Urlaub in Island: Die besten Sehenswürdigkeiten

Ein Mann steht vor der Breidamerkurjokull Eishöhle in Island
Blick aus einer Eishöhle am Vatnajökull, dem größten Gletscher Islands© iStock.com/golfer2015

Vulkane, Gletscher, heiße Quellen und Geysire: Island ist geprägt von Naturgewalten und einzigartig schönen Landschaften. Diese Sehenswürdigkeiten sollten Besucher nicht verpassen.

  • Golden Circle: Rundfahrt ab Reykjavík

  • Blaue Lagune oder Secret Lagoon: Baden in heißen Quellen

  • Bootstour auf der Gletscherlagune Jökulsárlón

Islands Sehenswürdigkeiten auf einer Karte

Island-Urlaub: Aktuelles für Reisende

Höchster Kirchturm Islands

Hallgrimskirkja in Reykjavik, Island
Die Hallgrímskirkja in Reykjavík mit ihrem gewaltigen Kirchturm© iStock.com/DieterMeyrl

Auf einem Hügel im Zentrum Reykjavíks steht das Wahrzeichen der Stadt, die strahlend weiße Hallgrímskirkja, die 1986 vollendet wurde. Die Fassade mit ihren eckigen Pfeilern erinnert an Basaltsäulen-Formationen, wie sie an vielen Orten Islands zu finden sind (siehe unten Wasserfall Svartifoss). Schwungvoll geht die Fassade in den 74 Meter hohen Kirchturm über. Unterhalb der Turmspitze befindet sich eine Aussichtsplattform. In nördlicher Richtung schweift der Blick über die kleinen, bunten Häuschen der Innenstadt bis zum gläsernen Konzertgebäude Harpa und dem Alten Hafen, in südlicher Richtung befinden sich das überkuppelte Museum Perlan und der innerstädtische Flughafen Reykjavíkurflugvöllur.

Info:
Hallgrímstorg 1, 101 Reykjavík
Tel: +354 510 1000, geöffnet Oktober bis Mitte Mai täglich 10 bis 17 Uhr (Turm schließt um 16:30 Uhr), Mitte Mai bis September täglich geöffnet 10 bis 20 Uhr (Turm schließt um 19:30 Uhr)
Hallgrímskirkja*

Museum im Wassertank

Außenansicht des Museums Perlan Wondrs of Iceland in Island
Im trockengelegten Wassertank informiert das Museum Perlan über Islands Naturwunder© imago images/Ragnar Th. Sigurdsson

Das interaktive Museum Perlan – Wonders of Iceland stimmt mit seiner Ausstellung über Islands Naturwunder perfekt auf eine Reise durch das Land ein. Denn hier erfahren Besucher alles über Islands besondere Geologie: Die Insel liegt auf der Grenze von nordamerikanischer und eurasischer Kontinentalplatte. Die Platten driften jährlich ein paar Millimeter auseinander. Daraus resultieren Phänomene wie Vulkanismus, Erdbeben und Geothermie. Auch die Gletscher, die immerhin rund elf Prozent der Landesfläche bedecken, kommen im Museum nicht zu kurz.

Zu den Highlights zählen eine künstliche begehbare Eishöhle und eine Nachbildung der Klippe von Látrabjarg. Diese befindet sich in den Westfjorden, ist 14 Kilometer lang und bietet Nistplätze für Millionen von Seevögeln. Das Planetarium zeigt eine Filmprojektion über das Polarlicht Aurora borealis.

Sehenswert ist auch das Museumsgebäude: der Warmwasserspeicher von Reykjavík, der aus sechs riesigen Tanks besteht. Einer wurde stillgelegt und beherbergt seit einigen Jahren das Museum. Den krönenden Abschluss des Komplexes bilden die sechseckige Aussichtsterrasse und die gläserne Kuppel mit Restaurant und Café.

Info:
Öskjuhlíð, 105 Reykjavík,
Tel: +354 566 9000, geöffnet täglich 9 bis 22 Uhr (Café und Restaurant bis 18 Uhr)
Perlan – Wonders of Iceland*

Blaue Lagune: Wellness im Lavafeld

Menschen in der blauen Lagune in Island
Mystische Abendstimmung in der Blauen Lagune© iStock.com/elkaphotos

Zu den Lieblingsbeschäftigungen der Isländer gehört das Baden in heißen Quellen. Die wohl bekannteste heiße Quelle, die Blaue Lagune, liegt in einem Lavafeld auf der Halbinsel Reykjanes. Entstanden ist die Lagune, als ein nahegelegenes Geothermalkraftwerk heißes Wasser zur Energiegewinnung nach oben pumpte und anschließend auf das Lavafeld leitete. Aus diesem Abfallprodukt hat sich die größte Wellnessoase des Landes entwickelt, inzwischen mit eigener Pumpanlage.

In dem milchig blauen Wasser, das einen schönen Kontrast zur umliegenden dunklen Lavalandschaft bildet, können Badegäste bei durchschnittlich 39 Grad Celsius herrlich entspannen und sich mit Kieselerdeschlamm- oder Algenmasken verwöhnen. Eine Poolbar gibt es auch. Obwohl das Thermalbad stets gut besucht ist, finden Badegäste in dem großzügigen Becken meist noch ein ruhiges Plätzchen.

Vorbuchung wird dringend empfohlen, mehrere Wellness-Pakete stehen zur Auswahl.

Info:
Norðurljósavegur 9, 240 Grindavík,
Tel: +354 420 8800, geöffnet Januar bis Mai täglich 8 bis 21 Uhr, Juni bis 20. August täglich 7 bis 24 Uhr, 21. August bis Dezember täglich 8 bis 22 Uhr (Restaurant bis 21 Uhr)
Blaue Lagune*

Golden Circle: Top-Sehenswürdigkeiten

Geysir im Haukadalur Tal in Island kurz vor dem Ausbruch
Im Geothermalgebiet Haukadalur dampfen zahlreiche heiße Quellen© Shutterstock/Andrew Mayovskyy

Zu den Höhepunkten einer Islandreise gehört der Golden Circle, eine Rundtour ab Reykjavík zu drei eindrucksvollen Naturdenkmälern: Im Þingvellir-Nationalpark kann der Grabenbruch zwischen nordamerikanischer und eurasischer Kontinentalplatte erkundet werden. Einen Überblick über das Gelände bietet der Aussichtspunkt am Besucherzentrum. Wer ein echtes Abenteuer erleben möchte, kann sogar in der Silfra-Spalte zwischen den Kontinenten tauchen oder schnorcheln.

Der Gullfoss gehört zu den spektakulärsten Wasserfällen Islands. Über zwei breite Stufen, die im 90-Grad-Winkel zueinander stehen, donnern die Wassermassen nach unten und ergießen sich in eine tiefe Schlucht. Die Besucher können dicht an den Wasserfall herantreten, sodass sie das Spektakel hautnah – inklusive spritzender Gischt – erleben.

Über das Geothermalgebiet Haukadalur erstrecken sich zahlreiche heiße Quellen, es dampft und zischt und blubbert. Zwei Geysire, also Springquellen, gibt es auch: Stóri, der Große Geysir, stößt nur noch selten Fontänen aus, wenn, dann können diese aber beeindruckende 100 Meter in die Höhe schießen. Wesentlich aktiver ist Strokkur, der alle paar Minuten heißes Wasser in die Luft spuckt, immerhin bis zu 20 Meter hoch.

Info:
Start/Ende: Reykjavík
Strecke: 230 km (Fahrzeit ca. 4 Stunden)
Besichtigung: ca. 4 Stunden
Die Tour kann gebucht werden, dank guter Straßenverhältnisse ist sie auch für Selbstfahrer möglich.

Secret Lagoon: Gar nicht so geheim

Frau schwimmt in der Secret Lagoon in Island
Entspannen in der Secret Lagoon, dem ältesten Bad Islands© Secret Lagoon

So geheim, wie es der englische Name vermuten ließe, ist die Lagune nicht, aber ein guter Tipp für Badegäste, denen die Blaue Lagune zu luxuriös und überlaufen ist. Ohnehin passt der isländische Name viel besser: Gamla Laugin, Altes Bad, denn es existiert bereits seit 1891 und ist das älteste öffentliche Bad Islands.

Das schlichte Becken ist von Natursteinen eingefasst. Ganzjährig herrscht hier eine Wassertemperatur von 38 bis 40 Grad Celsius. Die Atmosphäre ist ruhig und entspannt. Kein Schnickschnack lenkt vom eigentlichen Badevergnügen ab. Um das Becken herum führt ein Holzbohlenweg, zu beiden Seiten dampfen und blubbern mehrere heiße Quellen. Sogar einen kleinen Geysir gibt es hier, der alle paar Minuten ausbricht.

Nicht allzu weit entfernt befinden sich der Wasserfall Gullfoss und das Geothermalgebiet Haukadalur, sodass es sich anbietet, eine Golden-Circle-Tour in der Secret Lagoon ausklingen zu lassen.

Info:
Hvammsvegur, 845 Flúðir,
Tel: +354 555 3351, geöffnet Juni bis September täglich 10 bis 20 Uhr, Oktober bis Mai täglich 10 bis 19 Uhr
Secret Lagoon*

Wissenswertes zu Island

Natürlich gibt es auf der Insel am Rande Europas noch viel mehr zu entdecken. Hier finden Sie weitere Sehenswürdigkeiten in Island.

Wanderung ins Rauchende Tal

Junge Frau badet in der Hveragerdi Quelle auf dem Reykjadalur Trail in Island
Höhepunkt der Wanderung ins Reykjadalur: Ein Bad im heißen Fluss© iStock.com/krblokhin

Eine abwechslungsreiche, nicht allzu schwierige Wanderung führt von der kleinen Ortschaft Hveragerði ins Reykjadalur, das Rauchende Tal. Der Name passt, denn die Strecke liegt in einem Geothermalgebiet mit heißen Quellen. Vom Parkplatz geht es in Kehren bergauf, begleitet von blubbernden Schlammtöpfen und rauchenden Fumarolen rechts und links des Weges. Nach etwa der Hälfte der Strecke befindet sich auf der linken Seite der Wasserfall Djúpagilsfoss. Das letzte Stück geht es dann bergab zum Ziel der Wanderung, dem Hot Spring Thermal River, einem kleinen, von heißen Quellen gespeisten Bach.

Wer baden möchte, zieht sich hinter einem Sichtschutz um, sucht sich ein Plätzchen im Bach und genießt den Blick auf die umliegenden Berge, während das heiße Wasser die Muskeln lockert. Besonders bei kühler Witterung kostet es einige Überwindung, den gemütlichen Badeplatz wieder zu verlassen. Durchfrorenen Wanderern wird auf dem Rückweg meist schnell wieder warm. Und falls nicht, wartet am Ausgangspunkt das Café Reykjadalur.

Info:
Start/Ende: Parkplatz am Ende der Straße Reykjadalur, nördlich von Hveragerði
Ziel: Hot Spring Thermal River
Länge einfach: 3,5 km
Dauer einfach: etwa eine Stunde
Badesachen nicht vergessen!
Café Reykjadalur, geöffnet täglich 12 bis 17 Uhr

Im Lavatunnel Raufarhólshellir

Eiskristalle in der Lavahöhle Raufarholshellir auf Island
Im Winter fasziniert der Lavatunnel Raufarhólshellir durch unzählige Eiszapfen© iStock.com/RPBMedia

Nur eine knappe Autostunde von Reykjavík entfernt befindet sich der Lavatunnel Raufarhólshellir, der vor rund 5600 Jahren entstanden ist. Seine Länge beträgt 1300 Meter bei einer Breite von 30 Metern und einer Höhe von zehn Metern. Der Tunnel kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden, für die Teilnehmer stehen Helm und Stirnlampe bereit. Für die Entstehung eines Lavatunnels darf die Lava nicht zu zähflüssig sein. Während die Oberfläche des Lavastroms bereits erstarrt, fließt die Masse im Inneren weiter, zurück bleibt ein Hohlraum. Erst wenn ein Teil der Decke einstürzt, wird ein Lavatunnel überhaupt entdeckt.

In Raufarhólshellir ist die Decke an mehreren Stellen eingebrochen, sodass im Eingangsbereich Licht auf die in vielen Rot- und Gelbtönen schimmernden Wände fällt. Auch die Struktur der erstarrten Lava ist gut zu erkennen. Auf eingezogenen Stegen und einer Treppe geht es tiefer in den Tunnel hinein auf eine Plattform. Wenn für wenige Minuten alle Lichter gelöscht werden, auch die Stirnlampen, herrscht absolute Finsternis. Für alle, denen die Standardtour, die etwa eine Stunde dauert, nicht ausreicht, gibt es auf Nachfrage die Abenteuertour (etwa 3,5 Stunden), um in die tiefsten Tiefen des Tunnels vorzudringen. Gute Fitness vorausgesetzt.

Info:
Þrengslavegur (Straße 39)
Tel: +354 760 1000, geöffnet täglich 10 bis 17 Uhr, zusätzlich eine Standardtour um 20 Uhr bei mindestens vier Teilnehmern.
Raufarhólshellir*

Abstecher: Wasserfall Gljúfurárfoss

Mann steht vor dem Wasserfall Gljufurarfoss in Island
Spektakulär stürzt das Wasser des Gljúfurárfoss in eine Schlucht © Shutterstock/Jag_cz

In Island gibt es an fast jeder Ecke Wasserfälle, große und kleine, breite und schmale, bekannte und unbekannte. Zu den bekannteren gehört der Seljalandsfoss. Das Besondere an ihm ist, dass ein Weg um den Wasserfall herumführt und Besucher von hinten durch den Wasserschleier blicken können. Doch längst nicht alle wissen, dass ein weiterer sehenswerter Wasserfall, der Gljúfurárfoss, nur einen Katzensprung entfernt ist.

Sein Wasser rauscht über eine Kante und verschwindet dann in einer kurzen Schlucht. Wer einen Blick von oben riskieren möchte, folgt einem kurzen, steilen Pfad bis an die Kante. Die Schlucht lässt sich über einen schmalen Spalt aber auch betreten (Regenkleidung!). Ob von oben oder unten, der Anblick ist in jedem Fall überwältigend: Die hoch aufragenden dunklen, vermoosten Wände bilden einen Kessel, das Wasser sammelt sich in einem Becken und läuft dann über einen schmalen Bach ab.

Info:
Þórsmerkurvegur (Straße 249)

Vogelbeobachtung am Felsentor

Blick auf das Kap Dyrholaey in Island
Blick auf das Kap Dýrhólaey mit dem beeindruckenden Felsentor© Shutterstock/Vadym Lavra

An der Südküste Islands befindet sich unweit der Ortschaft Vík í Mýrdal das Kap Dyrhólaey, das 115 Meter hoch aufragt. Sein südliches Ende bildet ein Felsentor mit zwei Öffnungen, die die Brandung in Jahrtausenden geschaffen hat. Bei ruhiger See können sogar Boote durch den größeren Bogen hindurchfahren. Den besten Blick auf das steinerne Monument bietet die Steilküste westlich des Felsentors. Nahebei steht ein strahlend weißer, 1927 erbauter Leuchtturm. Am Kap Dyrhólaey besteht auch die Möglichkeit der Vogelbeobachtung. In den Monaten Mai bis August dient der Felsen etlichen Seevögeln, etwa Papageitauchern, Seeschwalben und Mantelmöwen, als Nistplatz.

Übrigens: In westlicher Richtung erstreckt sich der endlos scheinende schwarze Vulkanstrand Sólheimasandur. Dort hat sich ein Flugzeug, das in den 1970er-Jahren notlanden musste und seit 50 Jahren vor sich hin rostet, zu einem beliebten Fotospot entwickelt. Wer sich den bekanntesten Lost Place Islands nicht entgehen lassen möchte, stellt sein Auto am ausgeschilderten Parkplatz an der Ringstraße ab. Von dort sind es 3,5 Kilometer zu Fuß zum Wrack.

Info:
Dyrhólavegur (Straße 218)

Grüne Felsenschlucht Fjaðrárgljúfur

Felsenschlucht Fjadrarglufur in Island
Atemberaubender Blick in die Felsenschlucht Fjaðrárgljúfur© Shutterstock/Daniel Turbasa

Unweit der Ringstraße erstreckt sich die Felsenschlucht Fjaðrárgljúfur. Einen ersten Blick in den Canyon gewährt die Brücke am unteren Parkplatz: Der namengebende Fluss Fjaðrá, der sich im Laufe von Jahrtausenden tief ins Gestein gegraben hat, schlängelt sich durch die Schlucht mit ihren hohen Felswänden. Auf der Ostseite oberhalb des Grabens verläuft ein gut befestigter Weg entlang der Kante mit vielen spektakulären Fotomotiven. Der Canyon ist rund zwei Kilometer lang, es lohnt sich, bis zur Plattform am nördlichen Ende weiterzugehen, denn dort rücken die vermoosten Steilwände, die bis zu 100 Meter in die Höhe ragen, noch enger zusammen. Und tief unten gurgelt der Fluss.

Info:
Unterer Parkplatz: am Ende des Holtsvegur (Straße 206)
Oberer Parkplatz: über Holtsvegur und Lakavegur (Straße F306) zu erreichen, letztes Stück Piste nur mit Allrad.

Wanderung zum Schwarzen Wasserfall

Wasserfall Svartifoss in Island
Über ein Halbrund aus Basaltsäulen stürzt das Wasser des Svartifoss in die Tiefe© iStock.com/alexeys

Eine recht einfache, gut ausgeschilderte Wanderung führt vom Besucherzentrum Skaftafell in etwa einer halben Stunde zum Svartifoss. Hinter dem Campingplatz beginnt der schmale Trail, der sich immer leicht bergauf schlängelt, steile Passagen gibt es kaum. Nach einer Weile mündet der Weg auf ein Plateau. In der Ferne rückt der Wasserfall inmitten üppigen Grüns ins Blickfeld. Dann geht es noch ein Stück bergab, und das Ziel der Wanderung ist erreicht.

Von seiner Fallhöhe oder der Wassermenge mag der Svartifoss nicht der beeindruckendste Wasserfall sein, aber das Halbrund aus unzähligen Basaltsäulen, über das das Wasser plätschert, wirkt wie eine Theaterkulisse. Die dunklen Basaltformationen gaben ihm auch seinen Namen, der übersetzt "Schwarzer Wasserfall" bedeutet.

Das Skaftafell, das zum Vatnajökull-Nationalpark gehört, zählt aufgrund seiner für isländische Verhältnisse üppigen Vegetation zu den beliebtesten Wanderregionen des Landes. Das Besucherzentrum informiert über weitere spannende Touren.

Info:
Skaftafell Visitor Centre, Skaftafellsstofa, 785 Öræfi,
Tel: +354 470 8300, geöffnet Januar bis März täglich 10 bis 16 Uhr, April/Mai täglich 9 bis 17 Uhr, Juni bis August täglich 8 bis 20 Uhr, September täglich 9 bis 19 Uhr, Oktober/November täglich 10 bis 17 Uhr, Dezember täglich 10 bis 16 Uhr
Vatnajökull-Nationalpark*

Gletscherwanderung im Skaftafell

Gruppe bei einer Gletscherwanderung auf dem Skaftafell
Überirdisch schön: Eislandschaft bei einer Gletscherwanderung© iStock.com/jacquesvandinteren

In Island gibt es 13 Gletscher, der größte ist der Vatnajökull mit einer Fläche von 8100 Quadratkilometern. Wer schon immer einmal eine Gletscherwanderung unternehmen wollte, hat hier also beste Möglichkeiten. Ein guter Ausgangspunkt ist das Besucherzentrum Skaftafell, wo mehrere Veranstalter mit ihren Touren zu den Gletscherzungen des Vatnajökull starten.

Zur Ausrüstung gehören Helm, Steigeisen und Eispickel. Die ersten Schritte mit Steigeisen auf Eis sind ungewohnt. So stapfen die Teilnehmer gemächlich den Gletscher hinauf. Gletscher sind ständig in Bewegung, die träge Eismasse gleitet quasi in Zeitlupe den Berghang hinab. So entstehen die typischen Verwerfungen, aber auch Risse und Spalten im Eis.

Wichtig: Bei diesen Touren muss einige Zeit für Anfahrt und Anlegen der Ausrüstung eingeplant werden. Gerade bei den kürzeren Touren bleibt oft nicht mehr allzu viel Zeit auf dem Eis. Es lohnt sich, beim Veranstalter nachzufragen, wie viel Zeit für die eigentliche Wanderung auf dem Gletscher kalkuliert ist.

Info:
Skaftafell Visitor Centre, Skaftafellsstofa, 785 Öræfi
Tel: +354 470 8300, geöffnet Januar bis März täglich 10 bis 16 Uhr, April/Mai täglich 9 bis 17 Uhr, Juni bis August täglich 8 bis 20 Uhr, September täglich 9 bis 19 Uhr, Oktober/November täglich 10 bis 17 Uhr, Dezember täglich 10 bis 16 Uhr
Vatnajökull-Nationalpark*

Praktische Hinweise

Mit einem Mietwagen ist Island am einfachsten zu bereisen. Die gut ausgebaute Ringstraße, isländisch Hringvegur, ist 1332 Kilometer lang und führt einmal um die Insel herum. Etliche bedeutende Sehenswürdigkeiten und Naturwunder sind über die auch als Nationalstraße 1 bekannte Verbindung gut zu erreichen. Ins Landesinnere hingegen führen nur wenige Straßen, oftmals nur Pisten, die nur mit einem Geländewagen befahren werden können. Die Strecken sind anspruchsvoller, hin und wieder sind kleinere Flüsse zu queren.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommen Reisende in Island nicht allzu weit. Zwar ist das Bussystem in der Region Reykjavík recht gut ausgebaut, darüber hinaus aber sind die Verbindungen überschaubar. Selbst in der Hauptreisezeit, den Monaten Juni bis August, gibt es auf vielen Strecken nur vereinzelte über den Tag verteilte Busverbindungen. Weitere Infos:
Stræto*

Eine gute Alternative für alle, die weder Mietwagen noch Busse nutzen wollen, sind organisierte Tages- und Mehrtagestouren. Zu empfehlen:
Guide to Iceland*

Bootstour auf dem Jökulsárlón

Ausflugsschiff auf der Lagune Jökulsarlon in Island
Mit dem Amphibienfahrzeug über den Jökulsárlón © iStock.com/Bim

Dem größten Gletscher Islands, dem Vatnajökull, setzt die Klimaerwärmung ganz schön zu, wie weltweit allen Gletschern. Dort, wo die Gletscherzungen schmelzen, entstehen Seen. Eine der zahlreichen Gletscherlagunen des Vatnajökull ist der Jökulsárlón, gespeist von der Gletscherzunge Breiðarmerkurjökull. Der See wird jedes Jahr größer, in der Lagune schwimmen von der Gletscherzunge abgebrochene blaue, weiße oder auch fast schwarze Eisbrocken.

Vor einigen Jahrzehnten reichte der Breiðarmerkurjökull noch fast bis zur Küstenlinie, inzwischen hat er sich weit zurückgezogen. Die Eisbrocken auf dem See werden mit der Zeit aufs Meer hinausgetrieben, von den Wellen aber wieder an den Strand gespült. Dieser Abschnitt wird aufgrund der vielen Eisbrocken, die in der Sonne funkeln, auch Diamond Beach genannt.

Eine Tour mit Amphibienfahrzeug oder Zodiac auf dem Jökulsárlón bietet die Möglichkeit, sich einen Eindruck von den inzwischen riesigen Ausmaßen der Lagune zu verschaffen. Es ist beeindruckend, mit dem Boot zwischen den Eisbrocken umherzufahren und Blicke aus nächster Nähe auf die Gletscherzunge zu werfen. Fast immer lassen sich auch Robben blicken.

Der Jökulsárlón diente schon häufiger als Filmkulisse und ist spätestens seit dem James-Bond-Streifen "Stirb an einem anderen Tag" (2002) die bekannteste Gletscherlagune Islands. Dementsprechend trubelig geht es hier an manchen Tagen zu. Wer es ruhiger mag, findet in der Nähe weitere Gletscherlagunen, zum Beispiel den Fjallsárlón.

Info:
Þjóðvegur (Straße 1)
Tel: +354 478 2222, Bootstouren von Mai bis Mitte November
Jökulsárlón*

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