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Urlaub trotz Corona: Die besten Reiseziele im Februar 2021

Mann mit Skiern in der Langlaufloipe, die Sonne scheint und der Schnee glitzert
Langlauf in den Wintersportgebieten: Derzeit nur mit Einschränkungen möglich ∙ © Shutterstock/Jag_cz

Deutschland befindet sich bis mindestens 7. März im Lockdown. Für die meisten Regionen Europas gelten zudem Reisewarnungen. Wo man sich im Februar dennoch erholen kann und was man beachten muss.

  • Tipps für Langläufer und Winterwanderer

  • Öffnung touristischer Betriebe im Februar unsicher

  • Lokale Beschränkungen könnten Tagestouren erschweren

Die Folgen der Corona-Pandemie dürften die Ausflugs- und Reisemöglichkeiten auch im Februar einschränken. Wer in einem Corona-Hotspot wohnt, muss sogar damit rechnen, dass sein Bewegungsradius begrenzt wird und Fahrten über größere Entfernungen verboten sind. Ausflüge vor die eigene Haustür sind aber auf jeden Fall möglich.

Das Bedürfnis, dem Lockdown-Alltag zu entfliehen, ist groß. Tagesausflügler sollten aber unbedingt im Voraus prüfen, ob der jeweilige Zielort erreichbar ist. Einige Wintersportorte in Deutschland haben Zufahrtsstraßen und Parkplätze gesperrt, nachdem sie von Tagestouristen überrannt wurden. Darüber hinaus gelten vielerorts Betretungsverbote für Skipisten und Rodelhänge.

Lockdown: Reisen innerhalb Deutschlands und Europas

Lockdown bis mindestens 7. März

Um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, haben Bund und Länder massive Einschränkungen im privaten und öffentlichen Bereich beschlossen. Diese wurden mehrmals verlängert und gelten in ganz Deutschland bis mindestens 7. März.

  • Von nicht zwingend notwendigen Reisen im In- und Ausland wird abgeraten.

  • Touristische Übernachtungen in Hotels und anderen Unterkünften in Deutschland sind verboten. Lediglich Geschäftsreisen sind weiterhin zugelassen.

  • Im öffentlichen sowie in fast allen Bundesländern auch im privaten Bereich darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person und umgekehrt treffen.

  • Restaurants, Cafés und andere Lokale sind geschlossen und dürfen nur Speisen zum Mitnehmen verkaufen.

  • Bis auf Geschäfte des täglichen Bedarfs bleibt der komplette Einzelhandel geschlossen.

  • Museen, Theater, Kinos, Freizeitparks, Schwimmbäder und ähnliche Einrichtungen bleiben ebenfalls zu.

  • Beim Einkaufen und im öffentlichen Personenverkehr muss ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz getragen werden – in Bayern sogar eine FFP2-Maske.

  • Freizeitsport ist nur noch individuell, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts erlaubt.

Wintererlebnis für Jung und Alt: Die Rhön

Mutter fährt mit einem Jungen Schlitten und sie lachen dabei
Schlitten fahren: Für Kinder stets ein Vergnügen ∙ © iStock.com/Imgorthand

Ein Geheimtipp auch im Winter ist die Rhön: Das Mittelgebirge im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen ist sehr groß, nur unwesentlich kleiner als das Saarland. Die Rhön bietet Naturfreunden traumhaft schöne und sehr abwechslungsreiche gut markierte Winterwanderwege*, aber auch für Rodeln, Schneeschuhwandern oder Skilanglaufen gibt es unzählige Möglichkeiten. Jung und Alt kommen hier sicher auf ihre Kosten.

In der Rhön ist die über Jahrmillionen geschaffene Mittelgebirgslandschaft, die teilweise vulkanischen Ursprungs ist, noch sehr urwüchsig. Sie ist Heimat einer überaus artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Mehr als 100 bedrohte Tierarten wie Wildkatze, Roter Milan und verschiedene Fledermausarten finden hier gute Lebensbedingungen.

Ein lohnender Winterausflug in der Rhön ist beispielsweise die gut fünf Kilometer lange Schneeschuhwanderung zur Würzburger Bergbund Hütte. Ausgangspunkt ist der Parkplatz Schwedenwall bei Gersfeld, rund 30 Kilometer südöstlich von Fulda. Die leicht ansteigende Tour führt über die hessisch-bayerische Grenze hinweg durch verschneite Wälder und bietet zahlreiche schöne Ausblicke auf die reizvolle Umgebung. Insgesamt sind etwa 150 Höhenmeter zu überwinden.

Potsdam: Auch ohne Museen ein Genuss

Verschneiter Schlosspark Sanssouci in Potsdam im Winter
Potsdam: Der weitläufige Schlosspark Sanssouci lädt zu Spaziergängen ein ∙ © Shutterstock/posztos

Städtereisen in Deutschland sind derzeit schwierig: Hotels, Museen und Theater sind geschlossen, Restaurants dürfen nur Gerichte zum Mitnehmen verkaufen. Einige Ziele eignen sich dennoch für einen Tagesausflug. Attraktiv ist zum Beispiel die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam. Voraussetzung ist natürlich, dass es die Infektionslage zulässt. Dazu sollte man stets die aktuellen Corona-Inzidenzzahlen beachten.

Sprachwissenschaftlern zufolge leitet sich der Name Potsdam von den slawischen Wörtern "pod" (unter) und "dubimi" (Eiche) ab, was man mit "unter den Eichen" übersetzen könnte. Die Siedlung wird zwar bereits im zehnten Jahrhundert urkundlich erwähnt, blieb jedoch lange Zeit eine kleine Marktstadt. Erst im 18. Jahrhundert wurde sie unter den Preußenkönigen Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. als Garnisonsstandort und Residenz großzügig ausgebaut. Das barocke Stadtbild hat sich bis heute erhalten.

Auch im Winter sehr reizvoll sind die ausgedehnten Parkanlagen sowie die vielen Seen und Wasserflächen. Im Schlosspark von Sanssouci, im Neuen Garten mit Schloss Cecilienhof und im Schlosspark Babelsberg kommen nicht nur Naturfreunde, sondern auch Kulturinteressierte auf ihre Kosten. Die Museen sind zwar geschlossen, doch kann man bei ausgedehnten Spaziergängen immer wieder Neues entdecken.

Lohnend ist auch ein Bummel durch die Innenstadt. Hier beeindrucken unter anderem der komplett restaurierte Alte Markt, das wieder aufgebaute Stadtschloss und das Holländische Viertel mit seinen Giebelhäusern aus Backstein, die im 18. Jahrhundert nach niederländischem Vorbild entstanden.

Städtereise Potsdam: Zwischen Geschichte und Moderne

Nur wenige Fernreiseziele kein Risikogebiet

Karibischer Strand mit Palmen und Sonnenschirmen aus Palmblättern
Seit Kurzem ebenfalls Risikogebiet: Dier Karibikinsel St. Lucia ∙ © Shutterstock/Styve Reineck

Wen es in die Ferne zieht, hat in Corona-Zeiten nicht viele Möglichkeiten. Die meisten Urlaubsländer gelten als Risikogebiete und Staaten, die unbedenklich wären, lassen keine Touristen ins Land. Es gibt nur wenige Reiseziele mit geringen Einschränkungen.

Urlaub im Ausland trotz Lockdown? Die wichtigsten Fakten

Um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, raten Bund und Länder von nicht zwingend notwendigen Reisen bis mindestens 7. März ab. Was gilt bei Reisen ins Ausland? Ist ein Urlaub außerhalb Deutschlands überhaupt möglich?

  • Für die meisten Länder gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

  • Reisen ins Ausland sind nicht ausdrücklich verboten. Angesichts der in Europa und weiten Teilen der Welt massiven Corona-Infektionswelle sollte sich aber jeder überlegen, ob ein Auslandsurlaub derzeit sinnvoll ist.

  • Die Grenzen sind von deutscher Seite aus offen. Einzelne Länder haben aber von sich aus Beschränkungen oder Einreiseverbote verhängt: Jeder Reisende ist selbst dafür verantwortlich, sich darüber zu informieren. Wartezeiten durch Grenzkontrollen und Zurückweisungen sind möglich.
    Die aktuelle Lage an Deutschlands Grenzen

  • Bei der Rückkehr nach Deutschland aus einem Risikogebiet gelten allerdings Quarantäneregelungen.

Ziele, die nicht als Risikogebiet gelten und Touristen unter bestimmten Voraussetzungen ins Land lassen, sind zum Beispiel Kuba, Sri Lanka, Mauritius oder - wenn man es exotisch will - Uganda.

Die Karibikinsel St. Lucia gehört allerdings nicht mehr dazu. Sie wurde am 5. Februar vom Robert-Koch-Institut (RKI) zum Risikogebiet erklärt.

Einzelheiten zu Reisemöglichkeiten erfährt man in unseren Tipps für mögliche Fernreisen.

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Dr. Norbert Prack
Redakteur
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