Subaru Outback: Der Reisekombi fürs Gelände

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Länger, breiter, höher: Die sechste Generation des Subaru Outback legt auf einer neuen Plattform deutlich zu. Was beim Allradler besser geworden ist, klärt der ADAC Test. Dazu alle Daten, Preise, Infos

  • Überarbeitet: Boxermotor und CVT-Getriebe

  • Bedienung mit Tablet-Touchscreen

  • Bis zu zwei Tonnen Anhängelast

  • Preis: Ab 40.890 Euro

Es gibt sie noch, die kleinen, aber feinen Automobilhersteller. Subaru zum Beispiel beackert schon seit 1980 den deutschen Markt mit seinen allradangetriebenen Modellen, die mit ihrer Robustheit anfangs vor allem bei Förstern und Jägern populär waren. Das Klientel hat sich inzwischen zwar deutlich erweitert, doch mit 5400 verkauften Fahrzeugen kommt die Marke mit den Plejaden-Sternen im Logo über einen Marktanteil von 0,2 in Deutschland nicht hinaus. Immerhin: Der Kundenstamm der eher nutzwertorientierten Modelle gilt als extrem markentreu.

Logo: Subaru ist der japanische Namen für das Sternzeichen der Plejaden © ADAC/Oberle, Wolfgang

Mit der inzwischen sechsten Generation des Outback hält Subaru mit dem Allradantrieb und der umfangreichen Ausstattung für ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis an den gewohnten Tugenden fest. Ob allerdings die Überarbeitung des Boxermotors und des stufenlosen CVT-Getriebes auf der neuen Subaru Global Plattform auch für mehr Komfort und Fahrspaß sorgen, musste der ausführliche ADAC Test zeigen.

Die neue Plattform schafft mehr Platz

Ausgestellte Radkästen und schwarze Planken sorgen für die SUV-Optik © Subaru

Man beim Neuen schon genau hinschauen, um die optischen Unterschiede zum Vorgänger zu erkennen. Dass er deutlich zugelegt hat, fällt aber sofort auf: 5 cm länger, fast 4 cm breiter und 1,3 cm höher – das klingt nach nicht viel, hat aber für Passagiere und Gepäck spürbare Auswirkungen.
Bis knapp zwei Meter große Menschen können die Vordersitze weit genug zurückschieben. Den Einstieg nach hinten absolvieren die Fondpassagiere mühelos und genießen auf der straff gepolsterten Rückbank jetzt enorme Knie-, Kopf- und Schulterfreiheit. Erst 1,95 Meter große Personen gehen mit dem Dachhimmel auf Tuchfühlung. Die Beinfreiheit würde sogar für 2,20-Meter-Riesen ausreichen, wenn die Vordersitze für 1,85 Meter große Menschen eingestellt sind. Angenehm ist dabei die relativ niedrige Gürtellinie und die waagrechte Oberschenkelauflage.

Der längere und breitere Kofferraum fasst jetzt laut der ADAC Messungen 435 Liter Stauvolumen, das durch Umklappen der Rückbank mit zwei Klappen im Gepäckabteil auf bis zu 1480 Liter Liter vergrößert wird. Angenehm beim Beladen sind die niedrige Ladekante, ein zusätzliches 45-Liter-Fach im Unterboden und jede Menge Verzurrösen.

360-Grad-Blick in den Innenraum

Im Innenraum verzichtet Subaru weitgehend auf Knöpfe und Tasten: Als zentrales Bedienelement fungiert im waagrechten Armaturenbrett ein 11,6 Zoll großer, tablet-artiger Touchscreen, über den sich unter anderem Navigation, Infotainment, Klimatisierung und die Apps des per Apple CarPlay oder Android Auto eingebundenen Smartphones steuern lassen. Funktioniert nach kurzer Einarbeitung tatsächlich gut – auch weil die Lautstärke noch per Drehschalter regelbar ist und die Klimaanlage per Direkttaste angewählt wird.

In punkto Sicherheit legte der Outback noch mal zu, weil das bewährte Eyesight-Assistenzsystem erweitert wurde. Die Stereokamera ist nun direkt an der Windschutzscheibe befestigt, was den Arbeitsbereich vergrößert – und zusätzliche Funktionen ermöglicht. Der neue Outback verfügt serienmäßig unter anderem über Notbremssysteme vorne und hinten, einen Ausweich-, einen Totwinkel- und einen aktiven Spurhalteassistenten sowie eine Verkehrszeichenerkennung. Die serienmäßigen LED-Scheinwerfer mit dynamischer Kurvenlichtfunktion und das adaptive Fernlicht verbessern die Sicht.

Überarbeitet: Boxermotor und CVT-Getriebe

Kombi oder SUV? Hauptsache: Viel Platz! © Subaru

Für den Vortrieb setzt Subaru beim Outback traditionell auf Boxermotor, eine stufenlose Automatik und den permanenten Allradantrieb Symmetrical AWD. Der laut Subaru zu 90 Prozent runderneuerte 2,5-Liter-Boxerbenziner entwickelt nun 124 kW/169 PS und ein maximales Drehmoment von 252 Nm, das bei knapp 4000 Umdrehungen anliegt. Das sind sogar 6 PS weniger als beim Vorgängermodell, doch die Überarbeitung tut dem Neuen gut: Besonders bei niedriger Drehzahl steht jetzt mehr Drehmoment parat, was im direkteren Ansprechverhalten spürbar wird. Den simulierten Überholvorgang von 60 auf 100 km/h erledigt der Subaru in 6,7 Sekunden, von 80 auf 120 km/h geht es in 8,0 Sekunden. Laut
Herstellerangaben schafft es der Kombi in 10,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100.

Auch die stufenlose CVT-Automatik Lineartronic wurde für den Boxermotor angepasst. Man hat jetzt irgendwie das Gefühl, dass der Motor direkter und besser beschleunigt und auch auf der Autobahn bei gleicher Geschwindigkeit nicht mehr so hoch dreht. Das berüchtigte Aufheulen der CVT-Getriebe beim spontanen Gasgeben hat Subaru bei der Lineartronic weitgehend eliminiert. Und wer will, kann mit acht manuellen Schaltstufen ohnehin auch selbstständig schalten.

Mit 8,0 Liter Super je 100 Kilometer erweist sich der Outback 2.5i als ganz schön trinkfest. Die entsprechende CO₂-Bilanz von 217 g/km und Punktabzüge bei den Schadstoffen wegen recht hoher Werte auf der Autobahn beim Beschleunigen sorgen dafür, dass der Outback unterm Strich nur zwei von fünf möglichen Sternen im ADAC Ecotest schafft.

Das Fahrwerk ist relativ straff, aber nicht unkomfortabel abgestimmt. Dass die Kurvenhatz auf den Straßen aber keinen rechten Spaß macht, liegt nicht nur an den bauartypischen Wankbewegungen der hohen Karosserie, sondern vor allem an der sehr indirekten Lenkung: Kein spürbarer Fahrbahnkontakt, eine undefinierbare Mittellage und wenig Gefühl, wo es beim Einlenken hingehen wird – hier ist noch Abstimmungsbedarf.

Im ADAC Ausweichtest macht der Outback keine sonderlich gute Figur. Das sehr beherzt eingreifende ESP sorgt dafür, dass er zwar viel Geschwindigkeit abbaut, durch den harten Bremseingriff an den Vorderrädern lässt sich der Kombi jedoch lediglich mit großem Lenkwinkel zurück in die ursprüngliche Fahrspur dirigieren.

Der serienmäßige permanente Allradantrieb garantiert eine sehr gute Traktion. Der sogenannte X-Mode kann zudem auf dem zentralen Touchdisplay in drei Stufen eingestellt
werden: Schnee/Schmutz, Normal und Tiefer Schnee/Matsch.

Lesen Sie hier den ausführlichen Test des Subaru Outback 2.5i Platinum als PDF
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Technische Daten Subaru Outback

Herstellerangaben

Subaru Outback 2.5 i Platinum

Motor/Antrieb

4-Zyl.-Benzin-Boxermotor, 2498 cm³, 124 kW/169 PS, 252 Nm bei 3800 U/min

Fahrleistungen

10,2 s auf 100 km/h, 193 km/h Spitze

Verbrauch (WLTP)

8,6 l Super/100 km, 193 g CO₂/km

Maße

L 4,87 / B 1,88 / H 1,68 m

Kofferraum

561 – 1822 l

Leergewicht / Zuladung

1674 / 526 kg

Anhängelast (ungebremst / gebremst)

2000 / 750 kg

Garantie

5 Jahre / 160.000 km

Preis

ab 45.990 €, Baureihe ab 40.890 €

ADAC Messwerte

ADAC Messwerte (Auszug)

Subaru Outback 2.5i Platinum

Überholvorgang 60 – 100 km/h

6,7 s

Bremsweg aus 100 km/h

38,1 m

Wendekreis

12,1m

Verbrauch/CO₂-Ausstoß ADAC Ecotest

8,0 l Super/100 km, 217 g CO₂/km (Well-to-Wheel)

Bewertung ADAC Ecotest (max. 5 Sterne)

**

Reichweite

785 km

Innengeräusch bei 130 km/h

67,6 dB(A)

Leergewicht / Zuladung

1680 / 520 kg

Kofferraumvolumen normal / geklappt / dachhoch

435 / 835 / 1480 l

ADAC Testergebnis

ADAC Testergebnis

Subaru Outback 2.5i Platinum

Karosserie/Kofferraum

2,5

Innenraum

2,4

Komfort

2,7

Motor/Antrieb

1,9

Fahreigenschaften

3,3

Sicherheit

1,5

Umwelt/Ecotest

3,7

Gesamtnote

2,6

Sicherheit und Umwelt werden doppelt gewertet; Notengrenzen: 0,6 – 1,5 sehr gut; 1,6 – 2,5 gut; 2,6 – 3,5 befriedigend; 3,6 – 4,5 ausreichend; 4,6 – 5,5 mangelhaft

Fazit: Ein Familien-Allradler mit viel Platz

Der neue Subaru Outback startet zu Preisen ab 40.890 Euro. Und schon die Einstiegsversion verfügt über ein Infotainment-System mit 11,6-Zoll-Touchscreen, Digitalradio DAB+, sechs Lautsprechern und Smartphone-Einbindung per Apple CarPlay und Android Auto. Zum Serienumfang gehören außerdem elektrisch einstellbare Vordersitze, ein beheizbares Lederlenkrad, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sitzheizung sowie LED-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht und adaptivem Fernlicht. Auch Nebelscheinwerfer und Rückleuchten sind in LED-Ausführung gehalten.

Ein faires Angebot für alle, die die Vorteile eines Allradkonzepts mit viel Platz und guter Ausstattung kombinieren wollen. Und das werden nicht nur Förster und Jäger sein, sondern auch Familien, die den Outback im Alltag nutzen.

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