felslandschaften und weißen Sandstränden. Die Felsengräber und Ruinen von Paphos, die bemalten Scheunendachkirchen im Troodos-Gebiet sowie die Ausgrabungsstätte Chirokitia gehören zum UNESCO-Welterbe.

Wanderbegeisterte finden auf Zypern zahlreiche Routen, etwa den Küstenweg auf der Akamas-Halbinsel oder die abenteuerliche Tour durch die imposante Avakas-Schlucht. Auf Zypern ist es im November mit durchschnittlich etwa 22 Grad noch angenehm warm, sodass dem ein oder anderen Strandtag – etwa am Aphroditefelsen Petra tou Romiou, wo die griechische Liebesgöttin der Sage nach dem Meer entstiegen ist – nichts im Wege steht.

Achtung: Zypern ist laut Auswärtigem Amt von Covid-19 derzeit weniger betroffen. Aufgrund strenger Quarantäneregeln wird jedoch vor Reisen in den von der Türkei beanspruchten Nordteil der Insel ("Türkische Republik Nordzypern TRNZ") abgeraten.

Service vor Ort: In Ihrer ADAC Geschäftsstelle

Aktuelle Informationen zu Ihrem Reiseziel, Toursets und die aktuelle Motorwelt exklusiv für ADAC Mitglieder, außerdem Reiseführer, Vignetten und persönliche Beratung rund um Ihre Mobilität: Das alles bieten die ADAC Geschäftsstellen ganz in Ihrer Nähe.

Und auch telefonisch ist der Club für Sie da – unter Tel. 0800 5 10 11 12 (Mo. – Sa.: 8 –20 Uhr).

Auf adacreisen.de finden Sie ebenfalls umfassende Informationen zu unterschiedlichen Destinationen weltweit sowie aktuelle Reiseangebote.

Madeira: Vulkaninsel im Atlantik

Dichte Wälder, Riesenfarne, wilde Orchideen, Wasserfälle und karge Vulkanlandschaften prägen die knapp 900 Kilometer vor dem portugiesischen Festland gelegene Atlantikinsel. Hier sind Aktivurlauber und Naturfans richtig. Rund zwei Drittel des Eilands sind Naturschutzgebiet, etwa 2000 Kilometer Wanderwege gibt es. Der Lorbeerwald bzw. "Laurisilva", oft auch Feenwald genannt, zählt zum UNESCO-Welterbe.

Wer sich für die besondere Vegetation der "Blumeninsel" Madeira interessiert, sollte den Botanischen Garten in der Hauptstadt Funchal besuchen. Der Park versammelt nicht nur die vielen endemischen Arten, sondern zahlreiche weitere exotische Pflanzen. Wegen dem Golfstrom ist das Wetter auf Madeira ganzjährig mild. Zwar beginnt Mitte Oktober die feuchtere Jahreszeit. Aber der Wind sorgt dafür, dass ein Regenguss meist nicht lang anhält.

Achtung: Auf Madeira gilt die Maskenpflicht auch im Freien. Vor Einreise muss eine Gesundheitserklärung abgegeben werden. Das Formular wird von den Fluggesellschaften und von der Regionalregierung als Onlineformular* bereitgestellt. Bei Einreise ist zudem ein negativer Covid-19-Test erforderlich, der nicht länger als 72 Stunden vor Abflug durchgeführt wurde. Alternativ können Sie bei Einreise einen kostenfreien Covid-19-Test durchführen lassen, dessen Ergebnis in der Regel innerhalb von 12 Stunden vorliegt. Eine Selbstisolation im Hotel bis zum Erhalt des Testergebnisses ist vorgeschrieben.

* Durch Anklicken des Links werden Sie auf eine externe Internetseite weitergeleitet, für deren Inhalt der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich ist.