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Der ADAC

Kia XCeed: Der modische Crossover im ADAC Test

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © Kia

Die Kia Ceed-Baureihe ist mit dem XCeed komplett: Der fünftürige Crossover ist ein Mix aus Schrägheck-Limousine, sportlichem Coupé und SUV. Im ADAC Test: Der Plug-in-Hybrid und der 136-PS-Diesel.

  • Erhöhte Sitzposition und viel Platz

  • Neues Infotainmentsystem, volldigitales Cockpit

  • Im Test: Diesel 1.6 CRDi mit 136 PS und Plug-in-Hybrid mit 141 PS

  • Preise: ab 21.390 Euro für den Basisbenziner mit 120 PS

Die aktuelle Ceed-Generation ist zu einer echten Großfamilie herangewachsen: Der jüngste Nachwuchs, der Crossover XCeed, soll die praktischen Vorzüge eines SUV mit dem sportlichen Auftritt und dem dynamischen Handling eines Kompaktwagens verbinden. Und unsere Tests beweisen: Das funktioniert gut.

Der Kia XCeed ist höher und länger als der Ceed

Kia X-Ceed fahrend von hinten
Bullige Heckansicht mit dominantem Unterfahrschutz ∙ © KIA

Natürlich ist der "X" als viertes Familienmitglied nach dem Kombi und dem Shooting Brake ProCeed ein direkter Verwandter des bekannten Ceed, der sich in der Golf-Klasse einen Namen gemacht hat.
Der XCeed hat allerlei Attribute, die aus Sicht vieler SUV-Eigner ein solches Auto nun mal haben sollte: Zum Beispiel eine dunkle Kunststoff-Beplankung um die Radhäuser, einen ebenso verzierten Türschweller und als i-Tüpfelchen noch ein Element nach der Art eines Unterfahrschutzes am Heck.

Doch die Vorzüge eines "echten" SUV bietet der XCeed nicht: Er ist nicht als Allradler zu haben und die Karosserie liegt gerade einmal fünf Zentimeter höher als beim Ceed. Auch der Ein- und Ausstieg sowie die Sicht auf den Verkehr sind zum Beispiel beim Kia Sportage merklich besser, weil die Sitze hier satte zwölf Zentimeter höher montiert sind.

Um den "X" schon von Weitem erkennbar zu machen, veränderten die Gestalter den ansonsten typischen Ceed-Gesichtsausdruck durch einen größeren unteren Lufteinlass. Er harmoniert mit dem etwas schmaler ausgelegten, ebenfalls veränderten Grill, der die "Tigernase" der anderen Modelle dezenter interpretiert.

Hinter der dritten Dachsäule geht's bergab mit der Dachlinie. Das Heckfenster steht deshalb nicht steil wie bei einem SUV, sondern ganz schön schräg. So wird aus dem braven Ceed eine Art Coupé-Limousine mit knuffigem Hinterteil.

Erstmals mit digitalen Instrumenten 

Kia X-Ceed Cockpit
Erstes Kia-Modell überhaupt mit einem volldigitalen Kombiinstrument ∙ © KIA

Im Innenraum fühlt sich der erfahrene Ceed-Fahrer sofort zu Hause. Die üblichen Funktionen des Alltags lassen sich dank des aufgeräumten Cockpits leicht bedienen. Die meisten Schalter sind recht groß, im Blickfeld des Fahrers und klar beschriftet. Nur die Tasten links unten am Armaturenbrett werden vom Lenkradkranz teilweise verdeckt. Ein Detail allerdings ist neu: Der XCeed darf sich als erstes Kia-Modell überhaupt mit einem volldigitalen Kombiinstrument schmücken. Es verfügt über einen 12,3 Zoll großen, hochauflösenden Monitor mit gestochen scharfer Grafik. Der Fahrer kann sich nach eigenem Geschmack wesentliche Details ins Blickfeld holen. Je nach gewählter Ausstattung ist das neue "Mäusekino" serienmäßig an Bord.

Das Platzangebot vorn ist für ein Fahrzeug der Kompaktklasse enorm großzügig: Auch zwei Meter große Menschen können sich die Sitze weit genug zurückschieben. Und die Kopffreiheit würde sogar für fast 2,10 Meter Körpergröße reichen. In Fond bietet der XCeed etwas weniger Platz als der fünftürige Ceed, dafür fällt der Kofferraum aufgrund der neun Zentimeter längeren Karosserie etwas größer aus.

Der 345 Liter (beim Plug-in-Hybrid 270 Liter) fassende Gepäckraum (ADAC Messwerte) hat einen in der Höhe verstellbaren Boden und lässt sich durch die dreigeteilte Rücksitzbank (40:20:40) variabel auf bis zu 1165 Liter (1090 Liter) erweitern.

Und wie fährt sich der XCeed?

gelber Kia X-Ceed stehend von der Seite
Der Radstand entspricht mit 2,65 Metern dem des Ceed ∙ © KIA

Beim Fahren wird die Nähe zu den Schwestermodellen spürbar. Der XCeed geht gut ums Eck, der Federungskomfort bleibt dabei nicht auf der Strecke. Lediglich kurzwellige Fahrbahnen und Einzelhindernisse wie abgesenkte Kanaldeckel kommen recht deutlich in den Innenraum durch. Dass die höhere Bodenfreiheit die Fahrdynamik nicht negativ beeinflusst, liegt auch an der sehr direkt und präzise ansprechenden Lenkung. Schnellere Lenkbewegungen lassen sich mit ihr gut und sicher beherrschen.

Der vom ADAC getestete Vierzylinder-Diesel schöpft aus 1,6 Litern Hubraum 136 PS und ein maximales Drehmoment von 320 Nm – in einem Kompaktwagen sind das völlig ausreichende Werte. Mit ihm kann man durchaus flott unterwegs sein: Für den Zwischenspurt von 60 bis 100 km/h benötigt der Crossover nur 5,5 Sekunden.

Kräftiger Motor, aber nur drei Sterne im Ecotest

Der Selbstzünder überzeugt dabei mit guten Manieren. Ab 1500 Umdrehungen zieht er ordentlich durch und entwickelt seine Kraft dabei angenehm homogen. Das Ansprechverhalten weiß ebenfalls zu überzeugen, auf Gaspedalbefehle reagiert der Motor recht spontan. Gut dazu passt auch das aufpreispflichtige Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das in allen Drehzahlbereichen harmonisch und unauffällig schaltet. 

Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch des XCeed 1.6 CRDi DCT7 liegt im Ecotest bei 5,5 Liter Diesel. Nach den aktuellen Ecotest-Maßstäben reicht das für 26 von möglichen 60 Punkten – lediglich ein zufriedenstellendes Ergebnis. Im Schadstoffkapitel schneidet der XCeed besser ab und bekommt so insgesamt 65 Punkte im ADAC Ecotest. Macht nur drei von fünf Sternen.

Kia XCeed Plug-in-Hybrid im Test

Um es vorweg zu nehmen: Auch die von ADAC getestete Plug-in-Version des Crossover schafft nur drei Sterne. Das liegt natürlich einmal am Verbrauch: Der summierte sich im Hybrid-Modus mit leerer Batterie auf durchschnittlich 6,0 Liter Super pro 100 Kilometer. Rein elektrisch schafft der Koreaner rund 38 Kilometer. Der reine Stromverbrauch inklusive Ladeverluste liegt bei 22,6 kWh/100 Kilometer. Betrachtet man eine exakt 100 Kilometer lange Fahrtstrecke mit zum Start voll geladenem Akku, ergibt sich ein Verbrauch von 7,6 kWh Strom und 3,9 Liter Super. Damit verbunden ist eine CO₂-Bilanz von 148 Gramm pro Kilometer, inklusive des bei der Stromproduktion freigesetzten Treibhausgases.

Der Partikelausstoß liegt zwar in allen Betriebszuständen unter den gesetzlichen Grenzwerten. Jedoch werden die hohen Anforderungen des ADAC Ecotest nicht ganz erreicht. Durchaus ordentlich fallen die Fahrleistungen aus. Von 60 auf 100 km/h beschleunigt der Crossover in 5,9 Sekunden, die Zwischenspurts bei innerstädtischen Geschwindigkeiten sind auf Wunsch sehr flott – typisch Elektrohybrid. Bei höheren Geschwindigkeiten geht dem XCeed etwas die Puste aus. Der Vortrieb endet bei 188 km/h. Aber nur, solange die Batterie noch Strom beisteuern kann. Ist sie leer, liegt die Spitze bei 155 km/h.

Kia XCeed: Preise zwischen 21.390 und 35.990 Euro

Das Motorenangebot insgesamt entspricht den Schwestermodellen: Kunden können unter drei Benzinern ab 120 PS und dem Diesel mit 48-V-Mild-Hybridtechnik mit 136 PS wählen. Am Verlockendsten – aber mit mindestens 30.290 Euro auch ganz schön teuer – ist die stärkste Variante mit dem 1,6-Liter-Turbobenziner, die mit 150 kW/204 PS die Spitze des Ceed-Eisbergs bildet. Der Plug-in-Hybrid kostet ab 35.990 Euro, davon kann aber noch die Innovationsprämie abgezogen werden.

Eher vernunftbetonten Käufern, die sich auf die im 140-PS-Bereich offerierten Modelle stürzen, bleibt noch Geld übrig, um sich aus dem großen Angebot an elektronischen Helfern zu bedienen. Hier bietet Kia nahezu alle Assistenten, die derzeit zu haben sind. Auch die Vernetzung mit der digitalen Außenwelt wurde für den XCeed ausgeweitet, der als eines der ersten Modelle den Kia-eigenen Online-Dienst "UVO Connect" nutzen darf. Er kann auch mit dem Smartphone verknüpft werden.

Bereits die Einstiegsversion Edition 7 beinhaltet serienmäßig unter anderem LED-Scheinwerfer, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Frontkollisionswarner, aktiven Spurhalteassistenten, Müdigkeitswarner und Fernlichtassistent.

Hier können Sie den ausführlichen Testbericht des Kia XCeed 1.6 CRDi als PDF herunterladen
PDF, 735 KB
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Hier können Sie den ausführlichen Testbericht des Kia XCeed Plug-in-Hybrid Spirit als PDF herunterladen
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Kia XCeed: Technische Daten

Technische Daten (Herstellerangaben)KIA XCeed 1.6 CRDi Spirit DCT7Kia XCeed 1.6 GDI Plug-in-Hybrid Spirit

Motor/Antrieb

Vierzylinder-Turbodiesel, 1598 cm³, 100 kW/136 PS, 320 Nm bei 2000 U/min

Vierzylinder-Turbobenziner, Plug-in-Hybrid, 1580 cm³, 104 kW/141 PS, 265 Nm bei 1000 U/min

Fahrleistungen

10,1 s auf 100 km/h, 198 km/h Spitze

11,0 s auf 100 km/h, 160 km/h Spitze

Verbrauch (nach WLTP)

5,2 l Diesel/100 km, 117 g CO₂/km

1,3 l Super und 11,0 kWh Strom/100 km, 32 g CO₂/km

Maße

L 4,40 / B 1,83 / H 1,50 m

L 4,40 / B 1,83 / H 1,48 m

Kofferraum

426 – 1378 l

291 / 1243 l

Leergewicht / Zuladung

1440 / 480 kg

1516 / 514 kg

Anhängelast (ungebremst / gebremst)

650 / 1500 kg

600 / 1300 kg

Garantie

7 Jahre

7 Jahre

Preis

ab 21.390 €

ab 27.390 €

ADAC Messwerte

ADAC Messwerte (Auszug)KIA XCeed 1.6 CRDi Spirit DCT7Kia XCeed 1.6 GDI Plug-in-Hybrid Spirit

Überholvorgang 60-100 km/h

5,5 s

5,9 s

Bremsweg aus 100 km/h

34,1 m

35,4 m

Wendekreis l / r

11,2 / 11,2 m

11,4 / 11,3 m

Verbrauch / CO₂-Ausstoß ADAC Ecotest

5,5 l Diesel/100 km , 173 g CO₂/km (well-to-wheel)

3,9 l Super und 7,6 kWh Strom/100 km, 148 g CO₂/km (well-to-wheel)

Bewertung ADAC Ecotest (max. 5 Sterne)

***

***

Reichweite

905 km

650 km

Innengeräusch bei 130 km/h

68,4 dB(A)

68,1 dB(A)

Leergewicht / Zuladung

1465 / 455 kg

1562 / 468 kg

Kofferraumvolumen normal / geklappt / dachhoch

345 / 710 / 1165 l

270 / 635 / 1090 l

ADAC Testergebnis

ADAC TestergebnisKIA XCeed 1.6 CRDi Spirit DCT7Kia XCeed 1.6 GDI Plug-in-Hybrid Spirit

Karosserie/Kofferraum

2,8

2,9

Innenraum

2,4

2,3

Komfort

2,7

2,7

Motor/Antrieb

2,0

2,1

Fahreigenschaften

2,2

2,3

Sicherheit

2,0

2,0

Umwelt/Ecotest

2,8

2,8

Gesamtnote

2,4

2,4

Die Kapitel Sicherheit und Umwelt werden doppel gewertet

Diese Motoren gibt es

Motoren/GetriebePreise

1.0 T-TGI (Benziner), 88 kW/120 PS, Schaltgetriebe

ab 21.390 € (Edition 7)

1.4 T-TGI (Benziner), 103 kW/140 PS, Schaltgetriebe

ab 22.390 € (Edition 7)

1.4 T-TGI (Benziner), 103 kW/140 PS, 7-Gang-Doppelkupplung

ab 26.490 € (Vision)

1.6 T-TGI (Benziner), 150 kW/204 PS, 7-Gang-Doppelkupplung

ab 30.290 € (Spirit)

1.6 CRDi EcoDynamics+ (Diesel), 100 kW/136 PS, Schaltgetriebe

ab 27.690 € (Vision)

1.6 CRDi EcoDynamics+ (Diesel), 100 kW/136 PS, 7-Gang-Doppelkupplung

ab 29.540 € (Vision)

1.6 GDI Plug-in Hybrid, (Benzin/Strom) 104 kW/141 PS, 6-Gang-Doppelkupplung

ab 35.990 Euro (Vision)

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