DS 9: Die Luxuslimousine aus Frankreich

DS 9 fahrend auf der Straße
Der DS 9 ist das neue Flaggschiff der Marke ∙ © DS Automobiles

2021 geht DS in die Offensive. Noch vor dem kompakten Opel-Astra-Bruder DS 4 schicken die Franzosen jetzt den großen DS 9 an den Start: eine luxuriöse Limousine. Infos, Daten, Bilder.

  • DS 9 als Benziner und Plug-in-Hybrid

  • Eleganter Innenraum mit moderner Technik

  • Marktstart im Frühsommer 2021

Für dieses Jahr hat sich DS Automobiles einiges vorgenommen. Wichtigster Schritt wird die Einführung des Kompaktmodells DS 4 im Herbst 2021 sein. Doch schon ein halbes Jahr vorher bringt die Premiummarke des neuen Stellantis-Konzerns den DS 9 in Deutschland auf den Markt – eine klassische Limousine, die sich mit einer Länge von über 4,90 Metern sehen lassen kann und mit Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse konkurriert.

Traditionelle Limousine

Seitenansicht eines stehenden DS 9
Der DS 9 streckt sich dynamisch ∙ © DS Automobiles

Damit setzt DS die lange und zwischenzeitlich ausgesetzte Tradition großer französischer Limousinen fort. Und ganz dieser Tradition folgend, zeichnet den DS 9 sein charismatisches Äußeres aus: Das Fahrzeug wirkt elegant und coupéhaft gestreckt.
Hinzu kommen aufwendig gearbeitete Leichtmetallräder in 19 Zoll und die ausdrucksstarken Front- und Heckleuchten sowie die „Säbelzahn“-Tagfahrlichter. Zusammen sorgen sie für eine gehörige Portion Extravaganz. Reichlich Chromschmuck, viele Charakterlinien sowie mit dem Blech bündige Türgriffe sind weitere Details, die dem Franzosen das gewisse Etwas verleihen.

Eleganter Innenraum

Cockpit des DS 9
Innenraum: Eleganz gepaart mit moderner Technik ∙ © DS Automobiles

Vorne empfängt der DS 9 seine Gäste mit viel Platz und einem modernen Ambiente mit einigen ausgefallen Details. Ganz dem allgemeinen Trend folgend, gibt es hinter dem Lenkrad ein 12 Zoll großes Display für alle fahrrelevanten Informationen, während sich zentral im Armaturenbrett ein ähnlich großer Touchscreen als Bedien- und Anzeigeoberfläche für Infotainment, Navigation und viele Fahrzeugfunktionen befindet. Das wirkt insgesamt sehr aufgeräumt. Lediglich in der Mittelkonsole gruppieren sich am unteren Bildschirmrand sowie um den Automatikwahlhebel noch einige wenige Schalter und Knöpfe sowie ein Touchdisplay.

Viel Platz auf der Rückbank

Innenraum des DS 9
Der Innenraum bietet vorne und hinten reichlich Komfort ∙ © DS Automobiles

Dank der nach hinten deutlich abfallenden Dachlinie macht man sich beim Einsteigen in den Fond des DS 9 zunächst etwas klein, im Anschluss wird es dafür sehr bequem. Für durchschnittlich große Personen ist jedenfalls ausreichend Kopffreiheit vorhanden. Dank seines 2,90 Meter langen Radstands ist die Beinfreiheit über jeden Zweifel erhaben. Reicht sie nicht, kann der Fondgast den Beifahrerstuhl per Knopfdruck nach vorne surren lassen. Die Fondsitze lassen sich ausstattungsabhängig auch verstellen – das gibt es sonst nur im Luxussegment von Mercedes S-Klasse und Co.

Komfort- und Assistenzsysteme serienmäßig

In der Basis-Variante „Performance Line+“ zum Einstiegspreis von 47.550 Euro finden sich etliche Komfort-Extras und Assistenzsysteme wie auch schicke Materialien. So richtig zum DS wird der 9 allerdings erst, wenn man ihn in der 51.400 Euro teuren Rivoli-Ausstattung inklusive dem 4500 Euro teuren Opera-Paket bestellt. Dann erhält man einen stilvoll eingerichteten sowie technisch hochgerüsteten Nobelschlitten, der auch gehobenen Ansprüche gerecht werden dürfte.

Der DS 9 kommt als Benziner und Plug-in-Hybrid

Heckansicht eines stehenden DS 9
Heckansicht des DS 9 ∙ © DS Automobiles

Angesichts von Größe und Ausstattung könnte man hubraumstarke Antriebe erwarten, doch mehr als vier Zylinder und 1,6 Liter sind beim DS 9 nicht drin. In der reinen Benzinervariante „Puretech 225“ mit obligatorischer Achtgang-Automatik stellt der Motor immerhin 165 kW/225 PS bereit, was einen Sprint des 1,5-Tonners auf Tempo 100 in 8,8 Sekunden sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 236 km/h erlaubt.

Nur marginal flotter ist der alternativ angebotene E-Tense 225 mit identischer Systemleistung. Dabei handelt es sich um die mindestens 52.810 Euro teure Plug-in-Hybridversion, die rund 50 Kilometer rein elektrisch fahren kann, bis sich der Benziner zuschaltet.

Wer noch mehr Leistung braucht, muss bis zur Einführung der 265 kW/360 PS starken Topversion E-Tense 4x4 warten. Dann wird der 1,6-Liter-Benziner von zwei E-Maschinen an Vorder- und Hinterachse unterstützt, was eine Sprintzeit aus dem Stand auf 100 km/h in weniger als 6 Sekunden sowie maximal 250 km/h erlaubt. Wie der Technik-Bruder Peugeot 508 PSE dürfte der DS 9 mit dem starken Motorentrio wohl zwischen 65.000 bis 68.000 Euro kosten.

Text: Mario Hommen/SP-X

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