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Cupra El-Born: Das erste Elektroauto der Spanier

Der neue Cupra El Born schräg von der Seite
Cupra El-Born: Elektroauto für die Kompaktklasse ∙ © Cupra

Auf dem Genfer Autosalon 2019 zeigte Seat sein erstes Elektroauto: Die Studie El-Born. Inzwischen hat sich außer einem optischen Feinschliff noch mehr getan. Der El-Born geht 2021 nicht als Seat, sondern als Cupra an den Start. Infos, Bilder, Daten

  • Der Cupra El-Born ist mit dem elektrischen VW ID.3 eng verwandt 

  • Verkaufsstart ist 2021, gebaut wird der Elektro-Cupra in Zwickau

  • Mit 58-kWh-Batterie soll eine Reichweite von 420 Kilometern möglich sein

Der VW-Konzern nutzt alle Möglichkeiten, um seine umfangreiche Elektro-Strategie in Schwung zu bringen. Der Wandel soll alle Marken erfassen, also auch Seat - respektive deren sportliche Tochter Cupra. Der Wechsel zur unbekannteren Marke wirkt zunächst eigenartig, ist aber ein logischer Schritt: Einen Cupra können die Designer und Ingenieure noch deutlich knackiger und dynamischer auslegen als einen Seat. Was bei der engen technischen Verwandtschaft des El-Born zum VW ID.3 die Differenzierung unterstützt.

Sein großes Markenspektrum hilft dem VW-Konzern bei der Elektrifizierung genauso wie die Plattformstrategie. So wurde aus dem elektrischen VW up! der Mii electric. Und so setzt der El-Born wie der ID.3 auf dem modularen Elektrobaukasten MEB auf. Der auf den ersten Blick etwas ungewöhnliche Name wird wohl bleiben. Er passt ja auch in die Nomenklatur der Spanier, nach der die Modelle nach spanischen Städten benannt werden: El-Born ist der Name eines hippen Stadtteils in Barcelona.

Cupra El-Born mit 420 km Reichweite

Der neue Cupra El Born von vorne
Markanter Auftritt: Der Cupra El Born zeigt, dass auch E-Autos sportlich aussehen können ∙ © Cupra

Als der El-Born noch als Seat gehandelt wurde, war von einer Batterie mit 62 kWh und einer Reichweite im realitätsnahen WLTP-Testzyklus von gut 420 Kilometern die Rede. Beim Cupra halten sich die Spanier bis auf die identische Reichweite im Detail noch etwas bedeckt. Logisch wären Kapazitäten von zunächst 58 kW und später noch 45 und 77 kWh - also wie beim ID.3. Der 150 kW/204 PS starke E-Antrieb soll für eine Sprintzeit aus dem Stand auf 100 km/h in 7,5 Sekunden gut sein. Der WLTP-Normverbrauch liegt bei 14,9 kWh je 100 Kilometer.

Mit 100 kW nur 45 Minuten Ladezeit

Cupra El Born von innen
Beim Interieur setzt Seat-Tochter Cupra zum Teil auf recycelte Materialien ∙ © Cupra

Da die Ladeleistung auf bis zu 100 kW ausgelegt wurde, lässt sich das Batteriepaket des El-Born theoretisch in einer Dreiviertelstunde auf bis zu 80 Prozent befüllen. Vorausgesetzt man trifft auf eine der immer noch rar gesäten Schnellladesäulen, die sich vornehmlich an Autobahnraststätten zur flotten Weiterfahrt finden. Eine Wärmepumpe soll helfen, den Energiebedarf der Elektroheizung zu senken. Sie dürfte im voraussichtlich optional erhältlich sein und erhöht die Reichweite im Winter um bis zu 60 Kilometer.

Mit dem El-Born will Cupra beweisen, dass "Elektrofahrzeuge sportlich und gleichzeitig mit einer hohen Reichweite voll alltagstauglich sein können“, so Marketing- und Vertriebsvorstand Wayne Griffiths. Die Seat-Studie sei mittlerweile auf die nächste Evolutionsstufe gebracht worden – durch kontinuierlichen Feinschliff in Richtung Dynamik.

Die inzwischen vorgenommenen aerodynamische Optimierungen sollen sich positiv aufs Reichweitenpotenzial auswirken. Der Vorbau fällt vergleichsweise kurz aus, was dem Platzangebot innen zu Gute kommt.

Innenraum mit Recycling-Material

Das Cockpit vom Cupra El Born
Kupferakzente beim Interieur, zwei Bildschirme: das El-Born-Cockpit ∙ © Cupra

Der Innenraum präsentiert sich nach Art des Hauses. Sportschalensitze, recycelte Materialien, ein spezielles Lenkrad mit Fahrprofiltasten, ein vermutlich aufpreispflichtiges Head-up-Display mit Augumented-Reality-Funktion und ein Konnektivitäts- und Infotainmentsystem mit 12-Zoll-Bildschirm sollen für das passende Ambiente für Cupras Start in die E-Mobilität bieten.
Zudem soll der El-Born "die neuesten Entwicklungen für autonomes Fahren und Konnektivität" bieten – ohne dass die Spanier konkreter zu werden, welche Stufe des autonomen Fahrens denn nun gemeint ist. 

Den reinen Studien-Status hat der El-Born mit dem Transfer von Seat zu Cupra also verlassen. Wann genau er 2021 zu den Händlern rollen wird und zu welchen Preisen - das lässt die schnelle Seat-Tochter noch offen. Fest steht: Das kompakte E-Auto der Spanier wird wie der ID.3 und seit August 2020 auch der ID.4 in Zwickau produziert.

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Text: Rudolf Huber, Jochen Wieler