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Dacia Sandero: So kommt die dritte Generation

Dacia Sandero
Kommen Ende 2020 neu: Dacia Sandero Stepway (links) und Dacia Sandero ∙ © Dacia

Der Dacia Sandero erfährt als günstigster Neuwagen Deutschlands eine Neuauflage: Mit modischem Blechkleid, moderner Technik und Autogas als Option kommt Ende 2020 die dritte Generation auf den Markt. Erste Infos, Daten, Bilder.

  • Neuer Dacia Sandero und Sandero Stepway kommen Ende 2020

  • Zum Marktstart zwei Benziner (65 und 90 PS) und ein Autogas-Motor (100 PS)

  • Preis: Voraussichtlich unter 8000 Euro für die Basisversion

Wer kein rollendes Statussymbol braucht, kauft sich einen Dacia – sagt zumindest die Werbung. Das sehen wohl auch viele Autokäufer so, denn Dacia hat sich sehr erfolgreich als Billig-Ableger von Renault auf dem Markt etabliert. Nach dem Duster ist der Sandero in Deutschland das meistverkaufte Modell der Rumänen. Kein Wunder, denn der Kleinwagen gilt als günstigster Neuwagen auf dem Markt und startete bisher bei 7600 Euro.

Preis: Wahrscheinlich unter 8000 Euro

Wie günstig die dritte Generation angeboten wird, steht noch nicht fest. Dass sie wieder sehr erschwinglich sein wird, indes schon. So wird man mit einem Preis leicht unter 8000 Euro für die Basisversion rechnen können – den Titel als billigsten Neuwagen der Republik wird der Dacia Sandero schließlich halten und nicht etwa an den Mitsubishi Space Star abgeben wollen, der in ähnlichen Preisregionen unterwegs ist.

Neben dem klassischen fünftürigen Kleinwagen wird es ab Ende 2020 auch wieder eine "Stepway"-Variante im Stil eines SUV geben. Der Ableger bekommt eine höhergelegte Karosserie, Kunststoffplanken an den Seiten und einen angedeuteten Unterfahrschutz. Im Vergleich zum normalen Sandero hat der Stepway rund vier Zentimeter mehr Bodenfreiheit, aber nach wie vor keinen Allradantrieb.

Mehr Kniefreiheit und mehr Kofferraum

Optisch präsentiert sich die Kleinwagenfamilie deutlich modernisiert. Auffälligstes Merkmal sind die Y-förmigen Tagfahrelemente im Scheinwerfer, deren Linienführung im Kühlergrill aufgenommen wird. Dazu kommen eine stärker modellierte Flanke, ein prägnanteres Heck und zahlreiche kleine Details wie eine modernere Radioantenne. Eine gewisse Ähnlichkeit der Dacia-Neulinge zum Renault Clio ist dabei kein Zufall, nutzen die Rumänen doch ebenfalls die CMF-Plattform der französischen Konzernmutter.

Während sich die Länge beim Modellwechsel kaum ändert und mit 4,09 Metern knapp oberhalb der Vier-Meter-Marke verharrt und damit VW Polo, Ford Fiesta und Opel Corsa leicht übertrifft, legt die neue Generation in der Breite um rund zehn Zentimeter auf 1,85 Meter zu. Auch das Kofferraumvolumen wächst leicht auf 382 Liter nach französischer Norm. Die Fondpassagiere sollen rund vier Zentimeter mehr Kniefreiheit haben als bisher.

Sandero mit drei Motoren zu haben

Beim Antrieb setzt Dacia auf sparsame und günstige Technik. Den Einstieg markiert ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 48 kW/65 PS, alternativ ist eine Turbo-Variante mit 66 kW/90 PS zu haben, für die neben der Sechsgang-Handschaltung auch eine stufenlose Automatik angeboten wird. Um den CO₂-Ausstoß in der Flotte zu senken, setzt der Sandero im Gegensatz zum Technik-Bruder Clio zunächst nicht auf Elektrifizierung, sondern auf die günstigere Autogas-Technik. Der Einliter-Ottomotor kommt im LPG-Betrieb auf 74 kW/100 PS und hört auf die Bezeichnung TCe 100 ECO-G.

Luxusausstattung für den neuen Sandero

Bei der Ausstattung will die Billigmarke nachlegen und Bordcomputer, Tempomat und Lichtautomatik anbieten, optional gibt es künftig auch Komfort-Extras wie Sitzheizung und eine elektrische Parkbremse. Der Kofferraum öffnet gegen Aufpreis mit einem angedeuteten Fußtritt in Richtung Heckstoßfänger, erstmals ist auch ein elektrisches Glas-Schiebedach zu haben. Optionale LED-Scheinwerfer sollen 110 Meter weit und damit 37 Prozent weiter leuchten als die Halogenscheinwerfer des Vorgängermodells.

In Sachen Infotainment stehen drei Optionen zur Wahl. Zum einen kann in der Einstiegsvariante das eigene Smartphone in der Mitte des Armaturenbretts angebracht und – mit dem Fahrzeug verbunden – als "Touchscreen" für bestimmte Funktionen (z. B. Navigation, Radiobedienung etc.) benutzt werden. Als zweite Möglichkeit gibt es einen acht Zoll großen Bildschirm in der Mitte des Armaturenbretts. Er erlaubt unter anderem die Integration des Smartphones via Android Auto und Apple Car Play. Erst in der Top-Variante ist der 8-Zoll-Bildschirm als dritte Option als Touchscreen ausgeführt.

Der Kombi Logan MCV kommt später

Nicht nach Deutschland kommen wird der viertürige Logan, denkbar ist aber ein Marktstart für den Kombi Logan MCV, der zu einem späteren Zeitpunkt Premiere feiert. Für Dacia ist die Neuauflage wirtschaftlich zurzeit doppelt wichtig: Die Marke leidet besonders stark unter dem europaweiten Nachfrage-Schwund in der Corona-Krise. Zum einen fehlen ihr die Flottenkunden, zum anderen ist aufgrund der niedrigen Preise der Raum für zusätzliche Rabatte eng.

Text: Holger Holzer/SP-X, Jochen Wieler