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Neuer Mercedes GLA: Das kann der SUV auf A-Klasse-Basis

Mercedes GLA fahrend von vorne
Neuer Mercedes GLA: Sieht mehr nach SUV aus als der Vorgänger ∙ © Mercedes-Benz AG

Der neue Mercedes GLA kommt im Frühjahr 2020 auf den Markt – mit neuem Konzept. Aus dem flachen A-Klasse-Derivat wird ein richtiger SUV. Erste Testfahrt und Infos zu Motor, Preis und Technik.

  • Neuer Mercedes GLA wird höher und geräumiger

  • Die Motoren leisten zwischen 116 und 306 PS

  • Marktstart: Frühjahr 2020 zum Preis ab 35.000 Euro

Die kleinste Baureihe wird zur größten Modellfamilie im Mercedes-Programm. Nicht einmal zwei Jahre nach dem Generationswechsel der A-Klasse haben die Schwaben auf ihrer MFA-Plattform bereits sieben Derivate konstruiert – und sind noch nicht am Ende. Als achtes und letztes Mitglied der Familie wurde nun der neue GLA vorgestellt, der im Frühjahr 2020 zum geschätzten Preis von deutlich über 35.000 Euro in den Handel kommen soll.

Der neue GLA wird höher und hat mehr Platz

Nachdem der GLB als erster Siebensitzer in der Familie die Praktiker bedient, hätte der GLA mehr denn je das Zeug zum Schöngeist unter den kompakten Stadtgeländewagen gehabt und dem Trend zum Coupé folgen können. Doch weil Mercedes bei allem Erfolg für die erste GLA-Generation ordentlich gescholten wurde, hat Jochen Eck dieser Versuchung widerstanden. "Wir haben die Kritik ernst genommen", sagt der Baureihenchef und verspricht jetzt auch für die Hinterbänkler ein zumutbares Platzangebot.

Dafür hat er das Konzept überarbeitet und um jeden Millimeter Platz gerungen. Obwohl der GLA sogar knapp zwei Zentimeter kürzer geworden ist, bietet er innen jetzt zehn Zentimeter mehr Raum – nicht zuletzt, weil der Radstand drei Zentimeter gewachsen ist und das Dach um zehn Zentimeter angehoben wurde. Als Erwachsener kann man im Fond nun tatsächlich halbwegs zumutbar sitzen.

Der Kofferraum bleibt von überschaubarer Größe, legt aber zumindest um ein paar Liter von 421 auf 435 Liter zu. Für Variabilität sollen eine verschiebbare Rückbank und ein höhenverstellbarer Ladeboden sorgen.

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Der GLA soll auch Gelände können

Auch im Gelände soll sich der GLA nicht fremd fühlen, was wir auf einem kleinen Abenteuerspielplatz im Werk Rastatt, wo der SUV gebaut wird, erleben konnten. Dort sind nach Art des Urban Jungle ein paar spektakuläre Hindernisse aufgebaut worden. Nicht dass tatsächlich auch nur ein Kunde mit den GLA ins Gelände gehen würde – vom Slalom in Kanalröhren und dem Bummel über eine knietiefe Buckelpiste ganz zu schweigen. Doch auch auf dem kernigen Rundkurs lässt sich beweisen, dass die Nummer acht der Familie eben nicht nur eine A-Klasse auf Stelzen ist.

Und dass man mit der variablen Verteilung von bis zu 50 Prozent der Kraft an die Hinterachse mit etwas mehr Bodenfreiheit, soliden Rampenwinkeln und entsprechend programmierter Traktionskontrolle weiter kommt, als sich ein Kunde je wagen wird.

Motoren: Vom Hybrid bis zum AMG

Davon abgesehen macht sich der GLA die Familienbande zunutze und bedient sich aus dem bekannten Baukasten. Das gilt für die Ausstattung mit dem flimmernd bunten Cinemascope-Cockpit samt dem Bediensystem MBUX mit intelligenter und selbstlernender Spracherkennung. Es gibt Wellness-Funktionen sowie ein vielfältiges Heer von Assistenten. Für den Antrieb stehen zunächst zwei Benziner zur Wahl. Das vorläufige Basistriebwerk ist ein 1,3-Liter-Vierzylinder mit 120 kW/163 PS, gekoppelt an Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und Frontantrieb. Alternative und gleichzeitig bis auf weiteres Spitzenmodell ist der GLA 35 AMG mit 2,0-Liter-Turbo, 225 kW/306 PS und Allradantrieb.

Die Palette wird nach und nach ergänzt, unter anderem dürften mehrere Diesel und ein kleinerer Benziner folgen. Einige Motoren lassen sich mit der Allradtechnik kombinieren, die anders als beim Vorgänger nun elektro-mechanisch arbeitet.

Noch nicht genauer spezifiziert ist der neue Plugin-Hybrid im GLA, der eine elektrische Reichweite von 70 Kilometern ermöglichen soll. Geplant ist eine Erweiterung der rein elektrischen Baureihe EQ um einen EQA auf Basis des GLA.

Text: Thomas Geiger mit Material von SP-X