Maut in Europa: Tipps zur Reisezeit

8.5.2018

Wer in europäische Nachbarländer fährt, muss meistens Mautgebühren zahlen. Wir haben umfangreiche Informationen und Tipps für Sie zusammengefasst.

 

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Maut-Verstöße können teuer werden.

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Die aktuelle Übersicht der Vignettenpreise und Bußgelder.

Egal, wohin die Reise geht: Autofahrer sollten sich vor Reisebeginn über die Mautbestimmungen im Urlaubsland informieren, denn der Mautdschungel in Europa ist dicht und Verstöße können teuer werden.

Die wichtigsten Maut-Bestimmungen

In der Europäischen Union gibt es in neun Ländern eine streckenbezogene Maut. In Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Polen, Portugal und Spanien müssen Autofahrer eine Gebühr entsprechend der zurückgelegten Kilometer zahlen.

Auch in den Nicht-EU-Ländern Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Norwegen, Serbien, in der Türkei und in Weißrussland wird nach Entfernung abgerechnet. Nicht immer ist das gesamte Autobahn- und Schnellstraßennetz mautpflichtig. Die Bezahlung erfolgt je nach Land beim Ein- oder Ausfahren an der Mautstation.

In acht weiteren Ländern benötigen Autofahrer sowohl für Fahrten auf Autobahnen als auch auf Schnellstraßen eine Vignette: Bulgarien, Österreich, Rumänien, die Schweiz, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Die Vignetten gelten unterschiedlich lange. Zudem gibt es Länder, die eine Sondermaut für Brücken, Tunnel und Pässe verlangen: etwa Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Dänemark und Schweden.

Weitere Informationen, was in den einzelnen Ländern gilt, finden Sie hier.

Maut in den Alpen: Das kosten Tunnel und Pässe

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Mautgebühren in den Alpen
Viele Verbindungen in den Alpen kosten extra Maut.

Egal, ob Sie eine streckenabhängige Maut bezahlen oder eine Vignette auf den Weg in Ihren Urlaub kaufen– in den Alpen kosten viele Pässe, Tunnel oder Brücken extra. Für die wichtigsten Verbindungen haben wir eine Grafik mit den aktuellen Kosten zusammengestellt.

Die Gebührenspanne reicht je nach Länge eines Tunnels beispielsweise von 5,50 Euro für den österreichischen Bosruck-Tunnel (5509 Meter) bis zu 44,40 Euro für den 11,6 Kilometer langen Mont-Blanc-Tunnel zwischen Frankreich und Italien. Die genauen Mautkosten für Ihre Reiseroute können sie vorab mit ADAC Maps berechnen und einplanen.

Durch die zunehmende Digitalisierung an den Mautstationen kommt es immer häufiger zu technischen Schwierigkeiten bei den Bezahlsystemen. Auch 2017 haben wir unsere Mitglieder vor allem bei Problemen an italienischen Mautstationen und Ersatzmautforderungen zur Autobahnvignette in Österreich beraten. Beispielsweise darf Italien nicht bezahlte Mautforderungen bis zu zehn Jahre einfordern. Weitere Informationen zu Bußgeldern im Ausland gibt es hier.

Maut-Verstöße können teuer werden

Wer keine Vignette kauft oder sie nicht richtig an der Windschutzscheibe anbringt, muss mit teils drastischen Bußgeldern rechnen. In Slowenien drohen bis zu 800 Euro. Auch Österreich (ab 120 Euro), die Schweiz (190 Euro plus Vignettenkosten) und Tschechien (ab 185 Euro) bitten Mautsünder ordentlich zur Kasse.

Touristen trifft die zunehmende Digitalisierung der Mautsysteme oft unvorbereitet, denn auch hier gibt es immer wieder aktuelle Neuerungen, wie zum Beispiel die Umweltplakette für Paris und andere französische Städte. Wer mit dem eigenen Auto unterwegs ist, muss mindestens 15 Tage vor Reiseantritt online eine Umweltplakette bestellen.

Elektronische Maut

Länder wie Portugal und Polen setzen auf verschiedenen Streckenabschnitten auch auf elektronische Bezahlsysteme. Hier werden die gefahrenen Kilometer über einen zu erwerbenden Transponder erfasst. Für Ungarn, Rumänien und die Slowakei hingegen benötigen Autofahrer eine E-Vignette.

Auch in Österreich gibt es seit November 2017 neben der Klebevignette eine digitale Vignette. Sie ist allerdings erst 18 Tage nach der Bestellung im Internet oder über die App unterwegs gültig. In England (London), Irland (Dublin) und auch in Italien (nördlich von Mailand) gibt es Streckenabschnitte, für die sich Reisende bereits vorab im Internet registrieren müssen.

Mit folgenden Tipps können Sie Staus und Stress an Mautstationen vermeiden:

  • Rechtzeitig einordnen, abrupten Spurwechsel vermeiden
  • Auch bei Stau nicht die Lkw-Spur benutzen
  • Seitlich nah genug an den Schalter heranfahren
  • Geld oder Kreditkarte bereithalten
  • Bei Verlassen der Autobahn Ticket bereithalten
  • Bei bereits offener Schranke in Italien auf jeden Fall vor Durchfahrt die Hilfetaste "aiuto-help" oder "richiesta di intervento" oder "assistenza" drücken und Quittung entnehmen
  • Nachzahlung ist in bestimmten Ländern möglich: in Italien beispielsweise bis zu 15 Tage später an sogenannten Punto-Blu-Stellen oder per Überweisung
  • Bei Unsicherheiten lieber Schalter mit Personal wählen
  • Bei Problemen an die Autoclubs wenden
  • Wenden und Rückwärtsfahren ist an Mautstationen verboten. Wer sich gezwungen sieht, dennoch rückwärts die Mautspur zu verlassen, muss das Personal informieren und dessen Anweisungen befolgen. Wer trotz des Verbots zurücksetzt und dabei erwischt oder gefilmt wird, dem droht beispielsweise in Italien ein Bußgeld in Höhe von 419 Euro.

Auf ADAC Maps finden Sie einen detaillierten Routenplaner inklusive Mautkosten für Ihre Reiseroute.

Sie haben noch Fragen rund um das Thema Maut? Stellen Sie sie in der ADAC Community.

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