Wandern und baden auf Gran Canaria

Ein Ehepaar wandert in den bergen von Gran Canaria
Wanderparadies: Das gebirgige Innere der Kanareninsel Gran Canaria ∙ © Shutterstock/Maridav

Herrliche Badestrände und Surfspots, immergrüne Lorbeerwälder, Halbwüsten mit kakteenartigen Pflanzen und idyllische Orte sorgen auf der Kanareninsel Gran Canaria ganzjährig für Bade- und Wanderspaß. Die besten Tipps. 

Hier finden Sie die aktuellen Corona-Vorschriften auf den Kanaren.

Las Palmas de Gran Canaria im Nordosten

Bandama Krater auf Gran Canaria
Der Durchmesser der Caldera de Bandama beträgt rund einen Kilometer ∙ © imago images/CHROMORANGE

Fast kreisrund ist die Caldera de Bandama. Gute Ausblicke in den 200 Meter tiefen Vulkankrater und in die umliegende Landschaft ermöglicht eine Wanderung am Kraterrand* (rund 3,5 Kilometer). Auf der GC-802 von Las Palmas kommend, folgt man der abzweigenden Carretera de Bandama aufwärts. An einer Linkskurve geht es auf einem Wanderweg bergab. Nach einer Rechtskurve führt der Weg zum Kraterrand und den vielen Aussichtspunkten um ihn herum. Am Bandama Golfplatz leitet eine unbefestigte Piste zu einer geteerten Straße, die wieder auf die GC-802 trifft. 

Wer sein Hotel in Las Palmas hat, genießt die Sonne an der Playa de las Canteras*, einem mehr als drei Kilometer langen, gepflegten Sandstrand mit vorgelagertem Riff. Er gilt als einer der schönsten und saubersten in Europa. Eine von Palmen beschattete Promenade lädt zum Flanieren und zu Pausen in Cafés, Bars und Restaurants ein. 

Agüimes im Südosten

Wanderer im Barranco de Guayadeque
Auf den Wegen im Barranco de Guayadeque sind feste Wanderschuhe nötig ∙ © imago images/imagebroker

Tipp für Urlauber mit Unterkunft rund um Agüimes: der Barranco de Guayadeque. In den Felswänden der Schlucht gibt es alte Höhlenwohnungen und sogar eine Höhlenkapelle. Ein Besucherzentrum am Eingang der Schlucht, die als "Parque Arqueologico" geschützt ist, informiert darüber. Wer die Schönheit des Barranco bis zur Caldera de los Marteles erkunden möchte, schließt sich am besten einer geführten Wanderung* an, die vier bis fünf Stunden dauert und mit 600 Höhenmetern mittelschwer ist. 

Baden, vor allem aber surfen – oder den Surfern zusehen – kann man in Pozo Izquierdo*. Der beliebteste Windsurfspot von Gran Canaria liegt gleich neben dem Badestrand. Im Sommer weht ein steter, starker, auflandiger Wind und schafft beste Bedingungen. Jedes Jahr finden hier Weltcup-Meisterschaften statt. 

Maspalomas im Süden

Frau wandert auf Sanddüne bei Maspalomas auf Gran Canaria
Sahara-Feeling: Die Sanddünen von Maspalomas ∙ © iStock.com/stock_colors

400 Hektar grandiose Sanddünen prägen neben langen feinsandigen Stränden den Ort Maspalomas. Die Fußgängerpromenade Paseo Costa Canaria führt zum Dünen-Besucherzentrum vor dem Hotel Riu Palace. Über eine Treppe geht es zu einer Wanderung durch die Dünen von Maspalomas*. Mit verschiedenfarbigen Holzbohlen markierte Wege leiten durch die Wüstenlandschaft. Der mittlere Weg verläuft nach Westen, dann südlich zum See Charca de Maspalomas, einem Zugvogelrevier. Am Strand rechts geht es zum Leuchtturm, nach links, vorbei an der Punta de Maspalomas, zurück (elf Kilometer). 

Jetski und Banana-Boot fahren, surfen, Beach-Volleyball spielen: An der knapp drei Kilometer langen Playa del Inglés* ist Action angesagt. Beliebt ist der Strand bei Familien mit Kindern wegen der geschützten Stellen, bei jungen Leuten der vielen Bars, Discos und Restaurants wegen. 

Agaete im Westen

Playa de las Nieves auf Gran Canaria
Blick von der Playa de las Nieves auf die felsige Küstenlandschaft ∙ © iStock.com/Alan Lagadu

Das üppig grüne, acht Kilometer lange Tal von Agaete lohnt eine leichte Wanderung. Sie führt an Opuntien und Agaven, Papaya-, Orangen- und sogar Kaffeepflanzungen vorbei. Man kommt durch das weiße Dorf San Pedro und gelangt später zum Balneario los Berrazales, einst wegen seiner heilenden Thermalquellen beliebt. Am Fuß des 1082 Meter hohen Gordo endet die Landstraße. Zurück geht es auf derselben Route. 
Weitere Wandertipps rund um Agaete*

Nur zwei Kilometer westlich von Agaete lädt in Puerto de las Nieves* ein kleiner, durch die Hafenmole geschützter Kiesstrand zum Sonnenbad ein. Es gibt sicher schönere Strände, dafür aber punktet dieser mit einem Fotoblick auf die Felsküste und die Felsformation El Dedo de Dios, „Finger Gottes“, sowie netten Fischlokalen. 

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Cornelia Schubert
Fach-Autorin
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