Menü
Rund ums Fahrzeug
Verkehr
Reise & Freizeit
Versicherungen & Finanzen
Mitgliedschaft
Services
Der ADAC

Familienautos: Die besten Modelle für Kinderwagen

Kleiner Junge sitzt im Kofferraum und wird von Vater festgehalten
Macht Laune: Der Kinderwagen ist schon mal gut im Kofferraum verstaut ∙ © iStock.com/AleksandarNakic

Schon die Wahl des richtigen Kinderwagens stellt werdende Eltern vor Herausforderungen. Und dann sollte die Baby-Kutsche auch noch in den Kofferraum des künftigen Familienautos passen. Diese Fahrzeugmodelle eignen sich meist problemlos für den Kinderwagen-Transport.

Neben der Qualität und der Handhabung spielt für Mütter und Väter das platzsparende Zusammenklappen von Buggy und Co. eine große Rolle. Denn: Nicht jeder Kinderwagen passt in jeden Kofferraum. Ein Buggy lässt sich vielleicht noch in einem Kleinwagen mit Schrägheck verstauen. Soll dann aber noch der Großeinkauf mit hinein oder es handelt sich um einen etwas raumfüllenderen Kinderwagen, wird es oftmals schon eng.

Kofferraum-Kriterien für Kinderwagen-Transport

Wer sich also mit dem Nachwuchs auch ein neues Fahrzeug zulegen möchte, sollte hinsichtlich des Stauraumes einige Kriterien beachten, die der ADAC aufgestellt hat:

Innenraumbreite im Kofferraum: mindestens 95 Zentimeter
• Höhe der Kofferraum-Öffnung: mindestens 62 Zentimeter
• Kofferraumvolumen dachhoch: mindestens 600 Liter
• Höhe Ladekante: höchstens 70 Zentimeter

Bei diesen Maßen sollten alle gängigen und auch größere Kinderwagen Platz im Fahrzeug finden.

Kinderwagenfreundliche Autos gibt es in allen Klassen

In dieser Übersicht sind nur Fahrzeuge gelistet, die der ADAC in den letzten fünf Jahren im Rahmen des ADAC Autotest selbst ausgemessen hat, und die auf dem Markt noch als Neuwagen verfügbar sind. Natürlich gibt es noch weitere Autos, die zum Transport von Kinderwagen geeignet sind. Sie erhebt deshalb keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Kleinbusse: Die typischen Familientransporter

Kleinbusse bieten in der Regel fast schon riesige Kofferräume. Da passt dann neben dem Kinderwagen auch der Wocheneinkauf hinein. Der Bestseller VW Multivan kommt sogar auf fast drei Kubikmeter Stauvolumen, die sich durch Verschieben der Rückbank nochmals deutlich erweitern lassen.

Viel Platz also. Aber es ist nicht jedermanns Sache, ständig mit einem Kleinbus unterwegs zu sein. Eine eher kompakte Alternative ist der relativ kleine Nissan NV200, der mit fast zwei Kubikmeter Ladevolumen auftrumpfen kann.

Klassische Kombis: Ein guter Kompromiss

Ein guter Kompromiss sind die klassischen Kombis. In dieser Karosserieform gibt es genügend Autos mit großen Kofferräumen, in denen ein Kinderwagen problemlos Platz findet – und das selbst im Kleinwagenbereich mit entsprechendem Preisniveau. Ein Beispiel ist der Skoda Fabia Combi. Der Kleinwagen bietet ein überragend großes Frachtabteil mit bis zu 655 Liter Stauvolumen, wenn der Kofferraum bis unters Dach beladen wird. Das ist annähernd auf dem Niveau eines VW Passat Variant (675 Liter), der schon seit Jahrzehnten als „Lademeister“ gilt.

Der König unter den Kombis, wenn es ums Ladevolumen geht, ist und bleibt das T-Modell der Mercedes E-Klasse. In dessen Kofferraum lassen sich 800 Liter verstauen – ein hervorragender Wert für einen Kombi. Es bleibt allerdings zu bedenken, dass so eine E-Klasse auch bezahlt werden will.

Hochdachkombis: Konkurrenzlos praktisch

Wenn es um das Preis-Leistungs-Verhältnis geht, liegen die verschiedenen Hochdachkombis weit vorne. Die in der unteren Mittelklasse angesiedelten Autos sind günstig zu haben – selbstverständlich muss dann auf allerhand Luxus verzichtet werden. Dafür sind sie konkurrenzlos praktisch.

Auf wenig Grundfläche bieten Hochdachkombis hohe Innenräume, oft mit vielen praktischen Fächern für diversen Kleinkram und sehr großen Ladebereichen. Je nach Ausstattung kann die Größe des Kofferraumes stark variieren, beispielsweise schränkt eine dritte Sitzreihe das Volumen stark ein. Wird darauf verzichtet, so stehen beispielsweise im Peugeot Rifter bis zu 1455 Liter Volumen zur Verfügung.

Vans: Weniger Platz, aber mehr Komfort

Zwar etwas kleinere Kofferräume, dafür aber mehr Komfort bieten die verschiedenen Vans. Mit bis zu 995 Litern Stauvolumen im VW Sharan sollte man auch in diese Autos die meisten Kinderwagen problemlos hineinbringen.

Ladungssicherung gilt auch für Kinderwagen

Wie jede Art von Ladung muss auch ein Kinderwagen im Kofferraum eines Fahrzeuges ordnungsgemäß gesichert sein. Die wichtigsten Tipps zur Ladung im Auto.

SUV: Oft stört die hohe Ladekante

Etwas überraschend ist, dass in der Übersicht relativ wenige SUV auftauchen. Die momentan so beliebten Modelle haben aber oftmals kleinere Kofferräume als die Kombis der gleichen Fahrzeugklasse. Zudem stört bei diesen die häufig hohe Ladekante, über die der Kinderwagen zunächst gehoben werden muss. Der SUV mit dem größten im ADAC Test vermessenen Kofferraum war der Peugeot 5008. Mit 820 Litern Kofferraumvolumen muss er sich vor den meisten Vans nicht verstecken. Doch wie bereits angedeutet, ist nicht nur das Volumen des Kofferraums für die Praktikabilität entscheidend, sondern auch die Ladekantenhöhe, die Innenbreite und die Höhe der Öffnung.

ADAC fordert genauere Herstellerangaben

Für Interessenten ist es oft schwierig, ein für sie passendes Auto zu finden. Der ADAC fordert daher von Automobilherstellern, dass sie realistische Angaben zur Größe der Kofferräume machen. Oftmals werden die Stauvolumen aus Marketinggründen besonders hoch angegeben. Neben dem Stauvolumen sollten auch die Maße (Länge, Höhe, Breite) der Kofferräume genannt werden.

Kauftipps: Kinderwagen-Autos

Vor der Beschaffung eines für den Kinderwagentransport besonders gut geeigneten Autos sollten ein paar Punkte beachtet werden:

  • Das Auto sollte nur so groß wie unbedingt nötig sein, denn ein größeres Auto kostet meist auch mehr Geld und benötigt mehr Ressourcen.

  • Führen Sie eine großzügige Probefahrt durch, achten Sie dabei auf alltagsnahe Situationen, fahren Sie gewohnte Strecken, fahren Sie zum Einkaufen und beladen Sie den Kofferraum.

  • Nehmen Sie den Kinderwagen mit zur Probefahrt