ADAC Ratgeber: Die wichtigsten Tipps zum Reifenkauf

Im Video: Alles Wichtige rund um Autoreifen ∙ Bild: © Fotolia/Igor Kardasov, Video: © ADAC e.V.

Sicherheit, Komfort und Fahrspaß: Reifen sollen all das bieten. Doch wann wird es Zeit, neue zu montieren? Wo sollte man kaufen? Und welcher Reifen ist der richtige? Alles, was Sie bei der Auswahl unbedingt beachten sollten. 

  • Neue Reifen? Kommt auf Profil und Alter an

  • Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen?

  • Welche Reifendimension passt

  • Tipps zum sicheren Onlinekauf

Auf was legen deutsche Autofahrer beim Reifenkauf am meisten Wert? Für die große Mehrheit stehen gute Haftung auf nasser Fahrbahn sowie gutes Brems- und Lenkverhalten und höchste Belastbarkeit auch in extremen Situationen beim Kauf im Vordergrund. Wenn dann noch Fahrkomfort und Preis stimmen – prima.

Doch welcher Reifen ist der beste? Darf es mal ein Ganzjahresreifen sein? Welche Größe passt auf mein Auto? Und wann muss ich wechseln? Der ADAC gibt Tipps.

Strafbar: Zu geringe Profiltiefe

Mann misst mit Geldstück die Profiltiefe eines Reifens
Profiltiefenmessung mit einer 1-Euro-Münze© Fotolia/TUNINGFOTOJOURNAL

Die Rechtslage ist klar: Sobald Pkw-Reifen weniger als 1,6 Millimeter Restprofil haben, darf man sie im Straßenverkehr nicht mehr verwenden. Die Reifen gelten als nicht mehr verkehrssicher und müssen aussortiert werden. Wird man im Straßenverkehr mit abgefahrenen Reifen erwischt, drohen 60 Euro Bußgeld sowie ein Punkt in Flensburg. Bei Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder einem Unfall steigt das Bußgeld sogar auf 75 oder 90 Euro.

Sie können die aktuelle Profiltiefe Ihrer Autoreifen, die beim Neukauf meist zwischen sieben und neun Millimeter liegt, ganz einfach mit einer 1-Euro-Münze als Tiefenmesser überprüfen. Damit lässt sich zwar keine millimetergenaue Messung durchführen – eine Vorabdiagnose kann jedoch gestellt werden.

Der Grund: Der goldene Rand der 1-Euro-Münze ist exakt drei Millimeter breit. Wenn Sie die Münze in die Mitte des Reifenprofils halten, sehen Sie, ob der Goldrand völlig verschwindet oder schon sichtbar ist.

Verschwindet der Goldrand, können Sie – zumindest mit Sommerreifen – bedenkenlos weiterfahren. Denn die Pneus erfüllen dann locker die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Das Profil liegt mit einer Tiefe von drei Millimeter oder mehr sogar in dem von Experten angeratenen Bereich. Ist ein Teil des goldenen Rands jedoch sichtbar, sollten Sie bald über einen Reifenwechsel nachdenken.

Unsicher: Zu wenig Restprofil

Ein abgefahrener und ein nicht abgefahrener Reifen im Vergleich
Schon optisch vorstellbar: Der abgefahrene Reifen rechts wird schlechter funktionieren© ADAC e.V.

Umfangreiche ADAC Tests mit unterschiedlichen Profiltiefen haben allerdings bewiesen: Die gesetzlich festgelegte Profilgrenze bietet nur einen Rest an Sicherheit.

Bei Sommerreifen sollte das Profil mindestens drei Millimeter betragen. Bei Winter- oder Ganzjahresreifen mindestens vier Millimeter – sonst wird's kritisch bei Nässe, Schnee oder Schneematsch.

Wenn nur ein oder zwei Reifen abgefahren oder kaputt sind, sollten Sie diese übrigens immer achsweise austauschen, also immer mindestens zwei Reifen erneuern

Wenn alle Reifen die vorgeschriebene Dimension haben, können Sie auch Modelle verschiedener Hersteller kombinieren. Wir empfehlen jedoch, bei einem Modell zu bleiben. Die Pneus mit dem besseren Profil müssen auf die Hinterachse, so wird das Auto stabilisiert.

Problem: Reifenalterung

Auch Reifen "altern" – deshalb sollten sie nicht unbegrenzt gefahren werden. Das gilt auch, wenn die Restprofiltiefe deutlich über der gesetzlichen Mindestprofiltiefe liegt. Hintergrund: Die Gummimischung des Reifens härtet über die Zeit aus, was vor allem Grip und Bremsweg bei Nässe verschlechtert.

Besonders deutlich zeigt sich das bei Winterreifen, die auch bei tiefen Temperaturen "weich" bleiben müssen. Sie büßen bereits ab ca. sechs Jahren einen Teil ihrer Wintereigenschaften ein, weshalb wir von einer Nutzung von Winterreifen, die älter als acht Jahre sind, tendenziell abraten. Auch Sommerreifen sollten nicht älter als acht bis zehn Jahre sein.

Deshalb ist es wichtig, dass die Reifen beim Kauf möglichst jung sind. Wegen der Vielzahl der Reifenformate kann es bei der rationalen Lagerhaltung des Handels schon mal vorkommen, dass der Reifen nicht erst in den letzten Monaten hergestellt wurde. Doch älter als zwei Jahre sollte er nicht sein – darauf können Sie schon bei der Auftragsvergabe hinweisen.

Das Produktionsdatum des Reifens wird an der Flanke abgelesen. Die letzten vier Ziffern der mehrstelligen DOT-Nummer bezeichnen das Produktionsdatum. Steht dort z.B. "1318", bedeutet das: Der Reifen wurde in der 13. Kalenderwoche (KW) 2018 produziert.

Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen?

Vorderreifen eines roten Autos
Typisch für Sommerreifen: Breite Längsrillen gegen Aquaplaning© PantherMedia/Christian Kellner

Noch vor einigen Jahren war die Sache klar: Im Sommer kamen die Sommerspezialisten aufs Auto, die mit ihrer gripsicheren Mischung auch bei heißen Temperaturen nicht schlapp machen. Und im Winter war der fein profilierte Winterreifen erste Wahl, der sich frostsicher mit seinen Lamellen auch mit glatten Straßen bestens verzahnt.

Doch inzwischen kommen immer mehr Hersteller, die sich bisher mit den tatsächlichen oder vermeintlichen Alleskönnern zurückhielten, mit Produkten für das ganze Jahr auf dem Markt. Denn die Nachfrage nach Ganzjahres- oder Allwetterreifen steigt kontinuierlich: Zwischenzeitlich ist der Anteil der Ganzjahresreifen unter allen verkauften Pkw-Reifen auf mehr als 15 Prozent gestiegen. 

Werden Ganzjahresreifen als Ersatz für Sommer- und Winterreifen verwendet, ist allerdings Folgendes zu bedenken: Ganzjahres- oder Allwetterreifen bleiben weiterhin ein Kompromiss, der an die Leistungen guter Spezialisten für Sommer und Winter nicht herankommt. Das haben ADAC Tests bewiesen.

Mit Ausnahme einzelner Modelle zeigen alle getesteten Ganzjahresreifen mehr oder minder deutliche Schwächen auf trockener Fahrbahn, die sich vollbeladen und bei hochsommerlichen Temperaturen noch verstärken. Bei Reifen mit dem ADAC Urteil "ausreichend" war das auch auf Nässe der Fall. Besonders deutlich sind bei den Letztgenannten allerdings die Schwächen auf Schnee. 

Reifenreparatur

In vielen Fällen können Pkw- und Motorradreifen mit Stichverletzungen in einem qualifizierten Fachbetrieb repariert werden. Auch in der StVZO werden keine Pkw- oder Motorradreifen grundsätzlich von möglichen Reparaturen ausgeschlossen. Allerdings bleibt es dem jeweiligen Reifenhersteller überlassen, ob er einzelne Modelle seiner Produktgruppen von der Reparaturmöglichkeit ausschließt oder besondere Reparaturvorgaben macht.

Mehrheitlich können Stichverletzungen im Laufflächenbereich (bei Motorrädern nur im mittleren Bereich der Lauffläche) mit einer Ausdehnung bis sechs mm oft mittels Warm- oder Heißvulkanisation repariert werden (Preis meist unter 50 Euro). Hier finden Sie einen zertifizierten Reparaturbetrieb* in Ihrer Nähe.

Welche Dimension ist die richtige?

Die Reifenkennzeichnung in der Zulassungsbescheinigung
Zeilen 15.1 und 15.2: Hier findet man die richtigen Reifengrößen© ADAC/Beate Blank

Welche Reifengrößen für das Fahrzeug freigegeben sind, geht aus den Angaben in den Zeilen 15.1 und 15.2 der "Zulassungsbescheinigung Teil 1" hervor. Eingetragen ist hier nur eine Größe bzw. eine Größenkombination, wenn auf Vorder- und Hinterachse unterschiedliche Reifendimensionen vorgesehen sind. Weitere zugelassene Reifendimensionen enthält das sogenannte CoC, dass jeder Käufer beim Fahrzeugkauf erhält (siehe unten).

In dem bis 2005 ausgegebenen "alten Fahrzeugschein" finden sich die Reifengrößen unter den Ziffern 20 und 21 bzw. 22 u. 23. Unter Ziffer 33 sind häufig weitere Angaben zu zusätzlichen Felgen-/Reifendimensionen sowie zur Verwendung von Schneeketten eingetragen.

Das steht auf der Reifenflanke

Reifenkennzeichnung
Die Zahlen auf der Reifenflanke sind leicht zu entschlüsseln© ADAC e.V.

Und so lesen Sie die Angaben auf den Reifen, die schon aufgezogen sind: Die Aufschrift 205/55 R 16 91 H in unserem Beispielbild bedeutet Folgendes:

  • Die Zahl am Anfang bezeichnet die Reifenbreite in Millimetern. Unser Beispielreifen ist also 205 Millimeter breit.

  • /55 erläutert das Verhältnis von Höhe zu Breite des Reifenquerschnitts in Prozent. Ein /50 würde bedeuten, der Reifen ist halb so hoch wie breit.

  • R bezeichnet die Reifenbauart: R steht für radial, die heute übliche Reifenbauweise.

  • 16 bezeichnet den Felgendurchmesser in Zoll.

  • 91 ist die Kennzahl für die Belastbarkeit des Autoreifens. 91 steht für 615 Kilogramm.

  • An letzter Stelle steht das Geschwindigkeitssymbol, das die zulässige Höchstgeschwindigkeit des Reifens angibt. V bedeutet eine Spitze von 240 km/h.

  • Die DOT-Nummer verrät (verschlüsselt) den Produktionsort und (unverschlüsselt) das Produktionsdatum: Die letzten vier Ziffern stehen für die Kalenderwoche und das Jahr.

Bei Winterreifen, die mit M+S (Herstellung vor 2018) oder dem Alpine-Symbol (im Bild: Schneeflocke im dreigezackten Berg) gekennzeichnet sind, darf der Geschwindigkeitsindex übrigens unter dem Wert für die Fahrzeughöchstgeschwindigkeit liegen. In diesem Fall muss ein Aufkleber im Fahrsichtfeld an die geringere Höchstgeschwindigkeit erinnern. Alternativ kann auch ein Geschwindigkeitsbegrenzer mit entsprechender Displayanzeige eingestellt werden. Hier finden Sie Infos zur situativen Winterreifenpflicht in Deutschland.

Wenn Sie ein neueres Auto haben, ist vermutlich ein Reifendruckkontrollsystem installiert. Der Luftdruck wird permanent entweder indirekt über die ABS-Sensoren gemessen oder direkt über Sensoren, die oft im Ventil der Felge sitzen.

Breit oder schmal: Was ist besser?

Autoreifen an einer Wand
Die Qual der Wahl: Auf einem Fahrzeug sind mehrere Reifengrößen möglich© ADAC Test und Technik

Die in den Zulassungsbescheinigungen eingetragenen Reifengrößen müssen nicht mit der tatsächlich montierten Reifendimension übereinstimmen. Weitere mögliche Reifengrößen stehen im sogenannten CoC-Dokument ("Certification of Conformity", deutsch: "EG Übereinstimmungserklärung") unter den Ziffern "32. Bereifung der Räder" und/oder "50. Bemerkungen". Das CoC-Dokument bekommen Sie beim Fahrzeugkauf mit ausgehändigt.

Wenn Sie auf Breitreifen umrüsten wollen, dann machen Sie sich Folgendes bewusst: Diese sehen zwar besser aus und bieten mehr Grip auf trockener Fahrbahn, bei Nässe kommt es aber auch schneller zu Aquaplaning. Der Fahrkomfort wird beeinträchtigt, und der Kraftstoffverbrauch steigt. 

Das Prinzip breit vs. schmal verdeutlicht ein aktueller ADAC Vergleichstest von unterschiedlich breiten Winterreifen der Dimensionen von ganz schmal (195/65 R15) bis ganz breit (225/40 R18). 

Auf Schnee haben schmale Reifen Vorteile beim Anfahren. Auch die Seitenführung bei Kurvenfahrten ist besser. Die Aquaplaninggefahr bei Nässe und Schneematsch fällt bei schmaler Bereifung ebenfalls geringer aus: Extrabreite Winterreifen schwimmen wesentlich früher auf als schmale. 

Beim Aquaplaningtest (Wassertiefe sieben mm) verlieren die 225er Reifen bereits bei rund 70 Stundenkilometern den Kontakt zur Fahrbahn, die schmalen 195er Pneus jedoch erst bei deutlich über 80 Stundenkilometern. 

Der Breitreifen hat lediglich auf trockener Fahrbahn Vorteile bei der Fahrsicherheit und dem Lenkgefühl. Wenn die Sportlichkeit also nicht im Vordergrund steht, ist eher die gängigste Reifendimension für Ihr Auto am besten.

UHP- und Runflat-Reifen

Als UHP-Reifen (Ultra High Performance) werden alle Reifen bezeichnet, deren Querschnitte der Serien 45 oder kleiner entsprechen und die zu den Geschwindigkeitsindexen V, W, Y oder ZR zählen. Typische UHP-Reifen haben Dimensionen wie z.B. 225/45 R 17 91 W oder auch 235/30 ZR 19. 

Runflat- oder Notlaufreifen sind Reifen, die über verstärkte Seitenflanken verfügen und auch vollständig luftentleert nicht zusammenfallen, sondern eine eingeschränkte Weiterfahrt mit einer Höchstgeschwindigkeit von üblicherweise 80 km/h über eine Strecke von mindestens 80 km erlauben. Einige Fahrzeughersteller wie BMW und Daimler bieten Runflat-Reifen als Serien- oder optionale Ausrüstung an. UHP- und Runflat-Reifen haben zusammen einen Marktanteil an allen Pkw-Reifen von ca. 25 Prozent.

Die Montage dieser Reifenarten erfordert allerdings besondere Kenntnisse, Qualifikationen und Werkzeuge. Für die Montage von UHP- und Runflat-Reifen zertifizierte Reifenhandels- und -montagebetriebe* finden Sie hier in Ihrer Nähe.

Info im Handel: Das EU-Reifenlabel

Detailansicht eines Autoreifen mit EU Reifenlabel
Altes Label: Wie beim Kühlschrank informiert ein Aufkleber über die Effizienz © Fotolia/grafikplusfoto

Reifenhändler müssen ein sogenanntes Reifenlabel auf ausgestellten Reifen oder in der Nähe der Reifen anbringen. Für nicht ausgestellte Reifen müssen die Informationen des Reifenlabels dem Kunden anderweitig zur Verfügung gestellt werden. Außerdem sind die Informationen, die das Reifenlabel enthält, auf der Rechnung auszuweisen.

Das "Reifenlabel" soll es dem Käufer ermöglichen, einzelne Eigenschaften der ins Auge gefassten Reifen einzuschätzen und verschiedene Modelle bezüglich der drei aufgeführten Kriterien, die von den Reifenherstellern in Eigenregie getestet werden, zu vergleichen. 

Im Gegensatz zum umfassenden Kriterienkatalog des ADAC Reifentests werden bei den Angaben zum Reifenlabel nur der Rollwiderstand (im Bild links oben), die Nassbremseigenschaften (rechts oben) und das Außenfahrgeräusch (unten) berücksichtigt.

Das Prinzip kennen die Kunden von den Auszeichnungen für Kühlschränke oder Fernseher. Der Rollwiderstand bzw. die Kraftstoffeffizienz der Reifen wird in die Klassen A bis C und E bis G eingeteilt. Die Kraftstoffersparnis von der besten Klasse A bis G wird bei Pkw mit ca. 7,5 Prozent geschätzt. Bei der Nasshaftung können sich zwischen den Klassen A und F Bremswegunterschiede von 30 Prozent ergeben.

So sieht das neue EU-Label aus

EU Reifenlabel neu
Diese Infos findet man auf dem neuen EU-Label© ADAC e.V.

Die alte EU-Verordnung wurde inzwischen überarbeitet und durch die EU-Verordnung 2020/740* ersetzt, mit der auf einem neuen Standardetikett mit Symbolen zusätzlich Informationen zum Schneegrip und (wohl nur für den skandinavischen Markt) zur Eisgriffigkeit dargestellt werden.

Wichtig: Die neue Verordnung gilt nur für Pkw-, Lkw- oder Busreifen, die nach dem 1. Mai 2021 auf den Markt gekommen sind, also auf der Reifenflanke mindestens das Produktionsdatum DOT 1821 (= 18. Kalenderwoche 2021) oder höher aufweisen. Und weil es keine Verpflichtung zur Neukennzeichnung von Reifen gibt, die vor dem 1. Mai 2021 in Verkehr gebracht wurden, können beide Label noch jahrelang in Geschäften oder Läden nebeneinander vorgefunden werden.

Eine der wichtigsten Neuerungen beim EU-Label ist der QR-Code oben rechts. Wer den mit seinem Smartphone scannt, kommt direkt zu den Detail-Infos des Reifens, die der Hersteller bei der Europäischen Produktdatenbank für Energiekennzeichnung (EPREL) hinterlegt hat. Der Name des Herstellers, die genaue Artikelnummer des Reifens, die Dimension mit Speed- und Lastindex und die Reifenklasse (z.B. C1 für Pkw, Wohnmobile, Busse) komplettieren die Angaben.

Unten kommen bei Winter- und Ganzjahresreifen potentiell zwei Symbole hinzu. Rechts bestätigt die Kennzeichnung mit dem bekannten Alpine-Symbol die Erfüllung der Mindestanforderungen an Reifen für winterliche Straßen, die entsprechend der UNECE-R 117 definiert sind. Das Alpine-Symbol muss auch auf der Reifenseitenwand eingeprägt sein oder eine entsprechende Bescheinigung des Herstellers muss vorliegen.

Unten links wird mit einem neuen Symbol wieder das Außenfahrgeräusch in Dezibel angegeben. Der Geräuschpegel ist in Klasse A (niedrig) bis C (hoch) unterteilt. 

ADAC Reifentest: Der richtige Reifen

ADAC testet Reifen in Landsberg
Fast das ganze Jahr auf Achse: Die Jungs vom ADAC Reifentest© ADAC/isp-grube.de

Erste und wichtigste Entscheidungshilfe vor dem Kauf sollte immer der ADAC Reifentest sein, da hier deutlich mehr sicherheitsrelevante Kriterien geprüft werden. Informieren Sie sich erst einmal online über geeignete Reifen für Ihr Fahrzeug. Bei unseren Tests für Sommer- und Winterreifen (in der Regel sind die Tests der letzten drei Jahre aktuell) finden Sie alle wichtigen Infos und Ergebnisse zu den einzelnen Modellen. 

Ist Ihre gesuchte Reifengröße nicht dabei? Mit Einschränkungen lassen sich die Testergebnisse auch auf "benachbarte" Dimensionen innerhalb einer Fahrzeugklasse übertragen. Dies gilt für Abweichungen von +10/-10 Millimeter in der Reifenbreite, also bei der getesteten Dimension 175/65 R 14 T wären dies gleiche Reifenmodelle der Dimensionen 165/65 R 14 T bzw. 185/65 R 14 T.

Wo kauft man Reifen am besten?

Steht Ihr Lieblingsreifen fest, beginnt die lästige Suche nach dem günstigsten Preis. Denn fixe Listen- oder Basispreise gibt es für kein Reifenmodell. Generell verhandelt jeder Reifenhändler seine Einkaufspreise beim Hersteller individuell. Ob er dann etwaige Preisvorteile an den Kunden weitergibt oder – umgekehrt – aktuelle Testsieger sogar verteuert, ist seine Sache. Beim Besuch des lokalen Reifen- oder Autohändlers erfährt man, was das Aufziehen auf die Felge, das Wuchten und die Radmontage kosten. Die Entsorgung der Altreifen müssen Sie meist außerdem bezahlen.

Eine gute Strategie kann auch sein, Reifen antizyklisch zu kaufen – also Sommerreifen im Winter und Winterreifen im Sommer. 

Tipps zum Kauf im Online-Handel

Neureifen werden auch online im Internet angeboten. Im Prinzip spricht nichts gegen den Handel auf den Internetportalen. Oft werden Reifen online günstiger angeboten. Doch der potentielle Käufer oder die Käuferin sollte hier einige Besonderheiten beachten.

  • Das Fahrzeug und die gewünschten passenden Reifenspezifikationen müssen möglichst eindeutig bestimmet werden, um Fehlbestellungen und damit verbundenen Mehraufwand zu vermeiden. Es sollten deshalb Portale bevorzugt werden, bei denen die Bestellung auch über die Fahrzeugidentifizierung erfolgen kann. Natürlich ist immer ein Abgleich mit den in den Papieren aufgeführten und ggf. den montierten Reifen vorzunehmen.

  • Vor der Bestellung sind möglichst Vertrag-Montage-Betriebe in der Nähe zu identifizieren, die mit dem Online-Anbieter zusammenarbeiten. Hier ist auch entscheidend zu klären, welche Aufgaben der Montage-Betrieb übernimmt. Ist er auch zuständig für die Korrektheit in Sachen Fahrzeug-Reifen-Kombination? Hat der Montage-Betrieb keine Kenntnis davon, für welches Fahrzeug die Reifen bestellt wurden, kann er auch nicht für "Fehlkäufe" verantwortlich gemacht werden.

  • Schwierig kann die Situation werden, wenn die Reifen nach der Montage reklamiert werden (müssen). Es ist nicht zu erwarten, dass der Montage-Betrieb die standardisierte Reklamationsabwicklung (definiertes Ablaufverfahren) übernimmt, da er ja nicht der eigentliche Anbieter/Verkäufer der Reifen ist.

  • Grundsätzlich sollten bei der Erteilung des Auftrages für die Beschaffung und die Montage der Reifen immer auch das Alter der Reifen (unsere Empfehlung: maximal drei Jahre) zu einem verbindlichen Bestandteil der Auftragserteilung gemacht werden.

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