Menü
Rund ums Fahrzeug
Verkehr
Reise & Freizeit
Versicherungen & Finanzen
Mitgliedschaft
Services
Der ADAC

Autotest 2020: Die Preis-Leistungs-Sieger

Peugeot e-208, VW e-up, Honda Jazz
2020 auf dem Treppchen: Peugeot e-208, VW e-Up! und Honda Jazz ∙ © Peugeot, Volkswagen, Honda

Gute Autos müssen immer teuer sein? Das stimmt nicht: Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe von technisch hochwertigen und trotzdem bezahlbaren Autos. Die ADAC Liste der Autos mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis 2020.

  • Elektroautos dank Umweltprämie im Vorteil

  • Empfehlung in der Mittelklasse: BMW 3er und VW Passat

  • Oberklasse-Fahrzeuge sind die Schlusslichter

Tolles Auto, technisch 1a und trotzdem gar nicht einmal teuer: Wer ein solches Modell passend zu seinen persönlichen Bedürfnissen findet, kann sich glücklich schätzen. Denn bei dem riesigen und unübersichtlichen Angebot an Fahrzeugmodellen auf dem deutschen Markt ist das nämlich gar nicht so leicht, fündig zu werden. Was hilft? Klar: Die Liste der Besten in der Preis-Leistungs-Kategorie des ADAC Autotests, die 2020 im ADAC Technik Zentrum geprüft wurden. 94 Modelle in allen Fahrzeugklassen traten zum Vergleich an.

Skoda Kamiq und Honda Jazz: Preis-Leistung top

roter Skoda Kamiq von der Seite
Skoda Kamiq: Ist seinen Preis absolut wert ∙ © Skoda

Ein sehr gutes Beispiel für ein Fahrzeug mit einem prima Preis-Leistungs-Verhältnis ist der Skoda Kamiq. Der Wagen zeigt fast keine Schwächen und bekommt vom ADAC mit einer 2,0 die zweitbeste Gesamtnote im Feld. Sie resultiert aus der guten Technikbewertung des Skoda Kamiq (Note 2,3) und den niedrigen Autokosten (Note 1,7). Die gute Gesamtnote erreichen auch der Honda Jazz, der Peugeot e-208 und der Seat Mii, die bei gleicher Note in der Tabelle alphabetisch sortiert sind.

Für die Bewertung wird die Note Autotest (technische Eigenschaften der Fahrzeuge) mit der Note Autokosten (finanzieller Aufwand für den Käufer) addiert und dann durch zwei geteilt. Die Technik ist also genauso wichtig wie der Anschaffungspreis und die laufenden Kosten für das Auto.

Wem persönlich im Zweifel die Technik oder die Kosten wichtiger sind, kann die Tabelle nach seiner individuellen Präferenz sortieren. Eine gute Entscheidungshilfe ist auch der jeweilige Link zum ADAC Test, der bei allen Modellen in der Tabelle hinterlegt ist. Im Testbericht sind sämtliche Stärken und Schwächen des jeweiligen Modells erklärt.

Vor den genannten Modellen rangiert mit der Note 1,9 allein der VW e-up, wieder ein Auto mit Elektroantrieb. Der e-up hat trotz deutlich schlechterer Techniknote die Nase vorn, weil dessen Anschaffungskosten durch die im Jahr 2020 gewährte Umweltprämie extrem reduziert sind. Die finanzielle Förderung wirkt sich natürlich auch bei allen anderen Modellen mit Elektro- und Plug-in-Antrieb auf die Autokosten aus.

Wer sich jedoch aktuell die Prämien-Begünstigten Seat Mii oder VW e-up zulegen möchte, hat ein Problem: Die Stromer aus dem VW-Konzern sind aufgrund der Prämie so begehrt, dass sie ausverkauft sind, auch neue Bestellungen werden derzeit nicht angenommen. Besser sieht die Bestellbarkeit für den Peugeot e-208 aus.

Auf Augenhöhe liegt ein Fahrzeug, von dem man das nicht unbedingt erwarten würde: der Honda Jazz, der ausschließlich mit einem Hybridantrieb ohne Lademöglichkeit angeboten wird. An diesem Beispiel zeigt sich, dass der konventionelle Hybridantrieb die Kostennachteile eines doppelten Antriebs mit Verbrennungs- und Elektromotor überwunden hat – und das ganz ohne staatliche Unterstützung.

Kleinwagen-Segment klar im Vorteil

der neue VW Golf in Gelb
Trotz aktueller Software-Probleme ein guter Griff: VW Golf VIII ∙ © Volkswagen

Von den 94 Modellen, die der ADAC im Jahr 2020 getestet hat, wurden mehr als die Hälfte mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis bewertet (Noten 1,6 bis 2,5). Neben dem Skoda Kamiq bekamen Kleinwagen wie der Opel Corsa, der Mazda 2, der Nissan Juke und der Fiat 500, aber auch prestigeträchtige, also vergleichsweise teure Kleinwagen wie ein Audi A1 Citycarver oder eine A-Klasse, ein GLA oder ein CLA Shooting Brake aus dem Hause Mercedes ein "gut".

Eine etwas zwiespältige Sonderstellung nimmt derzeit der König der Kompaktklasse ein, der VW Golf. Dem immer noch absoluten Bestseller auf dem Markt wird auch in seiner achten Neuauflage ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis attestiert, aber bei der Bewertung sind die aktuellen Software-Probleme nicht berücksichtigt. Den Punkt sollten Käufer bei ihrer Entscheidung jedoch einbeziehen – auch wenn die Probleme von den Werkstätten kostenlos und hoffentlich erfolgreich behoben werden.

Preis-Leistungs-Sieger in der Mittelklasse

3er BMW von hinten
BMW 3er touring: Edelkombi mit viel Gegenwert ∙ © BMW

Interessant ist, dass es auch zwei Mittelklasse-Kombis auf vordere Plätze der Liste geschafft haben, die das Preis-Leistungs-Verhältnis beurteilt: Der BMW 320d und sogar der hochmotorisierte VW Passat mit 190 PS, beide bewertet mit einem "noch gut" (2,5). Ein "gut" verpasst haben der Audi A4 Avant und der Mercedes GLB. Beide besitzen eine prima Technik, sind aber einfach zu teuer – zumindest in der jeweils getesteten Version. Der Ssangyong Tivoli hätte zwar auf der Kostenseite gute Karten gehabt, ansonsten ist der SUV aus Korea aber nicht auf der Höhe der Zeit.

Autos der Oberklasse ohne Chance

In der Rangliste abgeschlagen befinden sich schnelle und äußerst hochpreisige Fahrzeuge wie ein Audi e-tron, Mercedes GLE, BMW X5 oder ein Porsche 911. Mit ihren hohen bis sehr hohen Betriebskosten haben sie in dieser Wertung selbstverständlich keine Chance.

Die Preis-Leistungs-Sieger des ADAC im Jahr 2019

VW Polo, Skoda Fabia, VW Golf, Ford Focus Turnier ... Das waren die Autos mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis im Testjahr 2019