Dacia Jogger: So kommt der preiswerte Familien-Van

Frontansicht eines Dacia Jogger
Neuer Dacia Jogger als Familienvan im "Outdoor-Look" ∙ © Dacia

Auf der IAA 2021 zeigt Dacia erstmals seinen neuen Familienvan. Der Dacia Jogger setzt vor allem auf viel Platz und praktischen Nutzwert und soll dabei preiswert bleiben. Marktstart: März 2022. Erste Infos und Bilder.

  • Dacia Jogger als Nachfolger des Lodgy

  • Auf 4,55 Metern Länge bis zu sieben Sitzplätze

  • Markteinführung im März 2022

Auch wenn die populären SUVs den klassischen Vans vom Schlage eines VW Touran oder Renault Scénic mittlerweile den Rang abgelaufen haben, hält zumindest noch ein Hersteller die Fahne für den Familien-Van hoch: Die Renault-Tochter Dacia hat nun den Nachfolger des Lodgy vorgestellt, den Jogger. Für Familien ist das eine gute Nachricht. Denn wie bei der rumänischen Marke üblich, wird auch der Jogger kein technisch hochgerüstetes Fahrzeug sein, sondern betont bodenständig bleiben.

Dacia-Van Jogger für 15.000 Euro

Heckansicht eines Dacia Jogger
Viel Platz, niedrige Ladekante: Der Jogger gibt den Pragmatiker ∙ © Dacia

Und damit preiswert. Zwar hat der Hersteller noch keine Preise genannt, doch weil der Lodgy für knapp 14.000 Euro in der Basisversion zu haben war, dürfte der Jogger nicht viel drüber liegen. Wer mit rund 15.000 Euro für den Einstieg kalkuliert und mit 17.000 bis 18.000 Euro für eine Version mit ordentlicher Ausstattung, dürfte jedenfalls nicht ganz danebenliegen.
Ganz ohne einen Hauch von SUV geht es aber auch beim Jogger nicht. Zumindest robuste Planken an den Radhäusern, ein angedeuteter Unterfahrschutz, eine Bodenfreiheit von 20 Zentimetern und eine Dachreling (80 Kilo Dachlast) sollen den "Outdoor-Charakter" der Marke betonen, wie es bei Dacia heißt, und den Van zumindest optisch ein bisschen in Richtung SUV rücken.

Viel Platz auch in der dritten Reihe

Mit Allradantrieb kann der Van zwar nicht dienen, aber mit einem Dacia-üblichen, sehr pragmatischen Ansatz. Auf nur 4,55 Metern Länge soll der Jogger bis zu sieben Personen Platz bieten. Die dritte Sitzbank gibt es gegen Aufpreis. Renault verspricht auf allen sieben Plätzen eine üppige Knie- und Kopffreiheit, die mehr Platz bietet als die meisten Siebensitzer auf dem Markt.

Für einen guten Zugang lässt sich die 1/3 zu 2/3 geteilte zweite Reihe nach vorn kippen. Schiebetüren hat der Jogger allerdings nicht, man steigt ganz konventionell ein. Gut: Die Ladekante liegt mit 66 Zentimetern sehr niedrig, was das Einladen schwerer Gegenstände vereinfacht.

Familien-Van mit bis zu 1819 Liter großem Kofferraum

Bei voller Bestuhlung soll sogar noch ein 160 Liter großer Kofferraum vorhanden sein. Mit fünf Sitzen stellt der Jogger familientaugliche 708 Liter Fassungsvermögen zur Verfügung und macht damit dem Renault Kangoo konzernintern Konkurrenz. Umgeklappt nimmt der Van bis zu 1819 Liter auf. Zudem gibt es Taschenhaken und eine 12-Volt-Steckdose im Laderaum.

Das Cockpit des Jogger erinnert stark an das Armaturenbrett des preiswerten Sandero und gefällt mit klaren Strukturen und nur wenigen Bedienelementen, was für eine gute Bedienbarkeit spricht. Ob die Materialqualität besser ausfallen wird als im kleinen Bruder, der mit reichlich Hartplastik aufwartet, wird sich noch zeigen. Die Basisversion muss ohne Bildschirm auskommen, dafür gibt es eine Smartphone-Halterung im Cockpit. Das Telefon lässt sich über eine App mit dem Radio verbinden und wie ein eingebautes Navi komfortabel bedienen.

Bildschirm nur für bessere Ausstattungen

Bei den besseren Ausstattungsversionen kommt dagegen ein acht Zoll großer Bildschirm zum Einsatz, der sich via Apple Car Play und Android Auto mit dem Smartphone verknüpfen lässt. Erst die größte Ausbaustufe des Touchscreens beinhaltet ein eingebautes Navigationssystem. Die üblichen Assistenzsysteme sind teils serienmäßig und teils gegen Aufpreis an Bord.

Dacia Jogger mit drei Motoren

Seitenansicht eines Dacia Jogger
Mit verkleideten Radkästen ein Hauch von SUV: Neuer Dacia Jogger ∙ © Dacia

In Sachen Antrieb sieht Dacia von Dieselmotoren ab und bietet ein eher eingeschränktes Portfolio. Kunden haben zum Marktstart die Wahl zwischen zwei Dreizylinder-Turbomotoren mit jeweils 1,0 Liter Hubraum: Ein konventioneller Benziner mit 81 kW/110 PS sowie ein LPG-Motor mit 74 kW/100 PS für den Betrieb mit preiswertem Autogas sind im Angebot. Die LPG-Version soll mit ihrem 40 Liter fassenden Autogastank und dem 50-Liter-Benzintank eine Reichweite von über 1000 Kilometern aufweisen und nur 121 Gramm CO₂ je Kilometer emittieren.

Für 2023 hat der Hersteller bereits eine noch sparsamere Hybridvariante angekündigt. Wenn auch diese preislich im Rahmen bleibt, dürfte einem Erfolg nichts im Wege stehen.

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