DS 4: Französisches Flair trifft auf deutsche Präzision

Seitenansicht des DS 4
Limousine oder SUV? Der DS 4 versteht sich als Grenzgänger ∙ © DS Automobiles/Victor Jon Goico

Die ersten Infos zum neuen DS 4 zeigen: Außergewöhnliche Optik und moderne Technik können sich sehen lassen. Und: Der Kompaktwagen hat noch weitere Überraschungen parat.

  • Neuer DS 4 als optischer Mix aus Kompaktwagen und SUV

  • Marktstart Ende 2021 in drei Varianten

  • Motoren: Zwei Benziner, ein Diesel und ein Plug-in-Hybrid mit 225 PS

Nach dem DS 7 Crossback, dem DS 3 Crossback und dem DS 9 kommt mit dem DS 4 Ende 2021 das vierte eigenständige Modell der französischen Nobelmarke DS Automobiles auf den Markt.

Von seinen Schwestermodellen im neu gegründeten Stellantis-Konzern, dem Citroën C4 und dem kommenden Opel Astra, will sich der Franzose vor allem durch Komfort und extravagantes Design abheben. Und noch etwas macht der Konzernverbund möglich: Der neue DS 4 wird bei Opel in Rüsselsheim gebaut.

DS 4 mit extravagantem Außendesign

Frontansicht des DS 4
DS 4: Kühlergrill und Tagfahrlicht als Blickfang ∙ © DS Automobiles/L. Nivalle

Mit seiner Größe reiht er sich im oberen Bereich der Kompaktklasse ein und übertrifft einen VW Golf beispielsweise um 12 Zentimeter in der Länge. Das ist auch so gewollt. Der DS 4 versteht sich als Grenzgänger zwischen Limousine, Coupé und SUV. So kommt er auf eine Breite von 1,86 Metern, eine Länge von 4,40 Metern und eine Höhe von 1,47 Metern. Auch die Räder sind mit bis zu 20 Zoll großen Felgen für diese Fahrzeugklasse außergewöhnlich groß bemessen.

Neben der Größe will der DS 4 auch beim Design überzeugen: Ein monströser Kühlergrill, scharfe Linien und verspielte Details prägen die dynamische Form und künden von reichlich Selbstbewusstsein. Passend dazu fallen die integrierten Türgriffe kaum auf: Sie fahren erst aus, wenn sich der Fahrer samt Schlüssel dem Fahrzeug nähert.

An der Front schlängeln sich an den Scheinwerfern in der Senkrechten geschwungene Linien entlang – ein Hingucker, denn diese fungieren als Tagfahrlicht und bieten dem DS 4 ein Wiedererkennungsmerkmal.

Drei Versionen: Von klassisch bis sportlich

Heckansicht des DS 4
DS 4: Auch von hinten fällt der Kompaktwagen auf ∙ © DS Automobiles/L. Nivalle

In insgesamt drei optisch unterschiedlichen Versionen kommt der DS 4 auf den Markt: Neben dem klassischen DS 4 wird die Baureihe durch den DS 4 Cross und den DS 4 Performance Line ergänzt. Der DS 4 Cross lehnt sich dabei an ein SUV-Design an und hebt sich durch schwarze Seitenfensterrahmen, einen schwarzen Kühlergrill und markante Räder von der klassischen Variante ab. Zudem kann er mit der so genannten "Advanced Traction Control" ausgestattet werden: Per Knopfdruck kann das ESP so verändert werden, dass der Kompaktwagen auf Sand, Schnee und Schlamm besseren Halt finden soll. Allradantrieb bekommt der DS 4 aber nicht.

Wer es sportlicher mag, wirft einen Blick auf den DS 4 Performance Line mit schwarzer Außenlackierung, sportlicheren Felgen und einer exklusiven Innenausstattung: Am Lenkrad findet sich zum Beispiel ein geschmiedeter Carbon-Einsatz.

Komfortabler und eleganter Innenraum

Rückbank des DS 4
DS legt viel Wert aufs Detail, wie hier auf das Leder-Design ∙ © DS Automobiles/Victor Jon Goico

Stichwort Innenausstattung: Hier legt DS Automobiles besonders viel Wert auf das Thema Komfort. So besteht die Polsterung der Sitze aus genarbtem Leder in Steingrau. Der verlängerte Fahrersitz soll in Kombination mit einem neuen Sitzschalenaufbau für einen besonders hohen Sitzkomfort sorgen. Gespannt darf man auf den Federungskomfort sein. Wie bei der Mercedes S-Klasse scannen Sensoren die Straße auf Unebenheiten, so dass sich die Federung schon im Vorfeld entsprechend justieren und komfortabel über ein Hindernis gleiten kann. Ob die Technik an den legendären DS aus den 1960er Jahren heranreicht? Das wird erst eine kommende Testfahrt zeigen.

Im DS 4-Cockpit dominieren Bildschirme

Cockpit des DS 4
Komfortabel und elegant: Ein Blick in das Cockpit des DS 4 ∙ © DS Automobiles/Victor Jon Goico

Auch im Innenraum gehen alle Elemente ineinander über: Bedienelemente der Klimaanlage und das fast unsichtbare Lüftungssystem vereinen sich in einem verchromten Element auf dem Armaturenbrett. In dessen Zentrum: Ein großer Touchscreen, der alle wichtigen Funktionen steuert und der sich komplett personalisieren lässt. Was angezeigt wird, entscheidet also der Fahrer. Zusätzlich kommt wie bei Modellen von Audi und Mercedes ein Touchpad zur unterstützenden Bedienung des 5-Zoll-Touchscreens auf der Mittelkonsole zum Einsatz. Hier lassen sich Favoriten speichern, etwa bestimmte Radiosender oder Telefonnummern oder auch ein Naviziel eingeben, indem man die Buchstaben mit dem Finger auf die berührungsempfindliche Fläche "malt".

Augmented-Reality für wichtige Informationen

Eines der Highlights – und für Kompaktklassen noch ungewöhnlich – ist sicherlich auch das Head-Up-Display. Wichtige Informationen für den Fahrer werden darüber mittels Augmented-Reality auf die Straße projiziert, so dass er seinen Blick nicht von der Fahrbahn abwenden muss.

Motoren: Der DS 4 kommt auf bis zu 225 PS

Neben zwei klassischen Benzinern mit 130 und 180 PS und einem Diesel mit 130 PS kommt der DS 4 auch als Plug-in-Hybrid auf den Markt. Ein Vierzylinder-Motor mit 133 kW (180 PS) wird dabei mit einem Elektromotor mit 81 kW (110 PS) kombiniert. Dadurch ergibt sich eine Gesamtleistung von 165 kW und 225 PS.

Im emissionsfreien, batteriebetriebenen Modus soll die Plug-in-Version auf eine Reichweite von rund 50 Kilometer kommen. Das erscheint realistisch: Die Batteriekapazität beträgt 12,4 kWh.

Alle Modelle des DS 4 sind mit 8-Gang-Automatikgetrieben ausgestattet. Im Gegensatz zum Technikbruder Citroën C 4 wird es vom DS 4 keine rein elektrische Variante geben.

Bestellbar ist der DS 4 ab Mitte 2021, ausgeliefert wird er Ende des Jahres. Zu Preisen hat sich DS Automobiles bisher noch nicht geäußert.

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