Mercedes EQB: Elektroauto Nummer fünf ist ein Siebensitzer

Seitenansicht eines Mercedes EQB
Neuer Elektro-Mercedes EQB: Als Basis dient der Mercedes GLB ∙ © Mercedes

Das fünfte Elektroauto von Mercedes: Ende 2021 kommt der Mercedes EQB auf den deutschen Markt. Ein SUV mit sieben Sitzen. Erste Infos, Fotos, Daten mit Reichweiten und Preis.

  • Elektro-SUV der Mittelklasse mit bis zu sieben Sitzen

  • Reichweiten zwischen 400 und 500 Kilometern

  • Basispreis mit Frontantrieb: Etwa 43.000 Euro

Jetzt geben auch die Stuttgarter Autobauer mit dem Stern im Emblem richtig Gas. Wenn der Mercedes EQB Ende 2021 auf den Markt kommt, wird es bereits das fünfte Auto der Marke sein, das einen Elektroantrieb besitzt. Neben der Luxuslimousine EQS und dem großen Van EQV gehören dann drei Elektro-SUVs zum Modellprogramm.

Dabei reiht sich der Mercedes EQB nicht nur alphabetisch, sondern auch von der Größe her mit einer Länge von 4,68 Metern zwischen dem 4,46 Meter langen Mercedes EQA und dem Mercedes EQC ein, der es auf eine Länge von 4,76 Meter bringt. Wobei der EQB optisch größer wirkt als der EQC – wahrscheinlich weil seine Karosserie bulliger aussieht und fünf Zentimeter höher baut. Dass es sich eigentlich um einen Mercedes GLB mit anderer Front und modifizierten Heckleuchten handelt – nur eben mit Elektroantrieb statt Verbrennungsmotoren –, ist auch für den Laien recht leicht zu erkennen.

Elektro-SUV mit bis zu sieben Sitzen

Tatsächlich scheint beim Mercedes EQB die Raumnutzung gut gelungen zu sein. Denn im Unterschied zu seinem großen Bruder ist hier eine dritte Sitzreihe als Extra möglich. Damit wird der EQB dann zum Siebensitzer. Und obwohl der EQB immerhin acht Zentimeter kürzer geraten ist, passen in den Kofferraum laut Mercedes nur 35 Liter weniger als in den EQC. Dachhoch beladen sogar 140 Liter mehr.

Die Plätze sechs und sieben in der dritten Reihe sollen für Menschen bis 1,65 Meter Körpergröße geeignet sind, wie Mercedes erklärt. Das werden die ADAC Ingenieure selbstverständlich genau nachmessen beim ersten Test. Als sehr praktisch sollte sich die um 14 Zentimeter verschiebbare Sitzbank in der zweiten Reihe erweisen. So schiebt man die Bank nach vorn oder hinten, je nachdem, ob möglichst viel Beinfreiheit gewünscht ist oder möglichst viel Platz für Gepäck.

Reichweite: 400 und 500 Kilometer

Den Antrieb teilt sich der EQB mit dem kleineren EQA. Batterie und Elektromotoren haben identische Werte. Die nutzbare Nettokapazität der Batterie wird mit 66,5 kWh, die Motorleistung für das allradgetriebene Topmodell EQB 350 4MATIC mit mehr als 200 kW angegeben. Insgesamt sollen es vier Versionen werden: zwei mit Frontantrieb und weniger Leistung, eine davon besonders reichweitenstark. Weil das Topmodell über 400 Kilometer weit kommt, könnte das für die "Sparversion" eine Reichweite von annähernd 500 Kilometer bedeuten. Ob das realistisch ist, wird sich erst zeigen müssen.

Ladeleistung: maximal 11 kW (AC) und 100 kW (DC)

Heckansicht eines fahrenden Mercedes EQB
Mercedes EQB: Weniger elegant, dafür viel geräumiger ∙ © Mercedes

Die Akkus für den Mercedes EQB liefert Daimlers Batteriefabrik in Kamenz zum Produktionswerk nach Ungarn. Für den wichtigen chinesischen Markt wird es eine spezielle China-Version geben, die auch in China gebaut wird. Aufgeladen werden kann der EQB an der Wallbox mit bis zu 11 kW, an der Schnellladesäule sollen unter Idealbedingungen bis 100 kW möglich sein.

Damit der EQB nicht allzu viel Energie verbraucht, war aerodynamischer Feinschliff vonnöten. Trotzdem war offenbar nicht mehr als ein Cw-Wert von 0,28 drin. Als durchschnittlichen Verbrauch des Allrad-Topmodells gibt Mercedes eine Spanne zwischen 18,1 und 19,2 kWh (WLTP, inklusive Ladeverlust) an.

Das Navi berechnet Routen samt Ladestopps

Frontansicht eines fahrenden Mercedes EQB
Markantes Detail: Geschlossener Kühlergrill ∙ © Mercedes

Bei den Fahrer-Assistenzsystemen zeigt sich der Mercedes gut gerüstet. Serienmäßig an Bord sind ein aktiver Spurhalte- sowie ein Bremsassistent. Letzterer hat in kritischen Situationen die Fähigkeit, mit einer Notbremsung eine Kollision zu verhindern oder zumindest ihre Schwere zu vermindern. Auch auf stehende Fahrzeuge und querende Fußgänger kann das System bei stadttypischen Geschwindigkeiten bremsend eingreifen. Erweiterte Funktionen des Fahrassistenzpakets sind beispielsweise die Abbiegefunktion, die Rettungsgassenfunktion, die Ausstiegswarnfunktion bei herannahenden Radfahrern oder Fahrzeugen sowie die Warnung vor Personen im Bereich von Zebrastreifen.

Gut: Das Navigationssystem rechnet nötige Ladestopps mit ein, sodass man auf das Hantieren mit Smartphone-Apps oder die genaue Planung zu Hause verzichten kann. Falls diese vorausschauende Navigation zuverlässig funktioniert, ist sie sehr hilfreich.

Mercedes EQB: Preise ab etwa 43.000 Euro

Was der Mercedes EQB kosten wird, ist noch nicht bekannt gegeben worden. Es ist damit zu rechnen, dass die Preise ein klein wenig über denen der jeweiligen EQA-Versionen liegen. Dann wäre der Einstiegspreis bei knapp 43.000 Euro.

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