Fahrbericht Seat Tarraco: Wie gut ist der neue Mittelklasse SUV?

18.12.2018

Der Seat Tarraco ist das neue Spitzenmodell der spanischen VW-Tochter. Der Fahrbericht unserer Test-Redaktion klärt, wie gut der neue Mittelklasse-SUV ist. Plus: Video, Fotos, Motoren, technische Daten, Verkaufsstart und Preise

die neuen Seat Terraco 2018 Modelle
Die SUV-Familie von Seat: Arona (li.), Ateca und Tarraco (re.)
  • Der Seat Tarraco ist das neue Flagschiff der Spanier
  • Der Mittelklasse-SUV konkurriert u.a. mit den Konzern-Brüdern Škoda Kodiaq und VW Tiguan
  • Zum Verkaufsstart im Januar 2019 gibt es vier kräftige Motoren

 

Bei Seat geht es Schlag auf Schlag. 2016 kam der Ateca, 2017 der Arona, Anfang 2019 wird der Seat Tarraco in die Showräume der Händler rollen. Der dritte SUV in der Modellpalette der Spanier ist 4,74 Meter lang, 1,84 Meter breit und 1,66 Meter hoch – und damit fast exakt so groß wie ein VW Tiguan Allspace oder ein Škoda Kodiaq. Kein Wunder: Der Tarraco basiert auf der gleichen Konzern-Plattform und läuft auch in Wolfsburg vom Band.

Das Karosseriedesign entspricht der aktuellen Mode, die Leuchten an Front und Heck sowie das Interieur machen ihn sofort als spanische VW-Tochter erkennbar. Auch am Steuer stellt sich sofort das gewohnte Gefühl ein, ein Modell aus dem VW-Konzern zu fahren. Sitze und Sitzposition, Heizung, Klimatisierung und Infotainment-Funktionen – alle Bedienelemente sind am rechten Platz.

Zum Start vier Motoren zur Auswahl

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Seat Tarraco stehend von der Seite
Die 2-Liter-Versionen schaffen den Sprint auf 100 km/h in 8 Sekunden

Vier Motoren werden für den neuen Seat Tarraco angeboten. Die zwei Benziner haben 1,5 und 2,0 Liter Hubraum, leisten 150 und 190 PS. Die beiden 2,0-Liter-Diesel sind ebenfalls mit 150 und 190 PS ausgestattet. Optional zur 6-Gang-Handschaltung ist jeweils auch ein Doppelkupplungsgetriebe (DSG) erhältlich.

Der 2.0 TDI mit 190 PS wirkt aufgrund seines Drehmoments am souveränsten. Bei ihm liegt die volle Kraft von 400 Nm zwischen 1750 und 3250 Umdrehungen, also fast über das gesamte im Alltag genutzte Drehzahlband. Aber auch der 150-PS-Benziner lässt den Tarraco keineswegs lustlos oder müde wirken. Als störend am 1.5 TSI könnten allenfalls das leichte Dröhnen empfunden werden, das bei mittleren und höheren Drehzahlen auftritt.

Großzügiger Innenraum im Mittelklasse-SUV

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Der Kofferraum des Seat Terraco  Update 2018
Ins Heckabteil des Tarraco passen enorme 760 Liter, sagt Seat

Wer der normalen 6-Gang-Handschaltung die DSG-Automatik vorzieht, den dürfen das gelegentliche Ruckeln beim Gangwechsel sowie das etwas zögerliche Anfahrmoment nicht stören. Dafür entfällt mit dem DSG die lästige Schaltarbeit von Hand im Stop-and-go- oder Stadtverkehr.

Bei der Fahrwerksabstimmung haben die Entwickler besonders darauf geachtet, einen ausgewogenen Kompromiss zu finden zwischen Komfort und Sportlichkeit. Das scheint gelungen, mit leichter Tendenz zur Sportlichkeit. Die leichtgängige und genügend präzise Lenkung des neuen Tarraco passt dazu prima.

Die Platzverhältnisse sind vorn und hinten klassenüblich gut, das Kofferraumvolumen wird für die fünfsitzige Version mit enormen 760 (normal) bis 1920 Litern (umgeklappte Rückbank, dachhoch beladen) angegeben. Der Siebensitzer schluckt etwas weniger Transportgut und Gepäck, ohne Umklappen der Rücksitzlehnen 700 Liter.

Der Allrad-Tarraco überrascht im Gelände

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Seat Tarraco Cockpit
Navi mit Touchscreen, Geländeeinstellungen per Drehrad vor Automatikhebel

Erstaunlich ist, was der Seat Tarraco im Gelände alles kann. Die Allradversion des Midsize-SUV erklimmt starke Steigungen, meistert schräge Böschungen und überwindet Steine und Geröll, wie man ihm es eigentlich nicht zutrauen würde. Wobei seine Entwickler zugeben, dass die Offroad-Talente für die wenigsten Kunden von Belang sind. Aber die Konzerntechnik sei ja schließlich vorhanden, dann könne man sie doch auch nutzen. Warten wir ab, wie hoch die Bestellrate für die Allradvariante sein wird.

Die Preise für den Tarraco liegen zwischen 29.980 Euro (150-PS-Benziner) und 43.800 Euro (190-PS-TDI mit Allrad).

Benzin-Motoren im Überblick

Technische Daten  1.5 TSI
2.0 TSI DSG
Motor  Vierzylinder-Benziner, 1498 cm3, 110 kW/150 PS, 250 Nm bei 1500 U/min
Vierzylinder-Benziner, 1984 cm3, 140 kW/190 PS, 320 Nm bei 1500 U/min
Getriebe 6-Gang manuell 7-Gang-Automatik
Fahrleistungen 9,7 s auf 100 km/h, 201 km/h Spitze
8,0 s auf 100 km/h, 211 km/h Spitze
 Verbrauch 7,3 – 8,0 l, CO2-Ausstoß: 165-182 g/km (WLTP)
k.A.
Leergewicht 1587 kg (5-Sitzer) 1773 kg (5-Sitzer)
 Preis 29.980 € k.A.

 

Diesel-Motoren im Überblick

Technische Daten
2.0 TDI 2.0 TDI DSG 4Drive
Motor 
Vierzylinder-Diesel, 1968 cm3, 110 kW/150 PS, 340 Nm bei 1750 U/min
Vierzylinder-Diesel, 1968 cm3, 140 kW/190 PS, 400 Nm bei 1750 U/min
Getriebe 6-Gang manuell 6-Gang-Automatik
Fahrleistungen 9,8 s auf 100 km/h, 200 km/h Spitze
8,0 s auf 100 km/h, 213 km/h Spitze
Verbrauch 5,7 – 6,4 l, CO2-Ausstoß: 147 – 167 g/km (WLTP)
7,0 – 7,9 Liter, CO2-Ausstoß: 183 – 200 g/km (WLTP)
Leergewicht 1687 kg (5-Sitzer) 

1816 kg (5-Sitzer)

Preis 33.750 € 43.800 €

 

Bei allen Modellen

Abmessungen Länge 4,74 m, Breite 1,84 m, Höhe 1,66 m
Kofferraum
760-1920 Liter
  • Das hat uns gefallen: Viel Platz und Komfort. Großer Kofferraum. Kräftige Motoren. Gute Geländetauglichkeit. Auf Wunsch sieben Sitze.
  • Das hat uns nicht gefallen: Gelegentliches Ruckeln der DSG-Automatik. Etwas dröhniger 1.5-Liter-Benziner.  
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Text: Wolfgang Rudschies. Fotos: PR.

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(acfo)