Menü
Rund ums Fahrzeug
Verkehr
Reise & Freizeit
Versicherungen & Finanzen
Mitgliedschaft
Services
Der ADAC

Urlaub trotz Corona: Die besten Reiseziele im März 2021

Das Schloss Husum im Frühling zur Krokusblüte
Frühlingsboten: Krokusblüte am Schloss vor Husum ∙ © Shutterstock/Andreas Vogel

Deutschland befindet sich bis mindestens 7. März im Lockdown. Für fast alle Regionen Europas gelten zudem Reisewarnungen. Wo Sie sich im März in Deutschland dennoch erholen können – und was Sie beachten müssen.

  • Tipps für Naturliebhaber, Wanderer und Kunstinteressierte

  • Öffnung touristischer Betriebe bis Ende März unsicher

  • Lokale Beschränkungen könnten Tagestouren erschweren

Die Ausflugs- und Reisemöglichkeiten werden aufgrund der Corona-Pandemie auch im März noch eingeschränkt sein. Wer in einem Corona-Hotspot wohnt, muss sogar damit rechnen, dass sein Bewegungsradius begrenzt wird und Fahrten über größere Entfernungen verboten sind. Für alle anderen sind Ausflüge vor der eigenen Haustür aber möglich. Doch sollte unbedingt im Voraus geprüft werden, ob der jeweilige Zielort erreichbar ist und Museen oder andere Einrichtungen geöffnet haben.

Lockdown: Reisen innerhalb Deutschlands und Europas

Lockdown bis mindestens 7. März

Um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, haben Bund und Länder massive Einschränkungen im privaten und öffentlichen Bereich beschlossen. Diese wurden mehrmals verlängert und gelten in ganz Deutschland bis mindestens 7. März.

  • Von nicht zwingend notwendigen Reisen im In- und Ausland wird abgeraten.

  • Touristische Übernachtungen in Hotels und anderen Unterkünften in Deutschland sind verboten. Lediglich Geschäftsreisen sind weiterhin zugelassen.

  • Im öffentlichen sowie in fast allen Bundesländern auch im privaten Bereich darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person und umgekehrt treffen.

  • Restaurants, Cafés und andere Lokale sind geschlossen und dürfen nur Speisen zum Mitnehmen verkaufen.

  • Bis auf Geschäfte des täglichen Bedarfs bleibt der komplette Einzelhandel geschlossen.

  • Museen, Theater, Kinos, Freizeitparks, Schwimmbäder und ähnliche Einrichtungen bleiben ebenfalls zu.

  • Beim Einkaufen und im öffentlichen Personenverkehr muss ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz getragen werden – in Bayern sogar eine FFP2-Maske.

  • Freizeitsport ist nur noch individuell, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts erlaubt.

Frühling in Deutschland: Wandeln in Blütenmeeren

Mandelblüte in Gimmeldingen, Neustadt an der Weinstrasse
Mandelblüte an der Deutschen Weinstraße ∙ © Shutterstock/Conny Pokorny

Krokusse, Mandelbäume und Märzenbecher tauchen Gärten, Parks und Wiesen im März in zarte Rosa-, Violett- und Weißtöne. Im Park des Schlosses vor Husum* in Nordfriesland bestaunen Besucher jährlich das "Blütenwunder des Nordens": vier Millionen Krokusse, die sich wie ein lila Teppich ausbreiten. Niemand weiß, ob der Crocus neapolitanus, eine wildwachsende Pflanze aus dem Süden Europas, im 15. Jahrhundert von Mönchen oder im 17. Jahrhundert von Herzogin Marie Elisabeth angepflanzt wurde. Ob am 13./14. März das jährliche Krokusblütenfest mit Krönung der Krokusblütenkönigin stattfindet, erfahren Sie auf der Website von Husum Tourismus*.

Den 3,8 Kilometer langen Krokusweg* kann entlangspazieren, wer Bad Teinach-Zavelstein bei Calw im Nordschwarzwald besucht. Die als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Zavelsteiner Krokuswiesen sind im März ein Traum in Blauviolett und Weiß. Auf Infotafeln erfahren Besucher Wissenswertes über die Pflanze.

Urlaub buchen: So sparen Clubmitglieder

ADAC Mitglieder sparen bei zahlreichen Partnern:
Novasol: Bei dem Ferienhausanbieter erhalten ADAC Mitglieder bei Buchung einen Tankgutschein von bis zu 100 Euro.

Hotels: Bei der Buchung über HRS, in Best Western Hotels und bei A&O Hostels gibt es Rabatte bzw. Vorteile für Mitglieder.

ADAC Fähren: Rabatt bei zahlreichen Fährverbindungen nach Griechenland, Skandinavien, in Italien u.v.m.

Die Mandelblüte hüllt die Deutsche Weinstraße, den Kaiserstuhl und die Hessische Bergstraße in zartrosa Wolken. Den Blütenzauber erlebt, wer zu Fuß oder mit dem Rad auf dem Pfälzer Mandelpfad* zwischen Bockenheim und Schweigen-Rechtenbach unterwegs ist. Der rund 100 Kilometer lange Weg zieht sich entlang heimeliger Winzerorte und zahlloser Mandelbäume durch die Weinberge.

Der Kaiserstuhl* gehört zu den wärmsten Regionen Deutschlands. Entsprechend früh kehrt hier der Frühling ein. Spektakulär ist die Mandelblüte bei Oberrotweil, Achkarren und Ihringen. Die Schönheiten des Frühlings kann man auch auf dem gut 90 Kilometer langen Bergsträßer Blütenweg* genießen, vor allem zwischen Zwingenberg und Heppenheim sowie bei Weinheim.

Die Märzenbecherblüte zieht Naturliebhaber ins Polenztal, etwa acht Kilometer nördlich vom Kurort Rathen* in der Sächsischen Schweiz. Auch das Märzenbechertal im Ziegelrodaer Forst bei Querfurt* westlich von Halle (Saale) und das rund 170 Hektar große Naturschutzgebiet Schweineberg bei Hameln* lohnen jetzt einen Besuch.

Mecklenburg-Vorpommern: Rückkehr der Kraniche

Kraniche beim Balztanz an der Ostsee
Balzende Kraniche an der Ostsee ∙ © Shutterstock/Lukas Stark

Sie gelten als Vorboten des Frühlings und werden im März zurückerwartet: Mit lautem Trompeten kündigen Schwärme von Kranichen ihre Heimkehr aus Frankreich, Spanien, Portugal und Nordwestafrika an – eine Attraktion für Naturfreunde. Gute Chancen, die "Vögel des Glücks" anzutreffen, hat man in Mecklenburg-Vorpommern am Günzer See, einem der größten Rastplätze der Kraniche, aber auch auf dem Darß, auf Rügen und Usedom.

Das NABU-Kranichzentrum* in Groß Mohrdorf (derzeit geschlossen) informiert über den großen Frühjahrszug der Kraniche und betreut das Kranorama* am Günzer See. Hier lassen sich die Vögel beobachten und fotografieren, ohne bei der Nahrungsaufnahme oder beim Balztanz gestört zu werden.

Eifel: Tipps für Tagesausflüge

Ein Geysir, genannt wallender Born, sprudelt in der Eifel
Geysir in der Vulkaneifel: Der Wallende Born ∙ © CC BY SA GesundLand Vulkaneifel

Vulkankegel und Maar-Seen, bizarre Felsformationen und waldreiche Gebirgszüge, weite Moor- und Heidelandschaften – die Eifel macht Lust auf Wanderausflüge. Der Eifelkrimi-Wanderweg* etwa schickt Fans der Krimis von Jacques Berndorf zu markanten Schauplätzen. Die "Krimihauptstadt" Hillesheim ist Zentrum zweier beschilderter Rundtouren mit 18 bzw. 20 Kilometern. Sie führen u.a. zum Steinbruch Weinberg bei Kerpen, zur Burgruine Neublankenheim und zum Wasserfall Dreimühlen. Das Kriminalhaus* (derzeit geschlossen) mit Café Sherlock und Krimi-Archiv in Hillesheim ist ein schöner Abschluss der Tour, ebenso eine Nacht in Deutschlands erstem Krimihotel* (derzeit geschlossen).

Spannend für die ganze Familie ist eine Tour auf den Spuren der Römer. Der ganzjährig frei zugängliche Archäologische Parcours Bitburg* erschließt auf elf Stationen die freigelegten Mauerreste, Tore und Türme eines Kastells aus dem 4. Jahrhundert. Bitburg, das die Römer vor mehr als 2000 Jahren gegründet haben, zählt zu den am besten erhaltenen spätrömischen Befestigungsanlagen nördlich der Alpen.

Skulpturenwege: Museen unter freiem Himmel

Skulptur von Gernot Rumpf auf dem Symposionsgelände Baltersweiler ∙ © Josef Bonenberger

Wann die Kunstmuseen wieder öffnen, ist ungewiss. Eine gute Alternative sind Skulpturenwege. Denn diese "Museen unter freiem Himmel" sind immer zugänglich, kostenfrei, bieten genug Distanz zu anderen Menschen, aber viel Nähe zu den Kunstwerken. Nahe Gernsbach bei Baden-Baden führt der Kunstweg am Reichenbach* auf 3,2 Kilometern an rund 40 Skulpturen vorbei durch das Reichenbachtal. Die Objekte sind aus Holz, Stein, Papier, Metall, Beton, Kunststoff, aus Ton wie der Schimpanse Henry oder aus Blech wie der überdimensionale rosafarbene Papierflieger.

Zwischen St. Wendel und dem Bostalsee im Saarland eröffnet sich Wanderern eine 18 Kilometer lange Open-Air-Galerie. Entlang der Straße der Skulpturen* sind mehr als 50 Beispiele zeitgenössischer Kunst zu sehen. Die Steingebilde mit Titeln wie "Requiem für die Juden" oder "Liebesthron" greifen sozialkritische, historische oder auch emotionale Themen auf.

Radlern bieten sich bei einer Tour entlang der Obermosel von Konz bis Palzem schöne Ausblicke auf Fluss und Weinberge – und auf 16 Skulpturen, die Bildhauer aus verschiedenen Ländern größtenteils aus hiesigem Sandstein schufen. Der 30 Kilometer lange Weg Steine am Fluss* ist eine Teilstrecke des Skulpturenwegs Rheinland-Pfalz.

Der WaldSkulpturenWeg* verbindet auf 23 Kilometern Bad Berleburg mit Schmallenberg im Hochsauerland. Dort finden sich, umgeben von Fichten und Mischwäldern, elf Werke international bekannter Künstler, darunter der "Hexenplatz" oder ein 6,5 Meter hohes goldenes Ei mit einem Durchmesser von etwa vier Metern.

Ein aus gitterförmig verschweißtem Edelstahlrohr geschaffener "Findling", drei ausgewachsene Wölfe und fünf große Würfel sind drei von 22 möglichen Entdeckungen auf dem Internationalen Kunstwanderweg Hoher Fläming*. Auf einer jeweils 20 Kilometer langen Nord- und Ostroute zwischen Wiesenburg/Mark und Bad Belzig in Brandenburg ist Kunst in der Landschaft erlebbar.

*Durch Anklicken des Links werden Sie auf eine externe Internetseite weitergeleitet, für deren Inhalte der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich ist.